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  • Himbeeren Pflege: 5 Tipps für gesunde Himbeerpflanzen

So pflegst du deine Himbeere richtig

Himbeeren sind eigentlich ganz pflegeleicht, müssen aber regelmäßig zurückgeschnitten werden. Wir geben dir 5 wertvolle Himbeeren-Pflege-Tipps an die Hand, damit dein Obstgarten wächst und gedeiht.

1. Topfe deine Himbeere im Kübel regelmäßig um

Himbeeren im Topf haben nur eine begrenzte Menge an Erde zur Verfügung. Die Nährstoffe darin sind irgendwann aufgebraucht und die Erde wird komplett durchwurzelt. Dann ist es höchste Zeit, die Himbeere umzutopfen. Dabei wird sie mit frischer Erde versorgt und erhält mehr Platz für ihre Wurzeln. Ideal ist ein humus- und nährstoffreiches Substrat, gerne auch Komposterde.

Einmal ins Freiland gepflanzt, kann die Erde nicht mehr so einfach erneuert werden wie im Topf. Das ist zum Glück auch nicht nötig, da die Pflanzen im besten Fall von einem guten Gartenboden mit einem aktiven Bodenleben profitieren. Bei der Pflanzung kannst du die Himbeere zusätzlich mit Komposterde o.ä. versorgen, vor allem, wenn dein Gartenboden sehr sandig oder sehr hart ist.

 

Die perfekte Himbeeren-Pflege: Kübel, Topf, Pflanzgefäß?

Ein Kübel ist eigentlich nichts anderes als ein großer Topf. Nach dem Kauf sollten die meisten Himbeersorten in einen Kübel umziehen, der etwa 25 Liter Erde fasst. Das ist zum Beispiel bei einem Durchmesser von etwa 35 cm und einer Höhe von 30 cm der Fall. Danach kannst du zwei Jahre warten, bis das nächste Umtopfen auf dem Programm steht. Jüngere Sträucher werden dann etwa alle 2 - 3 Jahre umgetopft, ältere Exemplare etwas seltener.

Himbeeren sind wie alle Beerensträucher Flachwurzler, ihre Wurzeln gehen also nicht besonders tief in die Erde. Schmale und hohe Pflanzgefäße sind für sie nicht gut geeignet. Sehr flache Töpfe aber auch nicht, da diese einfach nicht ausreichend Erdvolumen fassen.

2. Gib deiner Himbeere einen passenden Standort

Himbeeren lieben sonnige Plätze, vertragen aber auch etwas Halbschatten. Suche deiner Pflanze auf keinen Fall einen schattigen Standort aus. Die Früchte werden erst dann schön groß und süß, wenn sie in der Sonne heranreifen können. Kübelpflanzen haben den Vorteil, dass sie mobil sind. Du kannst sie in der kalten Jahreshälfte etwas schattiger, dafür aber geschützter aufstellen, zum Beispiel in der Nähe einer Hauswand.

Im Freiland musst du darauf achten, dass die Himbeere rund ums Jahr ausreichend Sonne abbekommt. Blattlose Bäume können im Frühjahr darüber hinwegtäuschen, wie schattig es im Sommer unter ihnen wird.

 

Die perfekte Himbeeren-Pflege: Balkon oder Terrasse als Standort?

Himbeeren gedeihen sowohl im Freiland als auch in großen Kübeln. Somit sind sie natürlich auch für Balkone und Terrassen geeignet. Achte aber unbedingt darauf, sie in einen Topf zu pflanzen, der groß genug ist. Je nach Sorte brauchen sie außerdem eine Rankhilfe. Manche Sorten verzweigen sich stärker als andere. Unsere Bloomify Himbeere wächst hingegen eher aufrecht und ist schon mit einigen Bambusstäben als Stütze zufrieden.

Auch ein Zaun ist eine gute Stütze für Himbeeren.

3. Gieße und dünge deine Himbeere ausreichend

Himbeerpflanzen mögen es, wenn die Erde stets leicht feucht ist, aber nicht zu nass. Bei Kübelpflanzen muss das Pflanzgefäß also unbedingt Abflusslöcher haben, damit überschüssiges Gieß- und Regenwasser abfließen kann. Kontrolliere vor dem Gießen immer, ob die Erde noch feucht ist.

Im Freiland reicht meist der Regen aus, doch in warmen und trockenen Sommern solltest du die Himbeere zusätzlich mit Wasser versorgen.

 

Die perfekte Himbeeren-Pflege: Düngung nicht vergessen

Die Himbeere ist ein Starkzehrer und benötigt viele Nährstoffe. Versorge sie am besten direkt bei der Pflanzung bzw. dem Umtopfen mit nährstoffreicher Erde und idealerweise mit Kompost oder einem anderen organischen Langzeitdünger. Dünger in Pellet-Form wie unser Bloomify Universaldünger geben die Nährstoffe langsam und über einen langen Zeitraum ab.

Flüssige mineralische Dünger empfehlen wir nur bei akutem Nährstoffmangel. Sie müssen regelmäßig mit dem Gießwasser verabreicht werden. Die Gefahr einer Überdüngung ist dabei recht hoch.

Alles über organische und mineralische Dünger findest du ebenfalls bei uns.

Langzeitdünger werden bei der Pflanzung gut mit der Erde vermischt.

4. Halte deine Himbeere durch einen Schnitt gesund und jung

Bei den Himbeeren wird zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren unterschieden, was Auswirkungen auf den richtigen Rückschnitt hat.

Kurz gesagt, werden die älteren Triebe der Sommerhimbeeren nach der Ernte oder im Herbst komplett zurückgeschnitten. Diese haben Früchte getragen und müssen jetzt den jüngeren Trieben Platz machen, die in dem Jahr noch keine Früchte getragen haben. Diese sind dann im nächsten Jahr dran.

Bei Herbsthimbeeren hingegen hängen die Früchte an den jungen Trieben. Nach der Ernte im Herbst werden alle Triebe abgeschnitten. Im Frühjahr treiben sie komplett neu aus und tragen dann im Herbst wieder.

Es gibt auch Himbeersorten, die zweimal im Jahr Früchte tragen. Unsere Bloomify Himbeere Heidi ist so eine Sorte.

Sie werden genau wie Sommerhimbeeren geschnitten: Die älteren Triebe, die im kommenden Jahr keine Früchte mehr tragen, werden am besten direkt nach der Ernte zurückgeschnitten. Anders als bei Sommerhimbeeren tragen auch bereits die einjährigen Triebe im Herbst Früchte - das haben sie mit den Herbsthimbeeren gemeinsam. Diese Triebe dürfen, anders als bei Herbsthimbeeren, nicht abgeschnitten werden!

Der Schnitt ist bei der Himbeeren-Pflege besonders wichtig. Daher findest du hier noch mal genaue Infos dazu, wie du deine Himbeere schneiden musst.

5. Deine Himbeere muss gut überwintern

Die Himbeere ist winterhart und kommt auch mit tiefen Temperaturen gut zurecht. Aber sie hat eine Schwachstelle: ihre Wurzeln. Diese sind empfindlicher als der oberirdische Teil der Pflanze, da sie so flach unter der Erdoberfläche verlaufen. Das ist bei Kübelpflanzen besonders wichtig.

Himbeeren und andere Beerensträucher müssen im Freiland normalerweise nicht vor Frost geschützt werden. Sind tiefe Temperaturen oder Dauerfrost angekündigt, freuen sich die Pflanzen aber über eine dicke, schützende Mulchschicht. Mehr Schutz brauchen deine Himbeeren im Freiland gar nicht, um gut über den Winter zu kommen.

 

Die perfekte Himbeeren-Pflege: Winter im Topf

Im Kübel sind die Wurzeln dem Frost schutzlos ausgeliefert. Er erreicht sie über Topf und Erde mühelos. Es ist daher sehr wichtig, die Pflanzgefäße ausreichend dick einzupacken, um die Wurzeln zu schützen.

Sehr effektiv ist es schon, wenn du den Kübel auf eine Holz- oder Styroporplatte stellst. So ist die Himbeere schon mal vor Bodenfrost geschützt. Darüber hinaus kannst du den gesamten Topf mit Materialien wie Jute oder speziellem Gartenvlies schützen. Von oben kannst du die Erde mit einer Mulchschicht schützen, genau wie man es auch im Freiland tun würde.

In milden Wintern ist es mitunter nicht nötig, den Topf der Himbeere extra einzupacken. Wir finden jedoch: Besser etwas zu viel Winterschutz als verfrorene Pflanzen.

Möchtest du noch mehr über die Überwinterung von Himbeeren wissen? Hier geht’s lang.

Himbeeren vertragen auch tiefe Temperaturen, aber ihre Wurzeln sind empfindlich.

Zum Weiterstöbern

Hier gibt's noch mehr Infos rund um die Himbeere:

 

Hast du Lust auf eine eigene Himbeerpflanze?

Unsere Himbeere Heidi wartet schon! Wie wär's mit guter Pflanzerde, Langzeitdünger oder einer Gartenschere für den Rückschnitt?

Heidis beerige Freunde können wir dir übrigens auch ans Herz legen. Schau doch mal bei Bodo, Enno oder Jutta vorbei!

 

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