Die Kumquat

Die eiförmigen Kumquats sind mit rund drei Zentimetern Länge die kleinsten Vertreter der Zitrusfrüchte, bringen aber eine ganz große Persönlichkeit mit.

Die leicht bittersüße Note der Schalen und Kerne, die mitgegessen werden können, ergänzen das säuerlich-frische Aroma des Fruchtfleischs perfekt. Dabei ist es äußerst praktisch, dass das Pellen der Früchtchen überflüssig ist, da man sie so direkt vom Baum pflücken und naschen kann. Außerdem peppen sie optisch jeden Obstsalat auf.

Die Kumquat gehört zu den Zitruspflanzen und zur Familie der Rautengewächse. Da die Früchte aussehen wie kleine Orangen, kennt man sie auch unter dem Namen Zwergorange. Ihre botanischen Bezeichnungen Citrus fortunella margarita oder Citrus fortunella japonica deuten zum einen auf ihren Entdecker namens Fortune hin, andererseits auf ihre ursprüngliche Heimat Asien.

Bei unserer Bloomify Kumquat handelt es sich um die Citrus fortunella margarita, die die bekannten ovalen Früchte trägt.

Kumquats wachsen an Bäumen, die in unseren Breitengraden eine Höhe von etwa 1,50 m erreichen. Sie besitzen ledrige, ovale Blätter und tragen ihr Laub das gesamte Jahr über. Ihre Zweige können außerdem kleine Dornen haben. Kumquats sind hierzulande nicht winterhart und müssen daher im Kübel wachsen, der im Winter reingeholt wird.

Die Kumquat im Jahresverlauf

Kumquats können sehr alt werden, man hat also viele Jahre Freude daran. Im Frühling treibt der Kumquatbaum nach seiner Winterruhe neu aus.

Die Hauptblüte der meisten Kumquats fällt in die Zeit von Juli bis August.

Aus den Blüten entstehen dann die Früchte. Diese sind zunächst winzig klein und grün.

Kumquats bekommen, anders als Zitronen, nicht durch Kälte ihre typische Farbe. Erst ein Jahr nach der Blüte werden die Früchte reif. Daher trägt ein Kumquat-Bäumchen höchstens einmal im Jahr Früchte - dann aber sehr viele.

Sobald Frost droht, müssen Zitruspflanzen wie die Kumquat nach drinnen ins Winterquartier gebracht werden.

Mehrere Zitrusbäume stehen in einem Raum. Die Bäumchen tragen weiße Blüten und eine gelbe Zitrone. Ein Fitnessgerät steht daneben.

Standort und Boden

Standort: sonnig, warm, windgeschützt
Boden: locker, sandig-steinig, nährstoffarm und trocken

Das Kumquatbäumchen benötigt unbedingt einen warmen, vollsonnigen Standort. Seine Sommerresidenz sollte außerdem windgeschützt sein. Ideal ist die Nähe zu einer Hauswand, die sich in der Sonne aufwärmt.

Welche Erde für die Kumquat?

Was ihre Ansprüche an den Boden angeht, gleicht die Kumquat anderen Zitrusfrüchten. Es gibt spezielle Substrate für Zitrusbäume, du kannst jedoch auch herkömmliche Blumenerde mit Sand vermengen.

Am besten ist es, deine eigene Zitrusbaum-Erde anzumischen. Du kannst dich an folgendem “Grundrezept” orientieren. Es ist jedoch völlig in Ordnung, wenn du die Mengenangaben nicht 100-prozentig befolgst.

Als Basis für die Erde brauchst du:

  • ⅓ Gartenerde
  • ⅓ Komposterde, gut verrottet

oder

  • ⅔ gekaufte Pflanzerde
    • zum Beispiel Zitruserde, Palmenerde, Erde für mediterrane Pflanzen
    • es geht aber auch normale Pflanzerde
    • sie sollte auf jeden Fall torffrei sein!

Für das letzte Drittel zum Beispiel:

  • Kokosfasern anstelle von Torf
  • Sand (für den Sandkasten oder Quarzsand/Badesand für Vögel/Nager)
    • Tipp: Verwendest du Gartenerde, die eh schon sandig ist, brauchst du weniger zusätzlichen Sand beimischen.
  • feiner Kies
  • Tongranulat
  • Drainagematerial

Klingt kompliziert? Hier ein Beispiel:

Ein handelsüblicher Topf mit 25 cm Durchmesser fasst etwa 10 Liter Erde. Das Erdvolumen kannst du dir einfach mit praktischen Online-Tools ausrechnen lassen.

Hast du Garten- und Komposterde zur Verfügung, kannst du also je gut 3 Liter davon verwenden. Bei gekaufter Erde brauchst du also etwa 6,5 Liter.

Jetzt bleiben noch etwa 3,5 Liter übrig. Ungefähr einen Liter nimmt die Drainageschicht am Topfboden ein. Die übrigen 2,5 Liter teilen sich auf Materialien auf, die die Erde auflockern, sodass Gieß- und Regenwasser schneller abfließen kann. Du kannst Kokosfasern verwenden, um Torf zu ersetzen. Außerdem solltest du etwas Sand, feinen Kies oder Tongranulat untermischen.

 

Kumquat als Zimmerpflanze?

Unter guten Bedingungen kann ein Kumquatbaum auch drinnen in der Wohnung wachsen. Wichtig: Die Pflanze braucht sehr viel Licht! Perfekt geeignet sind Wintergärten oder Standorte vor großen Südfenstern. Du musst bedenken, dass Fensterglas das Licht filtert und die Kumquat somit kein “reines Sonnenlicht” erreicht. Außerdem ist die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen meist geringer als draußen. Diese Faktoren führen dazu, dass es der Pflanze drinnen generell nicht ganz so gut gefällt wie draußen und sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wird. Du musst also dafür sorgen, ihr den Aufenthalt im Innenraum so angenehm wie möglich zu machen: Viel Licht (an dunkleren Standorten ggf. eine Pflanzenlampe), gerne auch direkte Sonne am offenen Fenster im Sommer, Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch das Aufstellen von Wasserschalen oder Einsprühen der Blätter.

Früchte kann der Kumquatbaum auch drinnen entwickeln. Die Blüten bestäuben sich selbst, somit sind keine Bienchen notwendig, um leckere Kumquats ernten zu können.

Gute Erde ist wichtig, damit sich die Kumquat wohlfühlt.

Eine Kumquat pflanzen

Hierzulande kannst du die Kumquat leider nicht ins Freiland pflanzen. Da sie nur kurzzeitig leichten Frost verträgt, würde sie den Winter nicht überleben. Deshalb kann das Bäumchen hierzulande nur im Topf oder Kübel kultiviert werden.

Wann kann man eine Kumquat pflanzen?

Du kannst die Kumquat rund ums Jahr zu dir holen, wobei du sie ab Oktober, wenn die Nächte langsam deutlich kühler werden, gleich nach drinnen stellen solltest. Zieht sie erst ab April bei dir ein, kannst du sie direkt rausstellen.

Du solltest die Kumquat immer zeitnah nach dem Kauf umtopfen. Zitrusbäume stehen beim Kauf nämlich oft in lehmiger Erde. Das liegt daran, dass sie zum Beispiel in Italien aufgewachsen sind und dann erst zu uns nach Deutschland transportiert werden. Es handelt sich also um einen Erdboden, der für unser Klima nicht typisch ist, was einige Nachteile mit sich bringt. Lehmboden kann Wasser sehr gut speichern, was gut ist, wenn es nur selten regnet. Bei uns regnet es hingegen viel öfter und die Gefahr von Staunässe steigt. Außerdem ist lehmige Erde im Winter oft sehr kalt und das darin gespeicherte Wasser kann bei Frost gefrieren.

Eine Kumquat pflanzen - Das brauchst du:

  • einen Topf (etwas größer als der vorherige)
  • eine kleine Gartenschaufel
  • lockere Erde (mehr Infos unter "Standort und Boden")
  • Drainagematerial
  • etwas Dünger, am besten organischen Langzeitdünger

Das passende Pflanzgefäß für dein Kumquat-Bäumchen

Da es sich ja um ein richtiges Bäumchen handelt, braucht es auch einen entsprechend großen Topf. Als Daumenregel kannst du dir merken, dass ein neuer Topf für die Kumquat immer ungefähr 4 cm im Durchmesser wachsen sollte. Das entspricht zwar lediglich 2 cm rund um den Wurzelballen und klingt erstmal wenig, ist für die Kumquat aber vollkommen ausreichend.

Unsere Bloomify Kumquat kommt in einem Topf mit etwa 22 cm Durchmesser bei dir an. Das heißt, dass der Durchmesser eines neuen Topfs etwa 26 cm betragen sollte. Die Kumquat bildet eine Pfahlwurzel aus und benötigt daher Pflanzgefäße, die eher hoch als breit sind. Achte hierbei aber auf ausreichende Kippfestigkeit. Mithilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du schon vorab bestimmen, wie viel Liter Erde du für deinen Topf benötigst.

Der Kübel braucht unbedingt Abflusslöcher für überschüssiges Gieß- und Regenwasser. Warum das so wichtig ist, erklären wir unter "Pflege, Gießen und Düngen" genauer. Falls dein absoluter Lieblingstopf keine Abflusslöcher hat, kannst du die Kumquat in einen zusätzlichen, inneren Topf pflanzen und zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen. Stelle den Baum erst wieder in den Übertopf, wenn das gesamte Wasser abgelaufen ist. Das ist aber nur an einem vor Regen geschützten Standort zu empfehlen!

 

Die Drainageschicht - Für trockene Füße

Zunächst kannst du dein Pflanzgefäß vorbereiten, indem du eine etwa handbreite Drainage-Schicht anlegst. Das bedeutet, dass grober Kies oder Blähtonkugeln auf dem Topfboden verteilt werden, anstatt sofort Pflanzerde einzufüllen. Wasser kann so viel schneller ablaufen und die Gefahr von Staunässe ist sehr gering. Praktisch ist zudem noch eine wasserdurchlässige Trennung zwischen Drainagematerial und Erde, zum Beispiel mit einer Lage Gartenvlies oder speziellem Drainagevlies. So ist es später beim Umtopfen einfacher, das Drainagematerial wiederzuverwenden.

 

Erde einfüllen und düngen

Möchtest du einen Langzeitdünger verwenden, dann kannst du ihn praktischerweise gleich mit der Pflanzerde vermengen. Eine spätere Gabe von Langzeitdünger ist auch möglich, aber dann kann er nur oberflächlich ins Substrat eingearbeitet werden. Vermische also ggf. den Dünger mit der Erde.

Hebe die Kumquat nun aus ihrem bisherigen Topf und entferne ein wenig von der alten Erde. Die Wurzeln sollten dabei nicht beschädigt werden. Ist die Erde zu hart, kannst du den ganzen Wurzelballen auch für einige Stunden in einen Eimer mit Wasser stellen.

Setze den Baum mittig in den Topf und halte ihn mit einer Hand fest, während du die Pflanzerde rund um den Wurzelballen verteilst. Zu zweit geht es noch einfacher. Die Kumquat muss genauso tief gepflanzt werden, wie sie zuvor in der Erde stand. Drücke die Erde zwischendurch etwas fest, aber nicht zu stark.

Als Abschluss wird dein Kumquat-Bäumchen angegossen. Dazu kannst du ihm eine ordentliche Portion Wasser gönnen.

Noch mehr detaillierte Infos zur Pflanzung am Beispiel der Zitrone findest du hier.

Der neue Topf für die Kumquat muss nur etwas größer sein als der alte Topf.

Kumquat pflegen, gießen und düngen

Kumquat: Pflege des Bäumchens

Die Kumquat ist pflegeleicht. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehören neben dem Gießen und Düngen ein regelmäßiges Umtopfen, eine gute Überwinterung und ab und zu ein leichter Rückschnitt.

Damit deine Kumquat gut gedeiht, muss sie etwa alle 2 bis 3 Jahre in einen größeren Kübel umziehen und mit frischer Erde versorgt werden. Es kommt dabei darauf an, wie schnell dein Bäumchen wächst und das Substrat durchwurzelt wird. Der beste Zeitpunkt dafür ist, je nach Witterung, der März oder April, also bevor der Baum neu austreibt. Der Kumquatbaum kann dann nämlich direkt auf frische Nährstoffe zugreifen, wenn seine Wachstumsphase beginnt. Hast du diesen Zeitpunkt verpasst, kannst du das Umtopfen noch bis Ende Juli nachholen. Danach steht der Herbst schon bald wieder vor der Tür und die Pflanze benötigt keine neue, nährstoffreiche Erde mehr.

Bei jedem Umtopfen sollte der Durchmesser des Topfes, genau wie bei der Pflanzung, um etwa 4 cm wachsen.

Hier gibt’s noch mehr Infos zum Thema Umtopfen am Beispiel des Zitronenbaums.

Kumquat gießen

Unsere Bloomify Kumquat mag trockene Wärme. Das bedeutet, dass sie weder einen hohen Wasserbedarf hat, noch Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit stellt. Gieße sie im Sommer alle paar Tage, wenn das Pflanzsubstrat an der Oberfläche trocken ist. Ideal ist es, natürliche Trockenphasen und starke Regenschauer zu simulieren: Gieße den Baum selten, aber dafür durchdringend. Lasse dabei das Wasser aus dem Topf ablaufen und wiederhole den Vorgang, damit das Wasser nicht einfach durch die trockene Erde hindurch rauscht, sondern von ihr auch gespeichert werden kann.

Im Winterquartier benötigt sie aufgrund niedrigerer Temperaturen deutlich weniger Wasser. Kontrolliere hier regelmäßig die Feuchte der Erde und gieße erst, wenn diese sehr trocken ist.

Es ist übrigens gar kein Problem, Zitrusbäume wie die Kumquat mit Leitungswasser zu gießen. Sie vertragen auch kalkhaltiges Wasser.

Die Kumquat bekommt gelbe Blätter?

Im Topf kann es leicht passieren, dass du deine Kumquat mit zu viel Wasser versorgst. Wenn das Wasser gut ablaufen kann, ist das kein Problem. Ein Topf ohne Abflusslöcher jedoch ist das sichere Todesurteil jeder Kübelpflanze. Für einen guten Abfluss sorgt auch eine Drainageschicht am Topfboden - damit beugst du der gefürchteten Staunässe sicher vor.

Erste Anzeichen für Staunässe können gelbe Blätter am Kumquatbaum sein. Über die Wurzeln können nämlich keine Nährstoffe mehr aufgenommen werden und ein Nährstoffmangel ist die Folge. Verfärben sich die Blätter gelb, spricht man auch von einer Chlorose.

Fehlt der Kumquat der Nährstoff Eisen, tritt die Gelbfärbung vor allem bei jüngeren Blättern auf. Sie bekommen zunächst gelbe Ränder, bevor die Verfärbung später auch das Innere der Blätter betrifft. Der Grund für Eisenmangel ist in den meisten Fällen übrigens gar nicht, dass nicht richtig gedüngt wird. Vielmehr liegt Eisen vor, kann aber von den Wurzeln nicht aufgenommen werden - entweder durch Staunässe oder weil der pH-Wert der Erde nicht optimal ist. Liegt keine Staunässe vor, solltest du den pH-Wert messen (es gibt kostengünstige Kits im Handel). Er sollte zwischen 5 und 7,5 liegen, also im leicht sauren Bereich.

Seltener ist Magnesiummangel der Grund für eine Chlorose. Dazu muss die Erde nämlich zu sauer sein, also einen pH-Wert von unter 5 haben. Magnesiummangel erkennst du daran, dass die Blattadern grün bleiben, während sich der Rest des Blattes gelb färbt.

Auch ein Stickstoffmangel äußert sich ähnlich, tritt aber vor allem auf, wenn du deine Kumquat nicht regelmäßig umtopfst und mit frischer Erde versorgst.

Im Winter können sich die Blätter der Kumquat gelb färben, wenn sie entweder zu kalt oder zu warm steht. Die richtige Überwinterung ist also super wichtig.

Kumquat düngen

Die Kumquat benötigt zwar nicht so viele Nährstoffe wie andere Pflanzen, aber alleine von Luft und Liebe (und etwas Wasser) kann sie leider auch nicht leben. Beim Düngen der Kumquat lautet die Devise: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich". Praktisch ist es, direkt bei der Pflanzung oder beim Umtopfen einen Langzeitdünger oder gut verrotteten Kompost unter die Erde zu mischen. Somit ist das Bäumchen über die Wachstumsperiode bestens versorgt.

Hast du deine Kumquat im Frühjahr nicht frisch umgetopft oder mit einem Langzeitdünger versorgt, dann freut sie sich in der Wachstumsphase von April bis Oktober über regelmäßige Düngergaben in Form von flüssigem Zitruspflanzendünger.

Du kannst dich bei der Kumquat auch an der Pflege des Zitronenbaums orientieren. Hier gibt es Infos rund um das Gießen und Düngen der Zitrone.

 

Die Kumquat mit Hausmitteln düngen

Du kannst deine Kumquat auch mit verschiedenen Hausmitteln düngen, zum Beispiel mit Kaffeesatz. Kaffee ist sauer und die Düngung mit Kaffeesatz senkt den pH-Wert der Erde leicht ab. Lasse den Kaffeesatz immer gut trocknen und arbeite ihn gut in die Erde ein. Etwa 2 bis 3 mal innerhalb der Wachstumszeit kannst du den Kumquatbaum damit versorgen.

Auch Hefe ist ein guter Dünger, der viele Nährstoffe enthält. Dafür wird am besten ein Würfel Frischhefe in 10 Litern Wasser aufgelöst. Damit kannst du auch alle deine anderen Pflanzen regelmäßig gießen.

Hausmittel als Dünger enthalten nur geringe Mengen an Nährstoffen, eine ausschließliche Düngung damit ist also nicht zu empfehlen. Ideal ist die Kombination mit einem organischen Langzeitdünger (in Pelletform, Hornspäne oder Komposterde) oder einem organisch-mineralischen Zitrusdünger.

 

Deine Kumquat verliert Blätter?

Eventuell hast du dein Bäumchen überdüngt. Zitruspflanzen benötigen nur sehr wenige Nährstoffe. Hast du den Verdacht, dass du deinen Kumquatbaum überdüngt hast, hilft Umtopfen in nährstoffärmere Erde. Vor allem sorgt aber eine Überwinterung unter ungünstigen Bedingungen für Unwohlsein bei der Kumquat: Um die nötige Winterpause einzulegen, braucht die Pflanze einen kühlen, hellen Standort und die Luft darf nicht zu trocken sein. Beachte dazu die weiteren Hinweise unter "Überwinterung".

Die Kumquat schneiden

Es ist rund ums Jahr möglich, vertrocknete Ästchen oder Zweige abzubrechen oder abzuschneiden. Da es die Kumquat aber nicht so eilig hat mit dem Wachsen, ist ein regelmäßiger Schnitt nicht nötig. Falls dir einige Zweige irgendwann zu lang sind, kannst du sie etwas kürzen. Das solltest du aber tun, bevor die Pflanze ab April in die Wachstumsphase kommt.

Krankheiten und Schädlinge an der Kumquat

In ihrem Winterquartier kann es passieren, dass die Blätter der Kumquat von Wollläusen befallen werden, daher solltest du sie regelmäßig etwas genauer anschauen. Beachte dabei, dass meistens nur geschwächte Kumquatbäumchen befallen werden. Eventuell ist es ihm zu warm, nicht hell genug oder das Substrat ist zu feucht.

In unserem Magazin findest du einen eigenen Artikel über die schonende Bekämpfung der Wollläuse.

Ameisen auf dem Kumquatbaum deuten auf einen Befall mit Wollläusen, aber auch mit Schildläusen hin. Diese sondern den sogenannten Honigtau ab, der eine klebrige Schicht auf den Blättern bildet. Ameisen ernähren sich davon und sind selbst keine Schädlinge. Um sie zu vertreiben, müssen die Läuse bekämpft werden. Auch den Honigtau solltest du von den Blättern entfernen, da er ein guter Nährboden für einen Pilzbefall ist.

Spinnmilben hingegen sind nicht an Honigtau zu erkennen, sondern an ganz feinen Gespinsten an den Blättern der Kumquat. Schaust du genau hin, kannst du die winzigen Spinnentierchen in ihren Netzen herumkrabbeln sehen. Spinnmilben lieben trockene Luft und treten daher meist im Winterquartier auf. Besprühe deinen Kumquatbaum regelmäßig mit Wasser und wische die Gespinste ab. Meistens hilft das schon, sodass kein Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln nötig ist.

Kumquats ernten, lagern und verarbeiten

Erntezeit und Saison von Kumquats

Die Kumquat blüht im Sommer, etwa von Juli bis August. Bis aus den Blüten erntereife Früchte entstanden sind, musst du dich ein Jahr gedulden. So lange dauert es, bis die Früchte groß genug geworden und ausgereift sind.

Kaufst du deine Kumquat im Frühjahr bis Sommer, dann wird das Bäumchen sehr wahrscheinlich schon Früchte tragen. Im Sommer kann es also sein, dass der Baum Früchte trägt (die dann bald geerntet werden können) und gleichzeitig blüht. Kaufst du ihn im Herbst, sind kleine, grüne Fruchtansätze zu erkennen, die dann im nächsten Sommer reif sind.

Die Blüten der Kumquat sind weiß und duften intensiv, sodass sie viele Insekten zur Bestäubung anziehen. Unsere Bloomify Kumquat ist jedoch nicht auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, da die Blüten sich auch selbst befruchten können. Ein einziges Bäumchen reicht dabei für eine erfolgreiche Bestäubung aus.

Die Kumquat hat eine Eigenart, die sich Alternanz nennt. Das bedeutet, dass sie wechselnd ertragreich sind. Falls eine Ernte mal ganz oder nur gering ausfällt, hat das wahrscheinlich nichts mit einer falschen Pflege zu tun. Stattdessen wird die nächste Ernte dafür umso größer.

Kumquats lagern und verarbeiten

Die frischen Früchte bleiben bei Raumtemperatur einige Tage frisch, im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. Sie schmecken pur oder im Obstsalat, zum Beispiel in Kombination mit süßen Bananen. Es gibt aber auch viele tolle Kumquat-Rezepte, zum Beispiel für Marmelade oder Chutney. Du kannst die kleinen Kumquats aber auch trocknen oder in relativ geschmacksneutralen Alkohol einlegen, an den sie dann ihr Aroma abgeben.

Übrigens, du kannst aus den Kernen der Kumquat neue Bäumchen ziehen. Diese müssen jedoch ein paar Jahre wachsen, bis sie eigene Früchte tragen, das ist also eher ein Langzeit-Projekt für Geduldige.

Kumquats lassen sich ganz einfach ernten, eine Schere ist nicht nötig.

Kumquat überwintern

Die Kumquat ist nicht winterhart und muss daher den Winter über herein geholt und an einen hellen Platz gestellt werden. Am besten geht es ihr dabei bei maximal 10° C. So ein heller und kühler Raum kann durchaus schwer zu finden sein und etwas höhere Temperaturen werden auch geduldet, jedoch sollte der Raum nicht wärmer als 18° C sein. Es eignen sich zum Beispiel nur schwach beheizte Treppenhäuser und Flure mit Fenstern. Sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, kann das Bäumchen dann wieder ins Sommerquartier ziehen.

Du kannst dich an unserem Leitfaden zur Überwinterung der Zitrone orientieren.

Kumquat: Inhaltsstoffe und Nährwerte

Kumquats sind reich an Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Vitamin C und A. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über ihre Nährwerte:

Nährwerte je 100g

Kalorien 75 kcal
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 14,6 g
Eiweiß 0,7 g

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