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  • Chutney aus Zucchini: so lecker und super einfach selbstgemacht

Lecker! Zucchini-Chutney

Zucchini haben momentan Saison und oft produziert eine einzige Pflanze sehr viele Früchte. Kräftig gewürzt und in Gläser abgefüllt ergeben sie einen perfekten Vorrat für die Herbst- und Winterzeit. Aber auch, wenn du noch keine eigenen Zucchini angebaut hast, solltest du das Rezept einmal ausprobieren. Es macht große Lust auf eine eigene Ernte im nächsten Sommer!

Da Geschmäcker so verschieden sind und alle unterschiedliche Zutaten im Haus (oder Garten) haben, präsentieren wir dir hier nicht das eine Rezept, sondern eines mit vielen Variationsmöglichkeiten.

Bevor du loslegst, musst du eins beachten: die Zucchini sollten einige Stunden, am besten über Nacht, in Salz ziehen, um Flüssigkeit zu verlieren. Plane diese Zeit also ein.

Das wird gebraucht

Dies ist die Basis für etwa 4 bis 5 Gläser mit einem Fassungsvermögen von etwa 450 ml:

  • 1,5 kg Zucchini: etwa 3 Stück, mittelgroß oder z. B. 1 kg Zucchini und 500 g Paprika
  • 500 g Zwiebeln: 4 - 5 Stück, mittelgroß, rot oder weiß
  • ca. 3 EL Salz und 300 g Zucker
  • etwas scharfen oder süßen Senf (Auch, wenn du eigentlich keinen Senf magst: es lohnt sich!)
  • 300 ml Essig: z. B. Weißwein- oder Apfelessig
  • Gewürze und Kräuter nach Geschmack: Currypulver ist eigentlich ein Muss, ebenso Pfeffer. Ebenso lecker ist scharfes oder mildes Paprikapulver und gemahlener Kreuzkümmel. Kurkuma, Knoblauch und Ingwer kannst du frisch oder gemahlen hinzugeben. Super schmecken außerdem Rosmarin, Thymian und Oregano, frisch oder getrocknet.
Die Basis fürs Chutney: frische Zucchini

So wird's gemacht

Schneide die Zucchini klein, am besten in Würfel (je kleiner die Gläser, umso kleiner schneiden).

Vermenge sie in einer großen Schale mit 2 – 3 EL Salz und lasse sie für mindestens vier Stunden ziehen, je mehr, desto besser, z. B. über Nacht. Ab und an kannst du die Mischung durchrühren. Gieße anschließend die entstandene Flüssigkeit ab und drücke das Gemüse etwas aus.

Die Zwiebeln kannst du ebenfalls würfeln. In einem großen Topf (in den später auch die Zucchini passen) werden sie mit ausreichend Öl leicht glasiert. Wenn du magst, kannst du sie auch braun braten. Stelle die Temperatur aber niedriger, falls du Knoblauch dazu tun möchtest. Dieser sollte nicht braun werden, da er sonst bitter schmeckt. Er kann klein geschnitten, gepresst oder auch in ganzen Zehen hinzugegeben werden. Nun können auch frischer Ingwer oder Kurkuma mit angedünstet werden.

Anschließend kommen die Zucchiniwürfel dazu. Löse nun den Zucker in Essig auf und gebe die Flüssigkeit zum Gemüse. Lasse das Ganze 45 Minuten bei kleiner Hitze mit Deckel köcheln. Vergiss nicht, ab und an zu rühren, damit nichts anbrennt. Sollte die Flüssigkeit zu schnell verdampfen, kannst du auch noch Essig, etwas Wasser oder auch Apfelsaft nachgießen. Das fertige Chutney ist zwar etwas soßig, aber nicht zu flüssig.

Jetzt kommt das Wichtigste: die Gewürze! Nimm etwas Flüssigkeit aus dem Topf ab und rühre damit eine Gewürzpaste an. Du kannst jeweils 1 – 3 EL verwenden, je nach Geschmack.

Mische z. B. Senf, Currypulver, gemahlenen Pfeffer, Paprikapulver, gemahlenen Kreuzkümmel und Ingwer-, Kurkuma- und Knoblauchpulver (falls sie noch nicht frisch drin sind) in die Flüssigkeit und die Paste anschließend ins Chutney. So verhinderst du, dass sich Klümpchen bilden.

Auch super lecker sind frische Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Thymian oder Koriander, auch ganze Stängel können mitgekocht werden. Diese sollten unbedingt mit in die Gläser gefüllt werden und dort durchziehen.

Lass das Chutney noch mal 10 Minuten köcheln, bevor du es in die Gläser füllst.

Variationsmöglichkeiten

Du kannst natürlich auch experimentieren und anderes Gemüse verwenden. Beachte dabei die Flüssigkeitsmenge: je mehr Gemüse, desto mehr Flüssigkeit wird gebraucht, pro 500 g kommen ca. 75 ml dazu. Du kannst z. B. noch mehr Paprika nehmen oder Zwiebeln.

Wer es scharf mag, kann auch frische Chilischoten hinzugeben. Wir haben außerdem getrocknete Koriandersamen verwendet.

Für ein bisschen Exotik, kannst du einen Teil des Zuckers weglassen und sehr reife Früchte mitköcheln, z. B. aromatische Pfirsiche, Aprikosen oder Nektarinen. Das schmeckt vor allem in Verbindung mit Curry toll.

 

Frische Kräuter und getrocknete Koriandersamen

Ab in die Gläser

Nun geht es ans Abfüllen. Du kannst neue Gläser benutzen oder zum Beispiel alte Marmeladengläser. In jedem Fall müssen sie sauber und frei von Keimen oder Bakterien sein, damit Schimmel keine Chance hat. Dazu musst du die Gläser und Deckel entweder vor dem Abfüllen mit heißem Wasser ausspülen oder sie frisch aus der Spülmaschine nehmen. Trockne sie mit einem sauberen Küchentuch ab. Zusätzlich können sie im Backofen sterilisiert, also keimfrei gemacht werden, indem sie bei etwa 130 Grad für eine Viertelstunde erhitzt werden.

Fülle das heiße Chutney randvoll in die Gläser und versuche, den äußeren Rand dabei sauber zu lassen. Schraube die Gläser immer direkt richtig fest zu, am besten mit Hilfe eines Küchentuchs, weil sie natürlich heiß sind. Man kann die Gläser noch ein paar Minuten auf dem Kopf stehen lassen, damit auch der obere Rand und der Deckel noch mal schön heiß werden. Drehe sie dann wieder zurück.

Nach einiger Zeit müsstest du das „Plopp“-Geräusch hören: der Glasinhalt kühlt ab und ein Unterdruck entsteht. Der Metalldeckel wölbt sich dabei nach innen und kann nun nicht mehr eingedrückt werden. Das ist nötig, damit keine Luft ans Chutney kommen kann. Die Gläser sind dann an einem dunklen und kühlen Ort etwa ein halbes Jahr haltbar. Ab und an kann es passieren, dass das mit dem Ploppen nicht funktioniert. Stelle die Gläser dann in den Kühlschrank und brauche sie schnell auf (was ja gar kein Problem sein sollte).

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