Die Brombeere

Gerade im Sommer sind die süßen Brombeeren ein herrlicher Snack! Wer liebt es an heißen Tagen nicht, die schwarzen, saftigen Beeren von den Ranken und Sträuchern zu pflücken? Dabei haben die ursprünglich aus den Wäldern Europas und Nordamerikas stammenden Früchte noch viel mehr auf Lager als ihren herrlichen Geschmack! Die Blüten sind eine wertvolle Bienenweide, und ihre aromatischen Früchte stecken voller Vitamine und Mineralstoffe! Diese schmecken nicht nur frisch, sondern bezaubern uns auch in Fruchtsäften, Gebäck und Marmeladen!

Unsere Brombeere, lateinisch Rubus Fructicosus, ist besonders kompakt, pflegeleicht und ertragreich. Sie eignet sich damit auch sehr gut für Garten-Neulinge! Es ist eine immertragende und mehrjährige Sorte, die strauchförmig wächst und mit der Zeit immer buschiger wird. Außerdem hat sie keine Dornen, was die Pflege und Ernte gegenüber anderen Sorten stark erleichtert! Ab Mai schmücken einfache, sehr hübsche weiße Blüten ihre Triebe, und auch das ganzjährige, saftig grüne Laub ist ein echter Hingucker! Damit nicht genug: Unsere Bloomify-Brombeere hat eine besonders lange Erntedauer, die von Juli bis zu den ersten Frösten andauert!

Standort und Boden

Die Brombeere ist zwar eine pflegeleichte Zeitgenossin, dennoch mag sie es schön warm; ein Standort in voller Sonne eignet sich am besten. Der Boden sollte schön durchlässig, humos und feucht sein; normaler Gartenboden mit etwas Kompost angereichert funktioniert sehr gut!

Unsere Brombeere ist eine Selbstbefruchterin. Sie kann also alleine stehen, um nach der Blüte Früchte zu tragen; durch Fremdbefruchtung lässt sich der Ertrag jedoch noch etwas steigern!

Unsere Brombeere erreicht eine Wuchshöhe von nur 60 bis 100 cm, und eine Breite (je nach Platz und Schnitt) von 60 bis 130 cm. Du kannst sie alleine, aber auch sehr schön in der Gruppe mit anderen Him- oder Brombeeren pflanzen. Das Meer aus Brombeersträuchern- und Blüten ist zudem nicht nur ein wahrer Gaumen- und Augenschmaus, sondern auch ein großer Pluspunkt für unsere summenden Gartenbewohner.
Ein Abstand von mindestens 40 bis 50 cm reicht aus, was sie besonders für kleinere Beete interessant macht.

Pflanzung

Pflanzung im Freiland

Die beste Zeit zum Einpflanzen ist im Frühjahr zwischen Februar und April oder im Herbst zwischen September und Dezember. Die einzige Voraussetzung ist ein frostfreier Boden! Zum Einpflanzen im Beet brauchst du einen Spaten (alternativ eine kleine Schaufel), eine Harke und Handschuhe. Dazu musst du mit dem Spaten ein Loch ausheben, welches genügend Platz für den Wurzelballen bietet. Die Pflanzgrube sollte etwa doppelt so breit ausgehoben werden wie der Topf ist, in dem die Pflanze geliefert wird. Den Wurzelballen kannst du vor dem Einpflanzen etwas auflockern; am Ende sollte dieser etwa 5 bis 10 cm hoch mit Erde bedeckt werden. Am besten pflanzt du ab Herbst (Oktober bis Dezember). Dann wurzelt der Strauch schön an, und bedingt durch die Jahreszeit hat der Boden im Beet eine gute und gleichmäßige Feuchtigkeit. Du brauchst deine Brombeere dann nur einmal direkt nach dem Einpflanzen ordentlich zu wässern. Auch zwischen Januar und April kannst du die Brombeere problemlos einpflanzen, solltest dann aber auf ausreichend Feuchtigkeit achten!

Pflanzung im Kübel

Durch ihre Wuchsform macht die Bloomify Brombeere auch im Kübel auf dem Balkon und der Terrasse eine sehr gute Figur, da sie kleiner bleibt als andere Sorten. Dabei ist die passende Größe des Pflanzgefäßes wichtig. In zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke.

Bei neu gekauften Pflanzen startest du am besten mit einem Gefäß, dass etwa 25 Liter Volumen hat. Ein klassischer Tontopf, der oben einen Durchmesser von 35 cm hat und 30 cm hoch ist, hat z.B. ein Volumen von etwa 25 Litern. Zum Vergleich: ein DIN-A4-Blatt ist an der langen Seite, ganz grob, 30 cm lang.

Auf dieser Seite (https://www.gartengnom.net/rechner/volumen/) findest du einen praktischen Online-Rechner, der dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigt.

Wie alle Beerensträucher ist auch die Brombeere ein Flachwurzler und benötigt daher Pflanzgefäße, die eher breit als hoch sind. Alle ein bis zwei Jahre kann der junge Strauch in ein größeres Gefäß umziehen, so kannst du dich langsam auf ein Volumen von mindestens 30 Litern steigern.

Beachte, dass keine Pflanze Staunässe mag und du daher immer eine Schicht aus Kies, Blähton oder ähnlichen Materialien unten im Topf einplanen solltest. Wähle also im Zweifel lieber einen etwas größeren Topf und gönne der Pflanze eine etwas dickere Drainageschicht.

Pflege

Unsere Brombeere hat einen mittleren Wasserbedarf. Das heißt: Der Boden sollte niemals über längere Zeit komplett austrocknen, doch Staunässe mag sie auch nicht. Im Freien entsteht Staunässe eher selten; sollte nach einem kräftigen Schauer doch einmal Wasser stehen bleiben, kannst du einfach mit einer Harke, einem Stab oder ähnlichem die Erde auflockern, damit das Wasser besser abfließen kann. Im Kübel solltest du regelmäßig kontrollieren, ob Wasser im Übertopf steht und dieses gegebenenfalls abgießen.

Im Sommer ist es allerdings wichtig, vor allem bei den Kübelpflanzen, auf eine ausreichende Wasserzufuhr zu achten – an heißen Tagen kann das durchaus täglich sein! Im Beet gießt du je nach Witterung. Hierzu brauchst du nur eine Gießkanne (mindestens 5 Liter Volumen) oder einen Gartenschlauch.

Auch das Düngen ist ein Kinderspiel, denn unsere Brombeere ist recht Anspruchslos. Einmal im Frühling (März/April), und einmal im Sommer (Juni/Juli) kannst du etwa eine Schaufel voll Dünger auf die Erde geben. Spezieller Beerendünger ist gut, Universaldünger (organisch) funktioniert ebenfalls. Wenn vorhanden, kannst du zusätzlich Kompost untermischen.

Schnitt

Der Schnitt erfolgt im Frühjahr, am besten im März. Dabei kannst du sie ruhig  bis auf 20 cm über dem Boden zurück schneiden. Ein kräftiger Rückschnitt sorgt für ein buschigeres Wachstum. Mit ein klein wenig Geschick kannst du sogar die Erntedauer beeinflussen! Sie hat nämlich eine interessante Eigenschaft: Die Triebe aus dem letzten Jahr blühen früher als ihre neuen Triebe, und somit sind deren Früchte auch früher erntereif. Dadurch entsteht die insgesamt fast ganzjährige Erntesaison. Schneidest du die alten Triebe aus dem Vorjahr stärker zurück, so werden mehr Blüten und folglich auch Früchte an den neuen Trieben ausgebildet. Die Früchte dieser Triebe kann man ab August/September, also etwas später in der Saison, ernten. Wenn du die alten Triebe jedoch weniger stark zurück schneidest, so trägt sie mehr Früchte an den älteren Seitentrieben, welche schon im Juli reif sind und geerntet werden können. Also noch einmal vereinfacht zusammengefasst: Je kürzer die alten Triebe zurück geschnitten werden, desto mehr Früchte werden an den neuen Trieben gebildet. Der Rückschnitt wird durch die Tatsache, dass unsere Brombeere durch ihren kompakten und stabilen Wuchs kein Gerüst benötigt, und dazu auch noch sehr klein ist, enorm erleichtert!

Ernte und Lagerung

Dies ist auch für die lange Ernte ein großer Vorteil: Die Saison beginnt im Juli, und dauert bis zu den ersten Frösten. Das Schöne bei der Brombeere ist, dass sie bereits im ersten Jahr der Pflanzung Früchte trägt. Die weißen Blüten öffnen sich ab Juni und blühen bis in den Juli. Die sich daraus bildenden mittelgroßen Früchte sind im reifen Zustand dunkelblau bis schwarz, und haben eine glänzende Oberfläche. Ihr Geschmack ist sehr süß mit einer milden Säurenote, und hat ein sehr intensives und typisches Brombeeraroma. Unsere Brombeere ist eine Selbstbefruchterin. Sie kann also alleine stehen, um nach der Blüte Früchte zu tragen; durch Fremdbefruchtung lässt sich der Ertrag jedoch noch etwas steigern!

Unsere Brombeere lässt sich auf drei Arten recht einfach vermehren: Durch Wurzelschnittlinge, Ausläufer oder Stecklinge. Dabei ist die Vermehrung durch Ausläufer definitiv am einfachsten; die Brombeere treibt nämlich unterirdische Triebe aus, welche in einigem Abstand zur Pflanze aus dem Boden wachsen. Trenne sie einfach mit einem Spaten ab, und setze sie an gewünschter Stelle ins Beet oder den Kübel.

Wenn du einen Wintergarten oder Gewächshaus hast, kannst du bei der Kultivierung im Kübel den Start der Blüte- und Erntezeiten um mehrere Wochen nach vorne ziehen. Stelle die Pflanzen dafür im Frühjahr ins Warme, und sie beginnen schon Anfang April zu blühen und ab Mai/Juni zu fruchten!

Überwinterung

Die Bloomify Brombeere ist ein sehr winterhartes Gewächs und hält auch strengen Frösten bis -23°C stand! Sie kann in unseren Breitengraden also auch im Kübel draußen überwintern. Sie freut sich dennoch, wenn du den Boden sowohl bei der Kultivierung im Kübel als auch im Beet mit einem Frostschutz (Stroh, etwas trockener Reisig, Mulch, o.ä.) abdeckst. Bei strengem Frost solltest du Luftpolsterfolie oder Vlies um die Kübel wickeln, um Frostschäden zu vermeiden. Zusätzlich kannst du eine Styroporplatte unter die Kübel legen.

Krankheiten und Schädlinge

Auch wenn unsere Brombeere sehr pflegeleicht und robust ist, können Krankheiten und Schädlinge die Pflanzen befallen. Eine der häufigsten Schädlinge ist die Brombeergallmilbe. Haben die winzig kleinen, und mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Milben (lat.: Acalitus essigi) die Brombeere befallen, so reifen die Früchte trotz ausreichend sonnigem Standort nicht vollständig, sondern bleiben zum Teil oder ganz Rot. Außerdem entwickeln sie weniger Süße, da die Milben den Saft der Beeren aussaugen. Da sich die Milben besonders gut bei trockener Wärme entwickeln, sollte der Boden vorbeugend um die Sträucher herum feucht gehalten werden (regelmäßiges Gießen, Mullschicht auf der Erde). Die winzigen Tierchen überwintern am Stängel und an geschützten anderen Stellen der Pflanze. Bei starkem Befall sollte die Pflanze bis kurz über dem Boden zurück geschnitten werden, bevor du auf Pflanzenschutzmittel zurückgreifst. Wenn das nicht hilft, kannst du im Frühjahr auf organische Mittel zurückgreifen.

Auch Pilzerkrankungen wie der Brombeerrost oder falscher Mehltau können auftreten und den Pflanzen sehr zusetzen. Beim Brombeerrost wird die Pflanze von einem Pilz befallen, welcher die Nährstoffe aus den Blättern zieht. Dadurch entwickeln sie eine rostige rote Farbe an der Blattoberseite. Einen Befall mit falschem Mehltau erkennt man an der blassen gelblich weißen Verfärbung auf Blättern und Früchten. Bei starkem Befall sterben sowohl die Blätter als auch die Früchte ab. In beiden Fällen sollten betroffene Blätter und Äste abgeschnitten und auch vom Boden aufgesammelt werden; außerdem ist es immer gut, die Sträucher bei Pilzbefall etwas auszudünnen! Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, kannst du zu einem Fungizid aus dem Fachhandel greifen. Wichtig: Wende keine Fungizide (und am besten auch keine anderen Pflanzenschutzmittel) im Zeitraum von Blüte und Ernte!

Nährwerte

Brombeeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen! Hier hast du eine kleine Übersicht, was alles in den Power-Beeren steckt:

Nährwerte je 100g

Kalorien 50 kcal
Fett 1g
Kohlenhydrate 6g

Fragen & Antworten zu unserer Brombeere

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