Die Blaubeere

Eine Blaubeere bringt Farbe in deinen Garten - und zwar nicht nur Blau! Im Frühling zeigt sie neben den zarten grünen Blättern weiße bis rosa Blüten und nach der Ernte im Sommer schmückt sie dann eine fast schon dramatische Herbstfärbung in Rot und Orange. Neben den leckeren Früchten und der tollen Optik überzeugen Heidelbeeren außerdem mit einer Reihe von Eigenschaften, die sie zum wahren Superstar unter den Beerensträuchern machen.

Was denn nun, Blaubeeren oder Heidelbeeren? Ob du Blaubeere oder Heidelbeere sagst, ist eigentlich ganz egal. Die leckere Frucht begeistert schon seit so langer Zeit, dass ihr viele verschiedene Namen gegeben wurden. Unsere Bloomify Blaubeere Bodo ist eine Kulturheidelbeere und stammt ursprünglich aus den USA. Ihre europäische Schwester ist deutlich kleiner und dunkelblauer, fast schon schwarz. Sie wächst an niedrigen Sträuchern in Nadelwäldern und färbt im rohen Zustand auch schonmal Zungen und Finger blau. Sie wird auch Waldheidelbeere genannt. Die hellblaue Kulturheidelbeere hingegen entfaltet ihre Farbkraft erst im gegarten Zustand, das Naschen vom Strauch ist also auch im weißen T-Shirt gefahrlos möglich.

Heidelbeeren sind mehrjährige, winterharte Sträucher, die je nach Sorte unterschiedliche Wuchshöhen erreichen. Sie gehören zusammen mit Cranberries oder Preiselbeeren zur Pflanzenfamilie der Heidekrautgewächse. Heidelbeeren sind robust und unkompliziert im Anbau, brauchen aber einen leicht sauren Boden, um optimal zu wachsen.

Unsere Bloomify Blaubeere ist eine klassische Sorte mit vielen sehr großen Früchten, die besonders süß und lecker schmecken. Sie wächst aufrecht und kräftig und kann im Freiland eine Höhe von 1,80 m erreichen, im Topf wird sie meistens bis 1,40 m hoch.

Hast du Lust auf eine eigene Heidelbeere in deinem Garten oder auf deinem Balkon? Hier findest du alle Infos, die du zum Kauf einer Heidelbeere wissen musst.

Das Laub der Heidelbeere leuchtet tollen Herbstfarben.

Standort und Boden

Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: locker, sandig, humusreich, leicht sauer

Kulturheidelbeeren lieben sonnige bis halbschattige Plätze. Suche deiner Pflanze daher keinen schattigen Standort aus.

Bei Heidelbeeren im Kübel hast du den Vorteil, dass deine Pflanzen mobil sind und du sie im Sommer an einen exponierten Standort und im Winter an einen geschützten Platz stellen kannst. Heidelbeeren auf dem Balkon sind also gar kein Problem. Es gibt spezielle Sorten, die extra für den Anbau im Topf gezüchtet wurden. Aber auch andere Sorten kannst du in ausreichend große Kübel pflanzen. Außerdem ist es im Topf einfacher, für die perfekten Bodeneigenschaften zu sorgen.

Heidelbeeren gedeihen am besten in leicht saurer Erde. Das heißt, dass der pH-Wert der Erde bei maximal 5 liegen sollte. Ein Wert von 5,5 ist gerade noch so in Ordnung. Ist der Wert zu hoch, kann die Pflanze keine Nährstoffe mehr aus der Erde aufnehmen und geht ein. Jede Pflanze hat dabei einen ganz eigenen “Wohlfühl-pH-Wert”.

Blaubeeren lieben einen Nadelwaldboden, der sandig, am liebsten jedoch etwas moorig und reich an Humus ist. Als Humus bezeichnet man einen Boden, der aus zersetztem organischen Material besteht, zum Beispiel aus alten Pflanzenteilen. Falls du nicht in einem Nadelwald wohnen solltest, ist das aber kein Grund zur Sorge. Du holst dir den Wald in Form spezieller Substrate ganz einfach zu dir. Konkrete Infos dazu findest du unter dem Punkt Heidelbeeren pflanzen.

Wenn du Lehmboden im Garten hast, ist es besonders wichtig, ein extra “saures Beet” für die Heidelbeere anzulegen. Ohne sauren Boden klappt es nämlich leider nicht - und Lehmboden hat einen recht hohen pH-Wert.

Im Garten ist es etwas schwierig, gute Beetnachbarn für die Heidelbeere zu finden, da sie so spezielle Wünsche an den Boden hat. Die meisten anderen Pflanzen brauchen einen höheren pH-Wert der Erde. Vertreter aus der gleichen Pflanzenfamilie der Blaubeere, der Heidekrautgewächse, eignen sich gut, also Preiselbeeren oder Cranberries.

 

Heidelbeeren neben Himbeeren?

Die gute Nachricht: Auch andere Beerensträucher aus anderen Pflanzenfamilien können neben der Heidelbeere im Garten Platz nehmen. Himbeeren fühlen sich zum Beispiel bei einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5 wohl. Das ist für die Heidelbeere etwas zu hoch, doch du kannst die Erde rund um Heidelbeersträucher auch ganz gezielt saurer machen. Mehr dazu findest du unter dem Punkt "Heidelbeeren pflegen".

 

Heidelbeere als Zimmerpflanze?

Leider eignet sich die Heidelbeere nicht als Zimmerpflanze. Sie fühlt sich in Haus oder Wohnung nicht wohl, da es dort zu warm und dunkel ist und die Luftfeuchtigkeit meist zu niedrig ist. Innen ist die Heidelbeere dann anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Außerdem fehlen drinnen natürlich die bestäubenden Insekten.

Gute Nachbarn: Preiselbeeren, Cranberries
Schlechte Nachbarn: Pflanzen, die hohe pH–Werte der Erde mögen, z.B. Lavendel, Minze, Oregano, Salbei, Zwiebeln

Heidelbeeren pflanzen

Wann werden Heidelbeeren gepflanzt?

Für deine Blaubeeren, vor allem eine Jungpflanze, ist es am besten, wenn sie im frostfreien späten Winter, im Frühling oder Herbst gepflanzt wird, da sie in dieser Zeit am besten anwächst. Du kannst sie aber auch den gesamten Sommer über pflanzen, solange die Sonne nicht allzu erbarmungslos vom Himmel brennt.

 

Die richtige Erde vorbereiten

Wie wir wissen, mögen Heidelbeeren einen leicht sauren Boden. Egal, ob du die Beere ins Freiland oder in einen Kübel pflanzen möchtest, musst du diese Besonderheit unbedingt beachten. Mische die Garten- oder Pflanzerde dazu großzügig mit Rindenkompost aus Nadelbäumen. Alternativ kannst du auch Rhododendronerde verwenden, das ist eine spezielle Mischung, die ein waldähnliches Milieu im Boden erzeugt. Beides ist in jedem Bau- oder Gartenmarkt zu finden. Achte darauf, dass die Erde keinen Torf enthält. Unsere Moore sind ein wichtiger CO2-Speicher und sollten in Ruhe gelassen bzw. renaturiert anstatt abgebaut werden.

 

Vor der Pflanzung

Wenn du möchtest, kannst du die Heidelbeere einen Tag vor dem Pflanztag aus dem Topf nehmen, in dem du sie gekauft hast. Stelle sie über Nacht in einen Eimer mit Wasser. So saugen sich die Wurzeln ordentlich mit Wasser voll und das Anwachsen wird erleichtert. Das ist vor allem bei einer Pflanzung im Sommer eine gute Idee.

Auf jeden Fall solltest du dir den Wurzelballen deiner Heidelbeere vor dem Einpflanzen gut anschauen. Siehst du abgestorbene Wurzeln, kannst du sie abschneiden. Ansonsten lockerst du den Wurzelballen auf und entfernst möglichst viel von der alten Erde, ohne die Wurzeln zu verletzen.

 

Nach der Pflanzung: Heidelbeeren mulchen

Im Freiland und im Topf kannst du nach dem Pflanzen eine Schicht aus kleingehäckselten Nadelhölzern rund um die Pflanze legen, eine sogenannte Mulchschicht. Rindenmulch ist ebenfalls im Baumarkt oder Fachhandel zu bekommen, schützt im Sommer vor Austrocknung und senkt den pH-Wert des Bodens ab, was der Blaubeere gut gefällt. Vielleicht hast du auch die Gelegenheit, Tannennadeln aufzusammeln und damit zu mulchen.

 

Pflanzung im Garten

Möchtest du Heidelbeeren im Garten anpflanzen, ist zunächst einmal ein ausreichend großes Loch nötig. Dieses sollte etwa 30 cm tief sein. Es sollte doppelt so breit sein wie der Wurzelballen. Spare hier auf jeden Fall nicht an Muskelkraft und leg dich richtig ins Zeug für deine neue Lieblingspflanze. Es lohnt sich, hier mit einem Zollstock die Tiefe und Breite des Loches auszumessen, anstatt nur grob zu schätzen. Fülle das Loch mit der gemischten Erde und setze den Strauch ein. Kontrolliere, ob er zu tief oder zu hoch sitzt. Fülle das Loch rund um die Pflanze mit Erde auf. Drücke die Erde gut an und gönne dem Strauch eine große Portion Wasser für einen guten Start an seinem neuen Standort. Anschließend kannst du noch mulchen.

 

Pflanzung im Kübel

Für die Kultivierung auf Terrasse oder Balkon ist die passende Größe des Topfes wichtig. In zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke. Bei neu gekauften Pflanzen einer normal großen Sorte wie unserer Bloomify Blaubeere startest du am besten mit einem Gefäß, das mindestens 30 Liter Volumen hat. Auf dieser Seite findest du einen praktischen Online-Rechner, der dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigt. Ein Topf mit knapp 40 cm Durchmesser bei einer Höhe von 30 cm fasst zum Beispiel 30 Liter.

Nach einigen Jahren sollte der Topf auf 40 bis 50 Liter Erde anwachsen, da die Pflanze ja auch größer wird.

Wie alle Beerensträucher ist auch die Blaubeere ein Flachwurzler und benötigt daher Pflanzgefäße, die eher breit als hoch sind.

Der Topf braucht unbedingt mindestens ein Abflussloch, damit Gieß- und Regenwasser sich nicht staut. Idealerweise legst du auch eine Drainageschicht am Topfboden an. Dafür kannst du Kies, Schotter, Tongranulat oder Blähton verwenden. Erst über diese steinige Schicht kommt dann die Pflanzerde. Hier musst du darauf achten, dass du deine Heidelbeere am Ende nicht zu hoch einpflanzt. Passt alles, dann fülle den Topf rund um den Wurzelballen mit der Erde auf und gieße die Pflanze kräftig.

Heidelbeeren pflegen, gießen und düngen

Allgemeine Pflege

Viel Pflege erwartet die Blaubeere gar nicht von dir. Wächst sie im Topf, musst du sie regelmäßig umtopfen, damit sie kräftig wachsen kann. Irgendwann ist das Substrat im Kübel komplett durchwurzelt und alle Nährstoffe sind verbraucht. Du kannst dich nach und nach auf Töpfe mit einem Volumen von 40 - 50 Liter steigern. Blaubeeren freuen sich auch über noch größere Pflanzgefäße, allerdings musst du hier schauen, wie viel Platz du zur Verfügung hast. Je kleiner der Topf, desto kleiner bleibt auch die Pflanze. Irgendwann muss der Topf auch nicht mehr wachsen, ein Umtopfen ist aber trotzdem alle paar Jahre nötig, um die Blaubeere mit frischer Erde zu versorgen.

Hier gibt es noch mehr Wissen rund um die richtige Pflege der Heidelbeere.

 

Heidelbeeren gießen

Am wichtigsten ist natürlich Wasser, denn ohne ausreichend Wasser ist auch der blaueste Traum schnell ausgeträumt. Blaubeeren sind recht durstig, vor allem, wenn sie damit beschäftigt sind, dicke Beeren zu produzieren. Lass deine Pflanze daher nicht für längere Zeit auf dem Trockenen sitzen. Im Sommer kann eine um die Pflanze aufgebrachte Mulchschicht vor Austrocknung schützen.

Hervorragend eignet sich Regenwasser zum Gießen, da Blaubeeren kein sehr kalkhaltiges Leitungswasser mögen. Hast du keine andere Wasserquelle, lass das Gießwasser im besten Fall einige Tage stehen, bevor du es verwendest. Auf diese Weise kann sich der Kalk auf dem Boden des Gefäßes absetzen. Bei sehr hartem Leitungswasser musst du ein Auge darauf haben, ob der pH-Wert des Bodens mit der Zeit ansteigt - und rechtzeitig gegensteuern.

 

Achtung, Staunässe!

Im Topf kann es leicht passieren, dass du deine Heidelbeere mit zu viel Wasser versorgst. Wenn das Wasser gut ablaufen kann, ist das kein Problem. Ein Topf ohne Abflusslöcher jedoch ist das sichere Todesurteil jeder Kübelpflanze. Für einen guten Abfluss sorgt auch eine Drainageschicht am Topfboden - damit beugst du der gefürchteten Staunässe sicher vor.

 

Heidelbeeren düngen

Die Heidelbeere ist ein Schwachzehrer und braucht nicht viele Nährstoffe. Im Frühjahr freut sie sich trotzdem über eine leichte Düngergabe. Ideal ist ein organischer Langzeitdünger, der die Nährstoffe über einen langen Zeitraum abgibt. Nicht gut geeignet sind flüssige Mineraldünger, da du mit diesen deine Heidelbeere schnell überdüngst. Sie sollten nur im Notfall bei einem akuten Nährstoffmangel Verwendung finden.

Kompost sollte bei der Heidelbeere nicht als alleiniger Dünger verwendet werden, da er so nährstoffreich ist und den pH-Wert des Bodens anhebt.

Noch mehr Infos rund um das Düngen der Heidelbeere findest du hier.

 

Heidelbeeren mit Kaffeesatz düngen?

Kaffeesatz ist ein super Dünger für die Heidelbeere. Am besten lässt du das gebrauchte Pulver gut trocknen und arbeitest es dann in die Erde ein. Feuchter Kaffeesatz neigt hingegen zu Schimmel. Auch Reste vom schwarzen Tee kannst du zum Düngen verwenden. Kaffee und Tee enthalten Säuren, wodurch der Boden etwas saurer und die Pflanze mit Stickstoff versorgt wird.

Heidelbeeren schneiden

Nach der Pflanzung deiner Blaubeere kannst du dich erstmal zurücklehnen: Die Sträucher wachsen recht langsam und kompakt, sodass in den ersten Jahren kein Schnitt notwendig ist. Lediglich abgestorbene Äste kannst du abschneiden.

Bei älteren Exemplaren wirst du irgendwann merken, dass die älteren Triebe weniger Früchte tragen und nicht mehr so viele neue Triebe aus der Erde nachwachsen. Dann wird es Zeit, die Pflanze durch einen Schnitt zu neuem Wachstum zu motivieren. Ein Schnitt regt Pflanzen immer dazu an, neue Triebe zu entwickeln bzw. sich stärker zu verzweigen. Meistens ist das erst erforderlich, wenn die Blaubeeren so alt sind, dass sie ihren vollen Ertrag liefern, was ab einem Alter von etwa 7 Jahren der Fall ist. Die kleinen Sträucher sind etwa 3 bis 4 Jahre alt, wenn du sie kaufst.

 

Heidelbeere: Wann und wie zurückschneiden?

Am besten funktioniert der Schnitt im Februar oder März bzw. Oktober oder November, solange es frostfrei ist. Schneide immer nur wenige alte Triebe ab, einen starken Schnitt mag die Heidelbeere nicht. 6 - 8 alte Triebe sollten verbleiben. Die jüngeren Triebe solltest du nur abschneiden, wenn sie sehr schwächlich sind oder zu dicht stehen. Heidelbeeren tragen an zwei- bis dreijährigen Trieben die meisten Früchte.

Die alten Triebe werden bodennah abgeschnitten. Es kann aber auch sein, dass ein älterer Zweig einen jüngeren Seitentrieb hat, den du erhalten möchtest. Den alten Trieb schneidest du dann kurz über dem Jüngeren ab, sodass dieser sich besser entwickeln kann.

Sehr alte Pflanzen, die kaum noch neue Triebe bilden und bei denen ein regelmäßiger Schnitt vernachlässigt wurde, können auch einmal radikal zurückgeschnitten werden. Dabei werden alle alten Triebe bodennah zurückgeschnitten und die jüngeren auf ca. 30 cm gekürzt. Das regt die Pflanze dazu an, neu auszutreiben.

In diesem Artikel findest du noch mehr Details rund um den Rückschnitt von Heidelbeeren.

Die Rinde von älteren Trieben verholzt mit der Zeit und wird rissig.

Heidelbeeren ernten, lagern und verarbeiten

Um viele Früchte zu ernten, müssen die Blüten der Heidelbeere von Insekten bestäubt werden. Je mehr, desto besser! Eine gute Idee ist es daher, verschiedene Blühpflanzen im Garten oder auf dem Balkon zu haben, die für Bestäuber wie Bienen oder Hummeln attraktiv sind. Bei Heidelbeeren handelt es sich um selbstbestäubende Pflanzen. Das heißt, dass eine Pflanze mit ihrem eigenen Pollen bestäubt werden kann. Der Pollen wird dabei von einer Blüte zur anderen transportiert. Das heißt, dass keine zweite Pflanze zur Bestäubung nötig ist. Trotzdem ist die Bestäubung noch erfolgreicher, wenn du mehrere Heidelbeerpflanzen im Garten hast.

 

Erntezeit und Saison von Heidelbeeren

Die kleinen Blaubeeren sind zunächst recht klein und hellgrün, reifen dann in leichten Rosatönen heran, wachsen und sind ab Anfang Juli erntereif, wenn sie dick und rundherum blau sind. Die Haupterntezeit ist im Sommer, es können aber auch bis in den Herbst hinein immer noch Früchte gepflückt werden.

Eine Jungpflanze wird im ersten Jahr schon Früchte tragen, doch erst im zweiten Jahr geht es so richtig los mit einer größeren Ernte. Das dauert noch viel zu lange? Wenn man es genau betrachtet, war der beste Zeitpunkt, um eine Blaubeere zu pflanzen, immer mindestens letztes Jahr. Also los, der zweitbeste Zeitpunkt ist genau jetzt!

Deine Heidelbeere trägt nicht? Das kann verschiedene Ursachen haben. Eventuell hat die Bestäubung nicht gut funktioniert oder während der Blütezeit war es noch mal so richtig kalt. Das kann dazu führen, dass die Heidelbeere ihre Blüten abwirft. Stelle außerdem sicher, dass der pH-Wert des Bodens in Ordnung ist und die Heidelbeere über ausreichend Nährstoffe verfügt. Überprüfe auch ihren Standort: Steht sie zu schattig und dunkel? Oder liegt eventuell ein Schädlingsbefall vor? Mehr dazu unter “Krankheiten und Schädlinge”.

 

Heidelbeeren lagern

Frisch gepflückt, halten sich die blauen Beeren einige Tage, vor allem im Kühlschrank. Sie sind nicht so druckanfällig wie zum Beispiel Himbeeren.

Möchtest du Heidelbeeren länger haltbar machen, kannst du sie einfrieren, trocknen bzw. dörren oder zu allerlei Leckereien verarbeiten. Eingefroren halten sie sich etwa ein halbes Jahr. So kannst du bei einer Ernte im Sommer zum Beispiel in der Adventszeit leckeren Heidelbeerkuchen backen. Nach dem Auftauen sind die Früchte nämlich eher matschig und müssen weiterverarbeitet oder püriert werden.

Damit nicht alle Heidelbeeren als Klumpen in einem Gefrierbeutel zusammenkleben, kannst du sie für einige Stunden auf einem flachen Brett oder Backblech gefrieren lassen. Im frostigen Zustand in einen Gefrierbeutel gepackt, lassen sie sich dort viel einfacher portionsweise entnehmen.

 

Heidelbeeren verarbeiten - unendlich viele leckere Rezepte

Frisch sind Heidelbeeren eine tolle Zutat im Müsli oder Joghurt. Die Früchte sind aufgrund ihres süßen und hocharomatischen Geschmacks aber auch perfekt für Kuchen oder Marmeladen geeignet. Wie wär's mal mit einem Heidelbeeren Crumble oder Blaubeermuffins?

Gute Nachrichten für alle Haustier-Fans: Heidelbeeren sind auch super gesund und bekömmlich für ausgewachsene Hunde und Katzen. Je nach Körpergröße der Vierbeiner kannst du ihnen täglich ein paar Beeren als Snack geben. Auch Nager wie Kaninchen oder Meerschweinchen naschen gerne ab und zu einige Früchte.

Im Müsli oder Porridge schmecken Heidelbeeren einfach super lecker.

Heidelbeeren: Überwinterung

Ab September entwickeln die Blätter der Blaubeere ihre wunderschöne Herbstfärbung. Ein letzter großer Auftritt, bevor der Strauch in den Wintermonaten alle Blätter verliert und etwas kahl wirkend überwintert.

Die Heidelbeere ist winterhart und ist sogar ziemlich hart im Nehmen, was Kälte angeht! Die Pflanze kann also im Winter draußen problemlos überleben. Im schlimmsten Fall friert der Strauch einfach oberirdisch ab, um im Frühjahr wieder neu auszutreiben - das passiert aber nur selten bei wirklich sehr tiefen Temperaturen. Im Winter schützt eine Mulchschicht zusätzlich vor Kälte und du kannst es dir mit einem Glas heißen Blaubeersaft drinnen gemütlich machen.

Etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen Kübelpflanzen. Heidelbeeren im Topf können auch draußen überwintern, benötigen aber einen Schutz, damit die Erde im Topf nicht gefriert.

Alle wichtigen Infos zur Überwinterung der Heidelbeere findest du in unserem Magazin.

Krankheiten und Schädlinge

Heidelbeeren sind sehr robust und wenig anfällig für Krankheiten. Sehr wichtig ist es, dass Staunässe vermieden wird, da diese zu fauligen Wurzeln und Pilzbefall führen kann.

Stehen die Pflanzen zu dicht oder wird ein Rückschnitt zu lange vernachlässigt, kann sich der Frostspanner ausbreiten, der junge Knospen und Blüten befällt. Solltest du weiße Gespinste oder kleine Raupen an Pflanzenteilen entdecken, schneide diese ab und kontrolliere die Pflanze regelmäßig, ob sich der Befall ausbreitet.

Zur Gefahr für die Heidelbeere kann der Dickmaulrüssler werden. Dieser Käfer frisst an den Blättern herum und hinterlässt ganz charakteristische Fraßspuren: kleine Einbuchtungen rund ums Blatt herum. Gefährlich für Pflanzen sind aber vor allem seine Larven, da diese die Wurzeln anfressen und beschädigen. Bei einem Befall musst du die Pflanze dringend umtopfen. Erwachsene Käfer lassen sich in den frühen Morgenstunden absammeln oder in Fallen locken.

 

Deine Heidelbeere hat gelbe, braune oder rote Blätter?

Keine Sorge, nicht jede Laubfärbung deutet auf eine Krankheit oder einen Nährstoffmangel hin. Rote Blätter sind in der Herbstzeit ganz typisch für Heidelbeeren. Sie können sich außerdem leicht violett färben. Aber auch ganz junge, frische Blätter erscheinen oft rötlich, bevor sie grün werden.

Gelbe Blätter hingegen können ein Anzeichen für einen Nährstoffmangel sein. Entweder fehlt Dünger, oder es liegt Staunässe vor. Die Blätter der Heidelbeere färben sich auch dann gelb, wenn der pH-Wert des Bodens zu hoch ist und die Nährstoffaufnahme daher gehemmt ist. Man spricht in diesem Fall von einer Chlorose. So kann zum Beispiel ein Eisen- oder Stickstoffmangel vorliegen.

Braune Blätter an der Heidelbeere können bedeuten, dass die Blätter vertrocknen. Auch hier kann die Ursache sein, du ahnst es schon, dass Staunässe vorliegt. Es kann aber auch sein, dass du deine Heidelbeere überdüngt hast. Falls das der Fall sein könnte, tauscht du am besten die Erde aus.

Braune Spitzen können die Blätter der Heidelbeere auch durch zu starke Sonneneinstrahlung bekommen. Das kann vor allem bei Jungpflanzen passieren, die frisch gepflanzt wurden und noch nicht an die Sonne gewöhnt sind. Das sieht zwar nicht so schön aus, ist aber nur ein optisches Problem und schadet der Heidelbeere nicht dauerhaft.

Als erstes solltest du in diesen Fällen aber immer kontrollieren, ob Staunässe die Ursache ist, da sich diese, früh erkannt, sehr gut beheben lässt.

Hitzeschäden des Sommers sind auch im Herbst noch als braune Blattspitzen zu sehen.

Heidelbeere: Inhaltsstoffe und Nährwerte

Heidelbeeren sind super gesund, denn sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe sowie Antioxidantien, die ein gesundes Immunsystem unterstützen. Dazu haben sie sehr wenig Kalorien.

Heidelbeeren enthalten wie alle Beeren Fruchtzucker. Das ist normalerweise kein Problem. Bei einer ausgeprägten Fructoseintoleranz solltest du dich jedoch genauer mit den Fructosewerten und den empfohlenen Mengen beschäftigen.

Hier eine Übersicht über die Nährwerte der Heidelbeere:

Nährwerte je 100g

Kalorien 36 kcal
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 6 g
Eiweiß 0,6 g

Fragen & Antworten zu unserer Blaubeere

Ja, unsere Blaubeere fühlt sich in einem Topf genauso wohl wie im Freiland. Eine Topfkultur ist jedoch sehr praktisch, da ihre Ansprüche an eine leicht saure Erde dann einfach erfüllt werden können. Wenn das Pflanzgefäß darüber hinaus ausreichend groß ist und Wasser abfließen kann, dann steht einem Obstgarten auf Balkon oder Terrasse nichts mehr im Weg.

Du kannst mit einem kleineren Topf starten, solltest die Blaubeere aber im 2. Jahr in einen größeren Topf umpflanzen. Sie bekommt viele neue Triebe und braucht dafür ausreichend Platz in der Erde. Große, etablierte Pflanzen brauchen irgendwann mal mindestens 30 Liter Erdvolumen. Das entspricht einem Topfdurchmesser von etwa 40 cm. Aber du kannst sie auch in Gefäße mit 40 - 50 Liter Volumen pflanzen, je nachdem, wie viel Platz dir zur Verfügung steht.

Ganz junge Heidelbeersträucher sind zu Beginn auch mit weniger Platz zufrieden. Daher eignet sich unser Bloomify Topf mit einem Durchmesser von 25 cm zum Beispiel gut.

Man kann beides sagen. Unsere Bloomify Blaubeere kann man auch als Kulturheidelbeere bezeichnen. Die Früchte sind hellblau und richtig schön groß. Sie unterscheiden sich deutlich von den kleinen, dunkelblauen Waldheidelbeeren, die im rohen Zustand auch schonmal Zungen und Finger blau färben. Die große Blaubeere hingegen entfaltet ihre Farbkraft erst im gegarten Zustand. Das Naschen vom Strauch ist also auch im weißen T-Shirt gefahrlos möglich.

Ja, ideal ist ein eher halbschattiges Plätzchen. Die Blaubeere steht nicht gerne in der prallen Sonne.

Heidelbeeren mögen einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus Wäldern, daher macht ihnen etwas Beschattung gar nichts aus. Allerdings benötigen sie ebenfalls ausreichend Sonnenlicht, um süße und aromatische Früchte zu entwickeln. Idealerweise suchst du einen geschützten Standort für sie aus, an dem sich die Wärme gut hält.

Der Strauch wird etwa 1,50 m hoch, sowohl im Freiland als auch in großen Kübeln. Er wächst eher aufrecht und wird maximal einen Meter breit.

Möchtest du mehrere Blaubeerpflanzen ins Beet setzen, achte auf einen Abstand von etwa 100 cm zwischen ihnen.

Der Blaubeere steckt es noch in den Genen, dass sie ursprünglich aus Wäldern stammt. Daher mag sie ihren Boden leicht “waldig”. Das heißt, dass die Erde leicht sauer sein muss. Das erreicht man ganz einfach, indem man normale Pflanzerde mit etwas “Wald” vermischt, also beispielsweise Rindenmulch oder Rindenkompost von Nadelbäumen.

Unsere Bloomify Heidelbeere kann ganzjährig gepflanzt werden, wenn es nicht gerade friert oder eine wochenlange Hitzewelle angesagt ist. Oft liest man, dass Beerensträucher entweder von September bis November oder im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden müssen. Das trifft aber auf sogenannte Containerware nicht zu. Das Wort klingt nicht so toll, bedeutet aber lediglich, dass die Pflanzen in einem Topf aufgewachsen. Daher sind sie schon gut in der sie umgebenden Erde verwurzelt. Im Gegensatz dazu werden auch wurzelnackte Heidelbeersträucher verkauft. Diese sind etwas empfindlicher sind, was den richtigen Pflanzzeitpunkt angeht.

Gedüngt werden müssen Blaubeeren nicht so stark, etwas Langzeitdünger im Frühjahr ist ausreichend.

Da die Wurzeln der Blaubeere flach unter der Erdoberfläche wachsen, kann die Pflanze keine Wasservorräte in tieferen Erdschichten anzapfen. Aus diesem Grund müssen junge Pflanzen im Freiland regelmäßig gegossen werden, ältere Pflanzen in sehr warmen und trockenen Sommern ebenso. Besonders, wenn sie dicke Früchte produzieren sollen.

Blaubeeren im Topf brauchen natürlich mehr Wasser, die Erde sollte nie ganz austrocknen, aber auch nicht dauerhaft nass sein. Das Wasser muss immer abfließen können.

Ab Mitte Juli beginnt endlich die Blaubeerzeit und erstreckt sich noch über den gesamten August.

Die Früchte sind erst noch hell und leicht grünlich. Sie werden immer größer und bekommen irgendwann rote Wangen. Aber erst, wenn sie rundum blau sind, sind sie reif.

Bienen und andere Insekten tragen den Pollen einer Blüte zu einer anderen Blüte. Blaubeeren sind sogenannte Selbstbestäuber. Das heißt, dass die Blüten zwar von Bienen und anderen Insekten bestäubt werden, der Pollen aber von einer einzelnen Pflanze stammen kann. Man braucht also nur eine Pflanze für eine gute Ernte.

Die glockenförmigen Blüten öffnen sich im Mai. Sie sind weiß und etwas unscheinbarer als die leuchtend blauen Früchte.

Ja, die Blaubeere ist winterhart und steckt Temperaturen bis -40 Grad locker weg. Im Beet brauchen nur junge Pflanzen etwas Schutz, die erst später im Jahr gepflanzt wurden. Du kannst den Boden rund um den Strauch zum Beispiel dick mit Tannenzweigen abdecken, um die Wurzeln zu schützen. Die sitzen bei der Blaubeere nämlich direkt unter der Erde. Erwachsene Pflanzen brauchen im Freiland keinen Winterschutz.

Bei Blaubeeren im Topf hingegen muss das Pflanzgefäß geschützt werden, sonst friert die Erde durch und die Wurzeln werden beschädigt. Es gibt dickes Wintervlies, aber auch Schutzmaterialien aus Jute. Alle wichtigen Infos dazu findest du in unseren Magazin-Artikeln zur Überwinterung der Blaubeere und zur Winterzeit auf Balkon und Terrasse.

Ja, zumindest die Blaubeeren im Topf. Sie müssen natürlich deutlich weniger gegossen werden als im Sommer, da sie im Herbst ihre Blätter abwerfen und darüber auch kein Wasser mehr verdunstet. Austrocknen dürfen sie aber nicht. Sie werden am besten tagsüber an frostfreien Tagen gegossen, damit das Wasser nicht gefriert.

Eine junge Blaubeerpflanze muss öfter umgetopft werden als ein älteres Exemplar. Sie braucht einen neuen Topf, wenn die Erde im alten Topf komplett durchwurzelt ist. Wenn du die Pflanze direkt nach dem Kauf in einen Topf mit einem Volumen von etwa 25 - 30 Litern pflanzt, steht das nächste Umtopfen meistens erst nach 2 bis 3 Jahren auf dem Programm. Nach weiteren 2 bis 3 Jahren kannst du sie nochmal umtopfen und dich so auf ein Volumen von 40 bis 50 Liter steigern. Danach muss die Blaubeere noch seltener umgetopft werden. Auch, wenn der Topf irgendwann nicht mehr größer wird, freut sich die Pflanze trotzdem über einen Austausch der Erde und frische Nährstoffe.

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr, bevor die Heidelbeere mit dem Wachstum loslegt. Du kannst sie aber auch im Herbst umtopfen.

Erst, wenn einzelne alte Zweige nach einigen Jahren keine Früchte mehr tragen, müssen sie im Herbst abgeschnitten werden. Es wachsen aber immer genug junge nach.

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