Die Orange

Womit startet der morgen besser als mit einem großen, kühlen Glas Orangensaft? Die Antwort ist ganz einfach: mit einem frisch gepresstem Glas Orangensaft. Dieser schmeckt frisch und selbst gepresst einfach am besten und am einfachsten wäre es doch wenn man die Orangen dafür direkt selber vom Baum pflücken und dann auspressen könnte. Mit einem eigenen Orangenbaum kannst du dir diesen Traum ganz einfach erfüllen. Hier findest du alle wichtigen Informationen zum Anbau und der Pflege deines Orangenbaumes.

Die Orange (Citrus sinensis) ist eine Zitrusfrucht, die keine natürlich vorkommende Frucht ist, sondern eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse. In Deutschland wird sie auch oft Apfelsine genannt, dies bedeutet “chinesischer Apfel” und deutet somit auf ihre Herkunft hin. Im Frühjahr kann man am Orangenbaum weiße Blüten betrachten, diese werden später zu den orangenen Früchte. Im übrigen: Die Farbe orange hat ihren Namen von der Frucht und nicht anders herum. Die Blüten des Baumes duften herrlich nach Orange und so ziehen sie mit ihrem süßen Duft und Nektar auch Bienen an. Der Orangenbaum ist also selbstfruchtend.

Standort und Boden

Der Orangenbaum kommt aus einem mediterranen Klima und ist somit nicht winterfest. Deshalb solltest du ihn in einen Kübel pflanzen. Dieser steht im Sommer am besten an einem hellen und sonnigen Platz, wie beispielsweise auf einem Balkon oder einer Terrasse mit Südseite. In einem Wintergarten oder drinnen wächst dein Bäumchen auch gut, hier sollte allerdings auf einen sehr hellen Standort geachtet werden. Da der Orangenbaum sehr kopflastig ist achte auf einen windgeschützten und kippsicheren Standort.

Wie alle Zitruspflanzen mag auch der Orangenbaum einen neutralen bis leicht sauren Boden. Die Erde sollte feucht und locker sein. Wer seine Erde gerne selber mischen möchte kann dazu Blumenerde, Kompost und Kokosfasern verwenden. Ansonsten ist spezielle Zitruserde aus dem Handel geeignet.

Pflanzung

Der beste Zeitpunkt sich einen Orangenbaum zuzulegen ist der Mai, da zu dieser Zeit das Wurzelwachstum erfolgt und der Baum dann direkt in sein neues Zuhause wachsen kann. Der erste Kübel für deinen Orangenbaum sollte in etwa um ein Drittel größer als der Wurzelballen sein. Um ihn einzupflanzen benötigst du nur eine kleine Schaufel, solltest du diese nicht bereit haben reichen auch einfach deine Hände zum arbeiten. Zusätzlich zu den Ablauflöchern sollte die untere Schicht aus Kieselsteinen bestehen um Staunässe zu vermeiden. Darauf gibts du eine etwa 3 cm hohe Schicht von deiner (selbstgemischten) Zitruserde. Jetzt kann dein Bäumchen endlich eingesetzt werden. Die restliche Erde wird um den Orangenbaum herum gegeben bis alle Hohlräume gefüllt sind. Daraufhin gießt du dein Bäumchen kräftig an.

Pflege und Wässern

Da der Orangenbaum aus einem heißen Klima mit häufigen Niederschlägen kommt benötigt er im Sommer viel Wasser. Zwischen dem Bewässern des Baumes sollte die obere Erdschicht immer angetrocknet sein. Besonders in heißen Sommern kann es dazu kommen, dass der Baum täglich gegossen werden muss.

Rollt dein Bäumchen seine Blätter nach innen, möchte es damit zeigen, dass es dringend Wasser benötigt.

Staunässe sollte vermieden werden, da es so zu Schäden an der Wurzel kommen kann. Beim Überwintern hingegen sollte der Baum weniger gegossen werden. Da der Orangenbaum bei unserem Klima besser in einem Kübel steht, sollte in der Wachstumsphase regelmäßig gedüngt werden. Am besten eignet sich hierfür ein flüssiger Zitrusdünger. Dieser wird einfach nach Anleitung angewendet.

Damit dein Baum immer genug Nährstoffe und auch Platz hat, sollte er regelmäßig umgetopft werden. Am besten erfolgt dies zum Ende der Winterpause (Februar bis März), denn dann kann er zum Anfang der Wachstumsperiode direkt in frische Erde wachsen. Jungpflanzen sollten jährlich umgepflanzt werden, ältere erst dann wenn die Baumkrone einen größeren Durchmesser hat als der Topf hat. Für das Umtopfen solltest du ca. 20-30 Minuten einplanen. Je nach Größe des Baumes ist es sinnvoll sich Hilfe von einer zweiten Person zu holen. Auch das neue Pflanzgefäß sollte um ein Drittel so groß wie der Wurzelballen sein. Auch dieses sollte mit einer Schicht aus Kieselsteinen und etwas Erde gefüllt werden. Hast du deinen neuen Kübel vorbereitet, kannst du den Orangenbaum vorsichtig aus dem alten Topf lösen. Lockere dann den Wurzelballen vorsichtig auf und entferne alte Erde. Daraufhin kann der Orangenbaum in seinen neuen Topf gesetzt und die Hohlräume mit Erde gefüllt werden. Gieß den Baum zum Schluss kräftig an.

Schnitt

Wie viele Zitruspflanzen, beispielsweise auch die Zitrone oder Limette, ist auch die Orange nicht besonders schnittintensiv. Dein Baum kann das ganze Jahr über beschnitten werden. Findest du abgestorbene Zweige in seiner Krone, solltest du einen Erhaltungsschnitt durchführen. Hier ist es wichtig bis ins grüne Holz zu schneiden, da die Pflanze so die Schnittwunde verschließen kann. Außerdem solltest du beim Schnitt immer eine scharfe Gartenschere oder ein scharfes Messer verwenden, denn entstehen ausgefranste Schnittstellen kann dies die Pflanze schwächen. Eine normale Schere ist für den Schnitt nicht geeignet.

Neben dem Erhaltungsschnitt, kannst du auch noch einen Erziehungsschnitt durchführen um die Krone immer schön in Form zu halten. Dabei sollte immer vertikal geschnitten werden. Hier werden quer gewachsene Triebe entfernt, so das wieder eine runde Baumkrone entsteht. Dafür werden sie mit einem geraden Schnitt über einem Blattknoten gekürzt.

Ernte und Vermehrung

Haben die orangenen Früchte 6 bis 18 Monate am Baum gereift, können sie zwischen Herbst und Winter endlich geerntet werden. Ob die Pflanze reif ist, erkennt man allerdings nicht direkt an ihrer orangenen Farbe. Für die leuchtend orangene Farbe benötigt die Frucht Kälte. Es kann also sein, dass sie von außen noch grün ist, aber trotzdem schon reif. Deshalb wird die Orange auch in wärmeren Ländern auch mit grüner Schale verkauft. Bei unserem Klima bekommen die süßen Früchte, aber fast immer ihre orangene Farbe.

Orangenbäume können durch Stecklinge vermehrt werden, da dieses Verfahren allerdings ziemlich kompliziert ist wird an dieser Stelle erst einmal nicht weiter darauf eingegangen.

Überwinterung

Da der Orangenbaum aus einem mediterranen Klima kommt, muss er bei uns drinnen überwintert werden. Er sollte auf jeden Fall vor dem ersten Frost in sein Winterquartier ziehen. Am besten eignet sich dafür ein heller Standort wie beispielsweise ein Wintergarten oder ein helles Treppenhaus. Aber keine Sorge auch wenn dein Bäumchen drinnen in einem hellen Raum steht, wird es den Winter überleben. Die Temperatur sollte idealerweise zwischen 10 und 15 Grad liegen. Wenn die Temperatur höher ist, braucht der Orangenbaum einen sehr hellen Standort. Umso kälter das Winterquartier umso weniger muss gegossen werden. Steht dein Bäumchen in einem hellen, warmen Zimmer bleiben die Wasser- und Düngergaben gleich.

Krankheiten und Schädlinge

Der Orangenbaum ist besonders im trocknen Winterquartier anfällig für Schädlinge wie Schildläuse, Blattläuse, Woll- und Schmierläuse und Spinnmilben. Deshalb sollte der Baum im Winter gut beobachtet und regelmäßig mit kalkarmen Wasser besprüht werden. Verfärben sich die Blätter deines Baumes gelb, liegt es wahrscheinlich an einem Nährstoffmangel oder falschem Gießen. Eine weitere Krankheit, die bei Orangenbäumen auftreten kann ist die Grundfäule. Entdeckst du dunkle Flecken am unteren Stamm aus denen eine gummiartige Flüssigkeit austritt, wird sich der Zustand deines Baumes rapide verschlechtern. Ist dein Baum von Grundfäule befallen muss er leider entsorgt werden. Aber keine Sorge, mit einer aufmerksamen Pflege und dem richtigem Gießen kannst du Krankheiten vermeiden.

Nährwerte

Orangen sind sehr vitaminreich. Besonders bekannt sind sie für ihren hohen Anteil an Vitamin C, der unser Immunsystem unterstützen kann.

Nährwerte je 100g

Kalorien 42 kcal
Fett 0,2g
Kohlenhydrate 3,8g
Eiweiß 1g

Fragen & Antworten zu unserer Orange

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