Der Olivenbaum

Mit einem Olivenbaum auf dem Balkon oder im Garten ist mediterrane Urlaubsstimmung garantiert. Dabei ist die Pflanze super pflegeleicht und robust. Sie liebt die Sonne und Wärme und ist pflegeleichter, als ihr Ruf es vermuten lässt.

Hier bekommst du alle wichtigen Infos rund um den Anbau und die Pflege deines Olivenbaums.

Der immergrüne Olivenbaum (Olea europea) gehört zur Pflanzenfamilie der Ölbaumgewächse. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien, mittlerweile verbinden wir die Olive aber vor allem mit dem Mittelmeerraum. Der Baum zeichnet sich durch seinen knorrigen Stamm und die silbergrauen Blätter aus. Im Mai wird er dann noch durch kleine, gelbweiße Blüten geschmückt. Die meisten Bäume blühen allerdings erst, wenn sie sich an ihrem Standort so richtig wohlfühlen. Die mediterrane Pflanze kann in ihrer Heimat bis zu 20 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden. In Kübelhaltung auf unseren Balkonen oder Terrassen wird das Bäumchen aber in der Regel nicht höher als 1,50 Meter. 

Unsere Bloomify Olive Olivia ist bis zu -16° C frostverträglich. Das heißt aber nicht, dass sie Dauerfrost im Winter überlebt. Die Angabe bezieht sich darauf, dass die Pflanze so tiefe Temperaturen kurzfristig überstehen kann. Friert es im Winter wochenlang, macht das auch unserer Olivia zu schaffen. Daher überwintert sie gerne gut geschützt - entweder auf Balkon und Terrasse oder drinnen.

Hast du Lust auf einen eigenen Olivenbaum in deinem Garten oder auf deinem Balkon? Hier findest du alle Infos, die du zum Kauf eines Olivenbaums brauchst.

Ein Olivenbaum ist auch ein tolles Geschenk, zum Beispiel zur Hochzeit oder zum Geburtstag. Wie alle Pflanzen steht er symbolisch für Wachstum und Vitalität. Die Olive ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und hat daher viele Bedeutungen. Der Baum steht unter anderem für Frieden und Wohlstand.

Standort und Boden

Standort: sonnig, warm
Boden: locker, sandig-steinig, nährstoffarm und trocken

 

Der Olivenbaum kann hierzulande in den meisten Regionen nur in einem Topf wachsen, da er sehr kalte Winter im Freiland nicht übersteht. Nur in sehr milden Regionen kann er auch ins Freiland gepflanzt werden. Er braucht einen sonnigen, warmen und leicht geschützten Standort. Ein laues Lüftchen kann aber gerne durch seine Zweige wehen.

 

Welche Erde für den Olivenbaum?

In ihrer mediterranen Heimat wächst der Olivenbaum meist auf kargen Untergründen. Daher kannst du dir vielleicht schon denken, welche Erde er auch hierzulande bevorzugt: eine eher nährstoffarme Erde, gerne mit sandig-steinigen Anteilen.

Dabei ist es am besten, deine eigene Olivenbaum-Erde anzumischen. Du kannst dich an folgendem “Grundrezept” orientieren. Es ist jedoch völlig in Ordnung, wenn du die Mengenangaben nicht 100-prozentig befolgst.

 

Als Basis für die Erde brauchst du:

  • ⅓ gute Gartenerde
  • ⅓ Komposterde, gut verrottet

oder

  • ⅔ gekaufte Pflanzerde
    • zum Beispiel unsere Bloomify Universalerde. Da sie schon vorgedüngt ist, musst du die Düngung des Olivenbaums allerdings etwas anpassen.
    • sie sollte auf jeden Fall torffrei sein!

 

Für das letzte Drittel zum Beispiel:

  • Kokosfasern anstelle von Torf
  • Sand (für den Sandkasten oder Badesand für Vögel/Nager)
  • feiner Kies
  • Tongranulat
  • Drainagematerial

 

Klingt kompliziert? Hier ein Beispiel:

Ein handelsüblicher Topf mit 25 cm Durchmesser fasst etwa 10 Liter Erde. Das Erdvolumen kannst du dir einfach mit praktischen Online-Tools ausrechnen lassen.

Hast du Garten- und Komposterde zur Verfügung, kannst du also je gut 3 Liter davon verwenden. Bei gekaufter Erde brauchst du also etwa 6,5 Liter.

Jetzt bleiben noch etwa 3,5 Liter übrig. Ungefähr einen Liter nimmt die Drainageschicht am Topfboden ein. Die übrigen 2,5 Liter teilen sich auf Materialien auf, die die Erde auflockern, sodass Gieß- und Regenwasser schneller abfließen kann. Du kannst Kokosfasern verwenden, um Torf zu ersetzen. Außerdem solltest du etwas Sand, feinen Kies oder Tongranulat untermischen.

Alle Materialien, die die Erde auflockern, sodass das Gießwasser gut abfließen kann, sind geeignet. Da Olivenbäume Erde mit einem leicht basischen pH-Wert brauchen, eignen sich zum Beispiel auch zerkleinerte Muschelschalen. Sie enthalten Kalk, was den pH-Wert anhebt – perfekt für die Olive. Es reicht natürlich vollkommen aus, wenn du zum Beispiel nur Sand verwendest.

 

Zitruserde für den Olivenbaum?

Olivenbäume und Zitrusbäume sind beide mediterrane Gewächse und haben ähnliche Ansprüche an die Erde. Der große Unterschied: Olivenbäume brauchen leicht alkalische Erde mit einem pH-Wert zwischen 7 und 8, während es Zitruspflanzen saurer mögen. Ein pH-Wert von 5,5 bis 7,5 ist für sie ideal. Du kannst Zitruspflanzenerde kaufen und für deinen Olivenbaum verwenden, wenn du sie weniger sauer machst.

Dazu vermischt du sie mit Material, das den pH-Wert der Erde anhebt. Komposterde hat diese Eigenschaft, ist aber auch sehr nährstoffreich und sollte daher nur in Maßen verwendet werden. Ebenso hebt Kalk den pH-Wert an - mische zum Beispiel zerstoßene Eier- oder Muschelschalen unter die Erde oder gieße den Olivenbaum mit kalkhaltigem Wasser.

 

Olivenbaum als Zimmerpflanze?

Als reine Zimmerpflanzen werden Olivenbäume auf Dauer in den meisten Fällen leider nicht glücklich. Sie brauchen viel Licht und am besten die direkte Sonne. Wintergärten mit großen Fenstern sind noch am ehesten geeignet. In vielen Wohnungen ist die Lichtsituation jedoch nicht ideal. Das schwächt und stresst die Pflanzen, die als Reaktion darauf ihre Blätter abwerfen und anfällig für Schädlinge werden.

Perfekt ist es, wenn an einem Standort drinnen für Durchzug gesorgt werden kann, denn der Olivenbaum ist ein Selbstbefruchter. Die Bestäubung der Blüten erfolgt dabei durch den Wind.

Olivenbaum pflanzen

Wann kann man einen Olivenbaum pflanzen?

Du kannst deinen Olivenbaum rund ums Jahr kaufen und in einen Topf pflanzen. Im Winter ist jedoch etwas Vorsicht geboten: Olivenbäume können zwar, je nach Sorte, Frost vertragen, doch Jungpflanzen sind noch etwas empfindlicher. Kaufst du dir im Winter einen jungen Olivenbaum, der bisher im frostfreien Gewächshaus stand, ist ein frostiger Standort auf Balkon oder Terrasse ein ziemlicher Schock.

Olivenbäume stehen beim Kauf oft in lehmiger Erde. Das liegt daran, dass sie zum Beispiel in Italien aufgewachsen sind und dann erst zu uns nach Deutschland transportiert werden. Es handelt sich also um einen Erdboden, der für unser Klima nicht typisch ist, was einige Nachteile mit sich bringt. Lehmboden kann Wasser sehr gut speichern, was gut ist, wenn es nur selten regnet. Bei uns regnet es hingegen viel öfter und die Gefahr von Staunässe steigt. Außerdem ist lehmige Erde im Winter oft sehr kalt und das darin gespeicherte Wasser kann bei Frost gefrieren.

Das heißt, dass du einen Olivenbaum am besten direkt nach dem Kauf in eine andere Erde umpflanzen solltest.

 

Einen Olivenbaum pflanzen - Das brauchst du:

  • einen Topf (etwas größer als der vorherige)
  • eine kleine Gartenschaufel
  • lockere Erde (mehr Infos unter "Standort und Boden")
  • Drainagematerial
  • etwas Dünger, am besten organischen Langzeitdünger

 

Das passende Pflanzgefäß für deinen Olivenbaum

Da es sich ja um ein richtiges Bäumchen handelt, braucht es auch einen entsprechend großen Topf. Als Daumenregel kannst du dir merken, dass ein neuer Topf für die Olive immer ungefähr um 4 bis 6 cm im Durchmesser wachsen sollte. Das entspricht zwar lediglich 2 bis 3 cm rund um den Wurzelballen und klingt erstmal wenig, ist für den Olivenbaum aber vollkommen ausreichend.

Unsere Bloomify Olive kommt in einem Topf mit etwa 20 cm Durchmesser bei dir an. Das heißt, dass der Durchmesser eines neuen Topfs etwa 24 bis 26 cm betragen sollte. Mithilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du schon vorab bestimmen, wie viel Liter Erde du für deinen Topf benötigst.

Der Kübel braucht unbedingt Abzugslöcher für überschüssiges Gieß- und Regenwasser. Warum das so wichtig ist, erklären wir unter "Pflege, Gießen und Düngen" genauer. Falls dein absoluter Lieblingstopf keine Abflusslöcher hat, kannst du die Olive in einen zusätzlichen, inneren Topf pflanzen und zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen. Stelle den Baum erst wieder in den Übertopf, wenn das gesamte Wasser abgelaufen ist. Das ist aber nur an einem vor Regen geschützten Standort zu empfehlen!

Der Olivenbaum ist ein Flachwurzler. Das heißt, dass seine Wurzeln nicht tief in die Erde wachsen. Ein passender Topf muss daher nicht so hoch sein, aber ausreichend breit.

 

Die Drainageschicht - Für trockene Füße

Zunächst kannst du dein Pflanzgefäß vorbereiten, indem du eine etwa handbreite Drainage-Schicht anlegst. Das bedeutet, dass grober Kies oder Blähtonkugeln auf dem Topfboden verteilt werden, anstatt sofort Pflanzerde einzufüllen. Das Ziel der Drainage ist, dass die Abflusslöcher des Topfes nicht verstopfen, damit das Wasser gut abfließen kann. Würdest du den Topf direkt mit Erde füllen, können sich die Löcher damit zusetzen und die Gefahr von Staunässe ist hoch. Praktisch ist zudem noch eine wasserdurchlässige Trennung zwischen Drainagematerial und Erde, zum Beispiel mit einer Lage Gartenvlies oder speziellem Drainagevlies. So ist es später beim Umtopfen einfacher, das Drainagematerial wiederzuverwenden.

 

Erde einfüllen und düngen

Möchtest du einen Langzeitdünger verwenden, dann kannst du ihn praktischerweise gleich mit der Pflanzerde vermengen. Eine spätere Gabe von Langzeitdünger ist auch möglich, aber dann kann er nur oberflächlich ins Substrat eingearbeitet werden. Vermische also ggf. den Dünger mit der Erde.

Das Olivenbäumchen kannst du nun aus seinem bisherigen Topf heben und ein wenig von der alten Erde entfernen. Die Wurzeln sollten dabei nicht beschädigt werden. Ist die Erde zu hart, kannst du den ganzen Wurzelballen auch für einige Stunden in einen Eimer mit Wasser stellen.

Setze den Baum mittig in den Topf und halte ihn mit einer Hand fest, während du die Pflanzerde rund um den Wurzelballen verteilst. Zu zweit geht es noch einfacher. Der Olivenbaum muss genauso tief gepflanzt werden, wie er zuvor in der Erde stand. Drücke die Erde zwischendurch etwas fest, aber nicht zu stark.

Als Abschluss wird dein Olivenbaum angegossen. Dazu kannst du ihm eine ordentliche Portion Wasser gönnen.

Noch mehr detaillierte Infos zur Pflanzung und zum Umtopfen des Olivenbaums findest du hier.

Der Olivenbaum freut sich über einen nicht zu großen Topf und frische Erde.

Olivenbaum pflegen, gießen und düngen

Allgemeine Pflege

Ein junger Olivenbaum sollte in den ersten Jahren etwa alle 1 - 2 Jahre in einen etwas größeren Topf umziehen. Es kommt darauf an, wie schnell dein Bäumchen wächst und das Substrat durchwurzelt. Es kann also sein, dass der Topf nicht jedes Mal größer werden muss. Bei älteren Bäumen reicht ein Umtopfen dann etwa alle 3 - 5 Jahre. Ein Umtopfen im Frühling, etwa im März oder April, ist sinnvoll, da der Baum dann direkt auf frische Nährstoffe zugreifen kann, wenn seine Wachstumsphase beginnt.

 

Den Olivenbaum gießen

Wie viel Durst dein Olivenbaum hat, hängt von der Jahreszeit ab. Im Winterquartier wird er kaum noch gegossen. Im Sommer braucht er vor allem bei hohen Temperaturen und viel Sonne regelmäßig Wasser, da viel Feuchtigkeit über die Blätter verdunstet. Allerdings sollte erst wieder gegossen werden, wenn die Erde bereits angetrocknet ist, und zwar nicht nur oberflächlich, sondern auch in einigen Zentimetern Tiefe. Als Faustregel gilt, dass vor dem nächsten Gießen die obersten 4 - 5 cm der Erde getrocknet sein sollten. Da man dies nicht auf den ersten Blick sehen kann, ist es hilfreich, einfach mal einen Finger in die Erde zu stecken und nachzuprüfen.

Ideal ist es, kräftige Regenschauer nachzuahmen: Gieße selten, aber dann kräftig und durchdringend.

 

Achtung, Staunässe!

Dauerhaft nasse Erde führt zu Schäden an den Wurzeln, die als Folge keine Nährstoffe, aber paradoxerweise auch kein Wasser mehr aufnehmen können. Staunässe erkennst du beim Olivenbaum an folgenden Symptomen:

  • Die Blätter am Olivenbaum rollen sich ein
    • Der Wassermangel führt dazu, dass sich die Blätter der Olive einrollen. Das kann natürlich auch ohne Staunässe passieren, zum Beispiel durch zu wenig Gießen oder überhitzte Kübel.
  • Der Olivenbaum bekommt gelbe Blätter
    • Eine Gelbfärbung der Blätter am Olivenbaum deutet auf einen Nährstoffmangel hin, meistens ist fehlender Stickstoff die Ursache. Das kann durch zu wenig Dünger passieren, aber eben auch durch Staunässe. Liegt keine Staunässe vor, solltest du deinen Baum umtopfen oder ggf. mit einem Direktdünger versorgen.
    • Gelbe Blätter im Winter treten oft bei Lichtmangel auf. Stelle deinen Baum an einen helleren Standort.
    • Falls sich nur einige Blätter gelb färben, kann es auch einfach sein, dass es sich um ältere Blätter handelt. Die Färbung und auch der Abwurf ist dann ganz normal.

 

Den Olivenbaum düngen

Der Olivenbaum benötigt zwar nicht so viele Nährstoffe wie andere Pflanzen, aber alleine von Luft und Liebe (und etwas Wasser) kann er leider auch nicht leben.

Es gibt zwei Hauptarten von Düngern, die du für die Versorgung der Olive verwenden kannst: organische und mineralische Dünger.

Mineralische Dünger werden industriell hergestellt und die Nährstoffe können von den Pflanzen direkt und schnell aufgenommen werden. Die Gefahr einer Überdüngung ist jedoch recht groß, wenn du die Angaben auf den Packungen nicht genau beachtest. Leidet dein Olivenbaum also bereits an einem Nährstoffmangel, können Mineraldünger helfen. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, ist eine ausgewogene Düngung mit organischen Düngemitteln zu empfehlen.

Organische Dünger gibt es zu kaufen, zum Beispiel in Pelletform wie unseren Bloomify Universaldünger. Dieser ist rein pflanzlich. Es gibt aber auch Pelletdünger auf Basis von Schafwolle oder auch Pferdemist. Auch Hornspäne und Kompost zählen zu den organischen Düngern. Sie alle geben ihre Nährstoffe nur langsam ab und versorgen die Pflanzen langfristig.

Praktisch ist es, direkt bei der Pflanzung oder beim Umtopfen einen Langzeitdünger unter die Erde zu mischen. Somit ist der Olivenbaum über die Wachstumsperiode schon mal grundlegend versorgt und kann zusätzlich noch ab und an mit einer extra Portion Dünger verwöhnt werden.

Wenn du noch mehr über das Düngen des Olivenbaums wissen möchtest, kannst du hier weiterlesen.

Olivenbaum schneiden

Der Olivenbaum wächst nur langsam und regelmäßige, kräftige Schnitte sind gar nicht notwendig.

Um eine formschöne Krone zu erhalten, solltest du trotzdem ab und an zur Schere greifen. Außerdem geht es nicht alleine um die Optik: Eine zu dicht gewachsene Krone lässt kaum Licht und Luft ins Innere des Blattwerks. Nach einem Regenschauer kann der Baum dann nicht so gut abtrocknen. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass sich Krankheitserreger oder Schädlinge ausbreiten.

Der Schnitt des Olivenbaums ist zum Glück ganz einfach. Dabei können wir unter anderem zwischen dem Erziehungsschnitt und dem Erhaltungsschnitt unterscheiden. Schnittmaßnahmen solltest du am besten dann durchführen, wenn dein Olivenbaum so langsam aus der Winterruhe erwacht, also im Februar oder März. Überwintert dein Baum draußen, warte sehr frostige Temperaturen erst noch ab.

Bei jungen Olivenbäumen reichen handliche Modelle wie unsere Bloomify Gartenschere. Erst bei älteren Bäumen mit kräftigen Ästen muss eine größere Astschere oder Handsäge zum Einsatz kommen.

 

Der Erhaltungsschnitt: Den Olivenbaum gesund erhalten

Durch den Erhaltungsschnitt werden kranke oder abgestorbene Zweige entfernt, damit sich die gesunden Zweige weiterhin gut entwickeln können. Das Ziel ist es, eine schöne, luftige Krone mit gesunden Blättern zu erhalten. Ein Dickicht aus zu dicht wachsenden und alten, abgestorbenen Ästen ist da genau das Gegenteil.

Schau dir deinen Olivenbaum von allen Seiten genau an. Vielleicht siehst du irgendwo Zweige, die sich überkreuzen. Einen davon solltest du entfernen. Ebenso gehst du vor, wenn zwei Äste sehr dicht zusammenstehen oder sich eventuell sogar schon berühren. Hier muss einer dem anderen Platz machen.

Kahle Äste, die nur noch ganz vorne an der Spitze Blätter tragen, müssen leider auch weichen. Nur durch einen radikalen Rückschnitt dieser fast blattlosen Äste sorgst du dafür, dass sie neu und blattreich nachwachsen werden.

Schneide grundsätzlich lieber etwas zu wenig als zu viel ab. Du kannst das ganze Jahr über einzelne Zweige entfernen – lasse sie also im Zweifel erst mal stehen.

 

Der Erziehungsschnitt: Den Olivenbaum in Form bringen

Beim Erziehungsschnitt geht es vor allem um die Optik. Ein Olivenbäumchen mit einer schön geformten Krone macht einfach viel her.

Oft werden die Äste der Olive zu lang und wachsen unregelmäßig. Das Bäumchen sieht dann ziemlich wuschelig aus und muss einfach mal wieder frisiert werden. Dabei kannst du nicht allzu viel falsch machen: Mache beim Schnitt immer wieder Pausen, um dir deinen Baum von allen Seiten anzuschauen. Schneide lieber erstmal etwas weniger weg und arbeite dich Schritt für Schritt an eine gleichmäßige Kronenform heran.

 

Radikalschnitt, um den Olivenbaum zu retten?

Schädlingsbefall, Frostschaden oder unerkannte Staunässe - manchmal passiert es, dass man zu spät gegensteuert und es dem Olivenbaum so richtig schlecht geht. Dann ist er meist komplett kahl und sieht nicht mehr sonderlich lebendig aus. Doch keine Sorge - die Olive ist sehr robust und kann auch neu austreiben, wenn man die Hoffnung schon aufgegeben hat. Beachte aber, dass der Olivenbaum nur langsam wächst und eine Regeneration lange dauern kann.

Ein radikaler Rückschnitt sollte aber nur im Frühling erfolgen, weil der Olivenbaum dann am meisten Energie für den Neuaustrieb hat.

Als erstes musst du überprüfen, bis wohin die Zweige abgestorben sind, um den Olivenbaum kräftig zurückschneiden zu können. Oft sind die Zweigspitzen trocken und können einfach abgebrochen werden. Kratze mit dem Fingernagel die Rinde etwas ab und arbeite dich dabei immer näher zum Stamm bzw. zu den nächstgrößeren Ästen. Sobald das Holz unter der Rinde grün ist, hast du den richtigen Punkt für den Rückschnitt gefunden. Schneide alle Zweige bis ins grüne, gesunde Holz zurück. Gieße den Olivenbaum in der kommenden Zeit nur sehr wenig und dünge ihn erst wieder, wenn neue Blätter zu sehen sind.

Oliven ernten, lagern und verarbeiten

Um Oliven ernten zu können, müssen die Blüten bestäubt werden. Unsere Bloomify Olive Olivia trägt sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Die Bestäubung erfolgt über den Wind und es ist ein Baum ausreichend, um die Blüten erfolgreich zu befruchten. Oft fällt die Ernte jedoch größer aus, wenn der Pollen von einem anderen Baum stammt.

Der Olivenbaum blüht im April und Mai.

 

Der Olivenbaum blüht nicht?

Es kann passieren, dass der Olivenbaum nicht blüht. Die Blütenbildung kostet die Pflanze viel Energie. Zeigen sich keine Blüten, kann es sein, dass der Olivenbaum nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist. Es kann außerdem sein, dass der Standort nicht ideal ist. Der Olivenbaum braucht so viel Sonne und Wärme wie möglich.

Ein weiterer Grund für ausbleibende Blüten ist eine ungünstige Überwinterung. Litt der Olivenbaum im Winter unter Stress, einem Schädlingsbefall oder kam es zu einem erheblichen Blattverlust, muss sich die Pflanze erstmal wieder regenerieren, bevor sie Blüten ausbilden kann.

 

Erntezeit und Saison von Oliven

Über den Herbst hinweg reifen die Früchte, so dass sie ab Mitte November schließlich geerntet werden können. Ob du schwarze oder grüne Oliven erntest, hat übrigens nichts mit der Sorte des Baumes zu tun. Die Farbe der Olive beschreibt lediglich ihren Reifegrad. Oliven sind zunächst grün, verfärben sich dann violett bis bräunlich und werden immer dunkler. Sind die Oliven ganz ausgereift, sind sie schwarz. Wann du sie erntest, hängt von deinem Geschmack ab: Grüne Oliven sind knackiger und schmecken fruchtig, schwarze Oliven sind weicher und haben ein würziges Aroma.

Schwarze Oliven, die man im Supermarkt findet, sind leider nicht immer voll ausgereift. Es ist gängige Praxis, unreife grüne Oliven einfach schwarz zu färben. Achte auf entsprechende Hinweise auf der Packung oder auf E-Nummern in der Zutatenliste.

Wann der optimale Erntezeitpunkt ist, hängt also ganz von deinem Geschmack ab. Die grünen Oliven, also die eigentlich noch unreifen, haben einen geringen Ölgehalt und sind dementsprechend kalorienärmer. Sie haben außerdem ein festeres Fruchtfleisch. Die schwarzen Oliven schmecken deutlich herber, sind dafür aber reicher an ungesättigten Fettsäuren.

 

Oliven verarbeiten

Oliven können leider nicht einfach so gegessen werden, da sie viele Bitterstoffe enthalten. Sie sind nicht giftig, aber extrem bitter und daher ungenießbar. Den Früchten müssen also erstmal die Bitterstoffe entzogen werden. Das klappt, indem sie in Salzwasser eingelegt werden.

Eine Salzlake enthält etwa 8 - 10 % Salz. Das heißt, dass 1 Liter Wasser mit 80 - 100 g Salz vermischt werden. Darin müssen die Oliven baden. Da die Bitterstoffe an das Wasser abgegeben werden, muss es regelmäßig erneuert werden.

Nach etwa 4 - 6 Wochen sind die Oliven entbittert. Wenn du die Oliven vor dem Einlegen an den Enden einritzt, geht der Prozess zwar schneller, die Früchte werden aber auch weicher. Du kannst sie zwischendurch immer mal wieder probieren, ob sie dir schon schmecken. Aber nicht wundern: Die Oliven schmecken in diesem Zustand noch nicht so richtig köstlich, denn sie werden danach noch mit Olivenöl, Knoblauch und verschiedenen Kräutern verfeinert, je nach Geschmack.

Du kannst entbitterte Oliven auch für längere Zeit in schwächerer Salzlake oder Öl lagern. Die Lagerung in Öl ist jedoch nicht ganz so einfach und birgt gesundheitliche Risiken, sodass offizielle Stellen davon abraten (zum Beispiel das Bundesinstitut für Risikobewertung und verschiedene Verbraucherzentralen). Eingelegt in Öl, solltest du die Oliven maximal eine Woche im Kühlschrank aufbewahren.

Bewahrst du die Oliven in Salzlake auf, müssen sie immer vollständig davon bedeckt sein. Dabei reichen etwa 30 bis 80 g Salz auf 1 Liter Wasser. Sie sind dann deutlich länger haltbar als in Öl eingelegt, sollten aber besser auch zeitnah verzehrt werden, da sie dann einfach besser schmecken.

Olivenbaum überwintern

Du kannst deinen Olivenbaum draußen oder drinnen überwintern.

Wir empfehlen die Überwinterung draußen, da die Pflanze dann einfach mehr Licht abbekommt und die Gefahr von einem Schädlingsbefall geringer ist. Kübelpflanzen brauchen draußen im Winter jedoch einen Frostschutz im Wurzelbereich, da die Erde schnell durchfrieren kann. Das schädigt die Wurzeln. Da das Wasser nicht mehr in flüssiger Form vorliegt, kann der Olivenbaum außerdem keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen.

Drinnen sollte das Winterquartier sehr kühl und sehr hell sein, ideal sind Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad.

Alle detaillierten Infos zur Überwinterung des Olivenbaums findest du hier.

Übrigens: Den Winter nutzt das Bäumchen als Erholungspause und fährt seine Stoffwechselprozesse herunter. Auf Düngung sollte dementsprechend verzichtet werden und auch das Gießen wird zu einer seltenen Angelegenheit.

 

Dein Olivenbaum verliert Blätter?

Eine Überwinterung unter ungünstigen Bedingungen kann zu Unwohlsein bei der Olive führen: Um die nötige Winterpause einzulegen, braucht der Olivenbaum einen kühlen, hellen Standort und die Luft darf nicht zu trocken sein. Ist der Baum durch zu warme Temperaturen oder zu wenig Licht gestresst, kann es passieren, dass er alle Blätter abwirft. Keine Sorge: Auch ein kahles Bäumchen erholt sich meist wieder und treibt neu aus.

Ganz wichtig: Hat dein Olivenbaum im Winter viele Blätter verloren, musst du das Gießen stark reduzieren. Es findet ja keine Verdunstung über die Blätter mehr statt. Gieße nur noch wenig und entferne im Frühling abgestorbene Äste. Beginne erst wieder mit dem Düngen, wenn sich ein neuer Austrieb zeigt.

Auch Staunässe kann dazu führen, dass der Olivenbaum Blätter verliert. Kontrolliere also immer auch die Erde und ergreife ggf. Maßnahmen, um dein Bäumchen zu retten.

Krankheiten und Schädlinge am Olivenbaum

Der Olivenbaum ist zwar robust, aber auch er kann von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Das hat oft gar nichts mit falscher Pflege zu tun, sondern passiert häufig während der Überwinterung oder in feucht-warmen Sommern. Behalte deinen Olivenbaum also immer gut im Auge, um schnell zu handeln, falls ein Schädlingsbefall vorliegt.

Besonders Woll- bzw. Schmierläuse haben es auf das Laub der Olive abgesehen. In unserem Magazin findest du einen eigenen Artikel über die schonende Bekämpfung der Wollläuse.

Ameisen auf dem Olivenbaum deuten auf einen Befall von Wollläusen, aber auch von Schildläusen hin. Diese sondern den sogenannten Honigtau ab, der eine klebrige Schicht auf den Blättern bildet. Ameisen ernähren sich davon und sind selbst keine Schädlinge. Um sie zu vertreiben, müssen die Läuse bekämpft werden. Auch den Honigtau solltest du von den Blättern entfernen, da er ein guter Nährboden für einen Pilzbefall ist.

Spinnmilben hingegen sind nicht an Honigtau zu erkennen, sondern an ganz feinen Gespinsten an den Blättern der Olive. Schaust du genau hin, kannst du die winzigen Spinnentierchen in ihren Netzen herumkrabbeln sehen. Spinnmilben lieben trockene Luft und treten daher meist drinnen im Winterquartier auf. Besprühe deinen Olivenbaum regelmäßig mit Wasser und wische die Gespinste ab. Meistens hilft das schon, sodass kein Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln nötig ist.

Oliven: Inhaltsstoffe und Nährwerte

Oliven haben einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, vor allem die richtig reifen, schwarzen Oliven. Diese Fettsäuren sind sehr gesund - das macht auch das Olivenöl so wertvoll.

Oliven sind außerdem reich an Vitamin A, Folsäure, Kalzium und Eisen. Auch hier punkten die reifen Früchte wieder mit einem höheren Gehalt an diesen Stoffen.

Nährwerte je 100 g

Kalorien 115 kcal
Fett 11 g
Kohlenhydrate 6 g
Eiweiß 0,8 g

Fragen & Antworten zu unserer Olive

Hierzulande kannst du die Olive in den meisten Regionen leider nicht ins Freiland pflanzen. Olivenbäume sind nur bedingt winterhart. Das bedeutet, dass Frostschäden bei länger anhaltendem Frost ab -5 Grad entstehen können. Demzufolge gedeihen die Bäume also nur in sehr milden Regionen im Freiland und wachsen ansonsten lieber im Topf.

Da es sich bei der Olive ja um ein richtiges Bäumchen handelt, braucht sie auch einen entsprechend großen Topf. Bei neu gekauften Pflanzen startest du am besten mit einem Gefäß, dass einen Durchmesser von etwa 24 - 26 cm bei einer Höhe von etwa 25 cm hat.

Der Standort sollte idealerweise regengeschützt sein, da es Oliven eher trocken mögen. Außerdem brauchen Olivenbäume viel Sonne und Wärme. Deshalb ist ein Platz vor einer Hauswand, an dem sich die Wärme der Sonne lange hält, perfekt.

Ja, eine sonnige Terrasse ist ein idealer Ort für den Olivenbaum.

Ja, wenn du einen sonnigen Balkon hast, der grob Richtung Süden ausgerichtet ist, steht der Olivenbaum dort sehr gerne.

Oliven lieben die Sonne und die frische Sommerluft, ein Standort draußen ist für sie also ideal. Drinnen ist der Pflegeaufwand sehr hoch und nur sehr helle Wintergärten kommen dafür in Frage. Sonst leidet die Olive unter Lichtmangel, wird geschwächt und Schädlinge können sich ausbreiten.

Du hast verschiedene Optionen für einen passenden Topf. Ein Klassiker sind Pflanzkübel aus Ton oder Terrakotta. Diese Töpfe sehen einfach toll aus und versprühen mediterranen Charme. Ihre Nachteile: Sie sind schwer und teilweise nicht frostfest, sodass sie im Winter mühsam nach drinnen gebracht werden müssen. Außerdem ist unbehandeltes Material anfällig für Algenbewuchs. Pflanzt du die Olive direkt in einen unbehandelten Tontopf, trocknet die Erde im Sommer schneller aus, da die Erde Wasser an das Material abgibt. Darüber hinaus führt die Verdunstung auch noch dazu, dass die Wurzeln in kalten Nächten schneller auskühlen. Wenn, dann solltest du die Olive zum Schutz der Wurzeln und für einen leichteren Transport also zusätzlich in einem Kunststoffkübel stellen.

Die super leichten und praktischen Pflanzgefäße aus Kunststoff haben allerdings auch einen Nachteil: Vor allem schwarze Töpfe heizen sich in der Sonne stark auf, sodass die Wurzeln überhitzen können. Sie sollten daher generell nicht ohne Übertopf verwendet werden. Es gibt dabei einige Alternativen zum schweren Tontopf, z. B. Töpfe aus natürlichen, leichten Materialien wie Bambus- oder Sisalgeflecht. In viele davon kannst du die Olive auch direkt pflanzen - wenn du dafür sorgst, dass das Wasser abfließen kann.

Olivenbäume bleiben in Kübeln deutlich kleiner als in der freien Natur, da der begrenzte Platz das Wurzelwachstum einschränkt. Generell wachsen Oliven eher langsam. In handelsüblichen Töpfen, die auch noch bequem auf den Balkon oder die Terrasse passen, werden die Bäume etwa 1,50 - 2,00 m hoch.

Das kommt darauf an, wie viel Platz dir zur Verfügung steht. In kleineren Kübeln bleibt der Baum auch kleiner. Da die Olive nicht so schnell wächst, muss der Kübel auch nicht bei jedem Umtopfen größer werden.

Erst wenn die Erde durchwurzelt ist, ist ein größerer Topf nötig. Bei jungen Oliven ist das alle paar Jahre der Fall, bei älteren Bäumen seltener. Der neue Topf sollte etwa 5 cm breiter sein als der alte. So kommst du nach etwa 10 Jahren auf eine Topfgröße von 40 - 50 cm. Aber auch danach kann der Kübel noch weiter wachsen.

Ein junger Olivenbaum kann etwa alle 1 bis 3 Jahre in einen neuen Topf umziehen, wobei sich dieser nicht immer vergrößern muss. Bei älteren Bäumen reicht ein Umtopfen alle 5 bis 7 Jahre, später noch seltener. Du kannst die Abstände zwischen den Umtopfaktionen also immer größer werden lassen. Auch, wenn du irgendwann keinen größeren Topf mehr verwenden möchtest, freut sich der Olivenbaum trotzdem über einen regelmäßigen Austausch der verbrauchten Erde.

Der perfekte Zeitpunkt zum Umtopfen ist vor der neuen Wachstumsphase, also etwa zwischen Ende Februar und Anfang April. Der Olivenbaum steht dann kurz davor, neue Triebe zu bilden. Setzt du ihn zu diesem Zeitpunkt in frische Erde, kann er mit voller Kraft in die Gartensaison starten. Doch keine Sorge, falls du den Termin verpasst hast: Bis Ende Juli ist ein Umtopfen auch noch möglich.

Für die Olive und auch Zitrusbäume ist es sehr wichtig, dass sie fest und sicher in der Erde stehen. Ältere Exemplare verbringen mehrere Jahre in der gleichen Erde und müssen die Umzüge ins Winter- und Sommerquartier gut überstehen. Aus diesem Grund eignet sich lockere, feine Pflanzerde alleine nicht so gut. In der freien Natur stehen die Bäume meist auf kargen und steinigen Untergründen - das können wir im Kübel durch die Zugabe von allerlei Materialien nachahmen.

Die Basis bildet entweder Gartenerde oder gekaufte Kübelpflanzenerde. Achte darauf, dass sie torffrei ist und wenn möglich auch plastikfrei. Oft werden kleine Styroporkugeln zur Auflockerung beigemischt.

Auf jeden Fall solltest du diese Basis-Erde immer zusätzlich mit Kies oder Splitt, Sand, Blähton-, Ton- oder Lavagranulat vermengen. Eine gute Mischung speichert gleichzeitig ausreichend Feuchtigkeit, ist aber auch durchlässig genug, sodass keine Staunässe entsteht.

Hierzulande beginnen die Oliven meist erst ab dem späten Frühjahr zu blühen. Je nach Witterung kann es aber auch mal bis zum Frühsommer dauern, bis sich die kleinen Blüten zeigen.

Die Olive ist ein Selbstbestäuber. Das bedeutet, dass eine einzige Pflanze ausreicht, um die Blüten erfolgreich zu bestäuben. Die eigentliche Bestäubung erfolgt dabei meist über den Wind.

Die Oliven reifen über den Sommer und Herbst heran und sind meist ab November erntereif.

Oliven sind im unreifen Zustand grün und verfärben sich dann langsam violett. Sie werden immer dunkler und wenn sie richtig schwarz gefärbt sind, sind sie reif.

Das kommt darauf an, wann du den Baum kaufst. Erst nach der Blüte bilden sich die Früchte.

Ja, die Olive ist bedingt winterhart und kann drinnen oder geschützt draußen überwintert werden.

Die Olive muss kalt überwintert werden. Erst bei unter 12 Grad fällt sie in die Winterruhe und kommt mit dem wenigen Licht zurecht, das ihr im Winter zur Verfügung steht.

Wird sie draußen überwintert, braucht sie ein geschütztes Plätzchen. Ein Regenschutz ist dabei besonders wichtig. Schutz vor Frost bieten spezielle Hüllen oder auch Stoffe, die um die Krone gewickelt werden können. Diese sollten nicht zu eng sein, damit es darunter luftig bleibt und die Luftfeuchtigkeit nicht zu stark ansteigt. Außerdem kann es unter so einer Hülle an sonnigen Tagen auch schnell zu warm werden. Ausreichende Belüftung ist also unerlässlich. Ganz wichtig ist auch ein Schutz für den Kübel, damit die Erde darin nicht gefriert.

Drinnen wird die Olive idealerweise bei 5 bis 10 Grad überwintert, aber es darf auch gerne etwas kühler sein. Unbeheizte Wintergärten bzw. leicht beheizte Gewächshäuser sind perfekte Winterquartiere, aber auch kühle Treppenhäuser mit großen Fenstern eignen sich.

Mehr Infos findest du in unserem Magazin.

Das kommt auf ihren Standort an. Ist der Baum im Herbst vermehrt Regen ausgesetzt und soll er sowieso drinnen überwintern, ist es sinnvoll, ihn schon ab Ende Oktober reinzuholen. An geschützteren Standorten kann er auch länger ausharren, solange es noch nicht dauerhaft friert. Wird es im November merklich kühler, kannst du ihn entweder vor dem Frost schützen und draußen lassen oder in ein Winterquartier bringen.

Zu Beginn der neuen Gartensaison musst du die Eisheiligen Mitte Mai nicht abwarten, wenn das Wetter mitspielt. Achte auch hier auf langfristige Prognosen. Bereits im Laufe des Aprils kann der passende Zeitpunkt für den Umzug gekommen sein, wenn es nachts nicht mehr stark friert.

Es gibt verschiedene Gründe, warum der Olivenbaum im Winter seine Blätter abwirft, meistens ist ein zu dunkler oder warmer Standort der Auslöser. Doch keine Sorge, in den allermeisten Fällen erholt sich der Baum im Frühling schnell wieder! Stelle ihn auf keinen Fall an einen wärmeren Ort, auch, wenn dieser heller ist. Ein kurzfristiger Umzug kommt nur in Frage, wenn der neue Standort zwar heller, aber genauso kühl oder noch etwas kühler ist. Eine plötzliche Anhebung der Temperatur würde den Baum nur irritieren und stressen.

Kontrolliere, ob die Erde zu feucht oder zu trocken ist. Gieße im Zweifelsfall lieber etwas weniger. Stelle den Olivenbaum im Frühjahr nach draußen, sobald es das Wetter zulässt und schneide ggf. abgestorbene Äste ab. Versorge ihn mit ausreichend Dünger, sodass er schnell wieder zu Kräften kommt.

Die Olive hat keinen hohen Wasserbedarf. Steht der Baum eher windgeschützt und hast du sie in eine Erde gepflanzt, die Feuchtigkeit gut halten kann, dann verdunstet nur wenig Wasser. Im Gegensatz dazu wird in eher sandiger Erde weniger Wasser gespeichert. Außerdem ist an sonnigen und leicht windigen Standorten die Verdunstung höher. Es kommt also auf verschiedene Faktoren an, wie oft du die Olive gießen musst. Aus diesem Grund ist eine pauschale Angabe nicht möglich.

Im Sommer ist es generell empfehlenswert, selten, aber dafür kräftig zu gießen, damit auch Wasser in tiefere Erdschichten gelangt. Die Erde muss aber zwischendurch immer wieder gut abtrocknen können. Bohre mit dem Finger tief in die Erde, um das zu überprüfen. Eine dauerhaft feuchte Erde führt zu Schäden an den Wurzeln, die die ganze Pflanze in Mitleidenschaft ziehen.

Ja, du kannst deinen Olivenbaum ohne Bedenken mit Leitungswasser gießen. Auch hartes Wasser ist kein Problem, da die Olive einen Boden mit leicht erhöhtem pH-Wert bevorzugt und der Kalk im Wasser diesen anhebt.

Ein Mangel an Stickstoff oder Calcium wird durch gelbe Blätter angezeigt. Bevor du die Olive düngst, kontrolliere jedoch zunächst die Erde auf Staunässe. Eventuell ist die Erde zu feucht. Dauerhaft nasse Wurzeln können keine Nährstoffe mehr aus der Erde aufnehmen. Infolgedessen werden die Nährstoffe auch nicht mehr zu den Blättern transportiert und fehlen dort.

Außerdem brauchen die Wurzeln der Olive brauchen ausreichend Sauerstoff, doch in nasser Erde erreicht sie keine frische Luft und sie können faulen oder absterben.

Die Olive braucht nicht viel Dünger. In frischer, nährstoffreicher Erde muss der Baum erstmal nicht gedüngt werden. Steht er schon länger in der Erde, kann er im Frühjahr mit einem organischen Langzeitdünger versorgt werden. Möchtest du stattdessen lieber flüssigen Dünger verwenden, zum Beispiel speziellen Zitrusdünger, dann stelle die regelmäßigen Düngergaben ab August ein. Die Olive bereitet sich dann langsam auf die kühlere Jahreszeit vor und benötigt keine zusätzlichen Nährstoffe mehr.

Olivenbäume wachsen eher langsam und ein richtiger Schnitt ist in den meisten Fällen nicht nötig. Manchmal kommt es vor, dass einzelne Zweige schneller sind als andere und aus der Krone herauswachsen. Diese kannst du einfach kürzen, um eine runde Krone zu erhalten. Das ist aber kein Muss und auch wildere Frisuren schaden der Olive nicht. Abgestorbene Zweige solltest du aber immer entfernen.

Gesunde und robuste Pflanzen können sich gegen Schädlinge recht gut zur Wehr setzen. Doch es kann schnell mal passieren, dass sich kleine Pflegefehler einschleichen, vor allem im Winterquartier. Schädlinge sind leider gut darin, kleine Schwachstellen auszunutzen. Besonders gerne quartieren sich Schild- und Wollläuse auf dem Olivenbaum ein. Sie sitzen dicht und unbeweglich an den Ästen oder Blättern.

Diese sind größer als kleine Blattläuse und lassen sich manuell entfernen, zum Beispiel mit einem Wattestäbchen. Allerdings ist die Gefahr groß, dass winzige Eier auf der Pflanze verbleiben. Daher sollte die Pflanze noch zusätzlich mit möglichst schonenden Mitteln behandelt werden, etwa einer Mischung aus Wasser und Öl. Für einen Liter kannst du 800 ml Wasser mit 200 ml Öl (zum Beispiel Raps- oder Olivenöl) mischen und 2 - 3 Spritzer Spülmittel aus Emulgator dazugeben. Sprühe die Pflanze gründlich damit ein und wiederhole die Anwendung nach einer Woche. Die Läuse können unter dem Ölfilm nicht überleben.

Ebenfalls bewährt sind Mischungen mit Alkohol. Dabei wird 1 Liter Wasser mit 20 ml Bio-Ethanol bzw. Brennspiritus und 15 ml Schmierseife vermischt.

Stelle eine Frage zum Produkt

Aktualisiert am