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Zitruspflanzen im Winter: Gießen & Düngen

Im Gegensatz zu den meisten anderen Obstsorten tragen Zitrusbäumchen hierzulande ihre Früchte im November und Dezember. Damit sie sich gut entwickeln können, müssen Zitrone “Zeus” und ihre Verwandten in ein wärmeres Quartier ziehen und dort richtig gepflegt werden. Wir wollen uns in diesem Artikel näher anschauen, wie es mit dem Nährstoff- und Wasserbedarf bei Zitrusfrüchten im Allgemeinen und vor allem im Winter aussieht.

Halbe Kraft voraus - Stoffwechsel im Winter

Wie wir wissen, sieht die Überwinterung und Pflege bei den unterschiedlichen Zitrusfrüchten mehr oder weniger gleich aus, weshalb Zitrone “Zeus” auch in diesem Artikel wieder Modell stehen darf. Hast du zuhause nun anstelle von “Zeus” zum Beispiel die Limette “Lili” oder Kumquat “Kasimir” stehen, kannst du dich ebenfalls an diesem Artikel orientieren.

Zitrusbäume behalten ihr Laub und tragen bis in die kalte Jahreszeit hinein Früchte, weshalb über die Blätter immer noch ein wenig, wenn auch kaum, Flüssigkeit verdunstet wird. Das bedeutet folglich, dass auch ein gewisses Maß an Stoffwechselaktivität vorhanden ist, allerdings ganz weit heruntergefahren. Während und nach der Ernte begibt sich unsere Zitrone nämlich in die Winterruhe und verbraucht dabei ein Minimum an Energie. Du musst deinem Zitronenbäumchen also von Zeit zu Zeit immer mal wieder einen Besuch abstatten, um nach dem Rechten zu schauen und sie mit dem zu versorgen, was sie gerade braucht.

Zitrusbäume richtig gießen

Zitrusbäume brauchen generell wenig Wasser und mögen es recht trocken. Wir erinnern uns: Zitrone “Zeus” kommt ursprünglich aus subtropischen Klimaverhältnissen in Indien und China, wo es so richtig warm werden kann und zeitweise nur sehr wenig Regen fällt. Während der Hauptwachstumszeit zwischen April (je nachdem, wie schnell sich die Temperaturen dazu entschließen zu steigen, vielleicht auch erst ab Mai) und September braucht unsere Zitrone generell mehr Wasser als während der Winterruhe. Kein Wunder, dann wird ja auch fleißig geblüht und gewachsen. Ganz wichtig dabei ist, dass keine Staunässe entsteht. Nasse Füße über einen längeren Zeitraum sind ihr nämlich ein Graus und können auf Dauer den Tod für unsere Zitrusbäumchen bedeuten. Wann sollst du nun am besten gießen? Warte einfach, bis die Erde mehr oder weniger trocken ist und addiere im Idealfall noch 1 bis 2 Tage - dann kannst du ihr zu Trinken geben. Durch dieses Vorgehen ist es einfacher, Staunässe vorzubeugen.

 

Der Wasserbedarf im Winter

Im Winter solltest du dich am Standort deines Bäumchens orientieren. Generell gilt: Je mehr Licht es bekommt, desto mehr solltest du es gießen. Etwa alle 10 Tage eine kleine Wassergabe bei einem hellen Standort ist ein guter Richtwert für dich. Gieße genug, damit der Wurzelballen einmal ausreichend versorgt wurde (wenn ein wenig Wasser aus den Abzugslöchern tröpfelt, ist es perfekt), aber meine es nicht zu gut damit. Ansonsten fangen die Wurzeln zu faulen an und es steht schlecht um die Zukunft deines Zitrönchens. Steht sie sehr dunkel, sollte sie noch seltener und nur von Zeit zu Zeit einen kleinen Schluck Wasser bekommen, damit die Wurzeln nicht vollständig vertrocknen.

Je heller der Baum steht, desto mehr Wasser benötigt er.

Zitrusbäume richtig düngen

Was den Dünger angeht, ist Zitrone “Zeus” nicht ganz so genügsam wie mit dem Wasser. Da sie in unseren Breitengraden ausschließlich im Kübel kultiviert werden kann, braucht sie die Nährstoffe schneller auf und es muss mit Dünger nachgeholfen werden. Wenn unsere Zitrusbäumchen uns nun signalisieren, dass es mit dem Wachstum losgeht (also im Frühling, wenn sich neue Triebe erkennbar machen), kannst du auch mit den ersten Nährstoffgaben starten. Entweder, du entscheidest dich für organischen Flüssig-Volldünger, den du alle 7 bis 14 Tage mit dem Gießwasser verabreichst (es gibt auch spezielle Dünger für Zitruspflanzen im Handel). Oder du wählst einen organischen Langzeit-Volldünger (z.B. unseren Bloomify Dünger) oder Kompost, den du ins Substrat einarbeitest. Zitrusbäume müssen sowieso alle 1 bis 2 Jahre umgetopft werden, dann kannst du beides in einem Rutsch erledigen - darauf gehen wir aber nochmal genauer im Frühling ein, wenn es so weit ist.

 

Düngen im Winter

Wenn du dich für die Variante mit dem Flüssigdünger entschieden hast, musst du etwa ab September, wenn die Tage kürzer und die Temperaturen kühler werden, auch die Düngergaben drosseln. Dann reicht es, wenn du nur noch einmal im Monat düngst - das letzte Mal am besten im Oktober - und etwa ab November, wenn Zitrone “Zeus” in ihr Winterquartier muss, das Düngen vollständig einstellst. Bei Temperaturen unter 15 Grad kann die Pflanze sowieso keine Nährstoffe mehr aufnehmen (bzw. nur noch sehr eingeschränkt) und zudem gönnt sich das Bäumchen nach der anstrengenden Wachstums- und Blütezeit jetzt eine Pause, das es unbedingt braucht und in der wir es nicht durcheinander bringen sollten.

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