Die rote Johannisbeere

Johannisbeeren im eigenen Garten, oder sogar auf Balkon oder Terrasse im Kübel ziehen und ernten?

Eine klasse Idee! Es handelt sich nämlich um echte Power-Beeren, die nicht nur schmackhaft und gesund, sondern auch sehr dekorativ sind und deinen Garten ökologisch aufwerten! Ihre großen, aromatischen, roten Früchte haben einen süß-säuerlichen Geschmack, sind reich an Vitamin C, und eignen sich nicht nur für den frischen Verzehr, sondern auch fabelhaft für süße Leckereien wie Marmeladen, Säfte, und Gelees.  Ihre Erträge sind nicht nur besonders hoch, sondern die gesamte Erntesaison hindurch sehr regelmäßig. Sie ist zudem pflegeleicht und robust – mit unserer Bloomify-Johannisbeere steht deinem eigenen Beeren-Anbau nichts mehr im Wege!

Unsere Johannisbeere, lateinisch „Ribes Rubrum“, ist ein sehr pflegeleichtes, strauchförmiges, und mehrjähriges Gewächs. Sie ist recht kompakt, erreicht eine Höhe von 140 bis 160 cm, und wächst etwa 100 bis 120 cm in die Breite. Außerdem zeichnet sie sich durch ein dichtes Wachstum aus. Neben ihrer Wuchsfreudigkeit besticht unsere „Ribes Rubrum“ durch ein sehr attraktives Erscheinungsbild: Ihr Sommergrünes Laub ist saftig grün, und von April bis Mai öffnet sie ihre hübschen, weißen Blüten. Diese werden gerne von Bienen, Schmetterlingen, und anderen Gartenbewohnern angeflogen; so bewährt sich unsere Johannisbeere als beliebte Insektenweide, und leistet einen wichtigen Beitrag für unser Ökosystem und deinen Garten!

Standort und Boden

Unsere Johannisbeere mag es, wie die meisten anderen Beeren auch, am liebsten sonnig, windgeschützt und warm. Sie kommt auch mit einem halbschattigen Standort zurecht, doch sie ist deutlich ertragreicher und die Früchte süßer, je mehr Sonne sie bekommt!

Durch ihre geringe Größe ist nicht nur die Pflanzung im Beet, sondern auch im Kübel auf Balkon oder Terrasse möglich. An den Boden stellt unsere Bloomify-Johannisbeere keine hohen Ansprüche: Nährstoffreich, leicht sauer (pH-Wert ca. 5,5 bis 6) und durchlässig sollte er sein, Staunässe und absolute Trockenheit solltest du vermeiden.

Durch ihre kompakte und aufrechte Wuchsform macht die Johannisbeere vor allem als Randbepflanzung von (Obst-)Beeten eine gute Figur, ebenso verschönert sie die Sicht auf Komposthaufen!

Pflanzung

Pflanzung im Freiland

Unsere Johannisbeere kann fast ganzjährig außerhalb der Blüte- und Erntezeit gepflanzt werden. Die einzige Voraussetzung ist ein frostfreier Boden! Zum Einpflanzen brauchst du einen Spaten oder eine Schaufel, eine Harke um die Pflanzgrube etwas aufzulockern und Gartenhandschuhe, um deine Hände zu schützen.

Die Pflanzgrube sollte etwa doppelt so breit ausgehoben werden wie der Topf ist, in dem die Pflanze geliefert wird. Den Wurzelballen kannst du vor dem Einpflanzen etwas auflockern; am Ende sollte dieser etwa 5 bis 10 cm hoch mit Erde bedeckt werden. Am besten pflanzt du ab Herbst (Oktober bis Dezember). Dann wurzelt der Strauch schön an, und bedingt durch die Jahreszeit hat der Boden im Beet eine gute und gleichmäßige Feuchtigkeit. Du brauchst deine Johannisbeere dann nur einmal direkt nach dem Einpflanzen ordentlich zu wässern. Auch zwischen Januar und April kannst du deine Johannisbeere problemlos einpflanzen, solltest dann aber auf ausreichend Feuchtigkeit achten!

Pflanzung im Kübel

Unsere „Ribes Rubrum“ hat zudem ein kleines Ass im Ärmel: Sie ist ein sogenannter Flachwurzler. Ihre Wurzeln wachsen also eher flach unter der Erdoberfläche ausgebreitet, anstatt senkrecht in den Boden. Eine Pflanztiefe von 30 cm ist bereits ausreichend; dadurch kann sie auch in niedrigere Kübel gepflanzt werden. Eine passende Größe ist wichtig, denn in zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke.

Die Rote Johannisbeere wächst etwas buschiger und größer als z.B. die Bloomify Him- oder Brombeere, daher solltest du bei neu gekauften Pflanzen am besten mit einem Gefäß starten, dass etwa 30 Liter Volumen hat. Ein klassischer Tontopf, der oben einen Durchmesser von 40 cm hat und 30 cm hoch ist, hat z.B. ein Volumen von etwa 30 Litern. Zum Vergleich: ein DIN-A4-Blatt ist an der kurzen Seite 20 cm und an der langen Seite, ganz grob, 30 cm lang.

Auf dieser Seite (https://www.gartengnom.net/rechner/volumen/) findest du einen praktischen Online-Rechner, der dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigt.

Alle ein bis zwei Jahre kann der junge Strauch in ein größeres Gefäß umziehen, so kannst du dich langsam auf ein Volumen von bis zu 40 Litern steigern. Beachte, dass keine Pflanze Staunässe mag und du daher immer eine Schicht aus Kies, Blähton oder ähnlichen Materialien unten im Topf einplanen solltest. Wähle also im Zweifel lieber einen etwas größeren Topf und gönne der Pflanze eine etwas dickere Drainageschicht.

Pflege und Wässern

Unsere Johannisbeere mag es gleichbleibend feucht, jedoch ohne dauerhaft nasse Füße. Auch längere Trockenperioden sind nicht optimal für sie. Im Kübel solltest du, vor allem im Sommer, auf ausreichend Wassergaben achten (ein Loch im Topfboden verhindert Staunässe)! Im Beet ist zusätzliches Wasser nur je nach Witterung und Jahreszeit notwendig; Im Herbst und Winter musst du kaum wässern. Im Frühling und Sommer, also während der Wachstums-, Blüte-, und Fruchtperiode, ist der Wasserbedarf höher und das Wetter meist trockener, sodass du zusätzlich gießen musst.

Um für eine gleichmäßigere Bodenfeuchtigkeit zu sorgen, kannst du einfach eine Mulchschicht auf die Erde geben.

Schnitt

Johannisbeeren müssen regelmäßig geschnitten werden, damit sie schön ertragreich bleiben und optimal wachsen können. Das mag erstmal einschüchternd klingen, ist aber kinderleicht! Achtung: Rote und schwarze Johannisbeeren werden auf unterschiedliche Weise geschnitten. Den richtigen Schnitt der schwarzen Johannisbeere findest du HIER.

Am besten schneidest du deine Johannisbeere im Herbst nach der Ernte(September, Oktober) und/oder im Frühjahr vor der Blüte (Februar, März). Es gilt eine Sache zu berücksichtigen: Unsere Johannisbeere trägt ihre Früchte hauptsächlich an den zweijährigen Ruten. Wenn du das im Hinterkopf behältst, kann nicht viel schief gehen!

Damit es nicht zu abstrakt für dich wird, hier ein kleiner Crashkurs über Wachstum und Schnitt roter Johannisbeeren: Die Pflanze wächst strauchförmig, das heißt mit vielen Bodentrieben (die sog. „Haupttriebe“), die aus der Erde wachsen. An diesen Haupttrieben wiederum wachsen ihre Seitentriebe. Die Seitentriebe aus dem letzten Jahr tragen die meisten Früchte. Ziel ist es also, genügend dieser Triebe zu erhalten und langfristig ein kräftiges Wachstum zu fördern. Klingt einleuchtend, oder?

Damit die Haupttriebe immer kräftige Seitentriebe ausbilden, müssen auch diese regelmäßig ausgedünnt werden. Idealerweise hast du immer 5 bis 7 Haupttriebe, die älteren und schwachen schneidest du einfach kurz über dem Boden ab. Je mehr Platz du hast, desto mehr Haupttriebe kannst du stehen lassen. Dies machst du nur direkt vor dem Einpflanzen, danach alle 3-4 Jahre, oder nach Bedarf.

Und wie geht das mit den Seitentrieben? Die neuen („diesjährigen“) Triebe werden ja im nächsten Jahr Früchte tragen, also lässt sie einfach so wie sie sind. Du erkennst sie ganz einfach an dem heller gefärbten Holz. Die anderen Seitentriebe, welche Früchte getragen haben und nun abgeerntet wurden, schneidest du auf 1-2 cm kurze Stummel zurück – fertig! Generell ist es gut, wenn der Strauch von innen nicht zu buschig wird, um die Gesundheit zu erhalten. Außerdem erhalten die Blüten und Früchte so mehr Sonnenlicht und können besser reifen.

Ernte und Vermehrung

Unsere “Ribes Rubrum” ist eine mehrjährige Pflanze. Du kannst ihre ersten Früchte also ab dem zweiten Jahr nach Pflanzung ernten. Da sie eine Selbstbefruchterin ist, kann sie auch alleine stehen um Früchte zu tragen. Geerntet wird ab Juli, und bis in den Oktober oder November hinein. Sind die ersten knallroten Früchte reif, schnappst du dir sofort eine Schüssel und ein paar Stunden Zeit - die Früchte sind auch bei Vögeln sehr begehrt, und die Ernte nimmt auf Grund der Menge an Früchten oft ein wenig Zeit in Anspruch.

Unsere Johannisbeere ist auch recht einfach zu vermehren: Steckholz/Stecklinge,  Samen, Ableger oder das Abtrennen einzelner Haupttriebe („Abriss“)  sind möglich! Hierzu suchst du dir einfach einen neuen und kräftigen (oder auch zwei) Haupttrieb aus, welchen du vorsichtig und mit möglichst vielen Wurzeln aus dem Boden reißt. ein kleiner Spaten kann hilfreich sein. Anschließend in einen Topf mit Pflanzerde setzen, und im Herbst, wenn die Wurzeln kräftig genug sind, ins Beet oder in den gewünschten Kübel pflanzen.

Überwinterung

Unsere Bloomify-Johannisbeere ist winterhart und verträgt Temperaturen bis -23.3°C! Ihr Laub wirft sie über den Winter ab, und im Frühling erwacht sie wieder mit frischen, hellgrünen Knospen im Gepäck zum Leben.

Auch im Kübel kann sie draußen überwintern; Allerdings empfiehlt sich ein Frostschutz, damit die Wurzeln bei strengem Frost keinen Schaden nehmen!

Krankheiten und Schädlinge

Unsere Johannisbeere ist generell sehr robust Krankheiten und Schädlingen gegenüber. Du kannst Pilzerkrankungen und anderen Leiden jedoch vorbeugen, indem du deine Johannisbeere jährlich zusätzlich zum Rückschnitt auch auslichtest, also zu dicht wachsende Zweige entfernst. Dies sorgt für eine gute Belüftung, und wie bereits erwähnt auch zu mehr Sonne die den Strauch durchdringt. Beides tut ihr ausgesprochen gut!

Nährwerte

Unsere Johannisbeere ist nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern reich an Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen (vor allem Magnesium). Zudem ist sie ein sehr kalorienarmer Leckerbissen!

Nährwerte je 100g

Kalorien 33 kcal
Fett 0,2g
Kohlenhydrate 4,7g
Eiweiß 1,13g

Fragen & Antworten zu unserer Johannisbeere

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