Der Salbei

In deinem gut bestückten Kräuterbeet darf der Salbei auf keinen Fall fehlen. Der Salbei? Es ist schwierig vorzustellen, doch gibt es von der Art des Salbei gut 900 verschiedene Sorten. Davon kennen wir aber vor allem eine: den ‘echten -’ oder auch ‘Küchensalbei’, der klassischerweise auf unseren Balkonen, Terrassen, Gärten und vor Allem in unseren Küchen zu finden ist. Einige der 900 Sorten sind nicht einmal verzehrbar - denn die kleine immergrüne Staude ist neben ihrem tollen Geschmack auch noch so hübsch anzusehen, dass sie zu einer Zierpflanze weitergezüchtet wurde.

 

Unser Bloomify-Salbei (Salvia officinalis) gehört natürlich zu den echten Sorten, ist also für den Verzehr geeignet und mehrjährig. Denn dafür ist er schließlich auch eigentlich gedacht. Die Pflanze hat nicht nur einen intensiv würzigen, leicht bitteren Geschmack, sondern auch noch heilende Wirkung. Aus diesem Grund wurde der Salbei vor Allem ursprünglich angebaut.

Standort und Boden

Der echte Salbei steht am liebsten warm und sonnig. Er bevorzugt außerdem einen sandigen, trockenen Boden - womit er sich von vielen anderen Gewächsen in deinem Garten sicher stark unterscheidet. Das bedeutet auch, dass das Wasser rund um deinen Salbei gut ablaufen können sollte. Staunässe mag die Pflanze nämlich nicht. Steht sie zu feucht, wird auch ihre Ernte modrig und ungenießbar.

Darüber hinaus macht sich die Kräuterart hervorragend im Topf und ist damit auch auf dem Balkon oder der Terrasse pflanzbar. Für die Topfkultur eignet sich besonders eine spezielle Kräutererde. Diese hat den perfekten Nährstoffhaushalt für die sparsame Pflanze und überfordert sie nicht mit zu vielen Stoffen, die ihr möglicherweise schaden können.

Salbei wächst am liebsten neben anderen Kräutern, wie Thymian oder Rosmarin. Auch Lavendel macht sich gut neben der Pflanze. Schlechte Nachbar*innen hat sie dagegen keine - sie kommt also auch mit allen anderen Gewächsen deines Gartens aus. Immerhin ist sie recht sparsam und konkurriert daher kaum um Nährstoffe.

Schwierig wird eine Kultur neben anderen Pflanzen vor allem auf Grund der unterschiedlichen Bedürfnisse hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit. Denn welche Obst- oder Gemüsesorten wachsen schon gern trocken und sandig?

Standort: sonnig, warm, trocken
Gute Nachbar*innen: Thymian, Rosmarin, Lavendel

Pflanzung

Eine Salbeipflanze kannst du ab Mai ins Freiland setzen. Denn dann besteht für die junge Pflanze kein Risiko mehr, einen späten Frost abzubekommen. So hat die Pflanze bis zu den ersten kalten Temperaturen im Winter genügend Zeit, sich an ihrem neuen Standort einzufinden.

Der Salbei passt seine Größe dem ihm zur Verfügung stehenden Platz an. Je mehr Raum du ihm also zum Wachsen gibst, desto größer wird er. Dies solltest du vor allem bedenken, hältst du die Pflanze in einem Topf.

Ist dir ihr Ertrag zu klein, solltest du darüber nachdenken sie in ein größeres Gefäß umzutopfen. Doch auch im Freiland solltest du der Pflanze genügend Raum zum Wachsen lassen, damit sie zu nahe stehende Pflanzen nicht dominiert und ihnen gar den Platz zum wachsen nimmt.

Aussaat

Schon im März kannst du damit beginnen, eine kleine Salbeipflanze selbst anzuziehen. Die Saat steht dafür ebenfalls am liebsten sonnig, also auf der Fensterbank oder aber warm in einem Gewächshaus. 15 bis 20 Grad sind als Temperatur zum Keimen ideal.

Da die Pflanze zum Austreiben einen direkten Lichteinfall braucht, sie ist eine sogenannte Lichtkeimerin, setzt du die Samen nicht tief in die Erde, sondern breitest sie lediglich obenauf aus und drückst sie leicht an. Gieße die Saat nun täglich, jedoch vorsichtig und sparsam genug, dass die Samen auf der Erde nicht auftreiben.

Etwa zwei Wochen wird es so dauern, bis sich erste grüne Köpfchen aus der Erde heben werden.

Direkt im Freiland kannst du den Küchensalbei ab Mai säen, sofern kein Frost mehr zu erwarten ist. Dies ist aber eher unüblich, da es die Startbedingungen für die Pflanze stark erschwert. Ziehe die Saat also lieber im Haus oder Gewächshaus an.

Schnellüberblick

Aussaat im Haus: ab März
Aussaat im Freiland: ab Mai
Standort: sonnig, warm, trocken
Aussaattiefe: aufliegend
Pflanzabstand: 35cm
Dauer Keimung: 2 Wochen
Monate Ernte: ganzjährig

Pflege und Wässern

Da dein Salbei einen trockenen Standort bevorzugt, solltest du mit dem Gießen nicht zu großzügig sein. Nichts desto trotz ist die Pflanze aber auf eine regelmäßige Wasserzufuhr angewiesen. Gieße also regelmäßig, aber in Maßen - etwa alle zwei Tage kannst du der Pflanze eine kleine Menge Wasser geben.

Pflegen brauchst du die Pflanze darüber hinaus lediglich im Rahmen eines jährlichen Beschnittes. Sie treibt dadurch kräftiger aus und bleibt in einer kompakten Form. Außerdem wirst du das Ergebnis eines regelmäßigen Schnittes auch schmecken: beschnittene Pflanzen entwickeln frischere, geschmacksintensivere Blätter.

Den Schnitt nimmst du am besten gegen Ende Februar oder Anfang März vor, wenn kein allzu starker Frost mehr zu erwarten ist.

Dann schneidest du die gesamte Staude zurück. Kürze sie maximal dort, wo die Pflanze noch Blätter entwickelt. Darunter, wo keine Blätter mehr an der Pflanze wachsen, wird es der Pflanze schwer fallen, neu auszutreiben.

Ernte und Verarbeitung

Vom Salbei werden vor Allem die Blätter verarbeitet. Die Ernte dieser kannst du das ganze Jahr über immer wieder vornehmen.

Kurz bevor die Blüten der Pflanze sich öffnen sind die Blätter jedoch am geschmackvollsten. Eine große Ernte, etwa zur Konservierung, bietet sich deshalb zu diesem Zeitpunkt an.

Salbei lässt sich am besten getrocknet oder aber eingefroren lagern.

Überwinterung

Der Küchensalbei ist ein winterhartes Gewächs. Und nicht nur das: die immergrüne Staude schaut auch im Winter noch recht hübsch aus. Trotzdem kannst du ihr mit einem natürlichen Wärmespeichern beim Überwintern helfen - so kannst du mit etwas Tanne die Pflanze in besonders kalten Winterphasen abdecken.

Krankheiten und Schädlinge

Der Salbei schützt sich mit Hilfe seiner eigenen ätherischen Öle selbst vor dem Befall mit Schädlingen oder Krankheiten und ist damit ein echt selbstständiges Gewächs.

Nährwerte

Der echte Salbei ist eine wahre Heilpflanze. Etwa als Tee aufgegossen hilft er gegen Halsschmerzen sowie Magen- und Darmbeschwerden. Außerdem wirkt er gegen Schleimhautverletzungen im Mund und Rachenbereich. Wendest du Salbei auf der Haut an, hilft er sogar bei der Wundheilung oder gegen das schmerzende Jucken von Insektenstichen.



Nährwerte je 100g

Kalorien 59kcal
Fett 2g
Kohlenhydrate 6,9g
Protein 1,7g

Fragen & Antworten zu unserem Salbei

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