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  • Heidelbeeren düngen: Wann und womit düngt man die blauen Beeren?

Alles über das Düngen von Heidelbeeren

Der richtige Dünger und Zeitpunkt

Heidelbeeren zu düngen ist gar nicht so schwierig, aber ein paar wichtige Punkte musst du trotzdem beachten. Die Heidelbeere ist nämlich eine kleine Diva, was den richtigen Säuregehalt der Erde angeht. Und der kann sich durch unpassenden Dünger leider verändern. Wie zeigen dir, worauf du achten musst, damit deine Heidelbeere kräftig wächst und viele leckere Früchte trägt.

Warum musst du Heidelbeeren düngen?

Alle Pflanzen brauchen bestimmte Nährstoffe, um gut zu gedeihen. Um ausreichend Energie für das Wachstum zu haben, nehmen sie die Stoffe, die sie brauchen, über die Wurzeln auf. Heidelbeeren wachsen eher langsam und brauchen daher nicht ganz so viel Dünger wie andere Pflanzen. Doch auch das Ausreifen der Früchte braucht Energie - und wir wollen ja gerne möglichst viele Beeren ernten können.

Um die Nährstoffe aufnehmen zu können, muss die Erde einen bestimmten Säuregehalt haben. Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder - als Gegensatz dazu - alkalisch die Erde ist. Heidelbeeren benötigen saure Erde mit einem pH-Wert von etwa 4 - 5. Wird dieser Wert überschritten, wird die Heidelbeere auf Dauer unter Nährstoffmangel leiden, egal, wie viel Dünger du ihr gibst.

Die Düngung von Heidelbeeren hängt also stark mit der passenden Erde zusammen. Für eine gute Ernte und gesunde Pflanzen solltest du diese Verbindung im Hinterkopf behalten.

Heidelbeeren im Topf düngen

Heidelbeeren im Topf müssen meist etwas häufiger gedüngt werden als Pflanzen im Freiland, denn aus der Erde in einem Pflanzgefäß werden die Nährstoffe schneller wieder ausgespült. Außerdem bedeutet weniger Erde natürlich auch weniger Platz, um Nährstoffe zu speichern. Im Freiland gedeihen viele Sträucher auch gut, wenn du das Düngen mal auslässt. Heidelbeeren im Kübel hingegen brauchen dahingehend etwas mehr Aufmerksamkeit und regelmäßige Düngergaben.

Heidelbeeren düngen - Der richtige Zeitpunkt

Mit dem Düngen wollen wir die Pflanze in zwei Punkten unterstützen: Beim generellen Wachstum und beim Ausbilden der Früchte. Daher bieten sich zwei Zeitpunkte im Jahr an, um die Heidelbeere zu düngen.

Düngen im zeitigen Frühjahr: März oder April

Im Frühling steigen die Temperaturen langsam wieder an und die Sonne hat wieder mehr Kraft. Das regt die Pflanzenwelt dazu an, aus ihrer Winterruhe zu erwachen. Kurz vor dem neuen Austrieb können wir die Heidelbeere mit Dünger versorgen. So startet sie mit vollen Energiereserven in die neue Wachstumsperiode. Auf diese Weise ist ein guter Start ins Pflanzenjahr garantiert.

Düngen im späten Frühjahr: Ende Mai oder Juni

Im Mai blüht die Heidelbeere. Die weißen, glockenförmigen Blüten schmücken die Sträucher und lassen die Vorfreude auf eine reiche Ernte steigen. Zeigen sich dann die ersten Fruchtansätze, ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um die Heidelbeere noch mal mit etwas Dünger zu versorgen.

 

Damit die Beeren dick und blau werden, braucht die Pflanze Nährstoffe.

Heidelbeeren düngen wie ein Profi

Auf einen Blick:

  • Heidelbeeren sind Schwachzehrer und brauchen generell eher wenig Dünger.
  • Heidelbeeren brauchen leicht saure Erde. Sie dürfen daher nicht mit Stoffen gedüngt werden, die den pH-Wert des Bodens anheben, also zum Beispiel Eierschalen, Kalk, Kompost oder Mist
  • Stickstoffreiche Langzeitdünger sind ideal für Heidelbeeren.
  • Dünge mit organischen Stoffen und nicht mit Kunstdüngern.
  • Auch Reste, die in der Küche anfallen, eignen sich zum Düngen, zum Beispiel Kaffeesatz oder Bananenschalen

Heidelbeeren mögen Langzeitdünger

Du kannst deine Obst- und Gemüsepflanzen im Garten mit verschiedenen Arten von Dünger versorgen. Es gibt Dünger, die sehr schnell wirken und der Pflanze sofort Nährstoffe zur Verfügung stellen. Leider halten sie nicht so lange vor und die Dünger werden meist wöchentlich mit dem Gießwasser verabreicht. Heidelbeeren haben jedoch gar keinen besonders hohen Nährstoffbedarf und den Aufwand des regelmäßigen Düngens kannst du dir getrost sparen.

Langzeitdünger wirken hingegen über einen längeren Zeitraum. Sie wirken allerdings nicht sofort - daher ist es sinnvoll, sie schon früh im Jahr auszubringen und später noch mal für etwas Nachschub zu sorgen.

Heidelbeeren düngen mit Kaffeesatz

Kaffee hat einen pH-Wert von etwa 5. Das ist leicht sauer. Heidelbeeren trinken also gerne mal die ein oder andere Tasse Kaffee - auf ihre Art und Weise. Du kannst alten Kaffeesatz etwa 3 bis 4 Mal in den Frühlings- und Sommermonaten gut in die Erde rund um die Pflanze einarbeiten. Alternativ kannst du das gebrauchte Pulver auch noch mal mit Wasser aufgießen und dir somit einen Flüssigdünger herstellen.

Heidelbeeren düngen mit Hornspänen, Hornmehl oder Wolle

Horn ist ein organisches Material, was bei der Schlachtung von Rindern anfällt. Das klingt erstmal nicht so schön - doch andererseits ist es natürlich eine gute Sache, dass das Horn nicht entsorgt wird, sondern noch genutzt werden kann. Da hierzulande viele Rinder schon in einem jungen Alter enthornt werden, sieht man gar nicht besonders viele Kühe, die ihre Hörner noch tragen. In Hornspänen steckt zwar auch das Horn der Hufen, aber um den Bedarf zu decken, wird oft noch Material importiert, was für das Klima natürlich überhaupt nicht gut ist. Achte beim Kauf also darauf, möglichst regionale Produkte zu kaufen.

Hornmehl wirkt als Dünger schneller als die Späne, da es so fein ist. Es kann im Frühjahr und Sommer genutzt werden, um Heidelbeeren zu düngen. Hornspäne dagegen wird eher im Herbst ins Beet eingearbeitet, um die Erde langfristig aufzubessern.

Ähnlich wirkt übrigens Wolle als Dünger, da diese ebenfalls aus Keratin besteht. Wenn bei dir in der Nähe Schafe wohnen, lohnt es sich mal nachzufragen, ob du nach der Schur Wollreste bekommen kannst.

Heidelbeeren düngen mit Rinden- bzw. Nadelkompost

Über längere Zeit abgelagerte Rindenstückchen von Nadelbäumen ergeben einen humusreichen Kompost, der für Heidelbeeren super geeignet ist, da er leicht sauer ist. Du findest ihn im Handel unter den Bezeichnungen Rindenkompost oder Rindenhumus bzw. Nadelkompost oder Nadelhumus.

Rindenmulch ist wieder etwas anderes, denn er ist deutlich gröber und die Bestandteile noch nicht zersetzt. Da er schick aussieht, wird er - wie der Name bereits verrät - zum Mulchen verwendet.

Heidelbeeren düngen mit Beerendünger

Natürlich ist es auch möglich, speziellen Beerendünger zu kaufen. Achte jedoch darauf, dass die Heidelbeere weniger Dünger braucht als andere Beerensträucher. Organischen Beerendünger gibt es zum Beispiel in Pelletform auf der Basis von Schafwolle.

Flüssigen Spezialdünger hingegen empfehlen wir für die Heidelbeere nicht, denn die Gefahr einer Überdüngung ist groß. Außerdem können sich Rückstände des Düngers in den Früchten wiederfinden.

Im Garten absolut gar nichts zu suchen haben rein mineralische Dünger, also Kunstdünger, zum Beispiel Blaukorn. Sie sind sozusagen das Gegenteil von “Natur pur” und die darin enthaltenen Salze gelangen ins Grundwasser. Es kann außerdem leicht passieren, die Heidelbeere damit zu überdüngen.

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