Die Olive

Mit einem Olivenbaum auf dem Balkon oder im Garten ist das Mittelmeer nur noch einen kleinen Gedankensprung entfernt. Die mediterrane Pflanze liebt Licht und Wärme und ist pflegeleichter als ihr Ruf es vermuten lässt. Schützt man das Bäumchen vor Kälte und zu viel Feuchtigkeit kann es sowohl als Zier- als auch als Nutzpflanze deinen Garten bereichern.

Der immergrüne Olivenbaum (olea europea) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien, mittlerweile verbinden wir die Olive aber vor allem mit dem Mittelmeerraum. Der Baum zeichnet sich durch seinen knorrigen Stamm und den silbergrauen, wechselständigen Blättern aus. Im Mai wird er dann noch durch kleine gelbweiße Blüten geschmückt. Die meisten Bäume blühen allerdings erst ab dem vierten Standjahr. Die mediterrane Pflanze kann in ihrer Heimat bis zu 20 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden. In hiesiger Kübelhaltung wächst das Bäumchen in der Regel nicht höher als 1,50 Meter.

Standort und Boden

Der sonnenliebende Olivenbaum hat vor allem einen Anspruch an seine Umgebung und das ist reichlich Wärme! 15 bis 20 Grad Jahresdurchschnittstemperatur sind optimal für ihn aber nicht zwingend notwendig. Auch in hiesigen Gärten, auf dem Balkon oder der Terrasse, lassen sich geeignete Plätze finden. Der auserwählte Standort sollte unbedingt windgeschützt sein. Steht der Baum südlich einer Mauer, kann er bestmöglich von der abstrahlenden Wärme profitieren. In reiner Zimmerhaltung fühlt sich der Baum nicht wohl und verliert schnell seine Blätter. In einem zeitweise beheizten Wintergarten hingegen, gelten optimale sommerliche Bedingungen. Das Substrat sollte luft- und wasserdurchlässig sein, damit sich keine Nässe staut. Kalkhaltige und nährstoffarme Böden gefallen der Olive besonders gut.

Pflanzung

Am meisten Energie um Wurzeln zu schlagen, hat der Ölbaum im Frühling. Außerdem wärmt sich die Erde im Frühjahr langsam auf. Es handelt sich also um den optimalen Zeitpunkt für die Pflanzung. Hebe ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Wichtig ist, dass das Wasser gut ablaufen kann. Stößt du beim Ausheben also beispielsweise auf eine Lehmschicht, muss diese unbedingt gelockert werden. Abgestorbene Wurzeln solltest du vor dem Einsetzen entfernen und den Wurzelballen aufrauhen. So fällt dem jungen Bäumchen die Eingewöhnung in seine Umgebung leichter. Arbeitest du eine Drainage aus Kies oder Blähton ein, ist das Bäumchen bestmöglich vor Staunässe geschützt. Richte den Baum gerade aus und achte darauf, dass der gesamte Wurzelballen mit Erde bedeckt ist. Den sicheren Stand kannst du mit einem Haltepfosten unterstützen.


Auch im Topf ist eine Drainageschicht als unterste Schicht wichtig. Hierfür eignet sich ebenfalls Blähton oder auch Kies. Nimm entweder Erde speziell für Zitruspflanzen oder mediterrane Pflanzen oder herkömmliche Blumenerde, die zu einem Drittel mit Sand durchmischt wird. Als goldene Faustregel kann man sich merken, dass der Topf immer etwa den gleichen Umfang haben sollte, wie die Krone des Baumes. Wichtig für den Abfluss, sind die Löcher am Boden des Kübels.

Pflege

Der Olivenbaum hat sehr lange Wurzeln und holt sich damit das Wasser, das er braucht, tief aus der Erde. Stehendes Wasser ist für die Pflanze ein K.O.-Kriterium. Falls du dir unsicher bist, ob deine Olive etwas Wasser vertragen kann, kannst du dies ganz einfach mit einem kleinen Fingertest prüfen. Stecke einen Finger vollständig in das Substrat. Ist dieser Teil der Erde vollständig trocken, ist es Zeit das Bäumchen zu gießen. Steht dein Baum im Freien, solltest du darauf achten, dass sich kein Wasser in möglichen Vertiefungen im Stamm sammelt. Ansonsten kann es zu Fäulnis kommen.

Für Freiland-Oliven ist eine Nährstoffzufuhr nur selten nötig. In den ersten drei Standjahren, solltest du vollständig auf jegliche Düngung verzichten. Ab dem vierten Jahr ist  zwischen April und September eine leichte Düngung mit Kompost möglich.

Kübelpflanzen können in den ersten Monaten nach dem Einpflanzen sowie auch nach dem Umtopfen genügend Nährstoffe aus der Erde ziehen. Nach etwa zwei Monaten ist es dann aber ratsam Nährstoffe durch Düngung hinzuzufügen. Alle drei Wochen verträgt die Olive etwas Dünger. Dafür eignet sich Spezialdünger für mediterrane Pflanzen oder Zitrusdünger. Achte bei der Dosierung auf die Angaben auf der Packung, um das Bäumchen nicht zu überdüngen.  

Schnitt

Eine gute Nachricht vorweg: Der Olivenbaum ist in Bezug auf den Schnitt sehr robust. Der ideale Zeitpunkt dafür ist im Frühling, bevor sich die Blüte bildet und kein Frost mehr zu erwarten ist. Die Knospen werden bereits im Vorjahr gebildet. Je mehr junge Triebe du also zurück schneidest, desto weniger Blüten sind zu erwarten. Man kann grundsätzlich zwischen Erhaltungsschnitt und Erziehungsschnitt unterscheiden.

Der Erhaltungsschnitt sorgt für einen gesunden, gleichmäßigen Wachstum. Hier werden alle Pflanzenteile abgetrennt, die über den Winter vertrocknet sind, die Krankheiten aufweisen oder am Stamm oder im Wurzelbereich nachwachsen.

Beim Erziehungsschnitt geht es darum die Krone zu formen. Damit diese möglichst lichtdurchlässig bleibt, werden jeweils die schwächeren der sich im inneren der Krone  kreuzenden Triebe abgeschnitten. Daraufhin werden lange Triebe gekürzt, um eine runde oder eine V-förmige Krone zu erhalten. Die Haupt- und Seitenäste werden jährlich gestutzt und die Triebe, die im Vorjahr getragen haben entfernt, so können genügend Neutriebe nachwachsen.

Ernte und Vermehrung

Olivenbäume sind in der Regel einhäusig, tragen also sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Dennoch wird ein weiterer Baum zur Bestäubung benötigt, da sich Bäume mit unterschiedlicher DNA deutlich besser gegenseitig befruchten. Da sich der Pollen mit dem Wind verbreitet, muss der zweite Baum jedoch nicht in unmittelbarer Nähe stehen. Auch ein alleinstehender Baum wird in der Regel problemlos bestäubt und trägt Blüten und Früchte. Über den Herbst hinweg reifen die Früchte, so dass sie ab November schließlich geerntet werden können. Ob du schwarze oder grüne Oliven erntest hat übrigens nichts mit der Sorte des Baumes zu tun. Die Farbe der Olive beschreibt lediglich ihren Reifegrad. Wann der optimale Erntezeitpunkt ist, hängt also ganz von deinem Geschmack ab. Die grünen Oliven, also die eigentlich noch unreifen, haben einen geringen Ölgehalt und sind dementsprechend kalorienarmer. Sie haben außerdem ein festeres Fruchtfleisch. Die schwarzen Oliven schmecken deutlich herber, sind dafür aber reicher an ungesättigten Fettsäuren. Ab November kann man mit der Ernte beginnen.

Vermehren lässt sich der Olivenbaum zum Beispiel über Stecklinge. Hierfür wird ein kleiner Topf mit Anzuchterde befüllt. Also mit feiner und vor allem keimfreier Erde, da Jungpflanzen noch besonders anfällig für Bakterien, Schädlinge oder Pilzkrankheiten sind. Hier wird der Ableger hineingesteckt. Als Ableger dienen junge, nicht verholzte Triebe mit einer Länge von etwa fünf bis zehn Zentimetern. Drücke die Erde um das Bäumchen leicht an und gieße die Pflanze. Die optimalen Temperaturen zum Wurzeln schlagen, hat der junge Steckling bei 20 bis 25 Grad.

Überwinterung

Ab etwa -5 Grad treten bei den meisten Sorten Frostschäden auf. Kübelpflanzen müssen im Winter gut gelagert werden. Das Winterquartier sollte zwar kühl, muss aber frostfrei sein. Außerdem braucht das Bäumchen auch während der kalten Monate ausreichend Helligkeit. Das Auspflanzen der Olive bietet sich in Regionen mit milden Wintern an. Küstennahe Gebiete oder das warme Rheintal kommen hierfür in Frage. Olivenbäume wollen im Winter schön warm eingepackt werden. Für den Stamm eignet sich luft- und lichtdurchlässiges Wintervlies. Mit Laub, Mulch oder Reisig beispielsweise, wird die Wurzelscheibe bedeckt.

Den Winter nutzt das Bäumchen als Erholungspause. Auf Düngung sollte dementsprechend verzichtet werden und auch das Gießen wird zu einer seltenen Angelegenheit.

Achte im Winter ganz besonders darauf, dass sich kein Wasser staut.

Temperaturen um 0 Grad sind ideal zum Überwintern. Diese braucht der Baum um im Winter eine Erholungspause einzulegen, um dann im Frühjahr genug Energie für neue Triebe zu haben. Auf Düngung während der Winterpause, sollte also unbedingt verzichtet werden.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten oder Schädlinge sind vor allem auf falsche Pflege, zu viel Nässe oder missglückte Überwinterung zurückzuführen. Schild- oder Wollläuse beispielsweise, befallen vor allem geschwächte Pflanzen, die im Winter zu warm gelagert werden. Achte darauf, dass die Erde zum Einpflanzen steril ist, um beispielsweise Spinnmilben und Blattläusen vorzubeugen.

Nährwerte

Oliven haben einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Sie wirken beispielsweise entzündungshemmend und senken nicht nur den Cholesterinspiegel sondern auch das Risiko an Herzkreislauferkrankungen zu erkranken. Außerdem stecken sie voller Antioxidantien, die unserem Körper beim Abbau von freien Radikalen helfen.

Nährwerte je 100g

Kalorien 143kcal
Fett 14g
Kohlenhydrate 2g
Eiweiß 1,4g

Haltbarmachung und Verzehr

Um die eigenen Oliven verzehren zu können, müssen sie weiterverarbeitet werden. Andernfalls schmecken sie bitter und ungenießbar. Da die Erträge für eigenes Olivenöl nicht reichen werden, bietet es sich an die geernteten Oliven einzulegen.

Die Oliven werden zunächst am schmalen Ende eingeritzt und dann in Wasser gelegt, so dass sie vollständig bedeckt sind. Alle zwei bis drei Tage sollte man das Wasser durch frisches ersetzen. Ein paar Wochen später sollten die Früchte ihre Bitterstoffe verloren haben. Dies kannst du einfach anhand eines Geschmackstests probieren. Schmeckt die Olive nicht mehr bitter, werden die Steinfrüchte für eine Woche in eine Salzlake eingelegt. Gebe hierfür 7 Esslöffel Salz in einen Liter Wasser hinzu. Anschließend kannst du die Oliven frei nach deinem eigenen Geschmack einlegen und dir deine eigene Ernte schmecken lassen. Auf diese Weise bleiben die Früchte über viele Monate haltbar.

Fragen & Antworten zu unserer Olive

Hierzulande kannst du die Olive in den meisten Regionen leider nicht ins Freiland pflanzen. Olivenbäume sind nur bedingt winterhart. Das bedeutet, dass Frostschäden bei länger anhaltendem Frost ab -5 Grad entstehen können. Demzufolge gedeihen die Bäume also nur in sehr milden Regionen im Freiland und wachsen ansonsten lieber im Topf.

Da es sich bei der Olive ja um ein richtiges Bäumchen handelt, braucht sie auch einen entsprechend großen Topf. Bei neu gekauften Pflanzen startest du am besten mit einem Gefäß, dass einen Durchmesser von etwa 24 - 26 cm bei einer Höhe von etwa 25 cm hat.

Der Standort sollte idealerweise regengeschützt sein, da es Oliven eher trocken mögen. Außerdem brauchen Olivenbäume viel Sonne und Wärme. Deshalb ist ein Platz vor einer Hauswand, an dem sich die Wärme der Sonne lange hält, perfekt.

Ja, eine sonnige Terrasse ist ein idealer Ort für den Olivenbaum.

Ja, wenn du einen sonnigen Balkon hast, der grob Richtung Süden ausgerichtet ist, steht der Olivenbaum dort sehr gerne.

Oliven lieben die Sonne und die frische Sommerluft, ein Standort draußen ist für sie also ideal. Drinnen ist der Pflegeaufwand zu hoch und die Ernte hält sich auch in Grenzen. Aus diesem Grund ist sie draußen deutlich besser aufgehoben.

Du hast verschiedene Optionen für einen passenden Topf. Ein Klassiker sind Pflanzkübel aus Ton oder Terrakotta. Diese Töpfe sehen einfach toll aus und versprühen mediterranen Charme. Ihre Nachteile: Sie sind schwer und teilweise nicht frostfest, sodass sie im Winter mühsam nach drinnen gebracht werden müssen. Außerdem ist unbehandeltes Material anfällig für Algenbewuchs. Pflanzt du die Olive direkt in einen unbehandelten Tontopf, trocknet die Erde im Sommer schneller aus, da die Erde Wasser an das Material abgibt. Darüber hinaus führt die Verdunstung auch noch dazu, dass die Wurzeln in kalten Nächten schneller auskühlen. Wenn, dann solltest du die Olive zum Schutz der Wurzeln und für einen leichteren Transport also zusätzlich in einem Kunststoffkübel stellen.

Die super leichten und praktischen Pflanzgefäße aus Kunststoff haben allerdings auch einen Nachteil: Vor allem schwarze Töpfe heizen sich in der Sonne stark auf, sodass die Wurzeln überhitzen können. Sie sollten daher generell nicht ohne Übertopf verwendet werden. Es gibt dabei einige Alternativen zum schweren Tontopf, z. B. Töpfe aus natürlichen, leichten Materialien wie Bambus- oder Sisalgeflecht. In viele davon kannst du die Olive auch direkt pflanzen - wenn du dafür sorgst, dass das Wasser abfließen kann.

Olivenbäume bleiben in Kübeln deutlich kleiner als in der freien Natur, da der begrenzte Platz das Wurzelwachstum einschränkt. Generell wachsen Oliven eher langsam. In handelsüblichen Töpfen, die auch noch bequem auf den Balkon oder die Terrasse passen, werden die Bäume etwa 1,50 - 2,00 m hoch.

Das kommt darauf an, wie viel Platz dir zur Verfügung steht. In kleineren Kübeln bleibt der Baum auch kleiner. Da die Olive nicht so schnell wächst, muss der Kübel auch nicht bei jedem Umtopfen größer werden.

Erst wenn die Erde durchwurzelt ist, ist ein größerer Topf nötig. Bei jungen Oliven ist das alle paar Jahre der Fall, bei älteren Bäumen seltener. Der neue Topf sollte etwa 5 cm breiter sein als der alte. So kommst du nach etwa 10 Jahren auf eine Topfgröße von 40 - 50 cm. Aber auch danach kann der Kübel noch weiter wachsen.

Ein junger Olivenbaum kann etwa alle 1 bis 3 Jahre in einen neuen Topf umziehen, wobei sich dieser nicht immer vergrößern muss. Bei älteren Bäumen reicht ein Umtopfen alle 5 bis 7 Jahre, später noch seltener. Du kannst die Abstände zwischen den Umtopfaktionen also immer größer werden lassen. Auch, wenn du irgendwann keinen größeren Topf mehr verwenden möchtest, freut sich der Olivenbaum trotzdem über einen regelmäßigen Austausch der verbrauchten Erde.

Der perfekte Zeitpunkt zum Umtopfen ist vor der neuen Wachstumsphase, also etwa zwischen Ende Februar und Anfang April. Der Olivenbaum steht dann kurz davor, neue Triebe zu bilden. Setzt du ihn zu diesem Zeitpunkt in frische Erde, kann er mit voller Kraft in die Gartensaison starten. Doch keine Sorge, falls du den Termin verpasst hast: Bis Ende Juli ist ein Umtopfen auch noch möglich.

Für die Olive und auch Zitrusbäume ist es sehr wichtig, dass sie fest und sicher in der Erde stehen. Ältere Exemplare verbringen mehrere Jahre in der gleichen Erde und müssen die Umzüge ins Winter- und Sommerquartier gut überstehen. Aus diesem Grund eignet sich lockere, feine Pflanzerde alleine nicht so gut. In der freien Natur stehen die Bäume meist auf kargen und steinigen Untergründen - das können wir im Kübel durch die Zugabe von allerlei Materialien nachahmen.

Die Basis bildet entweder Gartenerde oder gekaufte Kübelpflanzenerde. Achte darauf, dass sie torffrei ist und wenn möglich auch plastikfrei. Oft werden kleine Styroporkugeln zur Auflockerung beigemischt.

Auf jeden Fall solltest du diese Basis-Erde immer zusätzlich mit Kies oder Splitt, Sand, Blähton-, Ton- oder Lavagranulat vermengen. Eine gute Mischung speichert gleichzeitig ausreichend Feuchtigkeit, ist aber auch durchlässig genug, sodass keine Staunässe entsteht.

Hierzulande beginnen die Oliven meist erst ab dem späten Frühjahr zu blühen. Je nach Witterung kann es aber auch mal bis zum Frühsommer dauern, bis sich die kleinen Blüten zeigen.

Die Olive ist ein Selbstbestäuber. Das bedeutet, dass eine einzige Pflanze ausreicht, um die Blüten erfolgreich zu bestäuben. Die eigentliche Bestäubung erfolgt dabei meist über den Wind.

Die Oliven reifen über den Sommer und Herbst heran und sind meist ab November erntereif.

Oliven sind im unreifen Zustand grün und verfärben sich dann langsam violett. Sie werden immer dunkler und wenn sie richtig schwarz gefärbt sind, sind sie reif.

Das kommt darauf an, wann du den Baum kaufst. Erst nach der Blüte bilden sich die Früchte.

Ja, die Olive ist bedingt winterhart und kann drinnen oder geschützt draußen überwintert werden.

Die Olive muss kalt überwintert werden. Erst bei unter 12 Grad fällt sie in die Winterruhe und kommt mit dem wenigen Licht zurecht, das ihr im Winter zur Verfügung steht.

Wird sie draußen überwintert, braucht sie ein geschütztes Plätzchen. Ein Regenschutz ist dabei besonders wichtig. Schutz vor Frost bieten spezielle Hüllen oder auch Stoffe, die um die Krone gewickelt werden können. Diese sollten nicht zu eng sein, damit es darunter luftig bleibt und die Luftfeuchtigkeit nicht zu stark ansteigt. Außerdem kann es unter so einer Hülle an sonnigen Tagen auch schnell zu warm werden. Ausreichende Belüftung ist also unerlässlich. Ganz wichtig ist auch ein Schutz für den Kübel, damit die Erde darin nicht gefriert.

Drinnen wird die Olive idealerweise bei 5 bis 10 Grad überwintert, aber es darf auch gerne etwas kühler sein. Unbeheizte Wintergärten bzw. leicht beheizte Gewächshäuser sind perfekte Winterquartiere, aber auch kühle Treppenhäuser mit großen Fenstern eignen sich.

Mehr Infos findest du in unserem Magazin.

Das kommt auf ihren Standort an. Ist der Baum im Herbst vermehrt Regen ausgesetzt und soll er sowieso drinnen überwintern, ist es sinnvoll, ihn schon ab Ende Oktober reinzuholen. An geschützteren Standorten kann er auch länger ausharren, solange es noch nicht dauerhaft friert. Wird es im November merklich kühler, kannst du ihn entweder vor dem Frost schützen und draußen lassen oder in ein Winterquartier bringen.

Zu Beginn der neuen Gartensaison musst du die Eisheiligen Mitte Mai nicht abwarten, wenn das Wetter mitspielt. Achte auch hier auf langfristige Prognosen. Bereits im Laufe des Aprils kann der passende Zeitpunkt für den Umzug gekommen sein, wenn es nachts nicht mehr stark friert.

Es gibt verschiedene Gründe, warum der Olivenbaum im Winter seine Blätter abwirft, meistens ist ein zu dunkler oder warmer Standort der Auslöser. Doch keine Sorge, in den allermeisten Fällen erholt sich der Baum im Frühling schnell wieder! Stelle ihn auf keinen Fall an einen wärmeren Ort, auch, wenn dieser heller ist. Ein kurzfristiger Umzug kommt nur in Frage, wenn der neue Standort zwar heller, aber genauso kühl oder noch etwas kühler ist. Eine plötzliche Anhebung der Temperatur würde den Baum nur irritieren und stressen.

Kontrolliere, ob die Erde zu feucht oder zu trocken ist. Gieße im Zweifelsfall lieber etwas weniger. Stelle den Olivenbaum im Frühjahr nach draußen, sobald es das Wetter zulässt und schneide ggf. abgestorbene Äste ab. Versorge ihn mit ausreichend Dünger, sodass er schnell wieder zu Kräften kommt.

Die Olive hat keinen hohen Wasserbedarf. Steht der Baum eher windgeschützt und hast du sie in eine Erde gepflanzt, die Feuchtigkeit gut halten kann, dann verdunstet nur wenig Wasser. Im Gegensatz dazu wird in eher sandiger Erde weniger Wasser gespeichert. Außerdem ist an sonnigen und leicht windigen Standorten die Verdunstung höher. Es kommt also auf verschiedene Faktoren an, wie oft du die Olive gießen musst. Aus diesem Grund ist eine pauschale Angabe nicht möglich.

Im Sommer ist es generell empfehlenswert, selten, aber dafür kräftig zu gießen, damit auch Wasser in tiefere Erdschichten gelangt. Die Erde muss aber zwischendurch immer wieder gut abtrocknen können. Bohre mit dem Finger tief in die Erde, um das zu überprüfen. Eine dauerhaft feuchte Erde führt zu Schäden an den Wurzeln, die die ganze Pflanze in Mitleidenschaft ziehen.

Ja, du kannst deinen Olivenbaum ohne Bedenken mit Leitungswasser gießen. Auch hartes Wasser ist kein Problem, da die Olive einen Boden mit leicht erhöhtem pH-Wert bevorzugt und der Kalk im Wasser diesen anhebt.

Ein Mangel an Stickstoff oder Calcium wird durch gelbe Blätter angezeigt. Bevor du die Olive düngst, kontrolliere jedoch zunächst die Erde auf Staunässe. Eventuell ist die Erde zu feucht. Dauerhaft nasse Wurzeln können keine Nährstoffe mehr aus der Erde aufnehmen. Infolgedessen werden die Nährstoffe auch nicht mehr zu den Blättern transportiert und fehlen dort.

Außerdem brauchen die Wurzeln der Olive brauchen ausreichend Sauerstoff, doch in nasser Erde erreicht sie keine frische Luft und sie können faulen oder absterben.

Die Olive braucht nicht viel Dünger. In frischer, nährstoffreicher Erde muss der Baum erstmal nicht gedüngt werden. Steht er schon länger in der Erde, kann er im Frühjahr mit einem organischen Langzeitdünger versorgt werden. Möchtest du stattdessen lieber flüssigen Dünger verwenden, zum Beispiel speziellen Zitrusdünger, dann stelle die regelmäßigen Düngergaben ab August ein. Die Olive bereitet sich dann langsam auf die kühlere Jahreszeit vor und benötigt keine zusätzlichen Nährstoffe mehr.

Olivenbäume wachsen eher langsam und ein richtiger Schnitt ist in den meisten Fällen nicht nötig. Manchmal kommt es vor, dass einzelne Zweige schneller sind als andere und aus der Krone herauswachsen. Diese kannst du einfach kürzen, um eine runde Krone zu erhalten. Das ist aber kein Muss und auch wildere Frisuren schaden der Olive nicht. Abgestorbene Zweige solltest du aber immer entfernen.

Gesunde und robuste Pflanzen können sich gegen Schädlinge recht gut zur Wehr setzen. Doch es kann schnell mal passieren, dass sich kleine Pflegefehler einschleichen, vor allem im Winterquartier. Schädlinge sind leider gut darin, kleine Schwachstellen auszunutzen. Besonders gerne quartieren sich Schild- und Wollläuse auf dem Olivenbaum ein. Sie sitzen dicht und unbeweglich an den Ästen oder Blättern.

Diese sind größer als kleine Blattläuse und lassen sich manuell entfernen, zum Beispiel mit einem Wattestäbchen. Allerdings ist die Gefahr groß, dass winzige Eier auf der Pflanze verbleiben. Daher sollte die Pflanze noch zusätzlich mit möglichst schonenden Mitteln behandelt werden, etwa einer Mischung aus Wasser und Öl. Für einen Liter kannst du 800 ml Wasser mit 200 ml Öl (zum Beispiel Raps- oder Olivenöl) mischen und 2 - 3 Spritzer Spülmittel aus Emulgator dazugeben. Sprühe die Pflanze gründlich damit ein und wiederhole die Anwendung nach einer Woche. Die Läuse können unter dem Ölfilm nicht überleben.

Ebenfalls bewährt sind Mischungen mit Alkohol. Dabei wird 1 Liter Wasser mit 20 ml Bio-Ethanol bzw. Brennspiritus und 15 ml Schmierseife vermischt.

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