Die Himbeere

Himbeeren sind nicht nur einfach lecker, Sie liefern auch noch jede Menge wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Das macht Sie zu einem echten regionalen Superfood. In diesem Artikel erfährst du alles, was du du zum Anbau und der Pflege von Himbeeren wissen musst. Du wirst sehen, sofern du einige Dinge beachtest, ist es wirklich ganz einfach und du kannst schon bald eine erste eigene Ernte vernaschen.

Während bei Himbeeren üblicherweise zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren unterschieden wird, handelt es sich bei unserer Bloomify Himbeere um einen sogenannten Twotimer. Bei dieser Kreuzung aus Sommer- und Herbsthimbeere kann im Vergleich zu den meisten anderen Sorten gleich zweimal im Jahr geerntet werden. Die ersten Früchte sind ab Ende Mai erntereif. Ab August beginnt die zweite Ernte, die bis zum ersten Frost bleibt. Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von 120 - 180 cm. Durch den säulenartigen Wuchs, zwischen 40 - 60 cm, halten sie sich schmal und eignen sich wunderbar auch in kleinen Gärten oder auf Balkonen.

Standort und Boden

Die Himbeerpflanze liebt die Sonne und erhält durch die Sonnenstrahlen ihre volle Reife, Farbe und Süße. Daher ist ein sonniger Standort genau die richtige Wahl. Aber auch im Halbschatten ist ein hoher Ertrag möglich.

Wenn der Platz es zulässt, sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten eine Pflanze zu setzen. Dadurch wird die Ernteperiode verlängert, da die Früchte in der Vollsonne früher erntereif sind und die Halbschatten Früchte etwas später nachziehen.

Ein windstiller Standort hält mehr Wärme und ist für die Himbeere besonders angenehm. Starker Wind kann die dünnen Ruten abbrechen und die Pflanze beschädigen. Staunässe sollte gemieden werden, diese führt zu Krankheiten an den Zweigen. Die Himbeere trägt dadurch weniger Früchte und kann ihr Wachstum ganz einstellen. Sollte der richtige Standort (Sonne und windgeschützt) jedoch an einem eher nassen Bereich liegen, macht es Sinn ein Hügelbeet anzulegen. Indem zerkleinerte Sträucher, Kompost, Laub oder Stallmist dem bereits gelockerten Boden untergehoben und der Boden erhöht werden.

Pflanzung

Pflanzung im Freiland

Für die Pflanzung sollten mindestens 10 Minuten pro Pflanze eingeplant werden. Am einfachsten ist es, mit einem Spaten zu arbeiten. Eine kleine Schaufel kann jedoch auch genügen. Die Himbeere kann von März bis Oktober an frostfreien Tagen gepflanzt werden. Das Loch sollte etwa doppelt so groß wie der Pflanzballen sein. Da es sich bei der Himbeere um einen Flachwurzler handelt, muss nicht tief gegraben werden, was die Pflanzung erleichtert und auch für unerfahrene Gärtner einfach umsetzbar ist. Durch das flache Wurzelsystem steht dem Anbau auf dem Balkon oder in Kübeln ebenfalls nichts im Wege. Flachwurzler bedeutet, dass sich die Wurzeln der Himbeere nur in den oberen Bodenschichten ausbreiten. Dadurch kommt es häufig zu Ausläufern, sprich kleinen Trieben, die um die eigentlichen Hauptruten wachsen. Diesen kann mit einer Wurzelsperre, einer Umrandung, vorgebeugt werden, um die Wurzeln in Form und Ausmaß zu halten. Den Pflanzabstand von 50 cm lohnt es einzuhalten, erst wenn die Himbeere sich voll entfalten kann, bietet sie einen hohen Ertrag und das für mehrere Jahre. Bevor die Himbeere eingesetzt wird, empfehlen wir, das Loch einmal mit Wasser zu befüllen und versickern zu lassen. Somit hat der Boden schon eine Grundfeuchtigkeit, die das Anwachsen erleichtern. Anschließend wird die Pflanze eingesetzt und einfach mit der ausgehobenen Erde bedeckt. Um Luftlöcher zu vermeiden, wird die Erde mit den Händen angedrückt und nochmals gegossen.

Pflanzung im Kübel

Durch ihre Wuchsform macht die Bloomify Himbeere auch im Kübel auf dem Balkon und der Terrasse eine sehr gute Figur, da sie kleiner bleibt als andere Sorten. Dabei ist die passende Größe des Pflanzgefäßes wichtig. In zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke.

Bei neu gekauften Pflanzen startest du am besten mit einem Gefäß, dass etwa 25 Liter Volumen hat. Ein klassischer Tontopf, der oben einen Durchmesser von 35 cm hat und 30 cm hoch ist, hat z.B. ein Volumen von etwa 25 Litern. Zum Vergleich: ein DIN-A4-Blatt ist an der langen Seite, ganz grob, 30 cm lang.

Auf dieser Seite (https://www.gartengnom.net/rechner/volumen/) findest du einen praktischen Online-Rechner, der dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigt.

Alle ein bis zwei Jahre kann der junge Strauch in ein größeres Gefäß umziehen, so kannst du dich langsam auf ein Volumen von mindestens 30 Litern steigern. Beachte, dass keine Pflanze Staunässe mag und du daher immer eine Schicht aus Kies, Blähton oder ähnlichen Materialien unten im Topf einplanen solltest. Wähle also im Zweifel lieber einen etwas größeren Topf und gönne der Pflanze eine etwas dickere Drainageschicht.

Pflege

Frisch gepflanzte Himbeeren benötigen eine regelmäßige Wasserzufuhr und sollten täglich einmal gegossen werden. Angewachsene Pflanzen mögen einen gleichmäßig feuchten Boden ohne Staunässe. Wenn die sichtbare Bodenschicht Trockenheit aufweist, benötigt die Pflanze Wasser Nachschub. Dies ist besonders an warmen Sommertagen zu beobachten. Das bodennahe Gießen verhindert, dass die Blätter unnötig feucht werden. Ansonsten nimmt sich die pflegeleichte Himbeere ihren Bedarf über den direkten Boden und Regen. In Kübeln gesetzte Pflanzen haben einen höheren Wasserbedarf, da sie keine Feuchtigkeit über den direkten Boden erhalten. Wenn noch Frost zu erwarten ist, bietet sich eine Mulchdecke aus Laub, Rasenschnitt, reifem Kompost oder Grünschnitt von Sträuchern und Bäumen an. Die natürlichen Materialien sind im besten Fall aus dem eigenen Garten und enthalten keine künstlichen Substrate und schonen zusätzlich den Geldbeutel. Im Sommer schützt das Mulchen vor Austrocknung und hält den Boden der Himbeere feucht. Das Mulchen der Pflanzen wirkt sich generell positiv aus. Es bietet allerhand Nährstoffe und mindert das Wachstum von Unkraut, daher ist eine ständige Decke aus Mulch von 2-5 cm sehr empfehlenswert.

Schnitt

Pro Pflanze benötigt der Schnitt ca. 5-10 Minuten. Mit einer Rosenschere geht der Schnitt am schnellsten und einfachsten. Eine Haushaltsschere oder Messer funktionieren genauso gut. Das Werkzeug sollte scharf sein, um ein Ausfransen oder Verletzen der dünnen Ruten zu vermeiden.

Die Ruten der Himbeere benötigen einmal im Jahr einen Schnitt, um nicht zu verwildern. Grundsätzlich gilt, dass lose oder beschädigte Ruten komplett entfernt werden.

Die reine Sommerhimbeere benötigt zweimal im Jahr einen Schnitt. Direkt nach der Ernte werden die alten, bräunlichen Ruten bodennah abgeschnitten. Die grünen Triebe bleiben stehen, dies sind die neuen Ruten, die im Folgejahr Früchte tragen. Im Frühjahr werden die Triebe noch einmal selektiert und die kräftigsten Ruten bleiben bestehen und sind im Sommer wieder erntereif. Bei der Herbsthimbeere werden die Ruten nach der Ernte, im Herbst, komplett entfernt. Die neuen Triebe wachsen im Frühjahr nach und bleiben bis nach der nächsten Ernte stehen.

Für unsere Heidi ist von Februar bis März der ideale Zeitpunkt. Sie benötigt nur einmal im Jahr einen Schnitt. Die kräftigsten und dünnsten Ruten werden entfernt, da diese bereits ausgeschöpft oder zu schwach sind und wenig Energie für die nächste Saison enthalten. Im oberen Teil der Rute können noch alte, nicht ausgereifte, Fruchtmumien hängen diese werden ebenfalls entfernt. Die gesunden und kräftigen Ruten, ca. 3-5 Stück, sind die Triebe, die ab Juni im unteren Teil erneut Früchte tragen.

Bei Bedarf und besonders hohen Pflanzen, bietet es sich an, die Ruten im oberen Drittel, für mehr Stabilität, zusammenzubinden.

Krankheiten und Schädlinge

Auch Himbeerpflanzen können an verschiedenen Virus und Pilzkrankheiten erkranken. Oftmals entstehen Krankheiten durch falsche Pflege beziehungsweise falschen Standort (Staunässe, Trockenheit, zu wenig Licht).

Heidi ist eine sehr robuste und besonders krankheitsresistente Himbeere. Mit unseren Tipps zur Pflanzung und Pflege kann also fast nichts mehr schief gehen. Sollten die Blätter sich gelb oder bräunlich verfärben ist die kein Grund zur Sorge. Meistens steckt ein Mangel im Boden dahinter. Reifer Kompost, der in den Boden eingearbeitet wird, kann schnell Abhilfe verschaffen. Anschließend den Boden mit einer guten Mulchschicht bedecken und die Pflanze sollte sich schnell wieder erholen. Wenn eine Pflanze keine grünen Triebe und Blätter mehr entwickelt und komplett braun erscheint, gilt diese aus dem Garten zu entfernen. Weitere Pflanzen werden somit vor möglichen Krankheiten geschützt.

Ernte und Lagerung

Unsere Himbeere Heidi ist so gut wie stachellos und lässt sich schnell und einfach pflücken. Daher können auch Kinder bedenkenlos bei der Ernte mithelfen und naschen. Himbeeren lassen sich nicht gut lagern oder transportieren. Am besten schmecken sie direkt und frisch vom Strauch. Die Himbeeren brauchen vor dem Verzehr nicht gewaschen werden, sie saugen das Wasser auf und verlieren ihr intensives Aroma. Erlesene, ungewaschene, Himbeeren lassen sich im Kühlschrank für mindestens 3 Tage oder im Gefrierfach für mehrere Monate lagern. Unser Tipp, wenn die Beeren einzeln liegen, beispielsweise auf einem Brett, kleben sie beim Gefrieren nicht zusammen und lassen sich später einfacher und in gewünschter Menge entnehmen. Sollte der Ertrag besonders hoch sein, gibt es jede Menge Möglichkeiten, das frische Obst zum Beispiel in Marmeladen einzukochen oder leckere Kuchen und Torten daraus zu backen.

Bienenfreundlich

Die weiße Blüte, aus denen später die Früchte entstehen, ist von April-Mai zu sehen.

Auch für Bienen und Schmetterlinge ist es eine wunderbare Anlaufstelle, da die Blüte reichlich Pollen und Nektar bietet. Aber Vorsicht, auch Vögel lieben die süßen Leckerbissen und bedienen sich gerne selbst, ein Netz zum Schutz ist dabei hilfreich.

Nährwerte

Himbeeren sind nicht nur ein kalorienarmer Snack für zwischendurch, durch ihren hohen Ballaststoffgehalt regen sie die Verdauung und Stoffwechsel an. Sie enthalten von Natur aus viel Eisen und Vitamin C, welches die Eisenaufnahme fördert. Bereits 100 Gramm decken einen Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C. Außerdem enthalten sind Provitamin A, Vitamin B (B1, B2, B6), Kalzium, Kalium, Magnesium und Folsäure.

Nährwerte je 100g

Kalorien 34 kcal
Eiweiß 1g
Fett 0,3g
Kohlenhydrate 5g
Ballaststoffe 7g

Fragen & Antworten zu unserer Himbeere

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