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Welchen Gartenboden habe ich? Die 3 wichtigsten Bodenarten im Überblick

Die verschiedenen Bodenarten erkennen und wissen, welche Pflanzen wo am besten wachsen

Damit die Pflanzen in deinem Garten gut wachsen, ist es wichtig zu wissen, welchen Gartenboden du hast. Je nach Zusammensetzung unterscheiden sich nämlich die Eigenschaften der Bodenarten und bestimmen die Qualität der Erde. Wir erklären dir, welche Bodenarten es gibt, woran du sie erkennst und welche Pflanzen wo wachsen.

Boden ist nicht gleich Boden

Unsere Gartenböden bestehen aus ganz schön vielen Zutaten. Einerseits gibt es eine gewaltige Zahl an Mikroorganismen und Kleinstlebewesen, die für ein aktives Bodenleben sorgen. Und dann gibt es noch die Erdkrümel selbst, die sich hauptsächlich aus Humus, Sand, Schluff und Lehm bilden.

Das Verhältnis dieser Bestandteile zueinander bestimmt die Eigenschaften der Bodenarten und welche Pflanzen dort gut wachsen. Grob lassen sich Böden in leichte, mittelschwere und schwere Böden unterteilen.

Manche mögen's leicht: Sandböden

Leichte Böden enthalten viel Sand (sogenannte „Sandböden“) und sind eher nährstoffarm. Zudem sind sie oft recht sauer, was nicht alle Pflanzen mögen. Sandböden sind meistens luftig locker, halten jedoch wenig Wasser und trocknen schnell aus. Durch das Beimischen von Humus in Form von Kompost, Kalk oder Lehm kann dem jedoch entgegengewirkt werden.

Auch das Mulchen empfiehlt sich sehr bei sandigen Böden. Wir haben eine tolle Anleitung zum Mulchen für dich vorbereitet – du findest sie hier. Auf mineralischen Dünger kannst du getrost verzichten, denn er wird durch den Regen ziemlich schnell wieder ausgewaschen  und belastet nur tiefere Bodenschichten und das Grundwasser.

Sandboden erkennen

Wie erkennen wir nun einen sandigen Boden? Ganz einfach – wenn du eine Hand voll davon zusammendrückst, klebt nichts an den Fingern und fällt sofort wieder auseinander. Der pH-Wert des Sandbodens liegt meistens bei 5,3 bis 5,7. Wie du den pH-Wert bestimmen kannst, ist auch noch mal weiter unten im Artikel zusammengefasst. Auf solchen Böden fühlen sich besonders Schwachzehrer wie die meisten Gartenkräuter wohl. Auch Erdbeeren lieben saure und sandige Böden.

Auf dem richtigen Gartenboden gedeihen die Pflanzen besonders üppig und gesund.

Mittelschwere Böden enthalten viel Lehm und Schluff (ganz feine Körnchen). Solche Böden speichern Wasser in der Regel sehr gut, sind etwas dichter als Sandböden, aber dennoch ausreichend locker. Zudem enthalten sie genügend Nährstoffe, und du musst je nach pH-Wert und Bepflanzung nur bei Bedarf mit Kalk oder Kompost nachhelfen.

So erkennst du einen mittelschweren Boden

Wenn du ihn in der Hand zusammendrückst, lässt er sich gut formen, fällt jedoch relativ schnell wieder auseinander. Mittelschwere oder lehmige Böden haben in der Regel einen pH-Wert zwischen 6 und 7. Hier gedeihen die meisten Pflanzen super und Schwachzehrer brauchen nur sehr selten zusätzliche Nährstoffe. Baust du Starkzehrer wie z.B. Tomaten oder Kohlsorten auf mittelschweren Böden an, ist zusätzlicher Kompost oft ausreichend.

Ton in Ton: Der schwere Gartenboden

Schwere Böden enthalten viel Ton und speichern dadurch sehr viel Wasser. Allerdings sollte man wissen, dass Ton aus sehr feinen Partikeln besteht, welche Wasser nur schwer wieder abgeben und es dadurch den Wurzeln nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht. Folglich sind solche Böden auch nicht besonders durchlässig und bergen das Risiko von Staunässe. Zudem erwärmen sie sich nur langsam, weshalb man im Frühjahr unbedingt auf dauerhaft frostfreies Wetter zum Bepflanzen warten sollte.

Schweren Boden erkennen

Einen tonhaltigen Boden erkennst du sehr schnell daran, dass er sich wunderbar kneten und formen lässt und überall haften bleibt. Hast du solchen Boden in deinem Garten, ist das jedoch kein Weltuntergang! Denn: es gibt natürlich ein paar Handgriffe, mit denen deine Pflanzen auch auf schweren Böden gedeihen können.

So lockerst du den schweren Tonboden auf

Grabe ihn im Herbst einmal ordentlich um, der Frost lässt das gespeicherte Wasser reißen und lockert somit wie von selbst den Boden auf. Bevor du dann im Frühling aussäst, solltest du den Boden noch einmal gut durchhacken und durch Zugabe von Sand und Humus durchlässiger machen. Eine Mulchschicht ist auch hier sehr empfehlenswert, da sie hilfreich ist, um Staunässe zu vermeiden. Schwere oder tonige Böden haben oft einen höheren pH-Wert (mindestens 6,9) als Lehmböden und sind reich an Nährstoffen. Auf diesen Bodenarten fühlen sich vor allem Blumenkohl und Kohl allgemein, Kürbisse und andere Starkzehrer pudelwohl.

 

Mittelzehrer wie die Möhre fühlen sich auf mittelschweren Böden am wohlsten, tolerieren jedoch auch Sandböden.

Der richtige pH-Wert im Gartenboden

Der richtige pH-Wert spielt eine große Rolle für ein gesundes Pflanzenwachstum. Es gibt unterschiedliche Mittel und Wege, diesen zu bestimmen. Da auch andere Faktoren, wie z.B. landwirtschaftliche Nutzflächen in der Umgebung durch Überdüngung den pH-Wert beeinflussen können, macht es Sinn, diesen im Vorfeld zu bestimmen.

Alkalisch oder sauer? Den pH-Wert deines Gartenbodens bestimmen

Um erst einmal festzustellen, ob dein Boden eher sauer oder eher alkalisch ist, gibt es einen ganz einfachen Trick. Alles, was du dafür brauchst, sind zwei Becher, destilliertes Wasser, Backpulver und Essig. In einen Becher füllst du das Wasser und löst eine Packung Backpulver darin auf. In den anderen kommt der Essig.

Wir haben nun eine saure Flüssigkeit und eine alkalische Lösung vor uns stehen. Jetzt nimmst du eine Handvoll Erde und gibst etwas davon in jeden Becher. Beginnt der Essig zu schäumen, ist die Erde alkalisch. Fängt jedoch die Backpulverlösung an zu zischen, so handelt es sich um einen sauren Boden. Passiert gar nichts, so ist der Boden in einem neutralen Zustand und somit für fast alle Pflanzen bestens geeignet.

Möchtest du es jedoch ganz genau wissen, so gibt es im Gartencenter Teststreifen oder Bodentester, mit denen du den genauen Wert und somit die Bodenart ermitteln kannst.

Pflanzen, die eher saure Böden mögen, gedeihen auf Sandböden besonders gut. Dazu gehört neben der Erdbeere z.B. auch die Heidelbeere.

Zum Weiterstöbern

Hier gibt's noch mehr Infos rund um den Gartenboden:

 

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