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Den Zitronenbaum richtig gießen & düngen

So gedeiht dein Zitronenbaum prächtig

Zitronenbäume sind recht genügsam, was das Wasser und den Dünger angeht. Damit deine Zitrone gesund und kräftig wächst, braucht sie dennoch regelmäßig einen Schluck Wasser und eine Portion Nährstoffe. Darauf musst du achten, wenn du deinen Zitronenbaum gießen und düngen möchtest.

Zitronenbaum gießen und düngen: Darauf kommt es an

In ihrer Heimat wachsen Zitronenbäume auf eher kargen, steinigen und nährstoffarmen Böden. Dementsprechend brauchen sie nicht allzu viele Nährstoffe und reagieren auf Staunässe sehr empfindlich. Zitronenbäume vertragen keinen Frost, deshalb können wir sie bei uns in Mitteleuropa nur im Kübel kultivieren. Dadurch steht ihnen weniger Erde zur Verfügung als im Freiland, weshalb sie ein wenig mehr Aufmerksamkeit benötigen, als zum Beispiel ein frei stehender Apfelbaum.

Den Zitronenbaum gießen

Zitronenbäume brauchen zwar nicht viel Wasser, müssen dafür aber regelmäßig gegossen werden. Sie mögen keine Staunässe, dürfen aber auch nicht zu lange trocken stehen. Hier gilt es, mit ein wenig Gefühl die goldene Mitte zu finden.

 

Die richtige Dosis

Generell kannst du dir merken, dass der Zitronenbaum desto mehr Wasser braucht, je wärmer und sonniger er steht. In der Zeit zwischen Ende März und Ende September kannst du deinen Zitronenbaum etwa 1 bis 2 mal wöchentlich gießen. In sehr warmen und trockenen Sommern musst du vielleicht sogar täglich wässern. Du kannst dich dabei auf dein Fingerspitzengefühl verlassen: sind die obersten 2 bis 3 cm der Erde trocken, ist es Zeit, zu gießen.

Achte darauf, das Bäumchen dabei ausreichend zu wässern, sodass sich der gesamte Wurzelballen einmal richtig vollsaugen kann. Wenn Wasser aus den Abzugslöchern im Boden tröpfelt, ist es genau richtig. Schütte nach einigen Minuten überschüssiges Wasser aus dem Topf, damit sich keine Staunässe bildet.

 

Zitronenbaum gießen: Das Timing

Stellst du fest, dass deine Zitrone Wasser braucht, ist der frühe Morgen der beste Zeitpunkt dafür. Die Erde ist noch relativ kühl und erwärmt sich allmählich. Dadurch kann der Zitronenbaum das Wasser aufnehmen, ohne dass alles vorher verdunstet.

 

Muss ich meine Zitrone auch im Winter gießen?

Im Winter ist es deutlich dunkler und kühler, weshalb der Zitronenbaum seinen Stoffwechsel fast vollständig herunterfährt. Dementsprechend musst du deinen Zitronenbaum auch deutlich seltener gießen als im Frühling und Sommer. Reduziere ab Oktober die Wassergaben und -menge, doch lasse die Zitrone nie komplett über längere Zeit austrocknen. Je mehr Licht sie in dieser Zeit bekommt, desto mehr kannst du sie gießen (wobei “mehr” hier immer noch deutlich weniger ist, als im Sommer).

 

Zitronenbaum gießen: Das richtige Wasser

Zitronen finden Regenwasser generell am besten. Hast du jedoch keins zur Verfügung, so ist auch ganz normales Leitungswasser absolut in Ordnung. Nur, wenn du extrem kalkhaltiges und hartes Leitungswasser hast, ist es empfehlenswert, es über Nacht ein wenig abstehen zu lassen. So kann sich der überschüssige Kalk am Boden absetzen und das Wasser ist nicht ganz so hart.

 

Welcher Dünger für meinen Zitronenbaum?

Im Fachhandel gibt es sowohl mineralische als auch organische Düngemittel. Wo ist der Unterschied?

 

Mineral- oder Kunstdünger & Blaukorn

Ganz grob gesagt bestehen mineralische Dünger aus Salzen, welche einen Sofort-Effekt haben, weil sie besonders schnell von den Pflanzen aufgenommen werden können. Mineraldünger liegen meistens in flüssiger Form vor und werden über das Gießwasser verabreicht. Es gibt aber auch das sogenannte “Blaukorn”, welches auf die Erde gestreut wird.

 

Organische Langzeitdünger

Organische Dünger bestehen aus organischem Material und geben die Nährstoffe nur allmählich an den Boden ab. Dadurch sind die Nährstoffe zwar nicht so schnell für die Pflanze verfügbar, dafür aber für eine deutlich längere Zeit.

 

Da Mineraldünger in der Herstellung und auch in der Anwendung eine große Belastung für die Umwelt darstellen, solltest du lieber zu organischen Düngemitteln greifen. Da du sie außerdem deutlich seltener ausbringen musst, sparst du auch noch eine Menge Geld. Doch den besten und nachhaltigsten Dünger bekommst du vielleicht ganz umsonst: Zitronenbäume lieben Kompost!

Wichtig ist nur, dass der Kompost vollständig verrottet ist. Nimm am besten den Kompost aus den untersten Schichten des Komposthaufens. Hast du keinen Kompost zur Hand, kannst du dich im Handel also nach speziellen Zitruspflanzen- oder Langzeitdüngern umsehen. Auch unser Bloomify Langzeitdünger in Bio-Qualität ist bestens für deine Zitrone geeignet.

Wann und wie oft muss ich meinen Zitronenbaum düngen?

Deine Zitrone braucht nur während der Hauptwachstumszeit zusätzliche Nährstoffe. Sobald sich im März oder Anfang April die ersten neuen Triebe zeigen, wird es Zeit für eine Portion Dünger.

Sollte deine Zitrone zufälligerweise auch einen größeren Topf oder neue Erde brauchen, kannst du die Gelegenheit nutzen und sie gleichzeitig beim Umtopfen düngen. Greife am besten zu Kompost oder Langzeitdünger und mische ihn mit der Erde. Bei Langzeitdüngern ist die Dosierung auf der Verpackung angegeben, woran du dich ruhig orientieren kannst. Nimmst du Kompost, so reicht eine großzügige Schippe oder etwa ein Verhältnis zu nährstoffarmer Pflanzerde von 1:3. Ist die Erde bereits vorgedüngt, nimm etwas weniger Kompost.

Danach hast du erstmal Ruhe. Erst im August kann eine zweite Düngergabe erfolgen. Arbeite dazu einfach ein wenig Kompost oder Dünger in die oberste Erdschicht ein. Bei Flüssigdüngern musst du etwa alle 1 bis 2 Wochen Dünger verabreichen. Nach August solltest du deine Zitrone nicht mehr düngen, weil sie dann beginnt, sich auf den Winter vorzubereiten.  

Zum Weiterstöbern

Hier gibt's noch mehr Infos rund um die Zitrone:

Übrigens: Was für die Zitrone gilt, gilt in den meisten Fällen auch für unsere Limetten Lili und Ronda, Kumquat Kasimir, Calamondinorange Carmen & Co.

 

Hast du Lust auf einen eigenen Zitronenbaum?

Unsere Zitrone Zeus wartet schon! Wie wär's mit einem passenden Übertopf, guter Pflanzerde oder einer Gartenschere für den Rückschnitt?

 

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