Die Kiwi

Kiwis sind eine sehr beliebte Frucht in Europa. Man denke an die heißen Sommertage und dem großen Eisbecher voller Sahneeis und frischen Kiwistücken, zwischen den Schokoladendrops. Die Pflanze gibt so einiges her, weil sie sehr robust ist. Wir erklären dir, wie du in deinem Garten selbst Kiwis heranzüchten kannst und auf was du alles achten solltest, wenn du Kiwi Früchte ernten möchtest.

Die Kiwi Frucht (Actinidia deliciosa) hat ihren Ursprung in China. Die Neuseeländer haben die Kiwi Frucht allerdings für die Vermarktung hervorragend genutzt. Denn so erscheint der Eindruck, dass die Kiwipflanze aus Neuseeland stammt.

Der Körper der Frucht erinnert an den gleichnamigen Vogel, der auf den drei großen Inseln Neuseelands lebt und gleichzeitig das Wappen der Neuseeländer ist. Eine weitere Kiwi Art kennst du sicher auch. Die Actinidia chinensis ist eine Abwandlung der grünen Kiwi Frucht. Ihr Fruchtfleisch ist gelb und somit eine eigene Art. Dann gibt es noch die sogenannten Kiwi-Beeren oder auch Mini-Kiwis genannt. Actinidia deliciosa, ist die gebräuchlichste der Kiwisorten und hat einen leicht säuerlichen aber süßlichen Geschmack. Die Kiwi gehört zu den Schlingpflanzen und ist ein strauchähnliches Gewächs. Sie ist mehrjährig und sommergrün. Da ihre Triebe verhölzern wird sie wahrscheinlich als Kiwibaum bezeichnet. Jedoch ist der Wuchs nicht so stabil, wie bei einem Baum. Deshalb benötigt die Schlingpflanze eine Kletterhilfe. Sie wird im Schnitt 2-3 Meter hoch.

Standort und Boden

Am Besten gedeiht die Actinidia deliciosa, an einem hellen, warmen und windgeschützten Ort. Jedoch sollte auf Vollsonne verzichtet werden. Der perfekte Standort ist die West- oder Südwestseite.

Der Boden sollte leicht säuerlich sein, da die Kiwi keinen kalkhaltigen Boden mag. Der Boden ist zu kalkhaltig, wenn er zu ausgetrocknet wirkt. Dies kann man vorab testen, in dem man auf die Erde, verdünnte Salzsäure träufelt. Der Kalk fängt an, sich sichtbar abzulösen. Außerdem sollte er locker und humusreich sein. Das kann mit Kompost, verrottetem Mist oder Rhododendronerde erreicht werden.

Pflanzung

Die beste Zeit für die Pflanzung von Kiwis ist Mitte Mai bis August. Achte auf einen Abstand zwischen den Pflanzen von zwei bis vier Metern, damit sie ausreichend Platz zum Wachsen haben. Mit Kiwis musst du geduldig sein. Aus Samen gezogene Kiwipflanzen tragen erst nach sechs bis zehn Jahren die ersten Früchte. An Stecklingen gezogene Pflanzen, wachsen nach zwei bis vier Jahren die ersten Früchte. Zur Pflanzung der Kiwi ist eine Rankhilfe erforderlich. Im Abschnitt “Schnitt” erfährst du, wie die Kiwipflanze an der Rankhilfe drapiert wird.

Pflege

Kiwipflanzen sind chloridempfindlich, daher wird geraten, sie mit Regenwasser zu bewässern. Wird die Kiwi im Kübel kultiviert, sollte darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht und die Erde immer feucht bleibt, gerade während der Blütezeit im Sommer. Sie ist ein Flachwurzler, deshalb ist das Bewässern auch bei Outdoor Pflanzung unerlässlich. Düngen der Kiwis ist nicht zwingend notwendig. Bei älteren Pflanzen schadet es jedoch nicht, im Frühjahr eine Grunddünnung oder Hornmehl zuzugeben.

Für junge Kübelkiwi: Wähle einen ausreichend großen Topf von mindestens 20 Liter Erdvolumen. Sie wächst nicht so groß, wie die Outdoor Kiwi, jedoch kann eine Kübelkultivierung eine beachtliche Größe erreichen.

Schnitt

Wenn die Kiwipflanze im Kübel erzogen wird, sollte auf eine sehr gute Rankmöglichkeit geachtet werden.

Bei der Gartenkiwi wird ein Spaliergerüst empfohlen mit zwei bis drei waagerecht gespannten Drähten. Dabei wird der unterste Draht in einer Höhe von etwa 80 cm angebracht. Der zweite und dritte Draht hat einen Abstand von 50 cm. Die Ranken werden fächerförmig aufgebunden. Ein Haupttrieb vom Stamm senkrecht nach oben und zwei Seitentriebe horizontal nach links und rechts, ist eine optimale Position zum linearen Wachstum der Schlingpflanze. Mit den Jahren verdichtet sie sich. Ein erster Formschnitt ist im dritten Standjahr nötig.

Pergolen oder Lauben eignen sich hervorragend als Klettergerüst, da die Seitentriebe an ihnen befestigt werden können.

Im Sommer, wenn die Früchte wallnussgroß sind, wird durch einen Sommerschnitt, das Wachstum der Pflanze begrenzt. Anfang März werden ab dem 3. Standjahr die Seitentriebe zurückgeschnitten, um die Fruchttriebbildung zu fördern. Die Fruchttriebe werden im August ein Drittel eingekürzt. Es bleiben zum Schluss 6 - 8 Blätter stehen.

Ernte und Vermehrung

Die Vermehrung der Kiwipflanze geschieht über Stecklinge oder Samen.

Samen: Wenn du dir eine Packung Kiwis kaufst, schneide sie auf und entferne die schwarzen kleinen Kerne. Am einfachsten geht das, wenn du kleine Fruchtfleischstücke auf ein Küchentuch legst und die Kerne sanft heraus drückst, damit sie nicht beschädigt werden. Einweichen ist auch eine gute Möglichkeit Fruchtfleisch vom Samen zu trennen. Spüle die Kerne mit Wasser ab, so dass kein Fruchtfleisch mehr an ihnen klebt. Denn die Säure der Frucht hemmt das Keimen.

Stecklinge: Im Frühsommer werden etwa 15 cm lange holzige Triebe mit vielen sichtbaren Augen abgeschnitten. In Anzuchterde werden die Triebe gesteckt. Blätter, bis auf ein paar wenige an der Spitze, werden entfernt. Die Stecklinge sollten schattig und windgeschützt unter einer dicken Mulchschicht anwurzeln. Danach können sie an ihren vorgesehenen Platz gepflanzt werden.

Befruchtung: Kiwipflanzen sind meist eingeschlechtliche Pflanzen. Das heißt, dass es sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen gibt. Um eine Befruchtung zu erlangen, sollte man mindestens eine männliche Pflanze, neben weibliche Pflanzen kultivieren. Wenn der Abstand nicht allzu groß ist, kann die männliche Pflanze, mindesten 6 weibliche Kiwipflanzen befruchten.

Woran du erkennst, welches Geschlecht die Kiwi hat: Die Blüte der männlichen Kiwi hat in der Mitte nur gelbliche Staubblätter. Hingegen die weibliche Blüte zusätzlich einen weißlichen Griffel inne hat.

Unsere Bloomify Kiwi ist eine selbstfruchtende Kiwipflanze. Das heißt, dass sie sowohl weibliche, als auch männliche Blüten tragen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die Ernte reicher ausfällt, wenn bei der Bestäubung nachgeholfen wird. Ab September kannst du die ersten Früchte ernten.

Überwinterung

Bei der Überwinterung von Kiwipflanzen, sollte man darauf achten, welche Sorte man kultiviert und ob es eine ausgewachsene oder junge Pflanze ist. Gerade bei Jungpflanzen der Kiwi oder bei Kübelpflanzen, empfiehlt es sich, sie im Winter nach drinnen zu holen und an einen hellen aber kühlen Ort zu stellen. Sobald der Frost vorbei ist, kann die Kiwipflanze bis zum nächsten Frost draußen stehen.

Wenn die Bloomify Kiwi draußen überwintern soll, ist auf folgendes zu achten:
Frost überstehen sie meist sehr gut, wenn ein Winterschutz angelegt wird. Dieser sollte aus einem überziehbaren Schutz (Tannenreisig) für die Triebe bestehen und einem wärmenden Bodenschutz aus Rindenmulch.

Krankheiten und Schädlinge

Da die Kiwipflanze sehr robust ist, leidet sie recht selten an Krankheiten. Hin und wieder wird sie von Blatt- oder Schildläusen befallen.

Nährwerte

Von allen Obstsorten, ist die Bio Kiwi eines der gesündesten Früchte und eignet sich also perfekt zum Abnehmen. Sie ist reich an Kalium, Vitamin C und Vitamin K. Die Kiwi Frucht hat so viel Vitamine, dass du sogar mit nur 2 Kiwis dein Tagesbedarf an Vitamin C aufgefüllt hast. Weitere Nährwerte sind Folsäure, Kalzium, Magnesium und Ballaststoffe. Diese beugen Verdauungsbeschwerden vor. Die gesunden Substanzen der Kiwi Frucht können den Blutdruck regulieren und somit eine Blutgerinnung minimieren. Bei Asthma-Patienten wirken sich sogar die Antioxidantien des Obstes positiv auf die Behandlung aus.

Nährwerte je 100g

Kalorien 61 kcal
Fett 0,5g
Kohlenhydrate 15g
Zucker 9g

Fragen & Antworten zu unserer Kiwi

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