Die Goji-Beere

Die vitaminreichen Goji-Beeren liegen geschmacklich irgendwo zwischen Cranberries und Kirschen. Sie gelten als gesundheitsförderndes und verjüngendes Superfood. Die Beere ist besonders pflegeleicht und anspruchslos und kann im Topf und auch im Beet angepflanzt werden. Dadurch findet sie ihren Weg in immer mehr hiesige Gärten.

Der Gemeine Bocksdorn gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Ursprünglich kommt die “Beere des Glücks” aus China. Wilde Bocksdorn-Pflanzen sind als Obstlieferant nicht geeignet. In den hiesigen Gärten werden deshalb Kulturpflanzen angebaut. Die Sträucher sind sommergrün und schnellwachsend, sodass sie pro Jahr rund einen Meter an Höhe gewinnen.

Standort und Boden

Der Teufelszwirn stellt keine großen Ansprüche an seinen Standort. Böden sollten durchlässig sein oder mit Hilfe von der Zugabe von etwas Sand durchlässiger gemacht werden. Gerade für eine fleißige Fruchtbildung braucht die Goji-Beere reichlich Sonne. Sie kommt aber auch mit Halbschatten gut zurecht.

Pflanzung

Idealerweise sollte die Goji-Beere im Frühjahr gepflanzt werden. So hat der Strauch genügend Zeit richtig anzuwachsen, bevor die kalten Temperaturen kommen. Es bietet sich außerdem an, mögliche längere Frostperioden rund um die Anpflanzung abzuwarten. Mitte Mai sollte man dahingehend auf der sicheren Seite sein. Die Sträucher der Goji-Beere sind selbstbestäubend. Trotzdem empfiehlt es sich mindestens zwei Pflanzen anzusiedeln, da der Ertrag der einzelnen Sträucher dadurch steigt. Der Bocksdorn kann sowohl im Beet, als auch im Kübel kultiviert werden.
Für die Pflanzung im Freien hebst du zunächst ein etwa 40 Zentimeter tiefes Loch aus. Hier empfiehlt es sich frischen Kompost einzuarbeiten. Der Strauch sollte dann etwa 30 Zentimeter tief in der Erde sitzen. Der Bocksdorn kann sich bei optimalen Standortbedingungen unkontrolliert vermehren. Um dem vorzubeugen sollte man eine Wurzelsperre einsetzen, indem man das Pflanzloch mit Teichfolie auslegt. Das Loch wird dann mit der vorher ausgehobenen Erde wieder aufgefüllt und die Erde leicht angedrückt.

Entscheidet man sich für eine Pflanzung im Topf sollte man die herkömmliche Blumenerde mit einem Drittel Sand vermischen.  Dadurch wird das Substrat durchlässiger. Achte unbedingt darauf, dass der Kübel Abzugslöcher hat, damit sich keine Nässe am Boden des Pflanzgefäßes staut.

Die Goji-Beere braucht genug Platz. Ein Pflanzgefäß sollte deshalb mindestens einen Durchmesser von 40 Zentimetern aufweisen. Im Garten rechnet man mit etwa einem Quadratmeter pro Strauch.

Pflege und Wässern

Die Goji-Beere gilt als pflegeleicht. Sie freut sich im Frühling über eine Düngung mit Kompost. Eine weitere Nährstoffzugabe ist in der Regel nicht nötig. Nach der Pflanzung sollte man den Bocksdorn ruhig großzügig gießen. Für ausreichend Feuchtigkeit kann man beispielsweise durch das Anlegen eines Gießrandes sorgen. Ansonsten kann man das Gießverhalten ganz einfach an die WItterungsbedingungen anpassen und so gießen, dass die Erde stets leicht feucht bleibt.

Schnitt

Der richtige Schnitt des Bocksdorns ist nicht nur wichtig um einen kräftigen Strauch zu erziehen, es beugt auch dem Schädlingsbefall vor. Der beste Zeitpunkt für den neuen Schnitt liegt im Herbst, nach der Ernte. Im ersten Standjahr kann man die Pflanze ruhig auf 15-20 Zentimeter zurückschneiden. So hilfst du dem Strauch, sich direkt von unten gut zu verzweigen. Im darauffolgenden Jahr geht es ans Ausdünnen. Nur fünf oder sechs kräftige Triebe müssen dabei übrig bleiben. An diesen werden sich dann im Sommer die zierlichen, trichterförmigen Blüten bilden.

Ab dem fünften Standjahr freut sich der Bocksdorn dann über eine regelmäßige Verjüngung. Alle zwei Jahre entfernt man dafür die ältesten Haupttriebe an der Basis, sodass sich neue Triebe nachbilden können.  Alte Triebe erkennt man vor allem an ihrer borkigen Rinde. Um den Bocksdorn gut zu lüften, bietet es sich an nicht mehr als 10 Triebe stehen zu lassen, so bleibt die Pflanze immer gut durchlüftet. Aus diesem Grund sollte man auch totes Holz regelmäßig aus dem Strauch entfernen.

Ernte und Vermehrung

Etwa ab dem dritten Standjahr trägt der Bocksdorn-Strauch kleine, länglich bis runde Beeren. Die orangeroten Früchte reifen nach und nach etwa über sechs bis acht Wochen hin. Ernte die reifen Beeren mindestens einmal in der Woche. Eine Ernte ist von Mitte Juni bis in den Oktober möglich. Beachte dabei aber, dass die Beere durch eine längere Reifung an Süße gewinnt.

Eine Vermehrung kann im Herbst durch Steckhölzer oder Wurzelausläufer vorgenommen werden. Auch eine Aussaat ist möglich, jedoch nur für geduldige Gärtner geeignet. Die ersten Früchte kann man etwa nach drei bis fünf Jahren erwarten. Befülle einen kleinen Topf mit lockerer und feuchter Erde und suche einen hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein etwa 25 Zentimeter langer Steckling kann hier über den Winter Wurzeln entwickeln, um dann im Frühling umgepflanzt zu werden.

Für eine Vermehrung durch Ableger nimmt man einen herabhängenden Ast, legt ihn auf den Boden und bedeckt ihn schließlich mit Substrat. Fixiere den Zweig beispielsweise mit etwas Draht. Sobald sich Wurzeln gebildet haben wird der Ableger abgetrennt und umgepflanzt.

Überwinterung

Ausgewachsene Pflanzen können bei Temperaturen bis zu - 25°C Celsius überwintern. Ein Schutz vor Frost ist in der Regel nicht nötig bei Pflanzen im Freiland. Bis zum zweiten oder dritten Standjahr, also bevor die Goji-Beere richtig blüht, sind die Pflanzen noch recht kälteempfindlich. Hier kann man den Wurzelbereich ruhig mit etwas Mulch, Laub oder Stroh bedecken. Bei der Topfkultivierung ist ein Schutz des Wurzelbereichs grundsätzlich ratsam. Luftpolsterfolie oder Vlies helfen dem Strauch beim überwintern.

Im Topf gepflanzte Sträucher sollten außerdem an einen windgeschützten Standort gestellt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Solange man den Bocksdorn regelmäßig  ausdünnt gilt er als relativ unempfindlich in Bezug auf Schädlinge. Nicht selten ist jedoch der Befall von Mehltau. Man erkennt diese Pilzkrankheit entweder an abwischbaren, weißen Ablagerungen auf dem Blatt (Echter Mehltau) oder an den gelben Flecken auf der Blattoberseite und einem grau bis grauvioletten Pilzrasen auf der Unterseite des Blattes (Falscher Mehltau). Der Echte Mehltau wird durch trockenen und warmen Temperaturen begünstigt. Der Falsche Mehltau hingegen bricht vor allem bei dauerfeuchten Bedingungen aus. Vorbeugen kann man dem Mehltau durch einen Standort, an dem der Bocksdorn von allen Seiten durchlüftet wird. Du solltest alle Pflanzenteile, an denen du einen Befall erkennen kannst, zurückschneiden.

Nährwerte

Bereits seit vielen tausend Jahren lässt sich die Goji-Beere in der traditionellen chinesischen Medizin wiederfinden. In Asien gilt sie dank ihrer hohen Nährstoffdichte als die Wunderbeere für Schönheit und Gesundheit. Goji-Beeren enthalten neben Eisen und Calcium auch größere Mengen an Vitamin A, B und C.

Nährwerte je 100g

Kalorien 345 kcal
Fett 8g
Kohlenhydrate 60g
Eiweiß 12g

Beeren trocknen

Goji-Beeren werden vor allem in getrockneter Form verspeist. Hierfür wachse die Beeren zunächst gründlich, während der Backofen auf 50 Grad vorgeheizt wird. Verteilt auf einem Backblech bleiben die Beeren dann für etwa drei bis fünf Stunden im Ofen. Fertige Beeren sind verschrumpelt und erinnern vom Äußerlichen an Rosinen.

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