Die Blaubeere

Eine Blaubeere bringt Farbe in deinen Garten - und zwar nicht nur Blau! Im April und Mai zeigt sie neben den zarten grünen Blättern, kleine weiße bis rosane Blüten, die gerne von Bienen besucht werden. Und nach der Ernte im Sommer bekommen die Blätter dann eine fast schon dramatische Herbstfärbung in Rot und Orange. Neben ihrer leckeren Früchte und der tollen Optik überzeugt die Blaubeere außerdem mit einer Reihe von Eigenschaften, die sie zum wahren Superstar unter den Beerensträuchern macht.

Warum eigentlich Blaubeeren, heißen die nicht Heidelbeeren? Beides ist richtig. Die leckere Frucht begeistert schon seit so langer Zeit, dass ihr viele verschiedene Namen gegeben wurden. Unsere Bloomify-Blaubeere ist eine Kulturheidelbeere und stammt ursprünglich aus den USA. Ihre europäische Schwester ist deutlich kleiner und dunkelblauer, fast schon schwarz. Sie wächst an niedrigen Sträuchern in Nadelwäldern und färbt im rohen Zustand auch schonmal Zungen und Finger blau. Sie wird auch Waldheidelbeere genannt. Die hellblaue Kulturheidelbeere hingegen entfaltet ihre Farbkraft erst im gegarten Zustand, das Naschen vom Strauch ist also auch im weißen T-Shirt gefahrlos möglich.

Unsere Bloomify-Blaubeere wächst besonders kompakt und ist daher perfekt für kleinere Gärten oder für eine Pflanzung im Topf auf Balkon und Terrasse geeignet. Sie ist robust, pflegeleicht und winterhart. Da es sich um eine selbstbestäubende Pflanze handelt, ist kein zweites Exemplar zur Bestäubung nötig.

Standort und Boden

Kulturheidelbeeren lieben sonnige bis halbschattige Plätze, suche deiner Pflanze daher keinen schattigen Standort aus. Im Garten kannst du pro Quadratmeter zwei bis drei Exemplare pflanzen oder mit einem Abstand von 60 cm nebeneinander, da die Sträucher eher klein bleiben. Sie werden etwa 40 - 60 cm hoch.

Bei der Kultivierung im Kübel hast du den Vorteil, dass deine Pflanze mobil ist und du sie im Sommer an einen exponierten Standort und im Winter an einen geschützteren Platz stellen kannst. Außerdem ist es im Topf einfacher, ihr die perfekten Bodeneigenschaften zu schaffen.

Blaubeeren lieben einen Nadelwaldboden, der sandig, am liebsten jedoch etwas moorig und reich an Humus ist. Als Humus bezeichnet man einen Boden, der aus zersetztem organischen Material besteht, zum Beispiel aus alten Pflanzenteilen. Falls du nicht in einem Nadelwald wohnen solltest, ist das aber kein Grund zur Sorge. Du holst dir den Wald in Form spezieller Substrate ganz einfach zu dir. Konkrete Infos dazu findest du unter dem Punkt Pflanzung.

Pflanzung

Für deine Blaubeere ist es am besten, wenn sie im Frühling oder Herbst gepflanzt wird, da sie in dieser Zeit am besten anwächst. Du kannst sie aber auch den gesamten Sommer über pflanzen, solange die Sonne nicht allzu erbarmungslos vom Himmel brennt. Blaubeeren mögen - im Gegensatz zu anderen Beerensträuchern - einen leicht sauren Boden. Egal, ob du die Beere ins Freiland oder in einen Kübel pflanzen möchtest, musst du diese Besonderheit unbedingt beachten. Mische die Garten- oder Pflanzerde dazu großzügig mit Rindenkompost aus Nadelbäumen. Alternativ kannst du auch Rhododendronerde verwenden, das ist eine spezielle Mischung, die ein waldähnliches Milieu im Boden erzeugt. Beides ist in jedem Bau- oder Gartenmarkt zu finden.

Pflanzung im Freiland

Möchtest du Blaubeeren im Garten anpflanzen, ist zunächst einmal ein ausreichend großes Loch nötig. Dieses sollte etwa 30 cm tief sein. Als Durchmesser reichen 40 cm aus. Spare hier auf jeden Fall nicht an Muskelkraft und leg dich richtig ins Zeug für deine neue Lieblingspflanze. Es lohnt sich, hier mit einem Zollstock die Tiefe und Breite des Loches auszumessen, anstatt nur grob zu schätzen. Fülle das Loch mit der gemischten Erde und setze den Strauch ein. Drücke die Erde gut an und gönne dem Strauch eine große Portion Wasser für einen guten Start an seinem neuen Standort. Abschließend kannst du eine Schicht aus kleingehäckselten Nadelhölzern rund um die Pflanze legen, eine sogenannte Mulch-Schicht.

Pflanzung im Kübel

Für die Kultivierung auf Terrasse oder Balkon ist die passende Größe des Topfes wichtig. In zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke. Die Bloomify Blaubeere ist eine kleinbleibende Zwergform, daher ist sie auch mit einem kleineren Topf glücklich. Bei neu gekauften Pflanzen startest du am besten mit einem Gefäß, dass etwa 20 Liter Volumen hat. Ein klassischer Tontopf, der oben einen Durchmesser von 35 cm hat und 25 cm hoch ist, hat z.B. ein Volumen von etwa 20 Litern. Zum Vergleich: ein DIN-A4-Blatt ist an der langen Seite, ganz grob, 30 cm lang.

Auf dieser Seite findest du einen praktischen Online-Rechner, der dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigt.

Wie alle Beerensträucher ist auch die Blaubeere ein Flachwurzler und benötigt daher Pflanzgefäße, die eher breit als hoch sind. Alle paar Jahre kann die Blaubeere auch in ein größeres Gefäß umziehen.

Pflege

Viel Pflege erwartet die Blaubeere gar nicht von dir. Am wichtigsten ist natürlich Wasser, denn ohne ausreichend Wasser ist auch der blaueste Traum schnell ausgeträumt. Blaubeeren sind recht durstig, vor allem, wenn sie damit beschäftigt sind, dicke Beeren zu produzieren. Lass deine Pflanze daher nicht für längere Zeit auf dem Trockenen sitzen. Im Sommer kann eine um die Pflanze aufgebrachte Mulchschicht vor Austrocknung schützen.

Hervorragend eignet sich Regenwasser zum Gießen, da Blaubeeren kein sehr kalkhaltiges Leitungswasser mögen. Hast du keine andere Wasserquelle, lass das Gießwasser im besten Fall einige Tage stehen, bevor du es verwendest. Auf diese Weise kann sich der Kalk auf dem Boden des Gefäßes sammeln.

Die Blaubeere freut sich im Frühjahr über eine Düngergabe.

Kompost sollte hier nicht als Dünger verwendet werden, da er oft zu kalkhaltig ist.

Schnitt

Solltest du junge, zarte Triebe entdecken, die neben deiner Heidelbeere aus dem Boden sprießen, kannst du dich freuen. Der Pflanze gefällt es so gut bei dir, dass sie sich ausbreiten möchte. Im Topf könnte das natürlich ein Problem werden, und eventuell hast du auch im Garten keinen Platz für eine ganze Heidelbeerplantage (schade eigentlich, oder?). In diesem Fall kannst du die neuen Triebe einfach über dem Boden abschneiden, das macht der Mutterpflanze nichts aus. Generell gilt: schneidet man Äste aus der Pflanze heraus, steckt diese mehr Kraft in die übrigen und kann auf diese Weise die daran wachsenden Früchte auch besser mit Wasser und alle wichtigen Nährstoffen versorgen. Daher ist es für eine anhaltend üppige Ernte ratsam, ab und an zur Gartenschere zu greifen. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, wenn der Strauch noch kahl ist, denn dann kannst du am besten sehen, welche Triebe stehen bleiben und welche abgeschnitten werden können. Keine Sorge, du kannst dabei nicht viel falsch machen, wenn du ein wenig detektivischen Spürsinn beweist. Ältere Äste tragen nicht mehr so gut, daher sollten diese entfernt werden. “Alt” ist ein Ast mit ungefähr drei bis vier Jahren. Um die richtige Stelle zum Schneiden zu finden, musst du Ausschau nach jüngeren Seitentrieben halten, also nach kleineren Trieben, die sich von dem alten Trieb abspalten. Den alten Trieb schneidest du dann kurz über dem Jüngeren ab, so dass dieser sich besser entwickeln kann.

Irgendwann werden junge Seitentriebe natürlich auch mal alt und werden dann ebenfalls entfernt. Da immer neue Triebe nachwachsen, wird deine Pflanze trotz Pflegeschnitt mit der Zeit immer stattlicher. Am meisten Ernte bringen die zweijährigen Triebe, aber solltest du dir einmal nicht ganz sicher sein, lass lieber einen Ast mehr stehen. Bemerkst du im Sommer, dass bestimmte Äste weniger oder kleinere Früchte tragen, markiere sie dir doch mit einem kleinen Baumwollbindfaden, dann weißt du im Frühling, welcher Trieb gehen muss. Auch schon bei der Pflanzung kannst du deiner Heidelbeere einen sogenannten Pflanzschnitt unterziehen, bei dem einfach das obere Drittel aller vorhandenen Triebe abgeknipst wird.

Ernte und Lagerung

Die kleinen Blaubeeren sind zunächst recht klein und hellgrün, reifen dann in leichten Rosatönen heran, wachsen und sind ab Ende Juli erntereif, wenn sie rundherum blau sind. Die Haupterntezeit sind August und September, es kann aber auch bis in den Oktober hinein noch geerntet werden.

Dein Strauch wird im ersten Jahr schon Früchte tragen, doch erst im zweiten Jahr geht es so richtig los mit einer größeren Ernte. Das dauert noch viel zu lange, magst du dir jetzt denken, und wenn man es genau betrachtet, war der beste Zeitpunkt, um eine Blaubeere zu pflanzen, immer mindestens letztes Jahr. Also los, der zweitbeste Zeitpunkt ist genau jetzt!

Die Früchte unserer Bloomify-Blaubeere eignen sich natürlich super zum sofortigen Naschen, sind aufgrund ihres leicht säuerlichen und hocharomatischen Geschmacks aber auch perfekt für Kuchen, Säfte oder Marmeladen.

Überwinterung

Ab September entwickeln die Blätter der Blaubeere ihre wunderschöne Herbstfärbung. Ein letzter großer Auftritt, bevor der Strauch in den Wintermonaten alle Blätter verliert und etwas kahl wirkend überwintert.

Unsere Blaubeere ist ziemlich hart im nehmen, was Kälte angeht! Die Pflanze kann also überleben, wenn es mal kälter werden sollte. Im schlimmsten Fall friert der Strauch einfach oberirdisch ab, um im Frühjahr wieder neu auszutreiben. Im Winter schützt eine Mulchschicht zusätzlich vor Kälte und du kannst du es dir mit einem Glas heißen Blaubeersaft gemütlich machen.

Krankheiten und Schädlinge

Unsere Bloomify-Blaubeere ist sehr robust und wenig anfällig für Krankheiten. Sehr wichtig ist es, dass Staunässe vermieden wird, da diese zu fauligen Wurzeln und Pilzbefall führen kann.

Stehen die Pflanzen zu dicht oder wird ein Rückschnitt zu lange vernachlässigt, kann sich der Frostspanner ausbreiten, der junge Knospen und Blüten befällt. Solltest du weiße Gespinste an Pflanzenteilen entdecken, schneide diese ab und kontrolliere die Pflanze regelmäßig, ob sich der Befall ausbreitet.

Nährwerte

Blaubeeren sind super gesund, denn sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe sowie Antioxidantien, die ein gesundes Immunsystem unterstützen.

Nährwerte je 100g

Kalorien 36kcal
Fett 0,6g
Kohlenhydrate 6g
Eiweiß 0,6g

Fragen & Antworten zu unserer Blaubeere

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