Der Aprikosenbaum

Sie trägt samtig weiche Früchte und ist im Frühjahr mit ihrem weiß-rosa Blütenkleid eine wahre Schönheit: Die Aprikose. Das wärmeliebende Bäumchen wächst sowohl im Freiland als auch im Topf und verschönert dann Balkone und Terrassen.

Wenn du Lust auf einen eigenen Aprikosenbaum hast, erfährst du hier alles, was du wissen musst, um schon bald leckere Früchte zu ernten. Wir geben dir alle Infos rund um Pflanzung und Pflege der Aprikose an die Hand.

Die Aprikose (Prunus armeniaca) wächst hierzulande als kleinbleibender Baum. Sie gehört mit anderem Steinobst wie Pflaumen, Pfirsichen, Kirschen und Mandeln zur Gattung Prunus und zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Zu dieser Familie gehört übrigens auch Kernobst wie Äpfel oder Birnen.

Im Frühjahr zieren unzählige weiße bis hellrosa Blüten die Aprikosenbäume und ziehen mit ihrem süßen Nektar Bienen, Hummeln und andere Insekten magisch an. Aus den Blüten entwickeln sich dann die leckeren Früchte. Diese sind meist zwischen 4 bis 6 cm groß, es gibt aber auch großfrüchtigere Sorten. Sie alle sind im reifen Zustand weich, mild im Geschmack und haben eine samtige Schale.

Der Herkunft des Aprikosenbaums haftet etwas Geheimnisvolles an, denn es ist nicht geklärt, ob er ursprünglich aus China oder Indien stammt - oder vielleicht doch aus Armenien, denn diesem Land hat er die Bezeichnung armeniaca zu verdanken. Heutzutage werden Aprikosen in vielen Ländern der Welt angebaut. Die von uns aus nächsten großen Anbaugebiete liegen in Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei, aber auch in Österreich ist der Anbau in einigen Gegenden weit verbreitet.

Unsere Bloomify Aprikose ist eine kleinbleibende Sorte und kann daher auch in einen Topf gepflanzt werden. In handelsüblichen Töpfen, die auch noch bequem auf den Balkon oder die Terrasse passen, werden die Bäume etwa 1,5 Meter hoch. Im Freiland kann die Aprikose hingegen gut zwei Meter hoch werden.

 

Was ist der Unterschied zwischen Aprikose und Marille?

Kurz gesagt: Es gibt keinen Unterschied zwischen Aprikosen und Marillen. Es handelt sich um genau die gleiche Frucht, nur der Name ist anders. Vor allem Richtung Süddeutschland und in Österreich wird die Frucht Marille genannt, die anderswo als Aprikose bekannt ist. Somit sind in den berühmten Marillenknödeln Aprikosen zu finden und auch der Marillenschnaps könnte als Aprikosenschnaps bezeichnet werden.

 

Was ist der Unterschied zwischen Aprikose und Pfirsich?

Sowohl bei der Aprikose und als auch beim Pfirsich handelt es sich um Steinobst der Gattung Prunus, aber um zwei verschieden Arten. Die Aprikose gehört zur Art Prunus armeniaca und der Pfirsich zur Art Prunus persica. Beide Früchte haben eine samtig-pelzige Schale, ein Pfirsich ist aber deutlich größer als eine Aprikose. Aprikosen haben ein etwas mürberes Fruchtfleisch, Pfirsiche sind saftiger. Aber sowohl Aprikosen als auch Pfirsiche sind super lecker und gesund.

Die Bäume unterscheiden sich auch leicht voneinander. Pfirsichbäume haben längliche, eher dunkelgrüne Blätter. Aprikosenbäume haben hellere und rundliche Blätter.

Die Aprikose im Jahresverlauf

Im zeitigen Frühjahr öffnen sich die Blüten, die gerne von Hummeln und Bienen besucht werden.

Im Herbst färben sich die Blätter des Aprikosenbaums gelb und fallen ab. Das Bäumchen überwintert ohne Laub.

Aprikosenbaum: Standort und Boden

Standort: sonnig, warm und windgeschützt
Boden: locker, lehmig-steinig, humus- und nährstoffreich

Die Aprikose ist ein bisschen anspruchsvoll, was den perfekten Boden angeht. Sie mag weder zu nasse noch zu trockene Erde, aber nährstoffreich und humushaltig sollte sie sein.

Möchtest du einen Aprikosenbaum ins Freiland pflanzen, solltest du also zuerst einmal deinen Gartenboden genauer unter die Lupe nehmen. Hier findest du mehr Infos zu den verschiedenen Bodenarten und wie du die Bodenart in deinem Garten bestimmen kannst.

Sowohl einen sehr sandigen als auch einen sehr tonhaltigen Boden musst du mit nährstoffreicher Pflanzerde, am besten Komposterde, vermengen. Schwere, tonhaltige Böden solltest du außerdem durch die Zugabe von Sand auflockern. Für die Aprikose eignet sich mittelschwerer Boden besonders gut, aber auch hier freut sich das Bäumchen über eine Extraportion humusreicher Pflanzerde. Das kann eine Universalerde sein oder auch Erde für Gemüse oder Kübelpflanzen. Achte darauf, dass sie torffrei ist.

Pflanze dein Aprikosenbaum nicht in eine Senke, in der sich das Wasser sammeln kann. Im Topf muss das Wasser gut abfließen können. Nasse Füße mag die Aprikose nämlich gar nicht. Sie hat es lieber etwas zu trocken als zu nass.

Der Aprikosenbaum braucht viel Sonne und Wärme für ein gesundes Wachstum. Ein Standort in südlicher oder südwestlicher Ausrichtung ist perfekt. Der Standort sollte zudem etwas windgeschützt sein. Gut geeignet ist ein Plätzchen vor einer südlichen Hauswand.

 

Kann man einen Aprikosenbaum im Kübel halten?

Ja, das ist möglich. Obstbäume bleiben in Kübeln generell kleiner, als wenn sie im Freiland wachsen. Es gibt spezielle Aprikosensorten, die für den Topf besonders gut geeignet sind. Unsere Bloomify Aprikose zum Beispiel kannst du problemlos in einen Kübel pflanzen.

Aprikosenbaum pflanzen

Einen Aprikosenbaum zu pflanzen, ist gar nicht so schwierig. Je nachdem, ob dein Bäumchen im Freiland oder Kübel wachsen soll, unterscheidet sich die Vorgehensweise ein wenig. Am besten pflanzt du den Baum zusammen mit einer anderen Person. So kann eine Person den Baum festhalten und gerade ausrichten und die zweite die Erde auffüllen.

Wann pflanzt man einen Aprikosenbaum?

Die klassische Pflanzzeit von Obstbäumen ist der Herbst ab September bis in den November hinein sowie der Frühling. Sogenannte Containerware kann aber fast das ganze Jahr über gepflanzt werden. Das Wort klingt nicht so toll, bedeutet aber lediglich, dass der Aprikosenbaum in einem Topf aufgewachsen und somit schon gut in der Erde verwurzelt ist. Im Gegensatz dazu werden auch wurzelnackte Obstbäume oder Ballenware verkauft, die etwas empfindlicher sind, was den richtigen Pflanzzeitpunkt angeht.

Unsere Bloomify Aprikose wird idealerweise ab März bis Mai/Juni gepflanzt, je nach Witterung. Wenn es im Sommer zu heiß wird, ist das Pflanzen zwar noch möglich, aber mit sehr viel Gießaufwand verbunden. Wenn es ab Ende August wieder kühler wird, sind die Bedingungen für ein kräftiges Anwachsen wieder besser.

Der Herbst ist generell eine super Zeit, wenn du deinen Aprikosenbaum pflanzen möchtest. Denn dann kann das Bäumchen schon ein paar Monate anwachsen und kräftige Wurzeln bilden, um dann im Frühjahr frisch auszutreiben.

Im Spätherbst und zeitigen Frühjahr musst du darauf achten, dass kein starker Nachtfrost angesagt ist. Bei einem Aprikosenbaum im Kübel empfehlen wir daher eine Pflanzung eher im frühen Herbst oder dann wieder ab April.

Aufpassen musst du, wenn die Sonneneinstrahlung sehr hoch ist. Aprikosen mögen es zwar warm und sonnig, bei Jungpflanzen besteht aber immer die Gefahr, dass ein Sonnenbrand auftritt, da die jungen Blätter noch nicht an das direkte Sonnenlicht gewöhnt sind. Lasse sie also erstmal ein paar Tage draußen im Schatten stehen und gewöhne sie langsam an die Sonne.

Aprikosenbaum pflanzen: Das brauchst du

Im Freiland:

  • Spaten
  • je nach Bodentyp humusreiche Pflanzerde, Sand oder Kies
  • je nach Jahreszeit Dünger
  • Gießkanne oder Gartenschlauch
  • Holzpfahl oder Holzpflock
  • Seil/Schnur zum Festbinden, z.B. aus Jute, Kokosfaser, Baumwolle

Für die Pflanzung in einen Kübel:

  • Gartenschaufel
  • humusreiche Pflanzerde
  • Drainagematerial
  • ausreichend großer Topf und ggf. Übertopf
  • je nach Jahreszeit Dünger
  • Gießkanne

Aprikosenbaum pflanzen: So geht's im Freiland

Das Pflanzloch ausheben

Wenn du einen passenden Standort für deinen Aprikosenbaum gefunden hast, kannst du zum Spaten greifen und ein Loch ausheben. Das Pflanzloch sollte dabei mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen, etwa 40 - 50 cm sind perfekt. Mit dem Spaten kannst du ebenfalls ganz einfach den Boden des Pflanzlochs auflockern, indem du ihn etwa zur Hälfte in die Erde stichst und hin und her bewegst.

Die Erde aus dem Pflanzloch kannst du in Eimern zwischenlagern oder einfach einen Haufen neben dem Pflanzloch aufschütten.

Hast du sehr schweren, tonhaltigen Boden, ist es sinnvoll, das Loch etwas tiefer auszuheben und auf dem Boden eine Drainageschicht auszubringen. Das kann eine dicke Schicht Sand sein, noch besser ist Kies oder Schotter. So kann Regen- und Gießwasser besser abfließen.

Verzichte vor dem Einpflanzen auf ein Wässern des Wurzelballens, weil die Aprikose zu nasse Wurzeln nicht gut verträgt.

 

Den Aprikosenbaum festbinden und stützen

Damit der Aprikosenbaum gut anwächst und beim nächsten Sturm nicht umkippt, solltest du ihm für die nächsten zwei bis drei Jahre noch eine Stütze bieten. Dazu wird ein Holzpfahl benötigt, den du im Boden fixierst, noch bevor du das Pflanzloch mit Erde auffüllst. Der Baum wird dann aber erst daran festgebunden, nachdem das Pflanzloch mit Erde aufgefüllt wurde.

Obstbäume können an einem geraden oder schrägen Pflock festgebunden werden. Hier erklären wir dir alles, was du dazu wissen musst.

 

Das Pflanzloch mit Erde auffüllen

Nun wird das Pflanzloch aufgefüllt. Der Baum sollte genauso hoch eingepflanzt werden, wie er zuvor auch in der Erde stand. Du kannst die ausgehobene Gartenerde dabei direkt beim Pflanzen je nach Bedarf mit Sand, Komposterde oder anderer Pflanzerde vermischen.

Am Baum sollte dabei immer leicht gerüttelt werden, damit die Erde auch in die Wurzelzwischenräume gelangt. Drückt die Erde zwischendurch immer wieder fest, aber nicht zu stark. Zum Schluss kann die Erde rund um den Baum auch etwas festgetreten werden.

Anschließend wird der junge Baum angegossen, aber im Falle der Aprikose nicht zu stark. Die Erde sollte durchdringend gegossen werden, dabei wird sie noch etwas absacken und du kannst noch etwas Erde nachfüllen.

 

Mulchen und Düngen

Nun hast du bereits beste Voraussetzungen für einen guten Start des Bäumchens geschaffen.

Eine Mulchschicht rund um den Stamm ist empfehlenswert, wenn es sehr warm ist, da sie so vor Austrocknung schützt. Bei einer Pflanzung im Herbst schützt das Mulchmaterial vor Kälte. Dazu kannst du zum Beispiel Rasenschnitt, gehäckselte Äste oder gekauften Rindenmulch verwenden.

Nur bei einer Pflanzung im Frühjahr solltest du aufs Mulchen verzichten, damit sich die noch kalte Erde durch die Sonne besser erwärmen kann. Die Ausnahme bildet hier das Mulchen mit Komposterde.

Du kannst das Pflanzen des Aprikosenbaums gleich mit einer Düngergabe verbinden. Das bietet sich vor allem bei eher leichten, sandigen Gartenböden an. Verwende organischen Langzeitdünger, der die Nährstoffe über eine lange Zeit abgibt.

Aprikosenbaum in einen Kübel pflanzen

Durch ihre Wuchsform macht die Bloomify Aprikose auch im Kübel auf dem Balkon und der Terrasse eine sehr gute Figur, da sie kleiner bleibt als andere Sorten. Dabei ist die passende Größe des Pflanzgefäßes wichtig. In zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke.

Aprikosen werden nicht so gerne umgetopft. Du solltest daher mit einem etwas größeren Topf starten, als es bei Nektarine und Pfirsich der Fall ist. Ein Kübel, der mindestens 30 Liter Volumen hat, ist ideal. Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 40 cm und einer Höhe von 30 cm fassen ca. 30 Liter Erde. Zum Vergleich: ein DIN-A4-Blatt ist an der langen Seite etwa 30 cm lang.

Mit Hilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigen lassen.

Beachte, dass keine Pflanze Staunässe mag und die Aprikose lieber etwas zu trocken als zu nass steht. Daher ist eine Schicht aus Kies, Blähton oder ähnlichen Materialien unten im Topf super wichtig, damit das Wasser gut abfließen kann. Wähle also im Zweifel lieber einen etwas größeren Topf und gönne der Pflanze eine etwas dickere Drainageschicht.

Du kannst deine Aprikose direkt in einen Tontopf mit Abflussloch pflanzen. Allerdings haben diese einige Nachteile: Sie sind sehr schwer und damit, einmal bepflanzt, schwierig zu handhaben. Außerdem ist die Erde darin im Winter stark frostgefährdet. Besser ist es, den Baum in einen leichteren Kunststofftopf zu pflanzen und diesen in einen Übertopf deiner Wahl zu stellen. So werden die Wurzeln vor zu starker Hitze im Sommer geschützt und im Winter ist es einfacher, einen Frostschutz anzubringen bzw. die ganze Pflanze an einen geschützten Ort zu stellen.

Ideal ist es, deine Pflanzerde schon vorzubereiten: Mische einen Langzeitdünger oder Komposterde unter die Erde. Fülle dann eine Schicht davon auf die Drainage und setze die Pflanze mittig in den Topf. Halte sie am besten mit einer Hand fest und fülle mit der anderen den Topf etwa zur Hälfte mit Erde auf. Drücke diese leicht an und fülle den Topf dann komplett auf. Jetzt wird die Aprikose noch mit Wasser versorgt.

Mulchen klappt im Topf übrigens auch. Hier gilt das gleiche wie im Freiland: Im Frühjahr sollte erst mal nicht gemulcht werden, damit sich die Erde durch die ersten Sonnenstrahlen besser aufwärmen kann.

Aprikosenbaum: Pflege, gießen und düngen

Allgemeine Pflege

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen des Aprikosenbaums zählen neben dem Gießen und Düngen auch das Umtopfen sowie Schneiden.

Die Aprikose wird nicht gerne umgetopft, daher musst du sie nicht regelmäßig in einen größeren Topf umpflanzen. Direkt nach dem Kauf kannst du sie in einen Topf mit etwa 40 cm Durchmesser pflanzen. Wenn dieser nach ein paar Jahren komplett durchwurzelt ist, kann sie noch ein weiteres Mal umgetopft werden, am besten funktioniert das zwischen September und November.

Aprikosenbaum gießen

Der Aprikosenbaum mag es lieber etwas trockener als zu nass, aber natürlich musst du ihn trotzdem regelmäßig gießen, vor allem, wenn er im Topf wächst. Am besten kontrollierst du regelmäßig die Feuchtigkeit in der Erde. Wenn sich diese in ein paar Zentimetern Tiefe trocken anfühlt, kannst du gießen.

Steht dein Aprikosenbaum im Freiland, musst du ihn nur gießen, wenn es langanhaltend warm und trocken ist.

Aprikosenbaum düngen

Der Aprikosenbaum liebt humushaltige Erde. Ist dein Gartenboden eher sandig, ist eine jährliche Gabe von Komposterde eine gute Idee. Diese wird rund um den Baum in die Erde eingearbeitet. Du kannst im Sommer auch mit organischen Stoffen wie Rasenschnitt mulchen, um die Humusbildung zu fördern. Komposterde ist ein super Dünger für die Aprikose. Du kannst sie zusätzlich im Frühjahr mit einem organischen Langzeitdünger versorgen. Bei nährstoffreicher Gartenerde ist das aber nicht unbedingt notwendig.

Im Topf sind die Nährstoffe hingegen schneller verbraucht. Entferne im Frühjahr vorsichtig die oberste Schicht Erde und fülle den Topf mit Komposterde oder nährstoffreicher Pflanzerde auf. Du kannst auch etwas organischen Langzeitdünger einarbeiten.

Aprikosenbaum schneiden

Ein Aprikosenbaum muss ab und an geschnitten werden, damit er viele Früchte trägt. Werden die Äste zu alt, tragen sie nämlich irgendwann keine Blüten und Früchte mehr. Ein Schnitt sorgt dafür, dass immer wieder junges Fruchtholz nachwächst. Das ist zum Glück nicht jedes Jahr nötig, denn die Blühfreudigkeit geht erst nach einigen Jahren zurück.

Einen Aprikosenbaum zu schneiden ist gar nicht schwierig. Für den Schnitt benötigst du scharfe und saubere Werkzeuge. Bei dünnen Ästen reicht eine gute Gartenschere, bei dickeren Ästen sollte es schon eine Astschere oder kleine Säge sein.

Unscharfes Werkzeug führt dazu, dass die Schnittstellen ausfransen, schlecht verheilen und sich Krankheitserreger wie Pilze ansiedeln können.

Aprikosenbaum schneiden: Wann ist es nötig?

Merkst du nach einigen Jahren, dass dein Aprikosenbaum nicht mehr so viele Früchte trägt, ist der richtige Zeitpunkt für einen Schnitt zur Verjüngung gekommen.

Der Aprikosenbaum wird entweder im Sommer nach der Ernte im August oder September oder aber im März vor der Blüte geschnitten. Ausnahme: Tote oder kranke Äste sollten so schnell es geht entfernt werden, dafür musst du diese Zeitfenster nicht abwarten.

So wird der Aprikosenbaum geschnitten

Eine Grundregel beim Schnitt von Obstbäumen lautet immer, dass nach innen wachsende Äste entfernt werden sollten. Das Ziel bei den gängigen Kronenformen ist es, dass es einen Haupttrieb bzw. Mitteltrieb gibt, um den sich mehrere Seitentriebe regelmäßig anordnen. Diese sollten schräg nach oben wachsen. Es gibt jedoch auch Äste, die fast senkrecht nach oben wachsen oder eben “zurück” ins Kroneninnere. Das führt dazu, dass der Baum voll belaubt nicht gut durchlüftet wird. Diese Äste sind gut zu erkennen und können entfernt werden.

Die Seitenäste sollten nicht höher sein als der Mitteltrieb und müssen gekürzt werden, wenn sie zu lang werden. Schneide diese Triebe immer ein kleines Stück über einem Auge ab. So bezeichnet man eine Stelle, an der ein Ast neu austreiben wird. Dieses Auge sollte nach außen weisen, also nicht ins Kroneninnere. Schneide den Ast nicht zu knapp über dem Auge ab, denn ein Stück des Astes wird eintrocknen und das Auge sollte dabei nicht beschädigt werden.

Aprikosen ernten, lagern und verarbeiten

Aprikosen Ernte- und Blütezeit

Der Aprikosenbaum blüht früh im Jahr. In manchen Jahren können sich schon Ende März die ersten Blüten öffnen. So beginnt auch die Erntezeit von Ende Juni bis Mitte Juli recht früh. Vielleicht hat die Aprikose daher auch ihren Namen: Über mehrere Umwege hat sich aus dem latenischen praecox schließlich “Aprikose” gebildet, was frei mit “Die, die früh reif ist” übersetzt werden könnte. Die Aprikosenernte ist daher ein Highlight im frühen Sommer.

Um Aprikosen ernten zu können, müssen aber zunächst die Blüten bestäubt werden. Ein einzelner Aprikosenbaum reicht dazu zwar aus, aber es sind Bienen und Hummeln zur Bestäubung nötig. Da die Aprikose so früh blüht, ist es vielen Honigbienen noch etwas zu kalt draußen. Aprikosen profitieren daher sehr von einer Bestäubung durch Wildbienen, zum Beispiel der Gehörnten Mauerbiene. Für eine reiche Ernte ist es daher eine gute Idee, diesen Wildbienen Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten, zum Beispiel in einem geeigneten Insektenhotel. Auch Blühpflanzen, die die Bienen anlocken, können in der Nähe des Aprikosenbaums gepflanzt werden, zum Beispiel Frühblüher wie Tulpen, Osterglocken oder Krokusse.

Falls es zur Blütezeit kühl und nass ist und weit und breit keine Bestäuber zu sehen sind, kannst du die Blüten mit einem feinen Pinsel auch selbst bestäuben. Dazu überträgst du den Blütenstaub, also die Pollen, von einer Blüte zur anderen.

Sind die Aprikosen reif, fühlen sie sich weich an und meist färbt sich eine Seite der Frucht rötlich. Aprikosen können auch geerntet werden, bevor sie ganz reif sind, da sie nach dem Pflücken noch nachreifen. So können sie etwas länger aufbewahrt werden.

Aprikosen verarbeiten

Rezepte mit Aprikosen gibt es wie Sand am Meer, da die Früchte einfach so lecker und vielseitig sind. Ein Klassiker ist Aprikosenmarmelade bzw. Aprikosenkonfitüre. Sie schmeckt frisch gekocht besonders gut, kann aber auch genutzt werden, um damit Gebäck vor dem Backen zu glasieren. Dafür gibt es sogar einen speziellen Begriff: Aprikotieren.

Bekannt sind natürlich auch getrocknete Aprikosen, die als Dörrobst pur gesnackt werden können oder auch im Müsli gut schmecken.

Unter der Bezeichnung Marille ist die Aprikose noch in anderen Speisen und Getränken zu finden, zum Beispiel den Marillenknödeln oder dem Marillenschnaps.

Aprikosenbaum überwintern

Aprikosenbäume sind winterhart. Einzelne Teile des Baumes sind aber durchaus frostempfindlich, vor allem die Blüten. Da das Bäumchen so früh blüht, kann es noch zu stärkeren Nachtfrösten kommen, die dem Blütentraum schnell ein Ende setzen. Um das zu verhindern, solltest du zur Blütezeit die Temperaturen gut im Auge behalten. Ist Nachtfrost angesagt, kannst du die Krone des Baumes vorsichtig mit einem schützenden Vlies umhüllen. Tagsüber musst du es entfernen, damit die Blüten von Bestäubern besucht werden können.

Stelle deinen Aprikosenbaum im Topf im März halbschattig auf, dann setzt die Blüte etwas später ein.

Wenn der Aprikosenbaum im Spätsommer durch eine zu starke Düngung noch mal kräftig wächst, kann es sein, dass diese neuen, empfindlichen Triebspitzen abfrieren. Das ist nicht so tragisch, kann aber verhindert werden, indem du den Baum ab dem Sommer nicht mehr düngst. Der Nährstoff Kalium sorgt dafür, dass das Zellgewebe in den Ästen gefestigt wird und so Frost besser vertragen wird. Einen guten Kaliumdünger kannst du aus Bananenschalen ganz einfach selber machen, indem du die kleingeschnittenen Schalen über Nacht in Wasser einweichst und dann mit dem Wasser gießt.

Steht dein Aprikosenbaum im Kübel, sind die Wurzeln frostgefährdet, da im schlimmsten Fall die Erde im Topf komplett durchfrieren kann. Das kannst du verhindern, indem du den Kübel mit Vlies, Jutestoffen o.ä. einpackst und ihn auf eine isolierende Unterlage stellst. Hier erklären wir am Beispiel der Feige, wie das funktioniert.

Krankheiten & Schädlinge am Aprikosenbaum

Die jungen, saftigen Blätter der Aprikose werden im Frühjahr gerne von Blattläusen besucht, die sich vor allem auf den Blattunterseiten rasant vermehren können. Hier gibt es Tipps, was du bei einem Befall mit Blattläusen unternehmen kannst.

Auch Schildläuse sind ab und an am Aprikosenbaum zu finden. Sie sind gut getarnt und schwer zu sehen, da sie Panzer haben, unter denen sie sich meistens an den Ästen festsetzen. Bei ihrer Bekämpfung kannst du vorgehen wie bei Wollläusen.

Der beste Schutz gegen Schädlinge sind übrigens Nützlinge, also andere Insekten, die die Schädlinge bekämpfen und fressen. Diese kannst du gezielt anlocken, zum Beispiel durch Insektenhotels oder Blühpflanzen.

Eine Pilzerkrankung bei Aprikosen, Pfirsichen und Nektarinen ist die Kräuselkrankheit. Dabei werden die Blätter blasig und kräuseln sich ein. Im Laufe des Sommers kannst du leider nichts dagegen unternehmen, als die betroffenen Blätter zu entfernen und im Hausmüll zu entsorgen. Ist die Krankheit aufgetreten, kann sie im nächsten Winter, also im Januar und Februar, mit geeigneten Mitteln aus dem Fachhandel erfolgreich bekämpft werden.

Aprikose: Nährwerte und Inhaltsstoffe

Wusstest du schon? Die Aprikose ist das Obst mit dem höchsten Gehalt an Vitamin A. Dieses Vitamin ist unter anderem gut für unsere Augen und die Haut. Die Aprikose enthält aber natürlich noch viele weitere Vitamine und Mineralstoffe.

Die folgende Tabelle gibt einen kleinen Überblick über die Nährwerte der Aprikose:

Nährwerte je 100g

Kalorien 48 kcal
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 11 g
Protein 1,4 g

Fragen & Antworten zu unserer Aprikose

Ja, unsere Aprikose kannst du sowohl ins Freiland als auch in einen ausreichend großen Kübel pflanzen.

Unsere Bloomify Aprikose ist eine Zwergform und bleibt daher etwas kleiner. In Kübeln wird sie nicht so groß wie im Freiland, da der begrenzte Platz das Wurzelwachstum einschränkt. Daraus lässt sich schließen, dass die Aprikose umso höher werden kann, je größer der Pflanzkübel ist und dass du ihr Wachstum dadurch auch etwas im Zaum halten kannst. In handelsüblichen Töpfen, die auch noch bequem auf den Balkon oder die Terrasse passen, werden die Bäume etwa 1,5 Meter hoch. Im Freiland kann die Aprikose hingegen gut zwei Meter hoch werden.

Bei unserer Aprikose handelt es sich zwar um ein kleinbleibendes Bäumchen, aber trotzdem muss der Topf groß genug sein, damit sie sich gut entwickelt. Die Aprikose wird nur sehr ungerne umgetopft, daher solltest du gleich mit einem größeren Topf starten. Dieser sollte mindestens 30 Liter Erde fassen. Ein Kübel mit einem Durchmesser von 40 cm und knapp 30 cm Höhe fasst etwa 30 Liter. Wenn dieser nach ein paar Jahren komplett durchwurzelt ist, kannst du der Aprikose einen Kübel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 40 Litern Erde gönnen.

Die Aprikose wird nur sehr ungerne umgetopft, daher musst du sie nicht regelmäßig in einen größeren Topf umpflanzen. Direkt nach dem Kauf kannst du sie in einen Topf mit mindestens 30 Liter Erdvolumen pflanzen. Wenn dieser nach ein paar Jahren komplett durchwurzelt ist, kann sie noch ein weiteres Mal umgetopft werden, am besten funktioniert das im Oktober.

Nein, die Aprikose ist selbstbefruchtend. Auch ohne andere Bäume in der Nähe, die als Bestäuber dienen, kannst du mit einer großen Ernte rechnen.

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