Das Thai-Basilikum

Freunde der asiatischen Küche aufgepasst! Mit der richtigen Überwinterung, genügend Licht und ausreichend Nährstoffen, fühlt sich der Thai-Basilikum, mit seinen süßlich-lakritzigen Blättern, in den hiesigen Gärten sehr wohl.
Aber nicht nur als Küchenkraut, sondern auch als Heilpflanze findet es seinen Einsatz. Und damit noch nicht genug zieren hübsche, traubenförmige Blüten die Pflanze und bringen so ein bisschen Farbe in das Kräuterbeet.

Es gibt unzählige verschiedene Sorten des Basilikums. Drei davon fallen unter die Bezeichnung Thai-Basilikum (Ocimum basilicum). Da gibt es zum einen den Bai Horapa, der mit seinem leicht süßlichen Geschmack sehr an Lakritze oder Anis erinnert. Mit den violetten Stängeln unterscheidet er sich vom Bai Maenglak, dem Zitronenbasilikum und dem Bai Krapao, dem Heiligen Basilikum oder auch indischen Basilikum genannt.
Der buschige, dicht verzweigte Thai-Basilikum wächst bis zu 80 Zentimeter in die Höhe 45 Zentimeter in die Breite und ist einjährig. Er zählt zu den Lippenblütlern. Ab Juli bildet das exotische Küchenkraut violette, leicht duftende Blüten. Sehr praktisch, denn das Auge ist ja bekanntlich mit.

Standort und Boden

Sein volles Aroma kann der Frischluftfanatiker vor allem an einem sonnenreichen, warmen Standort (bestenfalls über 20 Grad) erreichen. Wenn keine optimalen Standortbedingungen herrschen können, heißt das nicht, dass du das Pflanzen der asiatische Gewürzpflanze aufgeben musst. Du wirst jedoch Abstriche in Bezug auf das Aroma in Kauf nehmen müssen. Das Kraut sollte außerdem windgeschützt stehen und keinem direkten Regeneinfall ausgesetzt werden. Thai-Basilikum wächst am besten in einem nährstoffreichen, humosen Substrat. Spezielle Kräutererde oder eine selbst hergestellte Mischung aus Lehm, Sand und Kompost gelten als optimal für die Pflanze.

Basilikumpflanzen sind sehr umgänglich und mit den meisten sonnenliebenden Kräuter- und Gemüsepflanzen verträglich. Dem Kraut wird nachgesagt vor Mehltau, weißen Fliegen und Kohlweißlingen zu schützen und gilt dadurch als idealer Nachbar für die Gurkenpflanze. Außerdem lockt die Gewürzpflanze Bienen und andere Insekten an und unterstützt so die Bestäubung der umliegenden Pflanzen. Profitieren tut der Thai-Basilikum außerdem von Rosmarin. Diesem wird nachgesagt, den Wachstum der Basilikumpflanze zu fördern.
Kräuter mit denen sich die exotische Basilikum Art weniger gut versteht sind beispielsweise Melisse, Pfefferminze, Salbei oder Dill.

Standort: Sonnig und windgeschützt
Gute Nachbar*innen: Gurken, Rosmarin
Schlechte Nachbar*innen: Melisse, Dill, Salbei

 

Pflanzung

Die Pflanzen sind äußerst frostempfindlich und sollten deshalb nicht vor den Eisheiligen, also Mitte Mai, nach draußen gepflanzt werden. Jungpflanzen brauchen mindestens 20 bis 25 Zentimeter Platz zu ihrem Nachbarn. Ab einer Wuchshöhe von etwa zehn Zentimeter, freut sich die Jungpflanze über einen Umzug an ihren endgültigen Standort.

Aussaat

Die Aussaat von Thai-Basilikum Samen, sollte nicht vor März stattfinden. Bei dem Kraut handelt es sich um einen Lichtkeimer, der bei zu früher Aussaat zu wenig Licht erhaschen kann. Darum werden die Samen bei der Aussaat auch nicht mit Substrat bedeckt, sondern lediglich leicht angedrückt. Bei 15 bis 20 Grad keimt das Saatgut schnell auf, sodass nach etwa zwei Wochen bereits erste Keimblätter hervorkommen. Lasse mindestens 25 Zentimeter Platz zwischen den Samen.

Schnellüberblick

Aussaat im Haus: ab März
Aussaat im Freiland: ab Mai
Standort: sonnig und windgeschützt
Aussaattiefe: aufliegend
Pflanzabstand: 25cm
Dauer Keimung: 2 Wochen
Monate Ernte: ab Juni

Pflege und Wässern

Das Substrat sollte stets feucht gehalten werden, Staunässe ist aber zu vermeiden. Eine Tonscherbe über dem Ablaufloch im Topf kann dabei behilflich sein. Warte mit dem Gießen also am besten so lange, bis die Oberfläche angetrocknet ist. Gieße das Kraut bestenfalls morgens und achte darauf, dass das Wasser nicht eiskalt ist.
Alle drei Wochen verträgt das Kraut im Beet eine Nährstoffzufuhr in Form von Dünger. Im Topf kann sogar eine wöchentliche Düngung nicht schaden. Im Beet bietet sich ein Mix aus Kompost, Spänen und Rinderdung an. Vertrocknete oder verwelkte Teile der Pflanze werden abgepflückt.

Ernte und Verarbeitung

Erntereif ist der Thai-Basilikum, wenn die Blätter schön grün und kräftig aussehen. Am aromatischsten sind sie zwischen Juni und September. Um möglichst lange etwas von dem Thai Basilikum zu haben, kommt es auch auf die richtige Ernte an. Schneide dafür immer den ganzen Trieb ab, anstatt einzelne Blätter zu pflücken. Das Abtrennen sollte etwa 3-4 Zentimeter über der Erde stattfinden. Hier können sich frische Seitentriebe bilden. Möchtest du deinen abgeernteten Thai-Basilikum möglichst lange aufbewahren, solltest du ihn trocken und gut verpackt im Tiefkühler lagern. So hält er sich zu drei Monate. Wasche die Blätter aber nicht vorher ab, ansonsten verlieren sie ihr Aroma. Die Blätter von dem “süßen Basilikum”, dem Bai Horapa finden sich vor allem in Saucen, Suppen oder Curry-Gerichten wieder. Sie werden allerdings nicht mitgekocht, sondern erst nach dem Garen hinzugefügt.

Überwinterung

Der Thai-Basilikum kommt am besten bei etwa 15 Grad über den Winter. Eine Überwinterung im Garten ist dementsprechend nicht möglich. Ein schöner warmer Fensterplatz mit viel Lichteinfall ist da schon besser geeignet. Bevor es draußen kälter wird als 10 Grad, sollte das Gewürzkraut reingeholt werden. Wenn deine Pflanze die warmen Monate über im Beet wächst, kannst du sie für den Winter in einen Topf umpflanzen. Dieser sollte ungefähr einen Durchmesser von 20 Zentimeter haben. Auch im Winter muss der Thai-Basilikum regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Im Winter reicht es alle vier bis sechs Wochen organischen Dünger hinzuzufügen.

Krankheiten und Schädlinge

Nicht nur aufgrund der Überwinterung stellt sich die Kultivierung im Kübel oder im Hochbeet als geeigneter heraus. Hier sind die Pflanzen auch besser vor einem Schneckenbefall geschützt als im Freiland. Ein Schneckenzaun oder Wanderschranken, wie beispielsweise Sägespäne, können ebenfalls wirksame Methoden sein. Zu viel Stickstoff kann zu Pilzbefall führen, dieser entsteht bei übermäßigem Düngen.

Nährwerte

Nicht nur in der thailändischen Küche ist der Bai Horapa nicht wegzudenken. Auch als Heilpflanze findet das Kraut seine Verwendung. Bei Appetitlosigkeit oder Magenbeschwerden kann die Pflanze Abhilfe verschaffen. Außerdem fördert sie die Fettverdauung.

Nährwerte je 100g

Kalorien 41kcal
Fett 0,8g
Kohlenhydrate 5,1g
Eiweiß 3,1g

Fragen & Antworten zu unserem Thai-Basilikum

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