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  • Auf diese Dinge können wir uns im März im Garten freuen

Der Garten im März: Ein Ausblick

Der März kann zwar noch kalte und ungemütliche Tage bringen, doch immer mehr Frühlingsblüher zeigen sich und machen Lust auf Arbeiten im Garten oder auf dem Balkon. Die ersten schönen Sonnentage können wir nutzen, um Beete und Kübel vorzubereiten, mehrjährige Pflanzen zu schneiden, unsere Gartenpläne weiter auszufeilen und schon das ein oder andere Samenkorn auszusäen. Auf der Fensterbank keimt vielleicht schon einiges und auch an der frischen Luft kommt jetzt die Zeit für das erste, frühe Gemüse.

Was kann man jetzt pflanzen?

Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Zeit, um Beerensträucher oder heimische Obstbäume zu pflanzen. Sogenannte “Containerware”, also Pflanzen, die in einem Topf groß gezogen wurden, kannst du theoretisch rund ums Jahr pflanzen, solange es frostfrei ist (und längere Zeit bleibt), bzw. nicht gerade eine wochenlange Hitzewelle angekündigt wurde. Das Frühjahr und der Herbst bieten sich jedoch als perfekte Pflanzzeiträume an, da die Temperaturen nicht zu hoch und nicht zu niedrig sind und meist auch ausreichend Regenwasser zur Verfügung steht.

Wann es genau losgehen kann, ist neben dem Wetter (und den Wetteraussichten) auch von deinem Wohnort abhängig. Innerhalb Deutschlands gibt es viele klimatische Zonen, sodass manche Orten anderen um Wochen voraus sein können, was den Frühlingsanfang betrifft - der hält sich nämlich nicht überall streng an das Datum im Kalender. So kann in manchen Regionen Anfang März schon etwas gepflanzt und gesät werden, was anderswo vielleicht noch bis Mitte oder Ende März warten muss.

Außerdem entscheidend: Kommen die Pflanzen ins Freiland oder in einen Kübel? Sind die Standorte geschützt vor Wind und Frost? Wo steht der Kübel? Auf einen geschützten Süd-Balkon kann man Beerensträucher eher pflanzen als ins Freiland, wenn noch Bodenfrost droht. Es macht ebenfalls einen Unterschied, ob du ein ebenerdiges Beet oder ein Hochbeet hast, da die Temperatur aus dem Wetterbericht stets in zwei Metern Höhe gemessen wird. Sind Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunkts angesagt, kann es in Bodennähe trotzdem frieren.

Wenn du dir unsicher bist, dann warte lieber noch ab. Die Sträucher und Bäume laufen ja zum Glück nicht weg und Frostschäden an den jungen Pflanzen wären wirklich schade.

Ansonsten: Ran an Schaufel oder Spaten! In unseren Wissenstexten findest du alle wichtigen Infos zur Pflanzung unserer Beerensträucher und Obstbäume. Während die Pflanzzeit für Apfel, Kirsche, Birne, Pflaume und Zwetschge schon ab Februar/März beginnt, musst du für Pfirsich, Aprikose und Nektarine noch bis Ende März/April warten.

Der März ist ein toller Monat, um Beerensträucher zu pflanzen.

Was kann man jetzt säen?

Direktsaat (draußen):

Eine Direktsaat von Gemüse ist sowohl in ebenerdige Beete, Hochbeete, kleine Balkon-Hochbeete oder auch Kübel und Balkonkästen möglich. Informiere dich für jede Pflanze, welche Ansprüche sie an ihren Standort und Boden hat und ob eine Kultivierung im Topf möglich ist. Für die Bloomify Pflanzen findest du alle Infos in unseren Wissenstexten.

 

Wir haben unserem Hochbeet einen Frühbeet-Aufsatz verpasst und frühe Möhren und Salate gesät. Die Frühlingszwiebeln und eine kleine Kamille haben im Beet überwintert.

 

Bei fast allen Gemüsearten gibt es frühere und spätere Sorten, daher musst du bei anderem Saatgut auf jeden Fall noch mal nachschauen, ob die entsprechenden Sorten bereits gesät werden können. Wir empfehlen eine gestaffelte Aussaat, damit deine Pflanzen nicht alle zur gleichen Zeit erntereif sind.

Ab Anfang März kannst du meistens schon Frühlingszwiebeln, Schnittlauch und Kresse aussäen. Die Frühlingszwiebeln können dann fortlaufend bis September nachgesät werden, die Kresse sogar bis November. Schnittlauch mag keine Sommerwärme und sollte daher nur bis Ende April oder bis in den Mai gesät werden, je nach Temperatur.

 

Schnittlauch zieht als eine der ersten Pflanzen ins noch leere Beet.

 

Ab Mitte März können dann Möhren, Radieschen und der Kopfsalat aus der Bloomify Saatgut-Box ausgesät werden. Alle drei Arten kannst du noch bis Ende Juli, die Radieschen sogar bis Mitte August nachsäen.

Ab Ende März wird es Zeit für die Direktsaat von Liebstöckel, dem sogenannten Maggi-Kraut. Bis Ende Juni ist eine Aussaat noch möglich, danach haben die Pflanzen nicht mehr genug Zeit, um in der Gartensaison groß genug zu werden.

 

Vorziehen (drinnen):

Hast du schon Paprika oder Chilis ausgesät? Falls nicht, hast du noch bis Mitte März Zeit dafür.

Ab Anfang März können Tomaten, Auberginen, Brokkoli, Rucola, Petersilie, Koriander, Oregano und Thymian drinnen ausgesät werden. Uff - ganz schön viel auf einmal, oder? Zum Glück ist das Aussaatfenster jeweils groß, sodass du ganz in Ruhe vorgehen kannst. Die Voranzucht von allen genannten Arten kannst du den gesamten März und April über starten.

 

Kleine Kohlpflänzchen machen sich auf die Suche nach Licht.

 

Ab Mitte März kommen Lavendel, Salbei, Basilikum und Minze sowie die Zucchini aus der Bloomify Saatgut-Box hinzu.

Die Aussaat von Lavendel ist im März zu empfehlen, bei Minze und Basilikum kannst du dir bis Juni Zeit lassen, Salbei und Zucchini können bis Ende April noch vorgezogen werden.

So gut wie alle genannten Pflanzen können ab Anfang oder Mitte Mai auch direkt ins Freiland gesät werden - Ausnahmen sind Paprika, Chilis und Auberginen. Informiere dich am besten vorher nochmal über die genaue Sorte.
Paprika können noch bis Mitte März drinnen vorgezogen werden. Danach wird es zeitlich etwas knapp - versuchen kannst du es aber trotzdem noch!

Welche Arbeiten sind jetzt besonders wichtig?

Schnitte

Februar und März sind gute Zeitpunkte, um Beerensträucher zurückzuschneiden. Dieses Thema behandeln wir in Kürze ausführlich in einem gesonderten Magazinartikel.

Für den Rückschnitt von Kräutern ist es noch etwas zu früh. Diesen solltest du erst ab April durchführen, wenn die Frostgefahr geringer ist, um Schäden an den Pflanzen zu vermeiden.

 

Überwinterte Pflanzen

Weiterhin ist es sehr wichtig, regelmäßig nach deinen Pflanzen zu schauen, die du drinnen überwinterst (zum Beispiel die Zitrusbäume), um zum Beispiel einen Schädlingsbefall früh zu erkennen. Du kannst auch schon mal überlegen, ob du dein Bäumchen zu Beginn der Gartensaison umtopfen möchtest und dir einen entsprechenden Topf organisieren. Infos dazu gibt’s in den Wissenstexten, zum Beispiel bei der Zitrone. In milden Regionen können die Bäume an warmen und sonnigen Tagen bereits den Nachmittag im Freien verbringen, um sich wieder langsam an die frische Luft zu gewöhnen. Stelle sie aber möglichst windgeschützt auf und nicht in die pralle Sonne.

Hast du deine Olive oder eine junge Kiwi oder Feige draußen überwintert und in ein Vlies eingepackt, kann es bei zunehmender Sonneneinstrahlung zu Kondenswasser unter dem Schutz kommen - die Pflanze schwitzt. Regelmäßiges Lüften ist also Pflicht und sobald keine starken und langanhaltenden Fröste mehr drohen, kannst du den Schutz auch entfernen. Das gleiche gilt für Kräuter, die du draußen im Topf oder im Beet überwintert hast. Achte aber auch hier darauf, dass sich die Blätter der Pflanzen erst nach und nach an direktes Sonnenlicht gewöhnen müssen.

 

Beete anlegen oder vorbereiten

Hast du bereits ein Beet angelegt oder dir ein Hochbeet angeschafft? Hochbeete gibt es auch in einer Mini-Version für den Balkon. Ebenso ist es möglich, einen kleinen Gemüsegarten in Töpfen und Balkonkästen anzulegen. Für Hochbeete und Pflanzgefäße aller Art wird es nun Zeit, sie mit Erde zu befüllen, bzw. die alte Erde aufzubereiten.

 

Die Erde in Hochbeeten sackt im Laufe des Jahres ab, da tiefere Schichten aus Laub, Ästen, Zweigen und Laub bestehen, die sich langsam zersetzen. Nachfüllen ist angesagt.

 

In einem Garten können ebenerdige Beete auf ganz unterschiedliche Art und Weise angelegt werden. Hast du eine Rasenfläche, kannst du die Grassoden tief ausstechen und die Erde umgraben - das ist ganz schön anstrengend, aber du schaffst eine gute Grundlage für dein Beet, kannst die Form ganz frei bestimmen und verschiedene Umrandungen wählen. Wenn du die Grassoden tief genug ausstichst, ist die Gefahr geringer, dass Unkraut nachwächst, dessen Wurzeln und Samen sich eventuell noch in den obersten Erdschichten versteckt hielten. Für ein gutes Wachstum brauchen deine Pflanzen viele Nährstoffe, die im reinen Gartenboden meist nicht ausreichend verfügbar sind. Schütte das ganze Beet daher am besten mit einer ordentlichen Schicht Komposterde auf.

 

Mit einem Spaten können ganz einfach runde Beetformen entstehen - eine Rasenkante ist aber noch sinnvoll, damit Gras und Moos nicht ins Gemüsebeet wuchern.

 

Mit Komposterde arbeitet man auch bei der sogenannten “No-Dig-Methode”. Wie der Name bereits verrät, musst du hier keinen Muskelkater vom Umgraben fürchten. Auch hier wird in aufgeschüttete Komposterde gepflanzt. Damit das Wachstum des darunterliegenden Grases unterdrückt wird, deckt man die gewünschte Beetfläche mit Pappen ab, erst dann wird der Kompost aufgeschüttet. Damit eine dicke Schicht entsteht, die an den Rändern nicht verrutscht, brauchst du noch eine entsprechend hohe Beetumrandung.

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Beim klassischen Umgraben musst du viel Kraft investieren, dafür kommst du ohne Pappe aus und benötigst weniger Komposterde. Beim “No-Dig” bist du in der Form etwas eingeschränkter, da durch die Pappen praktischerweise eckige Beete entstehen. Komposterde kann teuer werden, wenn du sie in Säcken kaufen musst, sodass Umgraben günstiger ist.

Auch, wenn du das Beet durch Umgraben anlegst, heißt das nicht, dass du es jedes Jahr neu umgraben musst. Auch hier kannst du die Erde gesund und lebendig erhalten, zum Beispiel mit dicken Mulchschichten. Ständiges Umgraben stört das Gleichgewicht des Bodens und bringt seine Bewohner ganz schön durcheinander!

Beete aus dem Vorjahr können im März schon mal auf die neue Saison vorbereitet werden. Vielleicht ist mehr Unkraut gewachsen, als dir lieb ist - dann ist jetzt eine gute Gelegenheit, um die leider etwas lästige Arbeit zu erledigen. An einem sonnigen Tag ist es aber gleich etwas weniger anstrengend. Außerdem kannst du nochmal überlegen, an welcher Stelle im Beet im letzten Jahr welche Pflanzen wuchsen, um im Sinne einer guten Fruchtfolge geeignete Nachfolger zu bestimmen.

Unser Hochbeet haben wir erstmal von alten Pflanzen aus dem Vorjahr befreit, bevor wir es mit neuer Erde aufgefüllt haben.

Zum Weiterlesen

Noch mehr Gartenwissen gefällig? Schau doch auch mal bei diesen Artikeln aus dem Bloomify Magazin vorbei:

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