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  • Mineralisch, organisch, NPK: Welche Dünger für den Garten gibt es?

Mineralische und organische Dünger für Garten, Balkon & Terrasse

Welche Dünger es gibt und wie du deine Pflanzen richtig düngst

Für einen blühenden, wachsenden und gesunden Garten brauchen deine Pflanzen genügend Nährstoffe in Form von Dünger. Herrscht Nährstoffmangel, können deine Pflanzen nicht richtig wachsen, entwickeln keine Blüten oder Früchte und werden anfällig für Frost, Krankheiten und Schädlinge.

Zugegeben: Das richtige Düngen erfordert ein klein wenig Fingerspitzengefühl. Deswegen machen wir uns gemeinsam mit den wichtigsten Grundlagen über Dünger vertraut und schauen uns an, welche Düngerarten es überhaupt gibt.

Organischer oder mineralischer Dünger? Der Unterschied

Generell unterscheiden wir zwischen mineralischen und organischen Düngern. Der Unterschied besteht in der Form, in der die Nährstoffe für die Pflanzen vorliegen. Bei mineralischen Düngern sind die Nährstoffe für die Pflanzen direkt verfügbar. Bei organischen Düngemitteln hingegen nicht. Die organischen Stoffe müssen erst zersetzt werden, zum Beispiel durch Mikroorganismen im Boden.

NPK-Dünger: Was ist das?

Vielleicht hast du schon einmal die Bezeichnung NPK-Dünger gehört. Was hat es damit auf sich? Ganz einfach: NPK steht für Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Diese drei Stoffe sind die Hauptbestandteile eines ausgewogenen Volldüngers, der deine Pflanzen mit allem versorgt, was sie brauchen. NPK-Dünger oder Volldünger sagt noch nichts darüber aus, ob der Dünger organisch oder mineralisch ist.

Mineralischer Dünger

Mineralische Dünger bestehen aus wasserlöslichen Mineralstoffen. Sie liegen als Nährsalze vor und werden entweder gemeinsam mit dem Gießwasser verabreicht oder von der Feuchtigkeit im Boden gelöst. Wird nun das Wasser von den Wurzeln aufgenommen, gelangen auch die darin gelösten Nährstoffe in die Pflanze. So stehen die Nährstoffe sehr schnell zur Verfügung, was super ist, wenn bereits ein Nährstoffmangel vorliegt. Aber: Der Effekt verpufft sehr schnell, sodass regelmäßig nachgedüngt werden muss.

Mineraldünger werden umgangssprachlich auch als "Kunstdünger" bezeichnet. Das liegt daran, dass sie meist mit Hilfe komplizierter chemischer Verfahren produziert werden, denn nur in Form von Salzen können die Nährstoffe von den Pflanzen aufgenommen werden. Allerdings müssen diese Salze erstmal hergestellt werden - zum Beispiel aus Phosphaten oder Nitraten, die in ganz anderen chemischen Verbindungen vorliegen.

Es gibt einige mineralische Düngemittel, die natürlich vorkommen, zum Beispiel in Gesteinen oder Guano, doch auch diese müssen weiter aufbereitet werden, um die Nährstoffe darin zu lösen und für Pflanzen verfügbar zu machen.

Zur Herstellung von Mineraldünger wird allgemein sehr viel Energie benötigt. Weitere Nachteile: Die Gefahr einer Überdüngung ist recht hoch und beim Düngen müssen die Dosierungsanleitungen genau eingehalten werden.

Ist Mineraldünger immer flüssig?

Es gibt flüssige und feste Mineraldünger. Flüssige Dünger können direkt mit dem Gießwasser vermischt werden. Feste Dünger werden in die Erde eingearbeitet und lösen sich dort durch die Feuchtigkeit auf.

Wirkt Mineraldünger immer sofort?

Auch ein Mineraldünger kann ein Langzeitdünger sein. Um dafür zu sorgen, dass die Nährstoffe sich nicht sofort lösen, ist fester mineralischer Dünger manchmal “ummantelt”. Diese schützende Schicht ist sowas ähnliches wie eine Kapsel bei einem Medikament in Tablettenform, was eingenommen wird, aber sich nicht sofort im Magen auflöst, sondern erst nach einiger Zeit wirkt.

Der Nachteil: Diese Ummantelung besteht fast immer aus Kunststoffen, die gar nicht oder nur sehr langsam abgebaut werden. Aktuell werden von der EU Vorgaben dazu erarbeitet. Wir raten vom Kauf mineralischer Langzeitdünger ab, solange nicht auf der Packung angegeben ist, dass die Ummantelung biologisch abbaubar ist.

Asche als Dünger

Asche ist kein guter Dünger und hat auch nichts auf dem Kompost verloren, da darin meist viele Schadstoffe enthalten sind. Auch, wenn das verbrannte Holz aus einem eigenen Garten oder Wald stammt, haben die Bäume mit großer Wahrscheinlichkeit über die Jahre viele Schadstoffe und Schwermetalle aufgenommen.

Es gibt manche Gemüsesorten wie Spinat oder Salate, die diese Schwermetalle in ihren Blättern einlagern können - kein appetitlicher Gedanke. Asche enthält zwar auch Nährstoffe wie Phosphor und Kalium, aber da Gartenböden meist eh zu gut damit versorgt sind, droht eine Überdüngung.

Blaukorn als Dünger

Blaukorn ist ein mineralischer Dünger, der in Form kleiner Kügelchen vorliegt. Seinen Namen trägt er, da diese Kügelchen eine hellblaue Farbe haben. Es handelt sich um einen Volldünger, in dem so gut wie alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind, die Pflanzen brauchen.

Wir raten jedoch vom Einsatz von Blaukorn im Garten entschieden ab! Hier einige Nachteile von Blaukorn:

  • Es handelt sich um einen künstlichen Dünger, der keinen Nutzen für die Bodenqualität mit sich bringt: Die Bodenlebewesen können damit nichts anfangen, dabei ist deren Aktivität für einen gesunden Boden so wichtig. Außerdem wird kein Humus aufgebaut.
  • Eine Überdüngung passiert wie bei anderen mineralischen Düngern schnell. Überdüngte Pflanzen wachsen zu schnell, werden instabil und anfällig für Schädlinge und Krankheiten.
  • In vielen Produkten ist Chlorid enthalten. Das vertragen viele Gemüsesorten oder Beerensträucher nicht.
  • Blaukorn enthält Nitrat, das im Körper von Menschen und Tieren zu Nitrit umgewandelt werden kann. Dieser Stoff ist giftig. Blaukorn darf daher nicht in die Hände von Kindern gelangen und auch auf versehentliches Verschlucken durch Haustiere muss geachtet werden. Blaukorn darf auch nicht mit bloßen Händen berührt werden, sodass Handschuhe angezogen werden müssen.

Sind Mineraldünger schädlich für die Umwelt?

Der große Nachteil von mineralischen Düngern ist, dass die Mineralstoffe (vor allem Stickstoff in Form von Nitrat) schnell im Boden versickern und das Grundwasser verschmutzen. Langfristig sorgen solche Düngemittel für eine Versauerung des Bodens und schaden der Umwelt. Allerdings tritt das eher in der Landwirtschaft beim großflächigen Einsatz von Mineraldüngern auf. Eventuell hast du in diesem Zusammenhang schon mal etwas von hohen Nitratwerten im Grundwasser gehört.

In der biologischen Landwirtschaft ist der Einsatz von Mineraldünger sehr stark beschränkt und nur in Ausnahmefällen dürfen bestimmte mineralische Dünger verwendet werden. Das zeigt, dass rein chemisch-synthetische Mineraldünger nicht die erste Wahl sein sollten, wenn du auf der Suche nach dem besten Dünger für deine Pflanzen bist, auch, wenn diese in deinem Garten in kleinerem Maßstab zum Einsatz kommen.

Es ist nachhaltiger, wenn du dich für organische oder mineralisch-organische Düngemittel entscheidest.

Regenwurm gesucht: Das Bodenleben profitiert von Mineraldüngern leider nicht.

Organischer Dünger

Organische Dünger bestehen aus natürlichen Stoffen, die pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sein können und nicht künstlich hergestellt werden. Organische Düngemittel wirken nicht sofort, sondern müssen in der Erde erst mal zersetzt werden. Erst dann können die Nährstoffe von den Pflanzen aufgenommen werden. Ein Hauptmerkmal von organischem Dünger ist also seine Langzeitwirkung. Das bedeutet, dass deine Pflanzen sehr lange von einer Düngergabe zehren können.

Das Material wird zersetzt, aber es bleibt natürlich trotzdem noch reichlich organische Masse zurück - die Pflanzen ziehen sich ja nur die Nährstoffe heraus. Diese organische Substanz im Boden nennt man Humus. Darin tummeln sich viele Bodenlebewesen, zum Beispiel winzige Mikroorganismen, aber auch Käfer oder Regenwürmer, die den Boden ordentlich umgraben und auflockern. So ein humusreicher Boden kann außerdem mehr Wasser speichern als ein humusarmer Boden.

Welche organischen Düngemittel gibt es?

Der bekannteste organische Dünger ist wahrscheinlich Kompost. Je nach Zusammensetzung kann er ein rein pflanzlicher Dünger sein oder auch verrottete Eierschalen oder Tierkot (zum Beispiel aus dem Kaninchenstall) enthalten. Bei einem eigenen Kompost im Garten kannst du selbst bestimmen, was kompostiert wird. Als Alternative kannst du fertige Komposterde kaufen.

Weitere organische Düngemittel sind:

  • Tiermist, zum Beispiel von Pferden, Kaninchen oder Hühnern
  • Hornspäne, Hornmehl oder Wolle
  • Rasenschnitt oder Gründüngungspflanzen
  • Bananenschalen, Eierschalen, Kaffeesatz, Teereste
  • Hefe, Vinasse
  • Pflanzenjauchen, zum Beispiel aus Brennnesseln
  • Dünger-Pellets auf Basis von Pferdemist, Schafwolle oder rein pflanzlich
  • Dünger aus dem Bokashi-Eimer
Der Klassiker unter den organischen Düngern: Kompost.

Mist als Dünger

Stallmist von Tieren wird schon seit langer Zeit als Düngemittel geschätzt, da darin viele Nährstoffe und Mikroorganismen enthalten sind. Das gilt für Mist von Tieren, die keine großen Mengen Fleisch essen, also zum Beispiel Pferde, Kühe, Schafe, Kaninchen oder Hühner. Genaue Angaben zum Nährstoffgehalt von Mist sind schwierig, weil es darauf ankommt, auf welchem Stalleinstreu die Tiere gehalten werden und was sie fressen.

Kaninchen- oder Hühnermist als Dünger wird auch als “kalt” bezeichnet, weil er keine Wärme entwickelt. Im Gegensatz zu Kuh- oder Pferdemist - man denke an die bekannten, dampfenden Misthaufen.

Um Mist als Dünger einzusetzen, muss er, je nach Sorte, für mehrere Monate lagern bzw. kompostieren und darf auch nicht zu oft im Garten eingesetzt werden.

Schafwolle, Hornmehl, Hornspäne als Dünger

Diese Stoffe sind gute Stickstoffdünger und enthalten außerdem viel Kalium und andere wichtige Nährstoffe und Spurenelemente. Es gibt fertige Dünge-Pellets zu kaufen, in denen diese “Abfallprodukte” enthalten sind, sie können aber auch pur verwendet werden.

Schafwolle im Boden hat die Eigenschaft, Wasser gut speichern zu können, wenn das schützende Wollfett abgebaut wurde. Außerdem soll der etwas strenge Geruch Schnecken fernhalten. Wolle kann rings um starkzehrende Gemüsepflanzen wie Tomaten oder Zucchini verbuddelt werden, aber als Schneckenschutz auch oberirdisch aufgebracht werden. Falls in deiner Nähe Schafe gehalten werden, lohnt es sich also nachzufragen, ob du die Wolle bekommen kannst.

Hornspäne und Hornmehl bestehen, wie der Name vermuten lässt, aus dem Horn von Tieren, aber auch aus den Hufen. Dabei handelt es sich um Abfallprodukte aus der Fleischindustrie, das heißt, dass die Tiere nicht extra für diesen Dünger geschlachtet werden. Trotzdem mögen viele Menschen die Vorstellung nicht so gerne, diese Stoffe in ihrem Garten zu verteilen.

Viele Horndünger stammen aus anderen Ländern, zum Beispiel Südamerika. In Deutschland werden die Hörner von Kühen schon sehr früh entfernt und sind dann noch sehr klein. Wenn die Kühe hingegen die Hörner bis zur Schlachtung tragen, fällt mehr Material an.

In den Hörnern und Hufen können sich Rückstände von Medikamenten wie Antibiotika oder auch Hormone befinden. Horndünger von Tieren aus Bio-Haltung ist im Handel nicht einfach zu bekommen.

Schafwolle kann auch bei Kübelpflanzen zum Einsatz kommen.

Rasenschnitt oder Gründüngungspflanzen

Rasenschnitt ist ein super Dünger, da er viele Nährstoffe enthält und zudem in einem Garten kostenlos zu haben ist. Das Material wird als Mulchschicht auf dem Boden verteilt und zersetzt sich mit der Zeit. Regenwürmer ziehen das Material unter die Erde und lockern diese so auf. Natürlich kann Rasenschnitt auch in den Kompost gegeben werden.

Gründüngungspflanzen düngen den Boden nicht erst, nachdem sie abgemäht wurden, sondern schon beim Wachstum. Sie reichern den Boden mit Nährstoffen an - wie das genau funktioniert, kannst du hier nachlesen.

Küchenabfälle: Bananen-, Eierschalen, Kaffeesatz als Dünger

Dünger selbst gemacht! In der Küche fällt viel Material an, das erst kompostiert, aber auch direkt als Dünger verwendet werden kann.

Bananenschalen enthalten sehr viel Kalium, aber auch Magnesium, Calcium und weitere Nährstoffe. Zum Düngen kannst du die Schalen von Bio-Bananen klein schneiden und einfach rund um deine Pflanzen in der Erde verteilen. Vor allem Rosen und andere Pflanzen, die schön blühen sollen, freuen sich darüber. Aber auch Tomaten und Gurken vertragen eine Extraportion Kalium gut. Als Alternative kannst du die Schalenstückchen auch etwa einen Tag in Wasser einweichen und dann das Wasser zum Gießen verwenden.

Eierschalen bestehen zum Großteil aus Kalk. Kalk im Boden hebt den pH-Wert auf Dauer an, sodass alle Pflanzen, die eher niedrige pH-Werte, also einen sauren Boden bevorzugen, nicht mit Eierschalen gedüngt werden sollten. Dazu zählen zum Beispiel Blaubeeren bzw. Heidelbeeren.

Ideale Kandidaten, um Eierschalen als Dünger einzusetzen, sind Obstbäume, Gemüsepflanzen wie Tomaten, Hülsenfrüchte und Rote Beete, aber auch Kräuter wie Salbei, Lavendel, Thymian oder Rosmarin.

Kaffeesatz als Dünger ist dagegen perfekt für die Liebhaber eines sauren Bodens: Heidelbeeren, Hortensien, Rhododendren, in Maßen auch andere Beerensträucher wie Himbeeren oder Tomaten und Gurken können damit versorgt werden. Das Pulver kann unter die Erde gemischt werden, weil es oberirdisch aufgestreut anfangen kann zu schimmeln. Alternativ kannst du den Kaffeesatz auf mit Wasser vermischen und einige Zeit ziehen lassen. Das Wasser kann dann zum Gießen verwendet werden.

Mit Resten von schwarzem Tee kannst du übrigens genauso vorgehen.

Hefe und Vinasse als Dünger

Falls du vom Backen noch etwas Hefe übrig hast, kannst du diese zum Düngen verwenden. Hefe ist voller Vitamine und Mineralien und kann frisch oder vergoren angewendet werden.

Für frischen Hefedünger kannst du einen Hefewürfel oder zwei Tütchen Trockenhefe mit 5 Liter Wasser vermischen. Hat sich alles aufgelöst, ist der Dünger schon fertig.

Vergorener Hefedünger wird verdünnt angewendet, daher ist es besser, weniger anzusetzen. Du brauchst einen halben Hefewürfel oder ein Tütchen Trockenhefe. Die Hefe wird erst mal mit etwa einem halben Glas Wasser und einem halben Glas Zucker vermischt und einige Stunden stehen gelassen. Anschließend fügst du 2 - 3 Liter Wasser hinzu und lässt das Ganze für eine Woche gären. Die Angaben sind Richtwerte und müssen nicht streng eingehalten werden.

Ist der Dünger fertig, kannst du ihn mit dem Gießwasser verdünnen: Etwa ein Glas Dünger kann in eine Gießkanne mit 10 Litern Wasser gegeben werden.

Vinasse ist eine Art Sirup, der bei der Produktion verschiedener Lebensmittel oder von Alkohol anfällt. Auch bei der industriellen Produktion von Hefe ist Vinasse ein Abfallprodukt. Du findest den Stoff in vielen flüssigen organischen Düngemitteln, die im Handel erhältlich sind.

Brennnesseljauche als Dünger

Bei Pflanzenjauchen handelt es sich um Pflanzenteile, die mit Wasser vermischt vergoren werden. Das Ergebnis sind sehr stinkige Flüssigkeiten, die aber voller Nährstoffe stecken und zur Gesundheit unserer Pflanzen beitragen können. Am bekanntesten ist die Brennnesseljauche, aber aus folgenden Pflanzen können auch Jauchen hergestellt werden:

  • Löwenzahn
  • Beinwell
  • Ackerschachtelhalm
  • Giersch
  • Zwiebeln und Knoblauch

Pflanzenjauchen dürfen nur verdünnt mit dem Gießwasser verabreicht werden.

Düngen mit Dünger-Pellets

Super praktisch und einfach in der Anwendung sind Pellets als organischer Langzeitdünger. Diese gibt es zum Beispiel auf Basis von Pferdemist, Schafwolle oder rein pflanzlich. Sie können einfach und sauber dosiert werden und eine Überdüngung ist ausgeschlossen.

Dünger aus dem Bokashi-Eimer

Ein Bokashi ist ein Eimer, in dem Küchenabfälle fermentiert werden. Die Materialien werden darin nicht kompostiert. Stattdessen entsteht eine sehr nährstoffreiche Flüssigkeit, die aufgefangen und dann verdünnt zum Düngen verwendet werden kann. Der fermentierte Inhalt des Bokashi-Eimers kann dann in einem zweiten Schritt auf dem Kompost landen.

Hier findest du noch mehr Infos zum Bokashi sowie zum Wurmkompost.
Dünger in Pelletform wird am besten gleich bei der Pflanzung oder beim Umtopfen mit der Erde vermengt.

Mineralisch-organischer Dünger

Viele Dünger sind nicht rein organisch oder rein mineralisch, es gibt auch Mischungen. Das kann gute Gründe haben: So kann man Düngemittel entwickeln, die einerseits schnell wirken, andererseits aber auch eine natürliche Langzeitwirkung haben und den Boden aufbessern.

Oft werden einem organischen Dünger mineralische Anteile in Form von Gesteinsmehl oder Muschelkalk zugesetzt, um ihre Wirkung zu verbessern.

Was ist eigentlich Guano?

Guano ist ein Düngemittel, das aus dem Kot von Seevögeln gewonnen wird. Das klingt erstmal organisch, ist es jedoch nicht immer, da die Ausscheidungen oft nicht direkt genutzt werden, wie zum Beispiel bei Hühnermist. Stattdessen wird Guano oft mineralischen Düngern zugesetzt. Ob es sich bei Guano um einen rein organischen Dünger handelt, kommt also immer auf das spezielle Produkt an.

Guano entsteht über eine längere Zeit, indem der Kot verwittert und sich mit Kalk verbindet, der an den Küsten in der Heimat der Vögel vorkommt. Das Material ist reich an Stickstoff und Phosphor. Guano wurde in sehr großem Maßstab abgebaut und nach Europa importiert, bevor Stickstoffdünger synthetisch hergestellt werden konnten, aber auch heute noch wird es abgebaut. Guano entsteht dabei nicht immer aus dem Kot von Seevögeln, sondern zum Beispiel auch von Fledermäusen.

Der Guano-Abbau zerstört an vielen Küsten den Lebensraum der Humboldt-Pinguine, daher empfehlen wir, einen anderen Dünger zu verwenden. Es gibt zum Glück viele Alternativen, die genauso gut wirken.

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