Der Thymian

Thymian ist eine stark duftende Gewürz- und Heilpflanze, die die Sonne liebt und sowohl auf dem Balkon als auch im Garten gedeiht. Unser Bloomify Thymian sorgt für eine mediterrane Stimmung und seine Blüten ziehen über Monate hinweg Bienen und Hummeln an. Die Pflanze bringt ein intensives Aroma in die Küche und du kannst die Blätter frisch oder getrocknet zum Würzen von vielen Speisen verwenden.

Seinen unvergleichlichen Duft verströmt der Thymian vor allem, wenn seine Blätter in der Sonne aufgewärmt werden, aber auch bei leichten Berührungen. Streiche also ruhig öfter mal mit der Hand durch den immergrünen Strauch und genieße eine kleine Aromatherapie.



Ursprünglich stammt der Echte Thymian (Thymus vulgaris) aus dem Mittelmeergebiet, fand aber vor allem aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als Arznei Eingang in mittelalterliche Klostergärten. Von dort aus verbreitete er sich auch im restlichen Europa. Er ist hierzulande auch unter den Namen Quendel oder Kuttelkraut bekannt und heißt Echter Thymian, da es noch viele weitere Thymiansorten und -züchtungen gibt.

Unser Bloomify Thymian ist ein mehrjähriger und ausdauernder Halbstrauch, der unter guten Bedingungen auch über 40cm hoch und genauso breit werden kann. Er ist immergrün, verliert also auch im Winter seine Blätter nicht. Diese sind sehr klein, dunkelgrün und verströmen, vor allem von der Sonne aufgewärmt, das typische Thymianaroma. Seine weiß-rosa, leicht lilafarbenen Blüten können sich von Mai bis in den Oktober hinein zeigen. Sie sind ebenfalls eher klein und an den Enden der Zweige als Büschel angeordnet. Aus ihnen entstehen die Samenkörner, die biologisch gesehen winzige Nüsse sind.

Standort und Boden

Der Echte Thymian gedeiht auch in unseren kühleren Breitengraden, obwohl er ja ursprünglich aus einem mediterranen Klima stammt. Voraussetzung dafür ist, dass er einen vollsonnigen Standort hat. Wenn du ihn auf dem Balkon oder der Terrasse in einem Kübel kultivierst, ist ein Platz vor einer südlichen Hauswand ideal, die sich tagsüber durch die Sonne aufwärmen kann. Im Garten musst du darauf achten, dass der Thymian nicht durch andere, größere Büsche oder Sträucher beschattet wird. Außerdem solltest du wissen, dass sich Thymian im Garten leicht von selbst aussät. Hast du also nicht so viel Platz zur Verfügung, solltest du verwelkte Blüten abschneiden, bevor diese Samen bilden.

Unser Bloomify Thymian liebt neben der Sonne einen trockenen, steinigen, nährstoffarmen Boden. Du kannst daher Blumen- oder Gartenerde mit viel Sand, feinem Kies oder Blähtongranulat vermengen, da so das Gießwasser auch schnell abfließen kann. Perfekt ist eine Drainageschicht am Boden des Topfes oder Pflanzlochs, die du aus gröberem Kies oder auch Steinen anlegen kannst. So bekommt er keine nassen Füße, auch wenn es mal kräftiger regnet.

Ein toller Ort für unseren Thymian ist übrigens die oberste Etage einer Kräuterspirale. In dieser können Kräuter und Gewürzpflanzen mit unterschiedlichen Standortanforderungen gemeinsam gepflanzt werden. Ganz oben stehen die trocken- und wärmeliebenden Pflanzen wie der Oregano, Rosmarin oder Salbei, da hier das Wasser besonders schnell nach unten versickert. Weiter unten in der Spirale können dann Pflanzen mit einem höheren Wasserbedarf wachsen und auf der sonnenabgewandten Seite finden sogar schattenliebende Kräuter Platz.

Standort: sonnig
Gute Nachbar*innen: Rosmarin, Salbei, Melisse, Oregano, Estragon, Koriander, Fenchel
Schlechte Nachbar*innen: Minze, Majoran

Pflanzung

Du kannst den Thymian rund ums Jahr pflanzen, am besten geeignet sind jedoch die Monate von März bis Oktober, da sich die Pflanze dann in der Wachstumsphase befindet und ein Anwachsen leichter fällt. Der Echte Thymian ist zwar frosthart, aber der jungen Pflanze tut es gut, wenn sie an ihrem neuen Standort nicht sofort frieren muss.

Für eine Kultivierung auf Balkon oder Terrasse sollte das Pflanzgefäß einen Durchmesser von 20 bis 30 cm haben. Ein Tontopf mit Abflussloch eignet sich besonders gut, da sich das Material schnell erwärmt und außerdem durchlässig ist. Feuchtigkeit kann also verdunsten und im Inneren bildet sich nicht so leicht Staunässe. Ganz wichtig ist, dass du zunächst eine Schicht aus grobem Kies oder Steinen am Boden des Gefäßes legst. Wie zuvor bereits erwähnt, sollte die restliche Erde, in die du den Thymian pflanzt, ebenfalls durchlässig sein, mische diese also zu großen Teilen mit Sand, feinem Kies oder Tongranulat.

Bei einer Pflanzung ins Freiland solltest du mindestens 30 cm Abstand zur nächsten Pflanze einhalten. Wenn die Nachbarpflanze sehr groß wird, musst du den Abstand entsprechend vergrößern und darauf achten, dass dein Thymian den besten Sonnenplatz in der vordersten Reihe bekommt. Fülle auch hier das Pflanzloch mit einer Drainageschicht und sorge ebenfalls dafür, dass die Gartenerde locker, trocken und durchlässig ist.

Aussaat

Du kannst Thymian auch als Samen ziehen. Da die Blüten sehr klein sind, ist auch das Saatgut winzig und sehr fein. Es ist nicht möglich, die Samenkörner einzeln zu säen, stattdessen wird das Saatgut, am besten mit etwas feinem Sand vermischt, in flachen Saatschalen dünn auf der Anzuchterde verteilt. Thymian ist ein Lichtkeimer, daher darf die Saat nicht mit Erde bedeckt werden. Später wird dann „ausgedünnt“, indem nur die kräftigsten Pflänzchen stehen gelassen werden.

Das Wichtigste: verwende nährstoffarme Anzuchterde und stelle die Saatschalen an einen sehr hellen Standort. Du kannst dir spezielle Schalen kaufen, aber auch andere Gefäße zweckentfremden, zum Beispiel leere Plastikschalen. Diese benötigen nicht unbedingt Abflusslöcher, da die Aussaat nur sehr spärlich gegossen wird. Gut geeignet sind Sprühflaschen, die nur einen leichten Wassernebel verteilen, da auf diese Weise die feine Saat nicht weggeschwemmt oder die kleinen Triebe abgeknickt werden.

Du kannst eine Plastikfolie über das Aussaatgefäß spannen bzw. dieses in eine Plastiktüte stecken, um ein Gewächshausklima herzustellen. Auf diese Weise musst du die Aussaat auch nicht wässern. Lüfte jeden Tag und achte darauf, dass sich kein Schimmel bildet, diesen solltest du umgehend entfernen. Thymian keimt nach etwa 2-4 Wochen. Die Keimlinge bilden zunächst zwei Keimblätter aus. Sobald sich die ersten richtigen Blätter zeigen, die an einer anderen Form gut zu erkennen sind, wird es Zeit für einen Umzug in einen größeren Topf, also für das sogenannte Pikieren. Verwende dazu Töpfe mit einer Breite von etwa 4-8 cm, fülle diese mit der nährstoffarmen Anzuchterde auf und bohre mit einem Stab ein Loch hinein.

Die Pflänzchen sind sehr empfindlich und müssen mit Sorgfalt behandelt werden, um nicht abzuknicken. Du kannst schwach aussehende Pflänzchen dabei entsorgen, da diese sich meist nicht mehr gut weiterentwickeln. Lockere die Erde in der Saatschale auf, zum Beispiel mit speziellen Pikierstäben. Du kannst auch kleine Löffel verwenden und die Pflänzchen vorsichtig aus der Erde „hebeln“. Achte darauf, keine Wurzeln abzubrechen. Schüttele die alte Anzuchterde etwas ab, bevor du die Pflanze in ihren neuen Topf setzt. Sie kann dabei ruhig etwas tiefer gepflanzt werden. Fülle das Pflanzloch mit Erde auf, drücke diese leicht an und wässere die Pflanze ein wenig. Bis zur Pflanzung ins Freiland benötigen die kleinen Thymianpflänzchen weiterhin sehr viel Licht.

Schnellüberblick

Aussaat im Haus: ab Februar
Aussaat im Freiland: ab April
Standort: sonnig
Aussaattiefe: aufliegend
Pflanzabstand: 30cm
Dauer Keimung: 10-15 Tage
Monate Ernte: ganzjährig

Pflege und Wässern

Thymian braucht nur wenig Wasser um glücklich zu sein. Im Freiland reicht meist der Regen aus, nur in sehr heißen Sommern mit wochenlanger Trockenheit kannst du etwas gießen, wenn sich die oberen Spitzen der Zweige leicht nach unten biegen. Auf diese Weise zeigt dir der Thymian, dass er durstig ist. Achte also auch bei einer Kultivierung im Kübel auf dieses Zeichen. Erreicht die Pflanze an ihrem Standort allerdings kein Regen, solltest du sie natürlich öfter wässern. Du kannst auch unbesorgt mit Leitungswasser gießen, da Thymian kalkhaltiges Wasser mag.

Über eine Düngung musst du dir ebenfalls nicht viele Gedanken machen, denn unser Thymian hat nur einen sehr geringen Nährstoffbedarf. Steht er in deinem Garten, kannst du etwa alle zwei bis drei Jahre etwas Kompost auf dem Beet ausbringen. Steht er auf Balkon oder Terrasse, kannst du ihn alle paar Jahre umtopfen, wodurch er mit frischer Erde versorgt wird.

Der Thymianstrauch neigt dazu, zu verholzen. Das bedeutet, dass die Zweige immer härter und holziger werden und an diesen Stellen auch keine Blätter mehr tragen. Du solltest ihn daher regelmäßig zurückschneiden, was man Verjüngung nennt. Das sorgt dafür, dass er wieder neu austreibt und voller, buschiger wächst und einfach schön anzusehen bleibt.

Ein guter Zeitpunkt für den Schnitt ist im Februar und März, aber auch im Sommer kannst du ihn zurückschneiden. Die Thymianpflanze kann dabei ein Drittel oder die Hälfte ihrer Höhe verlieren und treibt dann problemlos wieder aus. Du kannst sie unbesorgt recht kräftig zurückschneiden. Denke daran, dass das eine gute Gelegenheit ist, die abgeschnittenen Zweige bzw. Blätter zu trocknen.

Ernte und Verarbeitung

Beim Thymian musst du nicht auf eine Ernteperiode warten, denn du kannst die aromatischen Blätter das ganze Jahr über von der Pflanze abpflücken. Du solltest natürlich darauf achten, die Pflanze nicht total kahl zu ernten. Du kannst die kleinen Blätter abzupfen, wenn du nicht so viel benötigst, oder du schneidest ganze Zweige mit einer Schere ab, wenn diese noch keine Blüten gebildet haben. Ebenso ist es möglich, die Blätter und Zweige zu trocknen. So hast du immer einen kleinen Vorrat auf Lager. Besonders einfach geht das, wenn du die Zweige an einer Schnur in die Sonne hängst, im Winter funktioniert das gut in der Nähe einer Heizung.

Als Gewürz passt Thymian perfekt zu mediterranen Gerichten mit viel Gemüse, aber auch Fisch und Fleisch. In einer Suppe kannst du einen Thymianzweig zum Beispiel mitkochen und vor dem Servieren entfernen. Ofengemüse kannst du nach der Garzeit mit frischen, kleingehackten Blättern bestreuen.

Ungewöhnlich, aber richtig lecker ist Thymian in hausgemachter Limonade oder in Eistee! Du kannst entweder frische Zweige für einige Stunden in dem Getränk ziehen lassen oder die getrockneten Blätter in einen Teebeutel füllen und ebenfalls ziehen lassen. Besonders lecker ist die Kombination aus dem etwas herben Geschmack von Orangen oder schwarzem Tee mit Thymian.

Eine Vermehrung funktioniert beim Thymian natürlich auch durch Samenkörner. Sie können aus den Blüten geschüttelt werden, wenn diese vertrocknet sind.

Außerdem ist es möglich, den gesamten Strauch zu teilen, wenn er dir zum Beispiel zu groß geworden ist. Dazu teilst du den Wurzelstock bzw. trennst einen Teil der Pflanze samt ihren Wurzeln vom Rest der Pflanze ab. Dazu musst du den Thymian natürlich erst einmal ausgraben und die Wurzeln von möglichst viel Erde befreien. Du kannst versuchen, einen Teil der Wurzeln ohne weitere Hilfsmittel abzutrennen, was mitunter gelingen kann. Damit die Wurzeln jedoch nicht abbrechen, ist es jedoch ratsam, mit einer scharfen Gartenschere zusammengewachsene Teile zu trennen. Die einzelnen Teile des Thymianstrauches kannst du dann an anderer Stelle einfach wieder einpflanzen.

 

Überwinterung

Unser Bloomify Thymian ist winterhart, verträgt also auch tiefe Temperaturen und steckt Frost locker weg. Allerdings regnet es in den Herbst- und Wintermonaten meist mehr, sodass eine Kultivierung im Kübel hier sehr praktisch ist. Diesen kannst du in der feuchteren und kühleren Zeit an einen geschützten Standort stellen.

Krankheiten und Schädlinge

Thymian kann sich gut gegen Schädlinge schützen, denn diese werden von seinem Duft, verursacht durch die in den Blättern enthaltenen ätherische Öle, abgeschreckt. Solltest du einmal Blattläuse entdecken, können diese meist recht einfach mit einem Gartenschlauch abgewaschen werden. Auf dem Balkon gestaltet sich das natürlich schwieriger, hier kannst du auf biologische Pflanzenschutzmittel zurückgreifen. Vielleicht möchtest du ja auch ein kleines Insektenhotel aufstellen. Dort siedeln sich auch Marienkäfer an. Dieser natürliche Feind der Blattläuse nimmt dir dann die Arbeit ab.

Nährwerte

Nährwertangaben bei einem Gewürz sind natürlich nicht ganz so aussagekräftig, da du ja wahrscheinlich nicht mehrere Zweige täglich verspeist, sondern immer nur eine geringe Menge zu dir nimmst. Hier trotzdem eine Übersicht:

Nährwerte je 100g

Kalorien 52kcal
Fett 1,2g
Kohlenhydrate 7,3g
Eiweiß 1,5g

Heilkräfte

Was den Thymian aber auch in kleinen Mengen so gesund und wertvoll macht, sind die darin enthaltenen ätherischen Öle.

Thymian wurde früher vor allem angebaut, da er zu allerlei Arzneien verarbeitet wurde. Heutzutage ist er auch als Arzneimittel anerkannt.

Er wirkt antibakteriell und kann daher bei Atemwegsbeschwerden wie Husten oder Bronchitis eingesetzt werden. Ebenso wirkt er krampflösend auf Magen und Darm und lindert somit Verdauungsbeschwerden. Er hat außerdem eine antiseptische Wirkung und kann bei Entzündungen, zum Beispiel im Mundraum, Linderung verschaffen.

Als Laie ist es sicherlich etwas kompliziert, Tinkturen oder Salben aus Thymianöl herzustellen, aber es gibt noch andere Wege, um sich die guten Eigenschaften der Pflanze zunutze zu machen. Probiere doch mal einen Thymiantee und genieße ihn heiß mit etwas Honig, oder verwende ihn kalt zum Gurgeln. Du kannst auch Mischungen verwenden, zum Beispiel mit Salbeiblättern. Außerdem kannst du Thymianblätter mit heißem Wasser übergießen und den Dampf zum Inhalieren nutzen, besonders die Kombination mit Lavendel ist angenehm oder gönne dir mal ein entspannendes Bad in der Badewanne und gebe getrocknete Thymianblätter ins Badewasser.

Beachte aber, dass auch Allergien gegen Thymian möglich sind und taste dich langsam heran. Schwangere sollten zur Sicherheit ganz auf die Einnahme oder Anwendung von Thymianpräparaten verzichten, da diese in höheren Dosen Einfluss auf die Gebärmuttermuskulatur nehmen können. Der Verzehr von Thymian ist in geringen Mengen aber unproblematisch.

 

Fragen & Antworten zu unserem Thymian

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