Die Feige

Mit dem Feigenbaum holst du dir einen Hauch von Mittelmeer direkt in den eigenen Garten. Die fächerartigen Blätter gelten als besonders dekorativ und die süßen Früchte als besonders lecker. Die Feige ist absolut wärmeliebend und fühlt sich in trockenen Sommern am wohlsten. Beachtet man nur ein paar kleine Tricks, wird sie auch im eigenen Garten zum absoluten Fruchtgarant.

Die Echte Feige (Ficus carica) ist eine der ältesten Kultur- und Nutzpflanzen auf unserer Erde. Ursprünglich kommt sie aus Asien, dann wurde sie von den Römern ums Mittelmeer kultiviert. Mittlerweile ziert sie auch in unseren Breitengraden immer mehr Gärten. Sie gehört zu den Maulbeergewächsen. In China wird die Pflanze als “Frucht ohne Blüte” bezeichnet, denn sie bilden keine sichtbaren Blüten, sondern einen nach innen gestülpten Blütenstand. Bei den herkömmlichen Pflanzen verläuft die Bestäubung Hand in Hand mit der Feigengallwespe. Da diese hierzulande nicht vorkommt, werden in hiesigen Gärten selbstbefruchtende Sorten benutzt. Auch unsere Bloomify Feige ist selbstfruchtend.

Standort und Boden

Am wohlsten fühlt sich das Feigenbäumchen immer noch im mediterranen Klima. Deswegen solltest du der Pflanze einen vollsonnigen Platz im Garten suchen. Es bietet sich außerdem an, sie in unmittelbarer Nähe (bestenfalls südlich) einer Mauer zu pflanzen. So steht sie nicht nur windgeschützt, sie kann auch von der dort gespeicherten Wärme profitieren. Es gilt die einfache Regel: Je mehr Wärme, desto ertragreicher ist die Pflanze. Wichtig ist ein lockerer, humoser Boden. Es eignet sich also ganz klassische Gartenerde. Wenn du der Erde noch zu etwa einem Drittel Sand, Kies oder Blähton hinzufügst, wird sie wasserdurchlässiger und ist vor Staunässe geschützt. Der pH-Wert des Bodens liegt bestenfalls zwischen 6,0 und 7,0.

Pflanzung

Die Feige braucht etwas Zeit, um genügend Wurzeln zu bilden und sich einzugewöhnen,     bevor die Fruchtbildung einsetzt. Pflanze das Feigenbäumchen also unbedingt im Frühjahr ein. Es ist ratsam, die Eisheiligen abzuwarten, da die jungen Pflanzen bis zum zweiten oder dritten Wuchsjahr noch sehr frostempfindlich sind. Der Feigenbaum lässt sich sowohl im Kübel als auch im Freien anpflanzen. Sie können bis zu 10 Meter hoch wachsen. Je nach Sorte sollte also genügend Platz eingeplant werden. Feigenbäume sind Tiefwurzler und brauchen dementsprechend genügend Platz für ihre Wurzelballen. Das Pflanzloch muss also unbedingt tief genug sein. Rechne hierfür etwa 10% auf die Länge des Wurzelballens herauf und schon weißt du, wie tief du graben musst. Boden und Wurzelballen sollten im nächsten Schritt aufgelockert werden. Um die Eingewöhnung so einfach wie möglich zu gestalten, kannst du der Erde etwas Kompost oder Universaldünger hinzufügen. Drücke die Erde leicht an und gieße den Feigenbaum als letzten Schritt. Für die Pflanzung im Freiland eignen sich vor allem die milden Regionen in Deutschland.

Pflege und Wässern

Feigen reagieren sehr empfindlich auf zu kalkhaltiges Wasser. Im besten Falle solltest du sie also mit Regenwasser gießen. Aufgrund ihrer großen Blätter und der Fruchtbildung muss die Pflanze von Frühjahr bis Herbst stets feucht gehalten werden. An trockenen Tagen kannst du sie also ruhig abends und morgens gießen. Aber aufgepasst: Die Feige verträgt keine Staunässe!

Entscheidest du dich für das Anpflanzen im Kübel, ist ein Abflussloch im Topf also sehr wichtig. Im Winter hingegen reicht der Feige sehr wenig Wasser. Nachdem sich die Blätter im Herbst gelb verfärben, werden sie in der kalten Jahreszeit abgeworfen. Es findet also keine Verdunstung statt. Gießen ist dann nur notwendig, wenn sich die Erde trocken anfühlt. Genießt die Pflanze optimale Standortbedingungen, ist sie ansonsten sehr pflegeleicht.

Schnitt

Der beste Zeitpunkt für einen frischen Schnitt beginnt ab Mitte Februar. Allerdings sollte nach dem Schnitt kein längerer Frost auftreten. Zunächst werden alle Äste, die dem Winter nicht standgehalten haben, abgetrennt. Du erkennst die Triebe an einer braunen bis schwarzen Farbe. Schneide sie soweit zurück, bis nur die gesunden, grünen Triebe übrig bleiben. Für einen möglichst großen Fruchtertrag solltest du die Krone ausdünnen. Eine zu dichte Krone verhindert, dass genügend Licht bei den Früchten ankommt. Mit einer Astschere oder Astsäge kannst du vor allem die Äste entfernen, die ins Kroneninnere wachsen. Das Abschneiden sollte direkt am Astring erfolgen, damit an dieser Stelle kein neuer Ast nachwächst. Wird der Ast nur bis auf die Frostschäden zurück gekürzt, kann er immer wieder neu austreiben. Je mehr Platz die einzelnen Fruchttriebe haben, desto besser sind die Reifebedingungen der Früchte.

Ernte und Vermehrung

Nach ein bis zwei Jahren kann die Feige bereits erste Früchte bilden. Die Ficus carica “Peretta” ist aufgrund ihrer besonders leckeren und großen Früchte sehr beliebt. Bereits Anfang August lassen sich ihre violetten Früchte ernten. Wenn die Pflanze es im Spätsommer noch einmal richtig warm hat und sich eine Nachblüte bildet, kannst du auch mit einer zweiten Ernte im Herbst rechnen. Es gibt aber auch Sorten, die nur einmal im Jahr Früchte tragen. Um möglichst große Früchte ernten zu können, dürfen die Triebe bei üppiger Fruchtbildung ruhig ausgedünnt werden. Am meisten Erfolg verspricht die Vermehrung durch Stecklinge. Suche einen mindestens 20 Zentimeter langen Zweig. Um den Zweig nicht zu sehr zu quetschen, nimm ein scharfes Werkzeug dafür und trenne ihn direkt unter einem Auge ab. Der Zweig steht dann solange für einige Zentimeter im Wasser, bis sich erste Wurzeln bilden. Stecke den Zweig schließlich etwa bis zur Hälfte, also mindestens zehn Zentimeter, in das Gemisch aus Erde und Sand und achte darauf, das genügend Platz nach unten ist.

Überwinterung

Die Winterhärte ist abhängig von der Sorte der Pflanze. Unsere Ficus carica “Peretta” kann bei bis zu -15 Grad im Freien überwintern. Jungpflanzen (bis zum zweiten oder dritten Wuchsjahr) sowie Neuaustriebe sind jedoch kälteempfindlich und von daher besonders vor Frost zu schützen. Dafür kannst du einfach den Wurzelbereich und die Krone abdecken. Für den Wurzelbereich bietet sich Laub oder Stroh an. Für den Kälteschutz der Krone lassen sich Wintervlies oder Jute empfehlen. Da die Pflanze ohne ihre Blätter kaum Licht braucht, kannst du Kübelpflanzen auch in der Garage oder im Keller unterstellen. Sobald der Neuaustrieb beginnt, fühlt sich die Strauchpflanze dann aber wieder an besonders hellen Orten wohl. Ist die Überwinterung einer Jungpflanze nicht geglückt, kann man sie bis kurz vor den Boden zurückschneiden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit fängt sie sich wieder.

Lagerung

Von langer Dauer ist die Freude über eine frische Feige leider nicht. Auch bei der Lagerung im Kühlschrank hält sie sich meist nur wenige Tage. Um sie haltbarer zu machen, wird sie bereits seit unzähligen Jahren getrocknet. Das funktioniert auch im Backofen zu Hause. Bei Umluft und nicht heißeren Temperaturen als 65 Grad brauchen die Feigen mindestens 20 Stunden, um zu trocknen. Nach etwa 10 Stunden sollte man sie einmal wenden. Wählt man einen möglichst luftdichten Ort, lassen sich die getrockneten Feigen über ein halbes Jahr lang aufbewahren.

Nährwerte

Vor allem unter der Schale steckt die Feige voller Vitamine und Mineralstoffe. Von daher ist es nicht nur unbedenklich die Schale mit zu essen, es ist sogar ratsam. Einfach gründlich abwaschen und schon ist die Frucht bereit für den Verzehr! Die kleinen unverdaulichen Kerne im inneren der Feige stärken die Darmflora. Wichtige Mineralstoffe wie Kalium oder Eisen sind enthalten. Durch den Zinkgehalt sorgt die Feige nicht nur für ein starkes Immunsystem, sondern auch für schöne Haut und Haare.

Nährwerte je 100g

Kalorien 63 kcal
Fett 0,5g
Kohlenhydrate 13g
Eiweiß 1,3g

Fragen & Antworten zu unserer Feige

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