Die Calamondinorange

Calamondinorangen gehören hierzulande zu den eher unbekannteren Zitrusfrüchten. Ihnen haftet daher etwas Außergewöhnliches und Exklusives an. Trotzdem ist ihr Anbau erstaunlich unkompliziert und die Bäumchen pflegeleichter als die Verwandtschaft.

Die Bäume sind reichtragend und die etwa tischtennisballgroßen Früchte schmecken je nach Reifegrad säuerlich bis aromatisch-süß.

Die Calamondinorange ist eine Kreuzung von Mandarine und Kumquat, die jedoch nicht bewusst gezüchtet wurde, sondern in der Natur entstanden ist. Die Pflanze stammt zwar ursprünglich aus China, wird aber vor allem in Südostasien oder in der Karibik kultiviert.

Genau wie Kumquats werden auch Calamondinorangen oft als Zwergorangen bezeichnet. Bekannt sind sie außerdem unter ihrer botanischen Bezeichnung  "Citrofortunella microcarpa" und den Namen Calamondini oder auch Calamansi.

Calamondinorangen wachsen an Bäumen, die in unseren Breitengraden bei einer Kultivierung im Kübel eine Höhe von etwa 1,90 cm erreichen. Sie besitzen ovale Blätter und tragen ihr Laub das gesamte Jahr über. Ihre Blätter sehen besonders interessant aus, da sie auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite hellgrün sind.

Standort und Boden

Die Calamondinorange verträgt keinen Frost, daher wird sie im Kübel kultiviert und im Herbst nach drinnen gebracht. Das Bäumchen benötigt unbedingt einen vollsonnigen Standort, sowohl während des Sommers draußen, als auch über den Winter in Haus oder Wohnung. Seine Sommerresidenz sollte außerdem windgeschützt sein. Ideal ist die Nähe zu einer Hauswand, die sich in der Sonne aufwärmt.

Was ihre Ansprüche an den Boden angeht, gleicht die Calamondin anderen Zitrusfrüchten. Es gibt spezielle Substrate für Zitrusbäume, du kannst jedoch auch herkömmliche Blumenerde mit Sand oder Tongranulat vermengen.

Pflanzung

Du kannst unsere Bloomify-Calamondin rund ums Jahr zu dir holen, wobei du sie ab Oktober, wenn die Nächte langsam deutlich kühler werden, gleich nach drinnen stellen solltest. Zieht sie erst ab Mai bei dir ein, kannst du sie direkt rausstellen. Gewöhne sie jedoch zunächst an sehr starke Sonneneinstrahlung.

Das Bäumchen wird in einem Topf geliefert, sollte aber bei dir gleich in einen etwas größeren Kübel umziehen. Dieser muss nicht sehr viel größer sein, ein paar Zentimeter reichen aus. Wenn du einen zu großen Topf wählst, steckt die Pflanze ihre Energie nämlich zunächst in die Wurzelbildung und wächst nicht so schnell. Das Gefäß braucht unbedingt ein Loch unten, damit das Gießwasser abfließen kann.

Beim Umtopfen kannst du nicht viel falsch machen. Du kannst optional eine Drainageschicht auf dem Topfboden ausbringen, zum Beispiel aus grobem Kies oder Blähton. So kann überschüssiges Gießwasser noch besser ablaufen. Auf diese Schicht kommt dann die Pflanzerde. Gib so viel Erde in den Topf, dass das Bäumchen weder zu tief noch zu hoch eingepflanzt wird. Die Wurzeln sollten von der Erde bedeckt werden, der Stamm jedoch frei bleiben. Während des Einpflanzens bittest du am besten eine weitere Person darum, das Bäumchen gerade zu halten und ein wenig daran zu rütteln. Auf diese Weise gelangt die Erde auch in die Wurzelzwischenräume. Abschließend drückst du die Erde rund um den Stamm leicht mit den Fingern fest.

Pflege

Unsere Bloomify-Calamondinorange mag trockene Wärme. Das bedeutet, dass sie weder einen hohen Wasserbedarf hat, noch Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit stellt. Gieße sie im Sommer alle paar Tage, sobald das Pflanzsubstrat an der Oberfläche trocken wird. Im Winterquartier benötigt sie aufgrund niedrigerer Temperaturen weniger Wasser. Kontrolliere hier regelmäßig die Feuchte der Erde und gieße erst, wenn diese sehr trocken ist.

Generell verträgt sie Kalk nicht so gut. Verwendest du kalkhaltiges Leitungswasser zum Gießen, kannst du dieses einige Tage in der Gießkanne stehen lassen. Auf diese Weise setzt sich der Kalk am Boden ab und das Wasser ist kalkärmer. Verliert dein Bäumchen viele Blätter, ist dies ein Zeichen dafür, dass sie etwas größere Wassergaben benötigt.

In der Wachstumsphase von April bis Oktober freut sich die Calamondinorange über wöchentliche Düngergaben!

Etwa alle zwei bis drei Jahre kann dein Bäumchen im Februar oder März in einen größeren Kübel umziehen, wenn es den Wurzeln im alten Gefäß zu eng wird. Beachte dabei die Hinweise zur Pflanzung.

Schnitt

Es ist rund ums Jahr möglich, vertrocknete Ästchen oder Zweige abzubrechen oder abzuschneiden. Damit das Bäumchen besonders schön buschig wächst, können zu lang gewordene Triebe gekürzt werden, zum Beispiel, wenn du die Pflanze im Herbst nach drinnen holst. Im Frühjahr können die Triebe noch großzügiger zurückgeschnitten werden, damit der Baum seine Energie in der kommenden Wachstumsphase in die Früchte stecken kann.

Ernte und Lagerung

Calamondinorangenbäume tragen im Alter von 4 Jahren zum ersten Mal Früchte. Unsere Bloomify-Calamondin ist bereits mehrere Jahre alt, wenn du sie kaufst und du kannst damit rechnen, dass sie bereits im ersten Jahr bei dir Früchte tragen wird.

Das Bäumchen kann ganzjährig recht große Blüten bilden, meistens jedoch ab dem Frühjahr und im Sommer. Die Blüten sind weiß und duften intensiv, sodass sie viele Insekten zur Bestäubung anziehen. Unsere Calamondinorange ist ein Selbstbestäuber, was bedeutet, dass ein einziges Bäumchen für eine erfolgreiche Befruchtung ausreicht. Aus den Blüten entwickeln sich dann die kleinen Früchtchen, die immer an den Astspitzen sitzen. Diese Entwicklung kann zwischen einem halben Jahr bis Jahr andauern, aber da die Bäume rund ums Jahr blühen können und generell sehr viele Früchte tragen, kann unter Umständen auch ganzjährig immer mal wieder geerntet werden.

Das Besondere an dieser Frucht ist, dass du sie in unterschiedlichen Reifegraden ernten kannst. Richtig reif sind sie, wenn die Schale orange ist. Dann schmecken sie süß und aromatisch. Du kannst sie jedoch auch schon im grünen Zustand ernten, wenn du es gerne sauer magst. Die Früchte lassen sich dann auspressen, der Saft kann auch heiß getrunken werden, ähnlich einer Heißen Zitrone. Je gelber die Calamondinorangen mit der Zeit werden, desto süßer wird ihr Geschmack.

Du kannst theoretisch aus den Kernen der Frucht neue Bäumchen ziehen. Diese müssen jedoch bis zu sieben Jahre wachsen, bis sie eigene Früchte tragen, das ist also eher ein Langzeit-Projekt für Geduldige.

Schneller geht es mit der Vermehrung über Stecklinge. Schneide dazu 10 bis 15 cm lange Triebe ab und stecke sie in einen kleinen Topf mit Anzuchterde. Der Steckling möchte es gerne sehr warm haben, 23 - 25° C sind ideal. Die Erde sollte leicht feucht gehalten werden. Du kannst den Topf zum Beispiel in einen Gefrierbeutel stellen und diesen oben verschließen, um dir eine Art Treibhaus zu bauen. Darin hat es der Steckling noch wärmer und trocknet nicht aus.

Überwinterung

Der Calamondinorangenbaum ist zwar kälteresistent, aber nicht frostfest und muss daher den Winter über herein geholt und an einen sehr hellen Platz gestellt werden. Das Tolle ist, dass die Pflanze - im Gegensatz zum Beispiel zur Kumquat – bei normaler Zimmertemperatur von maximal 22° C überwintern kann. Sie mag es aber auch kühler bei etwa 10° C, jedoch ist so ein kalter und gleichzeitig heller Standort mitunter schwierig zu finden. Ab Mai, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, kann sie dann wieder ins Sommerquartier ziehen.

Krankheiten und Schädlinge

In ihrem Winterquartier kann es passieren, dass die Blätter der Pflanze von Schildläusen befallen werden, daher solltest du sie regelmäßig etwas genauer anschauen. Diese kleinen Tierchen lassen sich zum Beispiel mit einem stumpfen Messer vom Blatt abkratzen, sodass Mittel zur Schädlingsbekämpfung oft unnötig sind. Beachte dabei, dass meistens nur geschwächte Bäumchen befallen werden. Eventuell ist es ihm zu warm oder nicht hell genug. Das Substrat könnte zu feucht sein oder das Gießwasser zu kalkhaltig.

Nährwerte

Calamondinorangen sind reich an Calcium, Eisen, Phosphor sowie Vitamin C und A.

Nährwerte je 100g

Kalorien 71 kcal
Fett 0,9g
Kohlenhydrate 16g

Fragen & Antworten zu unserer Calamondinorange

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