Die Aprikose

Ein Blick auf die Herkunft von Aprikosen im Supermarkt lässt meist erkennen, dass die Frucht einen weiten Weg, zuwenigst aus der Mittelmeerregion zurückgelegt hat. Können die Früchte trotzdem auch vor unserer Haustür wachsen? Auf jeden Fall!
Und das nicht nur, weil auch unsere Sommer immer wärmer werden - mit einem Blick für gute Standortbedingungen kannst du dich in deinem eigenen Garten mit wenig Aufwand über eine reiche Ausbeute des leckeren Steinobstes freuen.

Unsere Bloomify-Aprikose ist eine altbewährte Sorte, die nicht nur im Hobbygarten, sondern auch auf Plantagen genutzt wird, da sie einen besonders großen Ertrag hat. Das Bäumchen wird mit ein paar Jahren ca. 4 Meter, in seltenen Fällen sogar zehn Meter hoch. Bevor die Pflanze im Sommer zum Schlemm-Paradies wird, ist sie im Frühjahr mit ihren weißen bis rosaroten Blüten eine wahre Schönheit.

Standort und Boden

Auf Grund ihrer Herkunft ist eines für die Pflanze ganz besonders wichtig: die Sonne. Sowohl das Licht als auch die Wärme sind notwendig für das Wachstum der Aprikose und ihrer Früchte - sie sonnt sich am liebsten den ganzen Tag. Etwa ein Plätzchen vor einer Hauswand eignet sich deshalb hervorragend für den Baum. Die vom Haus abgegebene Wärme verstärkt das Wohlbefinden und erfüllt zusätzlich das Wärmebedürfnis der Aprikose. Anders als viele andere Fruchtbäume steht die Aprikose außerdem bevorzugt trocken. Ein vor Regen geschützter Platz sowie ein eher trockener, lehmig-steiniger Boden bieten die idealen Voraussetzungen für sie. Feuchte Böden oder Standorte mit langsam abfließendem Wasser eignen sich weniger für den Baum.

Unsere Bloomify-Aprikose ist eine sehr witterungsfeste wie anpassungsfähige Sorte. Scheinen dir die Bedingungen in deinem Garten nicht ganz optimal, kannst du mit ihr trotzdem dein Glück versuchen - sie wird dich sicher nicht enttäuschen.

Pflanzung

Die ideale Zeit, um deine Aprikose in den Garten zu setzen, ist der Herbst. Pflanzt du den Baum im Oktober oder November, hat er die Möglichkeit, über den Winter zu verwurzeln und ist im Frühjahr bereits gut an seinem neuen Standort angekommen.

Du kannst deine Aprikose aber auch im Frühjahr pflanzen. Nur solltest du hierbei sehr vorausschauend sein: ist der Baum so frisch in der Erde, verträgt er einen Frost noch weniger als ohnehin. Du solltest im Frühjahr deshalb die Zeit der frostigen Nächste abwarten, bevor du das Pflanzen beginnst.

Werkzeug zum Pflanzen:

  • ein Spaten (es funktioniert auch eine Schaufel)
  • ein Stützpfahl für den jungen Baum
  • eine Schnur zur Befestigung am Pfahl

Du hebst nun zunächst ein Loch für die Pflanze aus. Es sollte etwa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen deiner Aprikose, und etwa ein Drittel tiefer als es der Ballen ist.

Da Aprikosen es nicht sehr nass mögen, verzichte an dieser Stelle darauf, den Wurzelballen wie sonst mit Wasser vollsaugen zu lassen. Die Aprikose kommt ganz einfach, trocken oder halbtrocken wie sie ist, in das Loch hinein.

Stecke vor dem Aufschütten gleich den Stützpfahl dazu. Nun wird das Loch wieder mit Erde gefüllt. Achte darauf, dass die sogenannte Veredelung des Baumes ca. 5 Zentimeter aus dem Boden herausschaut. Das ist die kleine, verdickte Stelle die du am unteren Ende des Stamms findest.

Drücke nun die Erde mit den Händen vorsichtig fest. Sie soll sich nicht verhärten, also trete sie besser nicht mit den Füßen an - denn meist entsteht dabei zu viel Druck und die Erde verdichtet sich zu sehr. Das sorgt zum Beispiel für Staunässe, die für das Wohlbefinden der Aprikose wirklich verheerend ist.

Zuletzt schlämmst du den Baum ein. Das bedeutet, du gießt ihn ein erstes Mal, mit etwas mehr Wasser als gewöhnlich. So setzt sich die Erde schon einmal gut in die Wurzelzwischenräume. Ein wenig angehäufte Erde rund um den Stamm verhindert, dass beim nachträglichen Absacken der Erde, etwa durch das Einschlämmen, die Wurzeln des Baumes wieder freigelegt werden.

Pflege

Um eine ideale Nährstoffversorgung für die Aprikose zu gewährleisten, solltest du sie jährlich düngen. Etwas Gartenkompost ist dafür gut geeignet. Pro Quadratmeter Boden sollten etwa 3 Liter Kompost zum Aufbessern der Erde genutzt werden. Verteile ihn überall dort, wo der Baum seine Wurzeln geschlagen hat - etwa in dem Umkreis, in dem auch die Baumkrone ausschlägt.

Obwohl die Aprikose es trocken mag, sollte sie gerade im regenarmen Frühjahr und Sommer gegossen werden. Die Erde braucht vor Nässe nicht triefen, eine leichte Feuchtigkeit ist der Pflanze am liebsten. Ein einmaliges wöchentliches Gießen genügt dafür. In regnerischen Jahren reicht der Pflanze das natürlich zugeführte Wasser. Dann ist es nicht notwendig, zusätzlich zu gießen.

Schnitt

Der richte Schnitt einer Aprikose gleicht dem Schnitt des Pfirsichs. Du kannst dir eine genaue Beschreibung mit zahlreichen Tipps und Kniffen bei dem Schnitt des Pfirsichs abschauen.

Ernte und Lagerung

Die meisten Aprikosen bestäuben sich selbst. Sie brauchen also keine zweite Pflanze ihrer Art in der Nähe, um Früchte ausbilden zu können. Auch unsere Bloomify-Aprikose ist eine Selbstbestäuberin.

Erntereif sind ihre Früchte dann zumeist im Juli, spätere Sorten können auch erst im August pflückbereit sein. Erkennen kannst du die Reife der Frucht an ihrer Farbe sowie ihrer Konsistenz: Die gelbliche Frucht bekommt “rote Wängchen”, sobald sie reift. Außerdem gibt ihr Fruchtfleisch auf leichten Druck nach. Dies ist der perfekte Zeitpunkt, die Früchte zu vernaschen. Natürlich kannst du sie aber auch ein wenig eher pflücken, solang ihr Fleisch noch fester ist. Dann reifen sie in der Obstschüssel nach und halten etwas länger frisch.

Willst du deine Aprikose vermehren, fängst du damit am besten gleich nach dem Verzehr einer Frucht an. Ist ihr Fleisch erst einmal vollständig vom Kern gelöst (das ist wichtig, da Fruchtreste am Kern auch in der Erde Schimmel ausbilden können) kommt dieser zunächst für eine Woche in den Kühlschrank. Wieder herausgeholt, kannst du ihn mit einem Nussknacker oder einem Hammer vorsichtig öffnen, sodass das Innere des Kerns sichtbar wird. Setzt du den offenen Kern nun in einem kleinen Blumentopf in die Erde, wird er innerhalb kürzester Zeit keimen. Wichtig ist dafür, dass die Erde stets feucht gehalten wird und du deinen Setzling an einem warmen Ort aufziehst.
Sobald ein kleiner, grüner Keim aus der Erde schaut, solltest du außerdem einen hellen Platz für ihn wählen, der aber nicht unmittelbar von der Sonne beschienen wird.

Da die Pflanze, je kleiner sie ist, auch empfindlicher auf Kälte reagiert, sollte dein Setzling erst einige Zentimeter gewachsen sein, bevor er hinaus in den Garten darf. Mindestens drei Jahre kann es dann noch dauern, bis dein Bäumchen erste Früchte tragen wird.

Überwinterung

Das ausgebildete Holz des Obstbaumes übersteht den Winter meist ohne große Probleme. Schwierigkeiten mit Frost haben lediglich die Knospen und Blüten der Pflanze, die im Vergleich zu den meisten anderen Obstbäumen schon sehr früh im Jahr entstehen und deshalb in unserer Klimaregion durchaus mal einen späten Frost abbekommen können. Damit aus einer frostigen Nacht nicht gleich ein ganzer Ernteausfall entsteht, kannst du den Baum, samt Krone und Stamm, mit Wintervlies eindecken. So hält er etwas Wärme und kann kurzzeitige Kälteeinbrüche überstehen.

Krankheiten und Schädlinge

Den Befall möglicher Krankheiten betreffend, gleicht die Aprikose vor allem der Pflaume. Du kannst Details dazu HIER nachlesen.

Was die Pflanze aber vor den meisten Krankheiten schützt, ist ein nützliches Kraut, das noch dazu auch zum Kochen verwendet werden kann: ein Meer aus Kapuzinerkresse am Fuß des Baumes beugt dem Befall diverser Schädlinge vor.

Nährwerte

Ob Kalium, Eisen oder Carotin, Vitamin B1, B2 oder C - die Aprikose ist ein Allrounder, was die Versorgung mit gesunden Nährstoffen betrifft. Sie ist unter anderem gut für Augen und Haut, den Stoffwechsel, Knochen, Zähne und das Immunsystem. Und nicht zu vergessen - auch auf Kuchen sind die kleinen süßen Früchte eine Wucht.

Nährwerte je 100g

Kalorien 48 kcal
Fett 0,2g
Kohlenhydrate 11g
Zucker 9g

Fragen & Antworten zu unserer Aprikose

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