Der Rosmarin

Welche Kräuter erinnern mehr an einen mediterranen Garten in der Provence als es der Rosmarin tut? Bei dem Geruch der Pflanze wundert es wohl kaum, dass sich ihr Name aus dem Lateinischen von ‘Tau der Meere’ herleiten lässt. Hast du nicht auch sofort das Meer im Kopf, wenn du deine Nase in deinen Rosmarinstrauch hältst?

Die ledrigen Blätter des Rosmarins (Rosmarinus officinalis), die auch zum Würzen genutzt werden, stecken voll von ätherischen Ölen, die die Pflanze so einzigartig machen. Gerade deshalb eignet sie sich hervorragend als tägliche Begleiterin in deiner Küche. Der kleine Busch lässt sich außerdem nicht nur in einem Kräuterbeet, sondern auch in einem Topf pflanzen und eignet sich damit ideal für den Balkon oder die Terrasse. Hat dein Rosmarin viel Platz zum Wachsen, kann er über die Jahre gut und gerne über einen Meter groß werden. Anders als der ursprüngliche Rosmarin sind heute nämlich viele Sorten winterhart gezüchtet, um selbst in unseren Breiten zu bestehen. Auch unser Bloomify-Rosmarin gehört zu diesen winterharten Sorten.

Standort und Boden

Auch der Rosmarin wächst auf Grund seiner Herkunft gern trocken und sonnig. Sowohl die Wärme als auch ein durchlässiger, steiniger Boden gehören zu den wichtigsten Standortbedingungen der Pflanze. In einem Topf kannst du diese recht einfach erfüllen, indem du deiner Kräutererde Kies sowie etwas Sand zusetzt. Außerdem sollte dein Topf am Boden mit einer Schicht Steinen ausgelegt sein, sodass das Wasser noch besser aus dem Topf ablaufen kann. Ein Loch im Boden des Kübels ist dafür, wie für jede Pflanze natürlich unerlässlich.

Oregano, Thymian, Salbei oder Lavendel machen sich als Beetnachbar*innen des Rosmarins ideal - denn sie stellen ähnliche Ansprüche an Standort und Boden. Da all diese Kräuter keine Starkzehrer sind, sie also nur wenige Nährstoffe aus dem Boden benötigen, konkurrieren sie kaum und vertragen sich auch mit vielen weiteren Gewächsen in deinem Garten.

Standort: trocken und sonnig
Gute Nachbar*innen: Oregano, Thymian, Salbei, Lavendel

Pflanzung

Für das Aussetzen einer Rosmarinpflanze eignet sich am besten das Frühjahr, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist. Denn dann hat das Gewächs Zeit, sich am neuen Standort zurechtzufinden und zu verwurzeln, bevor die erste kalte Herausforderung des ungewohnt frostigen Winters auf sie zukommt.

Auf Grund des großen Wärmebedürfnisses der Pflanze bietet es sich an, auch winterharte Sorten die ersten drei Jahre in einem Topf aufzuziehen. Bei stetigem Umtopfen wird die Pflanze so eine Größe und vor allem eine Stammdicke erreichen, der auch längere Frostperioden nichts mehr anhaben können.

Aussaat

Rosmarin direkt im Beet auszusäen ist eher unüblich. Die lange Keimdauer sowie das langsame Wachstum der Pflanze werden es kaum ermöglichen, dass sie bis zum ersten Winter eine Größe erreicht, die frostige Tage und Nächte überstehen könnte.

Möchtest du deine Pflanze trotzdem selbst anziehen, kannst du damit ab März im Haus beginnen. An einem hellen, warmen Ort (20 Grad sind die perfekte Temperatur) setzt du die Saat in einen kleinen Topf und bedeckst die Samen mit einer etwa einen halben Zentimeter dicken Schicht Erde. Die Aussaat muss nun stets feucht gehalten werden und wird so innerhalb von vier Wochen keimen.

Schnellüberblick

Aussaat im Haus: ab März
Aussaat im Freiland: nicht empfohlen
Standort: trocken und sonnig
Aussaattiefe: 0,5cm
Pflanzabstand: 30cm
Dauer Keimung: 4 Wochen
Monate Ernte: April bis Oktober

Pflege und Wässern

Für Rosmarin gibt es nichts schlimmeres als Staunässe oder Pfützenbildung. Selbst komplette Trockenheit bekommt der Pflanze besser. Sei beim Bewässern deshalb überaus vorsichtig. Regelmäßiges, aber mäßiges Gießen ist die Devise für den Kräuterbusch.

Denke vor Allem im Topf auch daran, dass die Pflanze keine Wasserreserven in der Umgebung anzapfen kann. Sie ist, was die Wasserversorgung betrifft, also komplett abhängig von dir und dem Gießen.

Bei der Pflege der Pflanze hilft vor Allem ein jährlicher, beherzter Schnitt. Denn alte Triebe der Pflanze verholzen, was bedeutet dass sich an ihnen keine neuen Blätter bilden. Die Pflanze wird so zwar immer größer, bleibt aber im unteren Bereich stets Kahl und trägt nur oben an den jungen Trieben die begehrten Blätter.

Die beste Zeit für einen umfassenden Schnitt ist das Frühjahr. Du kannst damit beginnen, sobald die Pflanze geblüht hat. Schneide alle jungen Triebe bis dorthin zurück, wo der bereits verholzte Teil der Pflanze beginnt. So verhinderst du, dass die jüngeren Triebe des letzten Jahres ebenfalls zu Holz werden. Stattdessen werden sich aus den Schnittstellen neue, junge Triebe bilden. Beschneide die Pflanze unbedingt mit einem scharfen Messer, damit sich keine gequetschten oder ausgefransten Schnittstellen ergeben, die anfällig für Schädlinge oder Krankheiten wären.

Ernte und Verarbeitung

Die Erntezeit des Rosmarins erstreckt sich von April bis Oktober. Solange behalten die Blätter ihr besonderes Aroma und sind zum frisch verarbeiten, aber auch zum Konservieren geeignet. Dies tust du am besten, indem du deine Ernte trocknest.

Schneide dazu immer ganze Triebe vom Rosmarin ab - niemals bloß einzelne Blätter. So kann die Pflanze neue Triebe nachbilden und du hast weniger Arbeit beim Trocknen - denn du kannst so kleine gebundene Sträußchen an einem luftigen Ort aufhängen und trocknen lassen.

 

Überwinterung

Sicher das heikelste Thema für die Pflanze ist das Überwintern. Denn eisige Temperaturen wie sie bei uns auftreten können, ist sie aus ihren ursprünglichen Gefilden nicht gewohnt.

Rosmarinpflanzen, die in einem Topf kultiviert sind, haben es in der kalten Jahreszeit sicher am einfachsten. Du kannst sie an einen milderen, sonnigen Ort umziehen lassen - an ein Fenster oder in den Wintergarten etwa. So warm wie im Sommer braucht es für den Rosmarin im Winter nicht sein. Wenigen Minusgraden hält er durchaus stand.

Im Freiland solltest du deine selbstgezogene Pflanze möglichst nicht gleich im ersten Jahr nach der Anzucht überwintern lassen. Gut drei Jahre kannst du deinen Schützling im Topf großziehen, bevor er in den Garten kommt und dort den Winter mit Hilfe eines Vlies oder einer anderen wärmehaltenden Abdeckung übersteht.

Außerdem spielt für das Überwintern der Standort der Pflanze eine wichtige Rolle. Pflanzen, die in der Nähe eines Hauses oder in einem städtischen Garten wachsen, können den Winter eher überstehen, da die Temperaturen hier zumeist nicht ganz so stark fallen. Außerdem geben nahestehende Häuser gespeicherte Wärme auch im Winter nach außen ab.

Auf weiter Flur hingegen, etwa auf den weiten Wiesen eines ländlich gelegenen Hofes, wird es die Pflanze im Winter noch deutlich schwerer haben. Dies gilt selbst für besonders winterharte Züchtungen.

Krankheiten und Schädlinge

Der Rosmarin ist wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Lediglich eine falsche Behandlung der Pflanze kann ihr schaden. So entsteht etwa Wurzelfäule bei einem zu nassen Boden, durch zu vieles Gießen also.



Nährwerte

Auch der Rosmarin gilt schon lange als Pflanze mit heilender Wirkung. Er wirkt etwa krampflösend und entzündungshemmend sowie durchblutungsfördernd. Darüber hinaus sind seine Inhaltsstoffe anregend für den Kreislauf.

Nährwerte je 100g

Kalorien 57kcal
Fett 2,5g
Kohlenhydrate 7,6g

Fragen & Antworten zu unserem Rosmarin

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