Die Himbeere

Himbeeren schmecken nach Sommer und sind das perfekte Naschobst. Frisch vom eigenen Strauch gepflückt schmecken sie einfach am besten. In diesem Artikel erfährst du alles, was du zu Anbau und Pflege von Himbeeren wissen musst. Du wirst sehen, sofern du einige Dinge beachtest, ist es wirklich ganz einfach und du kannst schon bald die erste eigene Ernte vernaschen.

Himbeeren (Rubus idaeus) gehören zur Familie der Rosengewächse und sind damit mit Apfel-, oder Kirschbäumen verwandt. Sie wachsen strauchartig, doch im Garten lässt man die Triebe nicht verholzen, sondern schneidet sie für einen guten Ertrag regelmäßig ab, damit neue Triebe nachwachsen. Auch in der freien Natur würden die älteren Triebe nach einiger Zeit absterben. Sie haben zwar feine Stacheln und wachsen kletternd, können sich aber von alleine nirgendwo festhalten und benötigen eine Kletterhilfe.

Bei den Pflanzen wird zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren unterschieden, es gibt aber auch eine Kombination aus beiden, die zweimal im Jahr die leckeren, roten Früchte trägt. Je nach Saison haben wir bei Bloomify eine andere Sorte im Angebot, achte beim Kauf also darauf, welche Sorte du gerne hättest.

Bei Sommerhimbeeren sind die Früchte ab Ende Mai bis in den Juli erntereif. Bei der Herbsthimbeere beginnt die Ernte dann ab August und bis zum ersten Frost reifen immer neue Früchte nach. Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von 120 - 180 cm. Durch den säulenartigen Wuchs bei einer Breite zwischen 40 - 60 cm halten sie sich schmal und eignet sich wunderbar auch für kleine Gärten oder den Balkon.

Standort und Boden

Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt
Boden: locker, humusreich

Die Himbeere gedeiht sowohl im Freiland als auch in ausreichend großen Kübeln prächtig. Sie liebt die Sonne und erhält durch die Sonnenstrahlen ihre volle Reife, Farbe und Süße. Daher ist ein sonniger Standort genau die richtige Wahl, vor allem für später reifende Herbsthimbeeren. Aber auch im Halbschatten ist bei frühen Sommersorten ein hoher Ertrag möglich.

Ein windgeschützter Standort hält mehr Wärme und ist für die Himbeere besonders angenehm. Starker Wind kann die dünnen Ruten abbrechen und die Pflanze beschädigen.

Die Himbeere ist nicht allzu anspruchsvoll, was den Boden angeht. Sie bevorzugt einen humusreichen, lockeren Boden. Ist dein Gartenboden sehr schwer und lehmig oder andererseits sehr leicht und sandig, solltest du die Himbeere nicht direkt hinein pflanzen, sondern besser geeignete Pflanzerde kaufen. Sie sollte humus- und nährstoffreich sein. Achte darauf, dass sie torffrei ist. Torf senkt den pH-Wert der Erde zwar, was die Himbeere mag, doch der Torfabbau schädigt unsere Moore. Sorge stattdessen für einen leicht sauren Boden (also einen niedrigen pH-Wert), indem du die Erde mit Rindenkompost vermengst oder eine Mulchschicht aus Rindenmulch ausbringst - das geht auch, wenn deine Himbeere im Topf wächst. Du kannst die Himbeere auch zusätzlich mit Rasenschnitt mulchen. Das Material vergeht und wird von den zahlreichen Bodenlebewesen mit der Zeit in Humus umgewandelt.

Lehmiger Boden sollte zusätzlich mit etwas Sand aufgebessert werden, damit Regenwasser besser abfließen kann.

Die Pflanze ist ein Starkzehrer und auf regelmäßige Düngergaben angewiesen, um kräftig zu wachsen. Schon bei der Pflanzung kannst du der Himbeere einen organischen Langzeitdünger gönnen oder die Erde mit Kompost aufbessern. Für den Anbau im Kübel eignet sich nährstoffreiche Pflanzerde. Weitere Infos zur Düngung folgen unter "Pflege, Gießen und Düngen".

Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, denn diese führt zu Krankheiten an den Zweigen. Die Himbeere trägt dadurch weniger Früchte und kann ihr Wachstum ganz einstellen. Bei der Kultivierung im Kübel kann Staunässe verhindert werden, indem du eine Drainageschicht aus groben Kieselsteinen, Blähtongranulat oder ähnliches unten in den Topf schichtest.

Sollte ein ansonsten super geeigneter Standort in deinem Garten jedoch an einem eher nassen Bereich liegen, macht es Sinn, ein Hügelbeet anzulegen. Dazu können zerkleinerte Sträucher, Kompost oder Laub unter den bereits gelockerten Boden gehoben werden, um diesen zu erhöhen.

Unsere Himbeere wächst eher kompakt. Du kannst sie alleine, aber auch sehr schön in der Gruppe oder in Reihen mit anderen Him- oder Brombeeren pflanzen. Achte darauf, dass es sich bei anderen Sträuchern auch um klein bleibende Sorten handelt, damit sie sich nicht gegenseitig überwuchern. Ein Abstand von 40 bis 50 cm reicht dann aus, was die Pflanzung besonders für kleinere Beete interessant macht.

Gute Nachbarn: Brombeeren, Schnitt- und Knoblauch, Zwiebeln, Buschbohnen, Erbsen
Schlechte Nachbarn: Erdbeeren, alle Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika & Co)

Gerne wächst die Himbeere an Gerüsten oder Zäunen empor.

Pflanzung

Unsere Bloomify Himbeere kann ganzjährig gepflanzt werden, wenn es nicht gerade friert oder Frost droht. Oft liest man, dass Beerensträucher entweder von September bis November oder im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden müssen - das trifft aber auf sogenannte Containerware nicht zu. Das Wort klingt nicht so toll, bedeutet aber lediglich, dass die Pflanzen in einem Topf aufgewachsen und somit schon gut in der sie umgebenden Erde verwurzelt sind. Im Gegensatz dazu werden auch wurzelnackte Himbeersträucher verkauft, die etwas empfindlicher sind, was den richtigen Pflanzzeitpunkt angeht.

Aufpassen musst du, wenn die Sonneneinstrahlung sehr hoch ist. Himbeeren mögen es zwar warm und sonnig, bei Jungpflanzen besteht aber immer die Gefahr, dass ein Sonnenbrand auftritt, da die jungen Blätter noch nicht an das direkte Sonnenlicht gewöhnt sind.

Zum Pflanzen brauchst du:

  • Freiland: Einen Spaten, ggf. Sand oder Komposterde, um schweren Boden zu lockern
  • Kübel: Eine Gartenschaufel, Pflanzerde, Topf, ggf. Übertopf
  • Dünger, am besten organischer Langzeitdünger oder Kompost

Als erstes musst du die Pflanze behutsam aus ihrem bisherigen Topf heben und vorsichtig ein wenig von der alten Erde entfernen. Die Wurzeln sollten dabei nicht beschädigt werden, oft reicht es schon, die alte Erde etwas abzuschütteln. Du kannst die Himbeere auch für ein paar Stunden oder über Nacht in einen Eimer Wasser stellen. So können sich die Wurzeln schon mal mit Wasser vollsaugen und die Pflanze wächst leichter an.

 

Pflanzung ins Beet

Lockere die Erde gründlich auf und hebe mit dem Spaten ein Loch aus, in das der Wurzelballen der Pflanze bequem hinein passt. Achte darauf, dass es nicht zu tief ist. Himbeeren sind Flachwurzler und treiben schlecht aus, wenn sie zu tief gepflanzt werden. Möchtest du mehrere Himbeerpflanzen ins Beet setzen, achte auf einen Abstand von etwa 50 cm zwischen ihnen. Gib eine Handvoll Langzeitdünger oder Kompost in das Pflanzloch oder arbeite den Dünger später oberflächlich ein. Setze die Pflanze mittig ins Pflanzloch. Halte sie am besten mit einer Hand fest und fülle mit der anderen das Loch etwa zur Hälfte mit der ausgehobenen Erde. Drücke diese leicht an und fülle das Loch komplett auf.

 

Langzeitdünger kann auch nach der Pflanzung in die Erde eingearbeitet werden. Durch das Gieß- und Regenwasser gelangen die Nährstoffe an die Wurzeln.

 

Ist noch Erde übrig, so kannst du daraus einen kleinen "Deich" rings um die Pflanze formen, der sorgt beim Angießen dafür, dass das Wasser nicht so schnell abläuft. Angießen bedeutet, dass du der neu gepflanzten Himbeere erstmal eine kräftige Portion Wasser gönnst.

 

 

Pflanzung in einen Kübel

Durch ihre Wuchsform macht die Bloomify Himbeere auch im Kübel auf dem Balkon und der Terrasse eine sehr gute Figur, da sie kleiner bleibt als andere Sorten. Dabei ist die passende Größe des Pflanzgefäßes wichtig. In zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke.

Bei neu gekauften Pflanzen startest du am besten mit einem Gefäß, dass etwa 25 Liter Volumen hat. Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 35 cm und einer Höhe von 30 cm fassen ca. 25 Liter Erde. Zum Vergleich: ein DIN-A4-Blatt ist an der langen Seite etwa 30 cm lang. Für Himbeeren eignen sich aber auch flachere und dafür breitere Kübel.

Mit Hilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigen lassen.

Beachte, dass keine Pflanze Staunässe mag und du daher immer eine Schicht aus Kies, Blähton oder ähnlichen Materialien unten im Topf einplanen solltest. Wähle also im Zweifel lieber einen etwas größeren Topf und gönne der Pflanze eine etwas dickere Drainageschicht.

Du kannst deine Himbeere direkt in einen Tontopf mit Abflussloch pflanzen. Allerdings haben diese einige Nachteile: Sie sind sehr schwer und damit, einmal bepflanzt, schwierig zu handhaben. Außerdem ist die Erde darin im Winter stark frostgefährdet. Besser ist es, den Strauch in einen leichteren Kunststofftopf zu pflanzen und diesen in einen Übertopf deiner Wahl zu stellen. So werden die Wurzeln vor zu starker Hitze im Sommer geschützt und im Winter ist es einfacher, einen Frostschutz anzubringen bzw. die ganze Pflanze an einen geschützteren Ort zu stellen.

Nach der Drainageschicht folgt so viel Erde, dass die Himbeere nicht zu tief gepflanzt wird. Gib eine Handvoll Langzeitdünger oder Kompost in den Topf und setze die Pflanze mittig hinein. Halte sie am besten mit einer Hand fest und fülle mit der anderen den Topf etwa zur Hälfte mit Erde. Drücke diese leicht an und fülle den Topf dann komplett auf. Jetzt wird die Himbeere noch mit Wasser und eventuell einer Mulchschicht versorgt.

Pflege, Gießen und Düngen

Allgemeine Pflege

Himbeeren sind Flachwurzler und ihre Wurzeln breiten sich in den obersten Bodenschichten aus. Im Freiland kommt es daher häufig zu Ausläufern, sprich kleinen Trieben, die rund um die Pflanze aus dem Boden sprießen. Wenn du das nicht möchtest, kannst du deine Himbeere mit einer Wurzelsperre im Zaum halten: Dazu wird bei der Pflanzung eine Umrandung um den Wurzelballen in die Erde gesetzt. Dazu kannst du einen großen Pflanztopf verwendet oder auch Stein- oder Holzplatten senkrecht an den Wänden des ausgehobenen Pflanzlochs verlegen.

Bei einer Kultivierung im Kübel wird die Himbeere in jungen Jahren öfter umgetopft. Damit gibt man ihr vor allem mehr Platz, um große und kräftige Wurzeln zu entwickeln und gut zu gedeihen. Später liegt der Fokus nicht mehr so sehr auf dem Wachstum, sondern darauf, die Pflanze mit frischer Erde zu versorgen. Nach dem Umpflanzen direkt nach dem Kauf erfolgt das zweite Umtopfen in einen größeren Kübel nach etwa 2 - 3 Jahren. Nach weiteren 2 - 3 Jahren wird wieder umgetopft, sodass du nach etwa 6 Jahren auf ein Topfvolumen von mindestens 30, besser 40 Litern kommen solltest. Ab diesem Zeitpunkt können weitere Umtopfaktionen alle 4 - 5 Jahren stattfinden, um die Erde auszutauschen.

Die Jahresangaben sind nicht in Stein gemeißelt, sondern dienen zur Orientierung. Deine Himbeere wird nicht eingehen, wenn du das Umtopfen mal vergisst. Mehr Platz und frische Erde wird sie dir jedoch garantiert mit einer tollen Ernte danken.

Der beste Termin zum Umtopfen ist im März oder April und dann wieder im Oktober.

Gießen

Frisch gepflanzte Himbeeren benötigen eine regelmäßige Wasserzufuhr und sollten alle paar Tage gegossen werden, jedoch nicht allzu kräftig. Vor allem im Kübel trocknet die Erde schneller aus, sodass du hier auch fast täglich ein bisschen gießen kannst. Angewachsene Pflanzen mögen einen eher trockenen Boden. Im Freiland können sie sich den größten Teil des Jahres mit Grund- und Regenwasser versorgen. Bedenke jedoch, dass die Himbeere mit ihren flachen Wurzeln keine Wasserreserven in der Tiefe anzapfen kann. Wenn die obere Bodenschicht sehr trocken ist, z. B. bei wochenlanger Hitze, solltest du die Pflanze also auch im Freiland gießen. Eine Mulchschicht rund um die Pflanze beugt an heißen Sommertagen der Austrocknung vor.

Gieße die Himbeere immer in Bodennähe, damit die Blätter nicht unnötig feucht werden.

Düngen

Die Himbeere hat einen mittleren bis hohen Nährstoffbedarf und ist vor allem bei Kübelpflanzung auf regelmäßige Düngergaben angewiesen. Schon bei der Pflanzung - sowohl im Kübel als auch im Freiland - freut sie sich über einen Langzeitdünger oder mit Kompost aufgebesserte Erde. Die Pflanzen können jedes Jahr im Frühling erneut damit versorgt werden. Es ist ebenso möglich, im Frühjahr Komposterde rund um die Pflanze zu verteilen. Himbeeren lieben darüber hinaus eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Stroh oder auch gehäckseltem Holz, da der Boden so nicht austrocknen kann und das organische Material zusätzlich düngt und mit der Zeit zu Humus, also fruchtbarer Erde wird. Mulchen ist auch im Kübel möglich. Bei Sommerhimbeeren, Himbeeren im Topf oder sehr sandiger und nährstoffarmer Gartenerde ist eine zweite Düngung im Sommer zu empfehlen (bei den Sommerhimbeeren erst nach der Ernte!).

Noch ein paar Tipps zum Düngen von Himbeeren:

  • Wenn du Kompost zum Düngen verwendest, sollte dieser gut gereift, also nicht frisch sein.
  • Vielleicht kennst du den Tipp, Rosen mit Kaffeesatz zu düngen. Da Himbeeren nah mit Rosen verwandt sind, eignet sich diese einfache und vor allem kostenlose Düngung für alle Kaffee-Fans besonders gut. Lasse den Kaffeesatz gut trocknen, bevor du ihn rund um die Pflanze verteilst. Am besten trocknet er flach ausgebreitet auf einem Teller. Zu viel Kaffeesatz in höheren Gefäßen schimmelt sehr schnell!
  • Aber auch Tee-Begeisterte produzieren wertvollen Dünger: Sowohl flüssige Schwarz- oder Grünteereste als auch die verwendeten Teeblätter können genau wie Kaffeesatz zum Düngen verwendet werden.
  • Schont ebenfalls den Geldbeutel: Düngen mit Hefe. Diese enthält super viele wichtige Nährstoffe. Mische einfach etwa 5 Liter Wasser mit einem Würfel Frischhefe oder einem Beutel Trockenhefe. Du kannst die Hefe in etwas warmem Wasser auflösen und dann kaltes aufgießen. Es dauert etwas, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Wenn du wenige Pflanzen hast und das Gießwasser nicht an einem Tag verteilen kannst, versorge die Himbeere einfach über mehrere Tage verteilt mit der Mischung. Auch andere Pflanzen freuen sich darüber, z. B. andere Beerensträucher, aber auch Gemüse wie Gurken, Kürbisse und Zucchini, Auberginen, Tomaten und Paprika, Kohl, Lauch... sogar Zitrusbäume freuen sich über den biologischen Nährstofflieferanten.
  • Nicht zu empfehlen: Dünger, die sehr stickstofflastig sind, da dadurch eine Pilzerkrankungen begünstigt werden können. Beim Mulchen sollten also mehr grüne Materialien wie Rasenschnitt verwendet werden und weniger Holzhäcksel; beim Düngen sind z. B. Hornspäne nur sparsam einzusetzen.

Schnitt

Mit einer scharfen Garten- oder Rosenschere geht der Schnitt am schnellsten und einfachsten. Eine Haushaltsschere oder Messer funktionieren nicht gut, da die Triebe dadurch ausfransen können. Schnitte werden bei der Himbeere bodennah ausgeführt, also maximal eine Handbreit über der Erde.

Bei den Himbeeren wird zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren unterschieden, was Auswirkungen auf den richtigen Rückschnitt hat.

Sommerhimbeeren:

Sommerhimbeeren tragen ihre Früchte im Sommer an zweijährigen Trieben. Diese tragen im nächsten Jahr keine Früchte mehr und können daher direkt nach der Ernte abgeschnitten werden. Hast du keine Zeit für den Schnitt, kannst du dir die entsprechenden Triebe mit kleinen Fäden markieren und sie später im Sommer zurückschneiden. Die Sommerhimbeere hat nämlich zu diesem Zeitpunkt auch schon wieder neue Triebe (ohne Blüten bzw. Früchte) gebildet. An diesen wachsen im nächsten Sommer die Früchte - sie dürfen also nicht aus Versehen abgeschnitten werden!

Wenn du den Schnittzeitpunkt im Sommer verpasst hast, kannst du auch im Frühjahr (Februar/März) zur Schere greifen. Keine Sorge, falls du dir die Triebe nicht markiert hast. Aufgrund des unterschiedlichen Alters der Triebe sehen sie etwas anders aus: Die älteren sind dunkler und fühlen sich auch härter an. Schneide diese bodennah ab. Die jüngeren sind frischer und grüner und bleiben stehen.

Im Frühjahr können auch Triebe, die zu lang für dein Rankgerüst geworden sind, entsprechend gekürzt werden. Im Sommer ist das nicht sinnvoll, da sie direkt wieder neu austreiben und weiter wachsen würden.

 

Herbsthimbeeren:

Herbsthimbeeren tragen die Früchte im Herbst an einjährigen Trieben und werden am besten im zeitigen Frühjahr einfach komplett zurückgeschnitten, also im Februar oder März. Sie treiben dann neu aus. Ein Rückschnitt bereits im Herbst ist nicht empfehlenswert, da du so einerseits die Herbstfärbung der Blätter genießen kannst, die Pflanze noch die letzten Sonnenstrahlen des Jahres tanken kann und in den alten Trieben und Blättern kleine Insekten einen Unterschlupf finden.

 

Zweimal tragende Himbeeren:

Es gibt auch Züchtungen, die beide Wuchsformen kombinieren und sowohl im Sommer als auch im Herbst beerntet werden können.

Sie werden eigentlich genau wie Sommerhimbeeren geschnitten: Die zweijährigen Triebe, die in der kommenden Saison keine Früchte mehr tragen, werden am besten direkt nach der Ernte zurückgeschnitten. Aber anders als bei Sommerhimbeeren tragen auch bereits die einjährigen Triebe Früchte - das haben sie mit den Herbsthimbeeren gemeinsam. Diese Triebe bleiben im kommenden Frühjahr stehen, weil sie dann ja bereits zweijährig sind und im Sommer Früchte tragen werden.

 

Für alle gilt:

Jede Himbeere sollte im Frühjahr mit einer überschaubaren Anzahl von Trieben in die neue Saison starten, damit die Ernte besser ausfällt und die Pflanze besser durchlüftet wird. Bei Sommerhimbeeren sind 5 - 6 Triebe pro Pflanze empfehlenswert, bei Herbsthimbeeren können es 10 - 12 sein. Schneide am besten sehr dünne oder sehr dicke Exemplare ab - die mittelstarken sind meist die gesündesten.

Überwinterung

Die Himbeere ist winterhart. Junge Pflanzen im Freiland freuen sich in ihrem ersten Winter über einen leichten Frostschutz, zum Beispiel in Form einer Mulchschicht. Vielleicht hast du diese im Sommer eh schon ausgebracht, um die Himbeere vor Austrocknung zu schützen. Im Winter kann sie noch etwas aufgestockt werden.

Im Kübel sind die Wurzeln frostgefährdeter, da die Erde schnell durchfrieren kann. Schütze am besten den gesamten Topf ausreichend vor tiefen Temperaturen, zum Beispiel mit speziellem Vlies. Alle wichtigen Infos dazu findest du in unseren Magazin-Artikeln Himbeere, Blaubeere & Co: Winterharte Pflanzen draußen überwintern und Fit für den Winter: Balkon & Terrasse richtig vorbereiten.

Hart im Nehmen: Himbeeren vertragen auch tiefe Temperaturen, solange die Wurzeln geschützt sind.

Krankheiten und Schädlinge

Unsere Heidi ist eine sehr robuste und besonders krankheitsresistente Himbeere. Wenn du unsere Tipps zum richtigen Standort und zur Pflanzung beherzigst und sie regelmäßig düngst und schneidest wird sie mit Sicherheit gut anwachsen und gesund bleiben.

Doch auch sie ist nicht komplett davor geschützt, unter ungünstigen Bedingungen von verschiedenen Virus- und Pilzerkrankungen getroffen zu werden. Oftmals entstehen Krankheiten durch einen unpassenden Standort, an dem die Pflanze z. B. zu wenig Sonnenlicht oder zu viel Wind abbekommt. Staunässe kann dazu führen, dass die Wurzeln der Himbeere faulen und keine Nährstoffe mehr aus dem Boden aufgenommen werden können - trotz ausreichender Düngung. Das alles schwächt die Himbeere und macht sie anfälliger für Krankheiten, aber auch für einen Schädlingsbefall.

Wird die Himbeere nicht regelmäßig geschnitten und ausgelichtet, wachsen zu viele Triebe auf zu engem Raum - Feuchtigkeit kann nicht gut entweichen und das führt vor allem in Kombination mit warmen Temperaturen dazu, dass sich Pilzerkrankungen ausbreiten können. Ein Beispiel dafür ist die Graufäule, die an grauen, leicht bräunlichen Flecken an den Blättern und Trieben zu erkennen ist.

Herbsthimbeeren sind im Allgemeinen weniger anfällig als Sommerhimbeeren, da manche Krankheitserreger oder Schädlinge an den Wachstumsrhythmus der Sommerhimbeere angepasst sind.

Ernte und Lagerung

Himbeeren lassen sich einfach pflücken, da sich die Früchte sehr leicht von der Pflanze lösen lassen. Himbeeren lassen sich allerdings nicht besonders gut lagern oder transportieren - am besten nascht man sie direkt und frisch vom Strauch. Die Früchte sollten vor dem Verzehr nicht gewaschen werden, da sie das Wasser aufsaugen und so ihr intensives Aroma verlieren. Ungewaschene und unbeschädigte Himbeeren lassen sich im Kühlschrank für etwa 3 Tage aufbewahren.

Falls die Ernte groß ausfällt, lassen sich die Früchte auch super einfrieren oder zu leckeren Marmeladen oder Säften und Sirups verarbeiten. Frischer Himbeerkuchen ist natürlich auch unschlagbar lecker.

Nährwerte

Himbeeren sind nicht nur ein kalorienarmer Snack für Zwischendurch, sondern sind auch noch sehr gesund: Sie enthalten viel Eisen und Vitamin C, welches die Eisenaufnahme fördert. Bereits 100 Gramm decken einen Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C. Außerdem enthalten sind Provitamin A, B-Vitamine, Kalzium, Kalium, Magnesium und Folsäure - die Früchte sind also echte Kraftpakete.

Nährwerte je 100g

Kalorien 34 kcal
Eiweiß 1 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 5 g
Ballaststoffe 7 g

Fragen & Antworten zu unserer Himbeere

Ja, unsere Himbeere fühlt sich in einem Topf genauso wohl wie im Freiland. Sofern das Pflanzgefäß ausreichend groß ist und Wasser abfließen kann, steht einem Obstgarten auf Balkon oder Terrasse nichts mehr im Weg.

Du kannst mit einem kleineren Topf starten, solltest die Himbeere aber im 2. Jahr in einen größeren Topf umpflanzen. Sie bekommt viele neue Triebe und braucht dafür ausreichend Platz in der Erde. Große, etablierte Pflanzen brauchen irgendwann mal mindestens 25 Liter Erdvolumen. Das entspricht einem Topfdurchmesser von etwa 35 cm. Aber du kannst sie auch in Gefäße mit 30 - 40 Liter Volumen pflanzen, je nachdem, wie viel Platz dir zur Verfügung steht.

Ganz junge Himbeersträucher sind zu Beginn auch mit weniger Platz zufrieden. Unser Bloomify Topf mit einem Durchmesser von 25 cm eignet sich zum Beispiel gut.

Himbeeren mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus Wäldern, daher macht ihnen etwas Beschattung gar nichts aus. Sie benötigen jedoch auf jeden Fall ausreichend Sonnenlicht, um süße und aromatische Früchte zu entwickeln. Aus diesem Grund solltest du einen geschützten Standort wählen, an dem sich die Wärme gut hält und der fiese Winterwind etwas abgeschirmt wird.

Am besten werden Himbeeren im Frühling mit einem organischen Langzeitdünger oder Kompost versorgt. Bei einem nährstoffreichen Gartenboden oder einer guten Pflanzerde reicht das meist schon aus. Im Gegensatz dazu solltest du bei eher sandigen Böden nach der ersten Ernte noch mal nachdüngen. Ebenso ist dies bei älteren Pflanzen zu empfehlen, die länger nicht umgetopft wurden.

Ganz wichtig: Eine dauerhaft feuchte Erde führt zu Schäden an den Wurzeln, die die ganze Pflanze in Mitleidenschaft ziehen. Das musst du vor allem bei Topfhimbeeren beachten. Doch keine Sorge, das lässt sich gut verhindern! Bei einer guten Drainageschicht unten im Topf und durchlässiger Pflanzerde ist die Wahrscheinlichkeit, dass zu viel Wasser im Topf verbleibt, gering. Du kannst sie also ruhig gießen, wenn sich die oberste Erdschicht trocken anfühlt.

Im Freiland brauchen frisch gepflanzte Himbeeren eine regelmäßige Wasserzufuhr. Sie sollten alle paar Tage gegossen werden, jedoch nicht allzu kräftig. Angewachsene Pflanzen hingegen bevorzugen einen eher trockenen Boden, denn im Freiland können sie sich den größten Teil des Jahres mit Grund- und Regenwasser versorgen. Bedenke jedoch, dass die Himbeere mit ihren flachen Wurzeln keine Wasserreserven in der Tiefe anzapfen kann. Wenn die obere Bodenschicht sehr trocken ist, z. B. bei wochenlanger Hitze, solltest du die Pflanze also auch im Freiland gießen. Darüber hinaus beugt eine Mulchschicht rund um die Pflanze an heißen Sommertagen der Austrocknung vor. Das funktioniert auch super im Topf.

Die Himbeere ist nicht allzu anspruchsvoll, was den Boden angeht. Sie bevorzugt humusreiche, lockere Erde. Für den Anbau im Kübel eignet sich nährstoffreiche Pflanzerde sehr gut. Achte darauf, dass sie torffrei ist. Torf senkt den pH-Wert der Erde zwar, was die Himbeere mag, doch der Torfabbau schädigt unsere Moore. Sorge stattdessen für einen leicht sauren Boden (also einen niedrigen pH-Wert), indem du die Erde mit Rindenkompost vermengst oder eine Mulchschicht aus Rindenmulch ausbringst.

Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, denn diese führt zu Krankheiten an den Zweigen. Die Himbeere trägt dadurch weniger Früchte und kann ihr Wachstum ganz einstellen. Bei der Kultivierung im Kübel kann Staunässe verhindert werden, indem du eine Drainageschicht aus groben Kieselsteinen, Blähtongranulat oder ähnlichen Materialien unten in den Topf schichtest.

Eine junge Himbeerpflanze muss öfter umgetopft werden als ein älteres Exemplar. Sie braucht einen neuen Topf, wenn die Erde im alten Topf komplett durchwurzelt ist. Wenn du die Pflanze direkt nach dem Kauf in einen Topf mit einem Volumen von etwa 25 Litern pflanzt, steht das nächste Umtopfen meistens erst nach 2 bis 3 Jahren auf dem Programm. Nach weiteren 2 bis 3 Jahren kannst du sie nochmal umtopfen und dich so auf ein Volumen von 30 bis 40 Liter steigern. Danach muss die Himbeere noch seltener umgetopft werden. Auch, wenn der Topf irgendwann nicht mehr größer wird, freut sich die Pflanze trotzdem über einen Austausch der Erde und frische Nährstoffe.

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr, bevor die Himbeere mit dem Wachstum loslegt. Du kannst sie aber auch im Herbst umtopfen. Das bietet sich vor allem für Herbsthimbeeren an, die nach der Ernte im Herbst komplett zurückgeschnitten werden können. Wenn du sie erst im Frühjahr zurückschneiden möchtest, ist das natürlich auch möglich und lässt sich mit dem Umtopfen verbinden.

Die Himbeere ist nicht allzu anspruchsvoll, was den Boden angeht. Sie bevorzugt humusreiche, lockere Erde. Ist dein Gartenboden sehr schwer und lehmig oder andererseits sehr leicht und sandig, solltest du die Himbeere nicht direkt hinein pflanzen. Kaufe in diesem Fall stattdessen geeignete Pflanzerde. Achte darauf, dass sie torffrei ist. Torf senkt den pH-Wert der Erde zwar, was die Himbeere mag, doch der Torfabbau schädigt unsere Moore. Sorge stattdessen für einen leicht sauren Boden (also einen niedrigen pH-Wert), indem du die Erde mit Rindenkompost vermengst oder eine Mulchschicht aus Rindenmulch ausbringst. Du kannst die Himbeere später im Jahr auch zusätzlich mit Rasenschnitt mulchen. Das Material vergeht und wird von den zahlreichen Bodenlebewesen mit der Zeit in Humus umgewandelt.

Im Topf wird sie etwa 1,20 bis 1,50 m. Im Freiland kann sie noch etwas größer werden.

Möchtest du mehrere Himbeerpflanzen ins Beet setzen, achte auf einen Abstand von etwa 50 cm zwischen ihnen.

Ja, die Himbeere ist winterhart. Junge Pflanzen im Freiland freuen sich in ihrem ersten Winter trotzdem über einen leichten Frostschutz, zum Beispiel in Form einer Mulchschicht. Vielleicht hast du diese im Sommer eh schon ausgebracht, um die Himbeere vor Austrocknung zu schützen. Im Winter kann sie dann noch etwas aufgestockt werden.

Im Kübel sind die Wurzeln frostgefährdeter, da die Erde schnell durchfrieren kann. Schütze am besten den gesamten Topf ausreichend vor tiefen Temperaturen, zum Beispiel mit speziellem Vlies. Alle wichtigen Infos dazu findest du in unseren Magazin-Artikeln zur Überwinterung der Himbeere und zur Winterzeit auf Balkon und Terrasse.

Ja, zumindest die Himbeeren im Topf. Sie müssen natürlich deutlich weniger gegossen werden als im Sommer, da sie im Herbst ihre Blätter abwerfen und darüber auch kein Wasser mehr verdunstet. Austrocknen dürfen sie aber nicht. Sie werden am besten tagsüber an frostfreien Tagen gegossen, damit das Wasser nicht gefriert.

Alte Zweige tragen keine Früchte mehr, daher müssen diese regelmäßig entfernt werden. Alle Zweige, die im Sommer Früchte getragen haben, können direkt nach der Ernte bodennah abgeschnitten werden. Die Früchte im Herbst sitzen nämlich an jüngeren Trieben. Die dürfen nach der Ernte im Herbst auf keinen Fall abgeschnitten werden, weil an ihnen im nächsten Sommer die Himbeeren reifen werden.

Klingt kompliziert? Wenn man einmal den Dreh raus hat, ist es ganz einfach. Die Himbeere hat junge und alte Triebe. An den älteren pflückt man im Sommer die Früchte und schneidet sie danach ab. An den jüngeren erntet man im Herbst und lässt sie stehen, denn im nächsten Jahr sind sie dann die “alten” Triebe für die Sommerernte. Im Frühling sprießen viele neue junge Triebe für die Herbsternte aus der Erde.

Bienen und andere Insekten tragen den Pollen einer Blüte zu einer anderen Blüte. Himbeeren sind sogenannte Selbstbefruchter. Das heißt, dass du nur eine einzige Pflanze brauchst, um viele Himbeeren ernten zu können.

Unsere Bloomify Himbeere trägt im Sommer und im Herbst Früchte. Einmal ab Anfang Juni und darüber hinaus von August bis in den Oktober hinein.

Unsere Bloomify Himbeere kann ganzjährig gepflanzt werden, wenn es nicht gerade friert oder eine wochenlange Hitzewelle angesagt ist. Oft liest man, dass Beerensträucher entweder von September bis November oder im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden müssen. Das trifft aber auf sogenannte Containerware nicht zu. Das Wort klingt nicht so toll, bedeutet aber lediglich, dass die Pflanzen in einem Topf aufgewachsen. Daher sind sie schon gut in der sie umgebenden Erde verwurzelt. Im Gegensatz dazu werden auch wurzelnackte Himbeersträucher verkauft. Diese sind etwas empfindlicher sind, was den richtigen Pflanzzeitpunkt angeht.

Gelbe Blätter sind ein Anzeichen für einen möglichen Nährstoffmangel. Dieser kann trotz Düngung auftreten, wenn die Wurzeln der Himbeere dauerhaft zu feucht sind. Steht die Pflanze in einem Topf ohne Abflussloch oder ausreichende Drainageschicht, kann Regen- und Gießwasser nicht abfließen. Im Freiland kann das durch zu schwere, lehmige Erde oder einen Standort in einer Senke passieren. Du solltest also als erstes kontrollieren, ob deine Himbeere nasse Füße hat. Ist das eindeutig der Fall, musst du sie umtopfen bzw. umpflanzen. Entferne dabei eventuell verfaulte Wurzelteile.

Bist du dir nicht sicher, dann warte erstmal ab. Manchmal sind Pflanzen kurzzeitig gestresst und erholen sich von alleine wieder. Himbeerblätter werden vor allem in unteren Bereichen der Pflanze oft stark beschattet und daher einfach abgeworfen.

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