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Himbeere, Blaubeere & Co: Winterharte Pflanzen draußen überwintern

Damit Himbeeren, Heidelbeeren & Co die eisigen Temperaturen im Winter gut überstehen, brauchen sie einen wärmenden Schutz. Dabei macht es einen Unterschied, ob deine Beerensträucher im Freiland oder im Kübel wachsen.

Robuste Beeren

Zum Thema “Pflanzen draußen überwintern” haben wir bereits einen Artikel verfasst, dessen Fokus auf der Feige, Kiwi und Weinrebe liegt. Diese können ebenfalls draußen überwintern, doch während sie nur bedingt winterhart sind und der Winterhärtezone 7 zugeordnet werden, sind Himbeere & Co härter im Nehmen. Erdbeeren, Rote Johannisbeeren, Goji- und Brombeeren vertragen etwa -20 Grad, Himbeeren und Stachelbeeren fast -30 Grad und Blaubeeren und Schwarze Johannisbeeren stecken sogar Temperaturen jenseits der -30 Grad locker weg.

Doch auch, wenn eine Pflanze winterhart ist und ihr Frost nicht viel ausmacht, hat sie doch eine Schwachstelle: ihre Wurzeln. Diese sind empfindlicher als der oberirdische Teil der Pflanze, für ihr Überleben aber entscheidend. Manche Pflanzen können oberirdisch komplett verfrieren und treiben im Frühjahr trotzdem neu aus, wenn ihre Wurzeln den Winter gut überstanden haben.

Kübelpflanzen: Hauptsache, warme Füße

Im Kübel sind die Wurzeln den kalten Temperaturen schutzlos ausgeliefert, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Der Frost erreicht sie über Topf und Erde mühelos. Es ist daher unerlässlich, die Pflanzgefäße ausreichend dick einzupacken, um die Wurzeln zu schützen. Beim Vorgehen kannst du dich an unserer Anleitung für die Feige orientieren. Diese ist zwar empfindlicher gegenüber Frost, doch in Hinblick auf den Schutz der Wurzeln unterscheiden sie sich nicht von Beerensträuchern im Kübel.

Beachte, dass deine Pflanzen auch im Winter mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden müssen, da sie sonst vertrocknen können. Regnet es kaum oder stehen die Kübel geschützt an einer Hauswand, sodass Regenwasser sie nicht erreichen kann, musst du regelmäßig gießen, vor allem bei sehr trockener Luft. Suche dir am besten frostfreie Tage aus und gieße morgens oder mittags, da es nachts meist kälter wird und die Gefahr von gefrorener Erde größer ist. Wenn du die Kübel ausreichend gut geschützt hast, sollte diese Gefahr jedoch eher gering sein.

Über einen gut ausgepolsterten Winterschutz freuen sich Beerensträucher im Kübel genauso wie diese Feige.

Im Freiland dem Winterwetter trotzen

Anders als Weinreben und ausgepflanzte Feigen oder Kiwis müssen Beerensträucher im Freiland nicht so stark vor Frost geschützt werden. Ihre Wurzeln sind viel besser geschützt als im Kübel. Allerdings verlaufen ihre Wurzeln teils flach unter der Erde und freuen sich bei sehr tiefen Temperaturen über eine schützende Mulchschicht. Da diese rund ums Jahr sinnvoll ist, hast du sie vielleicht eh schon rund um die Pflanze ausgelegt. Jetzt im Winter kannst du sie noch mal erneuern und das Material dicker ausbringen. Gut geeignet sind zum Beispiel auch Zweige von Nadelbäumen. Diese haben außerdem den Vorteil, dass sie leichteres Mulchmaterial wie Laub, Stroh oder Rasenschnitt davor schützen, bei Herbst- und Winterstürmen fortgeweht zu werden.

Hier werden Rosensträucher mit Zweigen gemulcht; bei Beerensträuchern funktioniert das auch wunderbar.

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