Finde deinen Komposter: die gängigsten Modelle im Überblick

Anlegen kannst du deinen Kompost auf verschiedene Art und Weise. Wofür du dich entscheidest, hängt vor allem von der Größe deines Gartens und der verfügbaren Abfallmenge ab. Im Baumarkt gibt es zahlreiche fertige Komposter-Modelle, die sich vor allem für kleinere bis mittelgroße Gärten sehr gut eignen. Je nach Platz stehen sogenannte Latten-, Thermo-, Schnell- und Trommelkomposter zur Auswahl. Wenn möglich, solltest du ein Fassungsvermögen von mindestens 200 Litern wählen, damit die Rotte schön gleichmäßig abläuft und du ein optimales Ergebnis erhältst.

Die Kompostmiete: der Riese unter den Komposthaufen

Verfügst du über einen besonders großen Garten mit viel Fläche und besonders vielen Abfällen, kannst du den Komposthaufen völlig frei aufschichten. Diese Art des Kompostierens wird, ebenso wie allgemein der vorbereitete Kompost-Platz, als “Kompostmiete” bezeichnet. Dabei sollte der Haufen mindestens 1,5 m breit und am besten mehrere Meter lang sein. Die Gesamthöhe sollte 80 bis 100 cm betragen und der Haufen sich nach oben hin schmälern. Außerdem kannst du im Vorfeld eine kleine Mulde auf der vorgesehenen Fläche ausheben, um den Bodenkontakt herzustellen und für eine bessere Drainage zu sorgen. Beim Kompostieren wird dann später auf einer schmalen Seite der Kompost nachgefüllt und der reife Kompost von der anderen Seite entnommen. Die Kompostmiete stellt die bei weitem kostengünstigste Variante dar.

Kompostmieten können auch einzelne Seitenwände haben.

Lattenkomposter: machen immer eine gute Figur

Lattenkomposter eignen sich auch gut für kleinere Gärten und bestehen aus Holzlatten. Sie sind recht günstig in der Anschaffung und mit ein wenig handwerklichem Geschick kannst du sogar selber einen bauen. Du solltest jedoch damit rechnen, dass sich das Holz nach einigen Jahren ebenfalls zersetzen kann und von vornherein auf besonders beständige Holzsorten (z.B. Kiefer oder Lärche) achten, die aus nachhaltigem Anbau stammen. Ein großer Vorteil ist, dass Lattenkomposter leichter zugänglich sind als ihre Kameraden aus Metall oder Kunststoff. Außerdem ist Holz ein biologisch abbaubares Material, weshalb Lattenkomposter neben der Kompostmiete eine sehr umweltfreundliche Variante sind. Auch optisch fügen sie sich meistens recht gut in den Garten ein. Das Holz sorgt außerdem durch seine Saugfähigkeit für einen guten Feuchtigkeitshaushalt im Inneren des Komposts. Wichtig: An einer Seite solltest du die Latten entfernen können, um besser an den fertigen Kompost zu gelangen. Es macht auch Sinn, mit zwei Kammern nebeneinander zu arbeiten - so lässt sich der Kompost besser umschichten. Lattenkomposter sind zudem die erste Wahl, wenn du Laubkompost anlegen möchtest.

Thermo- und Schnellkomposter: heiß und kompakt

Thermo- und Schnellkomposter eignen sich ebenfalls für kleinere bis mittelgroße Gärten und können sowohl aus Kunststoff als auch aus Metall bestehen. Letzteres hat häufig eine längere Lebensdauer. Dadurch, dass nicht so große Abfallmengen auf einmal kompostiert werden, dauert die Rotte nicht ganz so lange. Das macht sie gerade für kleinere Haushalte und Gärten interessant. Thermokomposter sind zusätzlich von innen isoliert, wodurch die entstehende Wärme besser gespeichert wird und den Prozess ebenfalls beschleunigen kann. Außerdem haben solche Kompostermodelle einen Deckel, wodurch sie geschützter vor Starkregen sind. Hier solltest du beim Kauf auf eine ausreichend große Klappe unten an der Seite für die Entnahme des fertigen Komposts achten. Auch bei den Thermo- und Schnellkompostern sind Systeme mit mehreren Kammern sinnvoll und erleichtern die Arbeit.

Für eine Komposttonne aus Plastik ist meist noch eine kleine Ecke im Garten frei.

Trommelkomposter: für alle, die es bequem mögen

Ebenfalls für kleine Gärten und Abfallmengen oder sogar für Balkon und Terrasse geeignet sind die sogenannten Trommelkomposter. Der Name verrät es bereits: Es handelt sich um Komposter, welche auf einem Gestell befestigt sind und sich drehen lassen. Sie haben meistens ein Fassungsvermögen von unter 200 Litern und bestehen aus Metall oder Kunststoff. Zudem befindet sich die Öffnung zum Befüllen auf einer bequemen Arbeitshöhe. Dadurch, dass sich die Trommel drehen lässt, ist das Umschichten außerdem nicht notwendig. Zudem bietet die erhöhte Lage auf dem Gestell einen guten Schutz vor Ungeziefer und Schädlingen. Solltest du dich für einen Trommelkomposter entscheiden, ist es wichtig, auf ein gutes Lüftungssystem zu achten (Löcher oder Schlitze in den Wänden). Auch diese Komposter-Variante ist mit mehreren Kammern oder isoliert für eine schnellere Rotte erhältlich.

Trommelkomposter sind klein und praktisch.

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