Die Zucchini

In unserem Gemüsebeet wächst und gedeiht nichts so schnell und unkompliziert wie die Zucchini. In ihren ertragreichsten Zeiten wirft die Pflanze im Sommer gern zwei bis drei Früchte am Tag ab - eine besonders ausgiebige Ernte, und das beinahe den ganzen Sommer lang.

Unsere Zucchini ist eine Sorte mit grünen Früchten. Zucchinis gibt es auch durchaus in anderen Farben, gescheckt oder etwa gelb. Unsere grüne Zucchini aber ist die absolute Klassikerin. Die pflegeleichte Gemüsepflanze ist ein Must-Have für deinen Gemüsegarten. Bist du auf der Suche nach einer Zucchini fürs Hochbeet oder den Balkon, solltest du auf spezielle Sorten zurückgreifen, die rankend - und damit in die Höhe statt in die Breite wachsen.

Standort und Boden

Was ihren Standort und den Boden betrifft, hat die Zucchini nur wenige Ansprüche. Sie mag es am liebsten warm und feucht - wobei du letzteres hervorragend mit regelmäßigem Gießen regulieren kannst. Setze die Pflanze also in die Sonne - wenn es möglich ist in einen humus- und nährstoffreichen, durchlässigen Boden, der viel Wasser aufnehmen kann.
Obwohl diese Boden-Voraussetzungen bei mir im Garten nicht gegeben sind, ist meine Zucchini-Ernte bislang trotzdem  in jedem Jahr riesig ausgefallen. Keine Sorge also, sollte die Bodenbeschaffenheit in deinem Garten nicht perfekt sein - die Zucchini passt sich ihrem Standort an.

Zu ihren Beet-Nachbar*innen sollte die Pflanze mindestens einen Meter Abstand in jede Richtung bekommen. Sie wird wirklich groß und ist in ihrem Wachstum sehr dominant - und wird so unter Umständen anderen Pflanzen den Raum zum Wachsen, aber auch das Licht mit ihren großen Blättern klauen. Mindestens einen Quadratmeter Platz solltest du der Pflanze also zugestehen.

Gute Nachbar*innen der Zucchini sind Bohnen oder Erbsengewächse. Diese begünstigen sich gegenseitig in ihrem Wachstum. Auch Zwiebeln oder Mangold wachsen gut neben ihr. Kartoffeln, Gurken oder Tomaten solltest du in der unmittelbaren Nähe der Pflanze unbedingt vermeiden. Diese konkurrieren unterirdisch mit der Zucchini um die für sie wichtigen Nährstoffe.

Den Standort deiner Zucchini solltest du nach der Saison für vier Jahre schonen. Nur Gewächse, die wenige Nährstoffe brauchen, so etwa Bohnen, Salate oder Radieschen eignen sich als Zwischennutzer*innen. Denn die Zucchini ziehen außerordentlich viele Nährstoffe aus dem Boden, die nun erst einmal nachproduziert werden müssen.

Außerdem solltest du den Platz der Zucchini solltest du für diese Sommersaison nicht weiter verplanen. Erst bei Einbruch der Kälte im Herbst, etwa zwischen September und Oktober, bildet die Pflanze keine Früchte mehr und ist bereit, ihren Platz für ein Wintergemüse, einen schönen Feldsalat etwa, freizugeben.

Möchtest du die Pflanze im Topf aussetzen (hierfür eignen sich vor Allem rankende Zucchinisorten) sollte dieser mindestens ein Volumen von 40 Litern Erde fassen. Ein richtiger ‘Koloss-Kübel’ muss also her.

Standort: sonnig, warm, feucht
Gute Nachbar*innen: Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Mangold
Schlechte Nachbar*innen: Kartoffeln, Gurke, Tomate

 

Pflanzung

Am besten ziehst du die Zucchini im Haus oder in einem Gewächshaus an - so wird sie am schnellsten erste erntereife Früchte abwerfen. Mit der Anzucht beginnst du idealerweise Mitte März.

Schon hier sind die Ansprüche der Pflanze recht bescheiden. Da die Saat ihren eigenen Nährstoffvorrat besitzt und damit keine Nährstoffe aus der Erde benötigt, reicht ein Töpfchen mit einfacher Erde, um die Saat zum keimen zu bringen.
Der Samen kommt etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Konstante Feuchtigkeit und Wärme (etwa 20 Grad sind für die Pflanze die perfekte Temperatur) lassen schon nach etwa einer Woche einen kleinen Grünen Keim aus dem Topf schauen.

Etwa ab Mitte Mai kannst du die junge selbstgezogene -, oder auch gekaufte Pflanze ins Beet aussetzen. Ein späteres Pflanzen ist ebenfalls möglich - denn die Zucchini trägt ja beinahe den ganzen Sommer über Früchte.
Pflanze den Setzling knapp unter dem Ansatz des ersten Blattes in die Erde ein. Die Pflanze wächst nämlich kaum in die Höhe sondern breitet sich eher auf dem Boden aus. Etwa vier Wochen wird es dauern, bis du erste Früchte ernten kannst.

Aussaat

Ab Mitte Mai - sobald kein Frost mehr zu erwarten ist - kannst du die Saat auch direkt im Freiland säen. Auch hier solltest du einen sonnigen Standort wählen und die zwei bis drei Zentimeter tief gesetzte Saat täglich feucht halten. Gerade einmal acht Wochen wird es dauern, bis deine Pflanze bereits erste Früchte trägt.

Anders als bei anderen Gewächsen ist bei der Zucchiniaussaat Vorsicht geboten: die kleinen Samen haben beinahe eine Keimgarantie. Setze also lediglich einen einzelnen Samen ein.

Sonst wachsen möglicherweise schon bald mehrere Pflanzen ineinander und nehmen sich gegenseitig Raum und Sonne weg.

Schnellüberblick

Aussaat im Haus: ab März
Aussaat im Freiland: ab Mai
Standort: sonnig, warm, feucht
Aussaattiefe: 2-3cm
Pflanzabstand: 100cm
Dauer Keimung: 1 Woche
Monate Ernte: Juni bis September

Pflege und Wässern

Gut ein Mal am Tag solltest du deiner Zucchini eine große Portion Wasser zugestehen. Etwa eine große Gießkanne voll kannst du für das Gießen einer ausgewachsenen Pflanze einrechnen. Für den jungen Setzling ist es etwas weniger.

Bekommt deine Pflanze zu wenig Wasser, wirst du dies beim Verzehr deiner Ernte schnell merken: ihre Früchte werden bitter und das Fruchtfleisch verformt sich.

Achte beim Gießen vor Allem auf die Tageszeiten: steht die Sonne zu hoch, verdunstet das gegossene Wasser schneller. Außerdem kann Wasser auf den Blättern der Pflanze bei zu großer Sonneneinstrahlung und Hitze, gegen Mittag oder Nachmittag, zu Verbrennungen führen. Gieße also früh am Tag, oder erst am Abend, wenn die Sonne tief genug steht.

Zur Pflege kannst du der Zucchini außerdem regelmäßig düngen. Da sie eine wahre Nährstofffresserin ist, verträgt die Pflanze dies sogar täglich - etwa verbunden mit dem Gießen. Eine selbst angesetzte Brennessel-Jauche eignet sich als Dünger ideal.

Ernte und Verarbeitung

Die Erntezeit der Zucchini erstreckt sich über den ganzen Sommer. Immer wenn du eine reife Zucchini entdeckst kannst du sie der Pflanze abnehmen. Sie wird innerhalb weniger Tage neue Blüten und Früchte nachbilden.

Zucchinis können ihre Größe über Nacht bei idealen Bedingungen nahezu verdoppeln. Pflücke die Früchte also lieber klein - ihre Konsistenz und ihr Geschmack sind dann nämlich deutlich besser.

Beim ernten kannst du die Frucht ganz einfach vorsichtig von der Pflanze abdrehen. Das geht kinderleicht. Natürlich kannst du auch ein Messer oder eine Schere verwenden.

Die Lagerzeiten einer Zucchini sind leider recht kurz. Etwa 10 Tage hält sie es an einem kühlen, dunklen Ort aus. Bei der ausgiebigen Ernte, der man mit dem frischen Verzehr der Früchte kaum nachkommen kann, lohnt sich das Einfrieren oder Einkochen deiner Ausbeute. Gewaschen und gewürfelt kannst du jeder Zeit die ideale Portion Zucchini auftauen und verarbeiten. Und im Glas macht sich das Gemüse gut zusammen mit deinen selbst angebauten Tomaten in einer frischen Selfmade-Tomaten-Zucchinisauce.

Eine eigenständige Vermehrung der Pflanze gelingt nicht nur äußerst schwierig, sie bringt auch Risiken mit sich. Dies hängt zum Einen mit einer äußerst komplizierten Bestäubungsweise zusammen, die für die Zucht einer neuen Pflanze notwendig wäre. Diese darf nämlich nicht ein anderes Gewächs im Umkreis geschehen -  die Pflanze darf sich also nicht kreuzen. Um das zu verhindern muss eine händische Bestäubung vorgenommen werden.

Zum Anderen müsstest du sicherstellen, dass deine Pflanze überhaupt vermehrungsfest ist. Die meisten Sorten, die du heute in Gärtnereien erstehen kannst, sind dies nämlich nicht. Bei der Vermehrung solcher Pflanzen können sich dann Stoffe bilden, die für die Verzehrbarkeit der Frucht eigentlich aus der Zucchini herausgezüchtet wurden - Bitterstoffe etwa, deren Aufnahme im Körper besonders ungesund ist oder sogar tödlich sein kann.

Eine Zucchini zu vermehren ist also bloß eine Angelegenheit für echte Profis.

Überwinterung

Die Zucchini ist eine einjährige Pflanze. Noch dazu ist sie überaus frostempfindlich. Setze sie deshalb nicht zu früh ins Freiland. Ist ihre Saison vorbei, kannst du sie aus dem Beet nehmen und so Platz für ein Wintergemüse schaffen.

Krankheiten und Schädlinge

Besonders die junge Zucchinipflanze ist ein gefundenes Fressen für Schnecken. Und auch Läuse können sich auf der Pflanze einnisten. Betroffen sind von den Krankheiten meist die großen Blätter die Pflanze, die eine Angriffsfläche für hungrige Schädlinge bieten.

Gegen gefräßige Schnecken etwa hilft das Aufstellen eines Schneckenzaunes - am besten gleich rund um das gesamte Beet. Denn kommen diese nicht an die Zucchini heran, werden sie sich schnell ein Alternativgemüse in deinem Beet suchen. Schütze also besser gleich alle Setzlinge und Pflanzen.

Gegen verschiedenste Arten von Läusen hilft meist ein einfaches Hausmittel: etwa eine Behandlung mit selbst angesetzter Brennesseljauche oder aber ein Aufguss aus Knoblauch vertreibt die Schädlinge.

Nährwerte

Zucchini sind nicht nur besonders Kalorienarm, sie enthalten auch zahlreiche Vitamine - A, B1 und C etwa, sowie wichtige Stoffe wie Natrium oder Eisen. Darüber hinaus sind die Früchte aber vor allem Eines: Vielfältig einsetzbar in Gerichten aller Art.

Nährwerte je 100g

Kalorien 19kcal
Fett 0,4g
Kohlenhydrate 2,2g
Eiweiß 1,6g

Fragen & Antworten zu unserer Zucchini

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