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  • Tolle Pflanzen, viele Früchte: Das ist die beste Erde für Heidelbeeren

Wir zeigen dir, welche Erde für Heidelbeeren am besten ist

Darum ist saure Erde für Heidelbeeren so wichtig

Wenn du viele leckere Heidelbeeren ernten möchtest, muss der pH-Wert des Bodens stimmen. Die Pflanze hat da nämlich ganz besondere Ansprüche. Die richtige Erde für Heidelbeeren zu finden, ist aber gar nicht schwierig. Wir zeigen dir, worauf es dabei ankommt.

Eine frisch eingepflanzte Heidelbeere im Gartenbeet, der Spaten liegt daneben im Rasen.

Heidelbeeren oder Blaubeeren?

Genau genommen handelt es sich bei den meisten blauen Beeren in unseren Gärten um Kulturheidelbeeren. Dieser Begriff wird verwendet, um sie von den wilden Waldheidelbeeren zu unterscheiden. Diese sind deutlich kleiner, sowohl die Pflanze an sich als auch die Beeren. Wir nennen unseren Bodo aber auch gerne Blaubeere, da seine Beeren so wunderbar dick und blau sind - und man im Englischen ja schließlich auch blueberry sagt.

Heidelbeeren oder eben Blaubeeren gehören zusammen mit Cranberries oder Preiselbeeren zur Pflanzenfamilie der Heidekrautgewächse. Die Beerensträucher sind robust und unkompliziert im Anbau, die Erde für Heidelbeeren & Co muss aber leicht sauer sein.

Eine Hand pflückt eine reife Blaubeere von einem Strauch.
Mit der richtigen Erde klappt's auch mit der Ernte.

Sauer macht lustig: Die beste Erde für Heidelbeeren

Heidelbeeren gedeihen am besten in leicht saurer Erde. Das heißt, dass der pH-Wert der Erde bei maximal 5 liegen sollte. Ein Wert von 5,5 ist gerade noch so in Ordnung. Ist der Wert zu hoch, kann die Pflanze keine Nährstoffe mehr aus der Erde aufnehmen und geht ein. Jede Pflanze hat dabei einen ganz eigenen “Wohlfühl-pH-Wert”.

Bei Werten ab 6 werden die Blätter der Heidelbeere gelb, das ist ein Zeichen von Eisen- oder Stickstoffmangel. Bei beiden Stoffen ist die Aufnahme über die Wurzeln bei zu hohen pH-Werten blockiert.

Blaubeeren lieben einen Nadelwaldboden, der sandig, am liebsten jedoch etwas moorig und reich an Humus ist. Als Humus bezeichnet man einen Boden, der aus zersetztem organischen Material besteht, zum Beispiel aus alten Pflanzenteilen.

Im Garten ist es etwas schwierig, gute Beetnachbarn für die Heidelbeere zu finden, da sie so spezielle Wünsche an den Boden hat. Die meisten anderen Pflanzen brauchen einen höheren pH-Wert der Erde. Vertreter aus der gleichen Pflanzenfamilie der Blaubeere, der Heidekrautgewächse, eignen sich gut, also Preiselbeeren oder Cranberries.

Was für Erde brauchen Heidelbeeren nun genau?

Falls du nicht in einem Nadelwald wohnen solltest, ist das kein Grund zur Sorge. Du holst dir den Waldboden in Form spezieller Substrate ganz einfach zu dir.

Du hast folgende Optionen:

  • spezielle saure Erde
  • Erde für Blaubeeren bzw. Heidelbeeren
  • Rhododendronerde
  • Rindenkompost bzw. Rindenhumus

Die Erde, die du kaufst, sollte auf jeden Fall torffrei sein. Unsere Moore sind ein wichtiger CO2-Speicher und sollten in Ruhe gelassen bzw. renaturiert anstatt abgebaut werden. Saure Erde enthält leider oft Torf, da das Material von Natur aus einen niedrigen pH-Wert hat. Es gibt aber viele torffreie Alternativen, zum Beispiel in Bau- oder Gartenmärkten, aber auch online.

Wenn du deine Blaubeere ins Beet pflanzen möchtest, kommt es darauf an, wie dein Gartenboden beschaffen ist. Am besten bestimmst du zunächst die vorherrschende Bodenart und den pH-Wert.

Je nach Bodentyp musst du mehr oder weniger saure Erde zukaufen und mit deiner Gartenerde vermischen. Bei sehr sandigen Böden kannst du die Erde zum Beispiel im Verhältnis von 1:1 mit gekaufter saurer Erde deiner Wahl mischen.

Wenn du Lehmboden im Garten hast, ist es besonders wichtig, ein extra “saures Beet” für die Heidelbeere anzulegen, denn Lehmboden hat einen recht hohen pH-Wert. Hier mischt du 3 Teile saure Erde mit 1 Teil Gartenboden. Idealerweise fügst du bei sehr harten Böden auch noch zusätzlich Sand hinzu.

Bei einer Kultivierung im Topf ist es einfacher, für die passende Erde zu sorgen, da du deine Blaubeere einfach direkt in ein saures Substrat pflanzen kannst.
Eine Heidelbeerpflanze im Topf steht neben einem ausgehobenen Pflanzloch, daneben steckt ein Spaten in der Erde.
Vor der Pflanzung wird das Pflanzloch großzügig mit saurer Erde aufgefüllt.

Saure Erde für Heidelbeeren: Einfach selber machen?

Die passende Erde für Heidelbeeren kann auch ohne Torf selber gemischt werden, sowohl für die Pflanzung ins Freiland als auch für den Topf. Allerdings ist das etwas aufwändiger und nur zu empfehlen, wenn du größere Mengen brauchst und idealerweise auch einen eigenen Komposthaufen anlegen kannst.

Um saure Erde für Heidelbeeren selber zu mischen, sind Laub- oder Nadelkompost nämlich eine wichtige Grundlage. Das ist keine gewöhnliche Komposterde, sondern besteht nur aus zersetztem Laub, vorzugsweise Eichenlaub bzw. Nadeln. Laubkompost kann man auch kaufen, aber oft nur in größeren Mengen.

Eine weitere Hauptzutat ist Rindenkompost bzw. Rindenhumus. Das sind verrottete und kompostierte Rindenstücke von Nadelbäumen. Rindenkompost sollte nicht mit Rindenmulch verwechselt werden. Rindenmulch enthält viel größere Stücke, die noch nicht zersetzt sind. Mit Rindenmulch kann die Erde nach dem Pflanzen abgedeckt werden.

Erde für Heidelbeeren sauer machen

Einfacher, als die Erde für Heidelbeeren komplett selber anzumischen, ist es, sie einfach etwas saurer zu machen.

Gute Nachrichten für Kaffeefans: Kaffeesatz ist nicht nur ein super Dünger für die Heidelbeere, er säuert die Erde auch leicht. Am besten lässt du das gebrauchte Pulver gut trocknen und arbeitest es dann in die Erde ein. Feuchter Kaffeesatz neigt hingegen zu Schimmel. Auch gebrauchte Teeblätter vom schwarzen Tee kannst du zum Düngen verwenden. Es ist ebenso möglich, die Heidelbeere einfach ab und an mit verdünntem Kaffee oder schwarzem Tee zu gießen, wenn mal etwas übrig geblieben ist.

Eine tolle Möglichkeit ist es auch, die Erde durch eine Mulchschicht nach und nach saurer zu machen. Das geht mit Rindenkompost sehr gut, aber du kannst auch deinen alten Weihnachtsbaum oder Zweige der Weihnachtsdeko zerkleinern und damit mulchen. Hier findest du mehr Infos dazu.

Es ist auch möglich, etwas Essig ins Gießwasser zu tun, um damit die Erde für Heidelbeeren saurer zu machen. Es sollte aber nicht zu viel sein - etwa 50 ml normaler Essig (keine Essenz) auf 1 Liter Wasser sind ein guter Richtwert.

Eine Person deckt den Wurzelbereich eines Heidelbeerstrauchs mit einer Mulchschicht ab.
Hier wird bei der Pflanzung grober Rindenkompost im Pflanzloch verteilt.

Vaccinium corymbosum
Blaubeere
Bodo

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