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  • Olivenbaum Pflege: 5 Tipps, um deine Olive gesund und vital zu halten

So geht's: Den Olivenbaum richtig pflegen

Damit sich deine Olive bei dir so richtig wohl fühlt

Silbrig-grüne Blätter und ein knorriger Stamm – wie schön ist bitte ein Olivenbaum? Pflege benötigt er gar nicht so viel, wie du vielleicht denkst. Die urigen Bäume sind pflegeleichte Pflanzen und mit unseren 5 Tipps wirst du ganz bestimmt schon bald zum Olivenbaum-Pflege-Profi.

1. Topfe deinen Olivenbaum regelmäßig in gute Erde um

Junge Olivenbäume sollten direkt nach dem Kauf in einen etwas größeren Topf umziehen. Anschließend reicht es, sie etwa alle 2 – 3 Jahre umzutopfen. Diese Spanne kann mit der Zeit immer größer werden, sodass ältere Bäume irgendwann nur noch alle 5 Jahre oder noch seltener umgetopft werden müssen.

Der Topf sollte jedes Mal um etwa 4 cm im Durchmesser wachsen. Das heißt, dass im neuen Topf rund um den Wurzelballen etwa 2 cm Platz ist. Das ist nicht viel, aber vollkommen ausreichend. Bei größeren Kübel steckt der Olivenbaum seine ganze Energie ins Wurzelwachstum, weil er im Topf schön viel Platz hat.

Bei jedem Umtopfen wird die Olive mit frischer, nährstoffreicher Erde versorgt.

 

Die perfekte Olivenbaum-Pflege: Welche Erde?

In ihrer mediterranen Heimat wächst die Olive auf kargen, sandig-steinigen Untergründen. Daher kannst du dir vielleicht schon denken, welche Erde der Olivenbaum auch hierzulande bevorzugt: eine eher nährstoffarme Erde mit sandig-steinigen Anteilen.

Die passende Erde für deine Olive kannst du dir ganz einfach selber anmischen. Als Basis kommt guter Gartenboden oder eine gekaufte Universalerde in Frage, die du auch für andere Pflanzen benutzen kannst. Achte beim Kauf darauf, dass sie torffrei ist. Unsere Bloomify Universalerde ist gut geeignet. Da sie schon vorgedüngt ist, musst du die Düngung des Olivenbaums etwas anpassen – mehr dazu unter Tipp 3! Nicht so gut geeignet ist sehr nährstoffreiche Kompost- oder Gemüseerde.

Mische deine Erde mit Sand, feinem Kies oder Tongranulat ... hier kannst du kreativ werden. Alle Materialien, die die Erde auflockern, sodass das Gießwasser gut abfließen kann, sind geeignet. Da Olivenbäume Erde mit einem leicht basischen pH-Wert brauchen, eignen sich zum Beispiel auch zerkleinerte Muschelschalen. Sie enthalten Kalk, was den pH-Wert anhebt – perfekt für die Olive. Es reicht natürlich vollkommen aus, wenn du zum Beispiel nur Sand verwendest.

Von diesen „steinigen“ Materialien brauchst du für einen handelsüblichen Topf nur etwa 1 – 2 Handvoll.

Etwas gröberes Material (Blähtonkugeln, Tonscherben, grober Kies) ist geeignet, um es als extra Schicht unten im Topf zu verteilen. Mehr Infos zur sogenannten Drainage gibt es ebenfalls bei Tipp 3.

Vom regelmäßigen Umtopfen profitieren alle Kübelpflanzen, auch Zitronenbäume.

2. Gib deinem Olivenbaum einen passenden Standort

Die perfekte Olivenbaum-Pflege: Garten, Balkon oder Terrasse als Standort?

Olivenbäume brauchen vor allem eins: Sonne! Sie mögen es hell und warm. Auch pralle Sommersonne ist kein Problem. Ideal für Oliven im Kübel ist ein Balkon oder eine Terrasse Richtung Süden. Helle Standorte in süd-westlicher oder süd-östlicher Richtung mit einigen Sonnenstunden am Tag eignen sich auch.

In sehr milden Regionen Deutschlands kann man Olivenbäume auch in den Garten pflanzen. Allerdings geht das nur gut, wenn die Winter wirklich mild sind.

 

Eignet sich der Olivenbaum als Zimmerpflanze?

Als reine Zimmerpflanzen werden Olivenbäume auf Dauer in den meisten Fällen leider nicht glücklich. Sie brauchen viel Licht und am besten die direkte Sonne. Wintergärten mit großen Fenstern sind noch am ehesten geeignet. Ideal ist es, wenn für Durchzug gesorgt werden kann, denn der Olivenbaum ist ein Selbstbefruchter. Die Bestäubung der Blüten geschieht dabei durch den Wind.

In vielen Wohnungen ist die Lichtsituation nicht ideal. Geschwächte Bäume werfen ihre Blätter ab und werden anfällig für Schädlinge.

3. Gieße und dünge deinen Olivenbaum ausreichend

Olivenbäume sind recht anspruchslos, was ihren Wasser- und Nährstoffbedarf betrifft. Die Gefahr ist eher, dass du es zu gut meinst und deinen Baum mit zu viel Wasser und Dünger versorgst.

Ganz wichtig sind ein Abflussloch und eine Drainage-Schicht am Boden des Kübels. So kann überschüssiges Wasser gut ablaufen und du beugst Staunässe vor. Die entsteht, wenn die Erde dauerhaft feucht ist und schadet den Wurzeln des Olivenbaums. So eine Schicht kann zum Beispiel aus grobem Kies oder Blähtonkugeln bestehen. Außerdem kannst du das Abflussloch zusätzlich mit einer Tonscherbe abdecken, damit es nicht verstopft. Damit ist der Topf schon mal perfekt ausgerüstet, damit deine Olive dir auch übermäßiges Gießen besser verzeihen kann – oder starke Regenschauer übersteht.

Dass du es mit dem Gießen übertrieben hast und die Erde zu feucht ist, zeigt der Olivenbaum durch einige Warnsignale an. Die Blätter können sich gelb verfärben und abfallen. Ebenso ist es möglich, dass ganze Zweige vertrocknen – trotz feuchter Erde. Die Wurzeln sind dann einfach schon so stark beschädigt, dass sie kein Wasser mehr aufnehmen können. Da hilft nur noch Umtopfen.

Je wärmer, sonniger und auch windiger es ist, umso mehr Wasser verdunstet auch über die Blätter der Pflanze. Du wirst merken, dass die Erde dann schneller trocken wird. Gieße deinen Olivenbaum immer dann, wenn sich die oberste Erdschicht trocken anfühlt.

Im Winter kannst du das Gießen deutlich reduzieren. Je kälter der Olivenbaum überwintert wird, desto seltener musst du ihn mit Wasser versorgen. Düngen darfst du ihn während der Überwinterung dann gar nicht mehr.

 

Die perfekte Olivenbaum-Pflege: Welcher Dünger?

Der Olivenbaum braucht nicht viel Dünger. Da er hierzulande in den allermeisten Fällen im Kübel wächst und somit nicht auf Nährstoffe aus dem Gartenboden zugreifen kann, muss er regelmäßig gedüngt werden.

Am besten eignen sich organische Düngemittel. Diese sind gut für die Umwelt und eine Gefahr der Überdüngung besteht so gut wie gar nicht. Die meisten organischen Dünger haben eine Langzeitwirkung, sodass dein Olivenbaum nach und nach mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird.

Zu den organischen Düngemitteln zählen alle tierischen und pflanzlichen Materialien, die im Boden zersetzt werden und dabei Nährstoffe abgeben, die von den Pflanzen aufgenommen werden. Kompost(erde) enthält zum Beispiel sehr viele Nährstoffe und ist gut geeignet, um die Olive damit zu düngen. Ebenso zum Einsatz kommen können Mist (in Maßen), Schafwolle, Hornspäne oder Pflanzenjauchen. Auch Hausmittel wie Kaffeesatz (ebenfalls nur in Maßen), Eier- und Bananenschalen eignen sich zum Düngen.

Du kannst organische Dünger aber auch kaufen, es gibt sie in flüssiger oder fester Form. Bei unserem Bloomify Universaldünger handelt es sich zum Beispiel um Pellets aus pflanzlichen Materialien. Es gibt jedoch auch Pellets aus Schafwolle.

Im Gegensatz dazu gibt es auch mineralische Dünger. Diese werden künstlich hergestellt und werden meist über das Gießwasser verabreicht. Sie können leicht überdosiert werden, was dem Olivenbaum gar nicht gut tut. Leidet dein Olivenbaum unter einem Nährstoffmangel, ist ein Mineraldünger (zum Beispiel ein flüssiger Zitrusdünger) trotzdem eine gute Idee. Er wirkt deutlich schneller als ein organischer Dünger. Dafür ist die Wirkung aber auch schnell wieder verpufft und es muss nachgedüngt werden.

Wenn du Lust hast, kannst du dich in unserem Magazin noch tiefer in das Thema „Olivenbaum düngen“ einlesen.

3 von 5 Tipps hast du schon geschafft - du bist auf dem besten Wege, um ein echter Profi in der Olivenbaum-Pflege zu werden.

4. Halte deinen Olivenbaum durch einen Schnitt gesund und schön

Olivenbäume wachsen sehr langsam, daher musst du sie nicht so oft zurückschneiden. Um eine formschöne Krone zu erhalten, ist der Griff zur Schere allerdings ab und an nötig. Außerdem geht es nicht alleine um die Optik: Eine zu dicht gewachsene Krone lässt kaum Licht und Luft ins Innere des Blattwerks. Nach einem Regenschauer kann der Baum dann nicht so gut abtrocknen. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass sich Krankheitserreger oder Schädlinge ausbreiten.

 

Die perfekte Olivenbaum-Pflege: Schneiden wie ein Profi

Der Schnitt des Olivenbaums ist zum Glück ganz einfach. Dabei können wir unter anderem zwischen dem Erziehungsschnitt und dem Erhaltungsschnitt unterscheiden. Schnittmaßnahmen solltest du am besten dann durchführen, wenn dein Olivenbaum so langsam aus der Winterruhe erwacht, also im Februar oder März. Überwintert dein Baum draußen, warte sehr frostige Temperaturen erst noch ab.

Den Schnitt des Olivenbaums kannst du übrigens super mit dem Umtopfen kombinieren. Mit frischer Erde versorgt, kann der Baum voller Energie neu austreiben.

 

Der Erhaltungsschnitt: Den Olivenbaum gesund erhalten

Wir wollen:

  • gesunde Zweige erhalten und dafür sorgen, dass sich diese gut weiterentwickeln können,
  • kranke oder abgestorbene Zweige entfernen,
  • zu dicht stehende Zweige abschneiden,
  • Zweige, die sich überkreuzen, ebenfalls abschneiden,
  • kahle Zweige entfernen.

Der Erhaltungsschnitt ist ein wichtiges Element der Olivenbaum-Pflege. Das Ziel ist es, eine schöne, luftige Krone mit gesunden Blättern zu erhalten. Ein Dickicht aus zu dicht wachsenden und alten, abgestorbenen Ästen ist da genau das Gegenteil. Kahle, vertrocknete Zweige sind gut zu erkennen, wohingegen die „falsch“ wachsenden Triebe eventuell schon schwieriger auszumachen sind.

Schau dir deinen Olivenbaum von allen Seiten genau an. Vielleicht siehst du irgendwo Zweige, die sich überkreuzen. Suche dir den heraus, der ungünstiger wächst, zum Beispiel ins Kroneninnere. Schneide ihn komplett ab, damit der zweite Trieb mehr Platz hat, um sich gut zu entwickeln. Ebenso gehst du vor, wenn zwei Äste sehr dicht zusammenstehen oder sich eventuell sogar schon berühren. Hier muss einer dem anderen Platz machen.

Kahle Äste, die nur noch ganz vorne an der Spitze Blätter tragen, müssen leider auch weichen. Nur durch einen radikalen Rückschnitt dieser fast blattlosen Äste sorgst du dafür, dass sie neu und blattreich nachwachsen werden.

Schneide grundsätzlich lieber etwas zu wenig als zu viel ab. Du kannst das ganze Jahr über einzelnen Zweige entfernen – lasse sie also im Zweifel erst mal stehen.

Benutze immer scharfes, sauberes Schnittwerkzeug. Bei jungen Olivenbäumen reichen handliche Modelle wie unsere Bloomify Gartenschere. Erst bei älteren Bäumen mit kräftigen Ästen muss eine größere Astschere oder Handsäge zum Einsatz kommen. Möchtest du einen Zweig komplett entfernen, dann schneide ihn so kurz ab wie möglich, also sehr nah an dem Ast, aus dem er herauswächst.

 

Der Erziehungsschnitt: Den Olivenbaum in Form bringen

Beim Erziehungsschnitt geht es vor allem um die Optik. Ein Olivenbäumchen mit einer schön geformten Krone macht einfach viel her.

Dabei überschneidet sich der Erziehungsschnitt auch etwas mit dem Erhaltungsschnitt. Denn auch für die Optik kann es manchmal nötig sein, zu dicht stehende, ins Kroneninnere wachsende oder sich überkreuzende Äste zu entfernen. Oft werden aber auch die Äste der Olive zu lang und wachsen unregelmäßig. Das Bäumchen sieht dann ziemlich wuschelig aus und muss einfach mal wieder frisiert werden. Dabei kannst du nicht allzu viel falsch machen: Mache beim Schnitt immer wieder Pausen, um dir deinen Baum von allen Seiten anzuschauen. Schneide lieber erstmal etwas weniger weg und arbeite dich Schritt für Schritt an eine gleichmäßige Kronenform heran.

Du wirst merken, dass es sogar Spaß macht, deine Olive durch einen regelmäßigen Schnitt in Form zu halten. Damit hast du einen großen Schritt hin zur perfekten Olivenbaum-Pflege gemeistert.

5. Dein Olivenbaum muss gut überwintern

Leider ist auch der schönste Sommer irgendwann zu Ende und der Herbst steht vor der Tür. Der Olivenbaum ist sehr robust und viele Sorten können noch bis in den Oktober oder November hinein ungeschützt draußen stehen bleiben. Auch unsere Bloomify Olive ist eine robuste Sorte, die gerne so lange es geht mit Vorkehrungen für den Winter in Ruhe gelassen wird. Doch irgendwann steht auch bei ihr die Frage an: Möchtest du deinen Olivenbaum draußen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon überwintern? Oder möchtest du ihn lieber rein holen?

In unserem Magazin findest du eine Anleitung mit allen Details, die du zur Überwinterung der Olive wissen musst. Hier kommen schon mal die wichtigsten Infos.

 

Die perfekte Olivenbaum-Pflege: Winter is coming

Olivenbäume müssen im Winter eine Ruhepause im Wachstum einlegen. Diese Winterruhe beginnt, wenn die Temperaturen absinken. Dein Olivenbaum sollte an einem hellen Ort bei maximal 12 Grad überwintern, noch besser sind Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad. Eine Überwinterung in einer warmen Wohnung ist daher leider nicht möglich.

Das Tolle an den meisten Olivenbaumsorten ist jedoch, dass sie etwas Frost vertragen. Sie können daher auch draußen überwintern. Das macht die Olivenbaum-Pflege im Winter einfacher und hat einige Vorteile gegenüber der Überwinterung im Haus. Winterquartiere, die hell und gleichzeitig kalt genug sind, sind drinnen nämlich oft nicht so einfach zu finden. In Frage kommen unbeheizte Flure oder Treppenhäuser mit großen Fenstern, helle Garagen oder Keller. Ideal sind auch Gewächshäuser oder kühle Wintergärten.

Steht dir so ein Winterquartier nicht zur Verfügung, musst du deinen Olivenbaum draußen überwintern. Je nachdem, wie kalt der Winter wird, braucht er gegebenenfalls einen Frostschutz. Dabei sind vor allem die Blätter und die Wurzeln frostempfindlich. Eine Umhüllung der Krone aus einem luftdurchlässigen Gartenvlies bietet sich an und ist nicht teuer. Der Kübel muss auf jeden Fall vor Frost geschützt werden, da die Erde sonst gefrieren kann. Stelle ihn auf ebenerdigen Terrassen am besten auf eine Unterlage aus Holz oder Styropor, das hilft gegen Bodenfrost. Eine Mulchschicht auf der Erde hält ebenfalls warm. Du kannst auch den gesamten Kübel isolieren, indem du ihn beispielsweise mit Jutestoff umwickelst.

Ganz wichtig bei der Überwinterung draußen: Schütze den Olivenbaum auch vor Regen. Stelle ihn am besten so dicht an eine Hauswand wie möglich und decke den Topf mit Mulchmaterialien und ggf. noch mit einem zusätzlichen Regenschutz ab. In einem milden Winter kann ständiger Regen dazu führen, dass die Erde dauerhaft nass ist – das verträgt die Olive überhaupt nicht.

 

Nasse Blätter lässt sich der Olivenbaum gefallen, aber die Erde darf nicht dauerhaft zu nass sein.

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