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Heidelbeeren im Topf pflanzen & pflegen: So gedeiht die Heidelbeere auch auf deinem Balkon!

Heidelbeeren aus dem eigenen Garten sind eine ganz besondere Leckerei. Möchtest du gerne eigene Beeren ernten, hast aber keinen großen Garten, kannst du prima deine Heidelbeeren im Topf pflanzen und pflegen und auf deinem Balkon oder der Terrasse kultivieren.

Eine Frau sitzt neben einer Heidelbeere, welche im Topf wächst. Der Strauch trägt reife Früchte und die Frau greift nach ihnen.

Heidelbeeren im Topf: Geht das überhaupt?

Ganz klare Antwort: Ja! Unsere Bloomify Heidelbeere (aber auch so ziemlich alle anderen Heidelbeer-Sorten) eignet sich prima dafür, im Topf kultiviert zu werden. Einzige Voraussetzung: Der Topf muss groß genug sein, aber dazu weiter unten mehr.

Unsere Heidelbeere wächst recht kompakt und erreicht im Topf oder Kübel eine maximale Höhe von etwa 1,40 m. Dadurch eignet sie sich nicht nur für das Beeren-Beet in einem großen Garten, sondern kann so ziemlich überall ein schönes Plätzchen finden. Zum Beispiel auf der Terrasse, dem Balkon, neben dem Hauseingang oder an jedem anderen Ort, an dem genügend Sonnenlicht vorhanden ist.

Egal, ob im Freiland oder im Topf: an einem sonnigen Standort entwickelt die Heidelbeere viele süße Früchte.

Heidelbeeren im Topf pflanzen: Darum solltest du es probieren

Bei Heidelbeeren im Topf oder Kübel hast du den großen Vorteil, dass deine Pflanzen mobil sind und du sie im Sommer an einen exponierten Standort und im Winter an einen geschützten Platz stellen kannst. Außerdem ist es im Topf einfacher, für die perfekten Bodeneigenschaften zu sorgen. Denn:

Heidelbeeren gedeihen am besten in leicht saurer Erde. Das heißt, dass der pH-Wert der Erde bei maximal 5 liegen sollte. Ein Wert von 5,5 ist gerade noch so in Ordnung. Ist der Wert zu hoch, kann die Pflanze keine Nährstoffe mehr aus der Erde aufnehmen und geht ein. Jede Pflanze hat dabei einen ganz eigenen “Wohlfühl-pH-Wert”.

Da die meisten Pflanzen einen etwas höheren pH-Wert benötigen als die Heidelbeere, ist es zudem nicht ganz einfach, sie im Freiland mit anderen Pflanzen zu kombinieren. Im Topf kann sie jedoch wunderbar neben oder zwischen den anderen Gewächsen stehen und du musst hier keine Abstriche machen.

Heidelbeeren im Topf: der beste Standort

Heidelbeeren mögen ein geschütztes Plätzchen in der Sonne oder im Halbschatten. Vermeide einen schattigen Ort, denn dort würde sich die Pflanze nicht gut entwickeln. Im schlimmsten Fall bildet sie erst gar keine Blüten, aus denen ja später die leckeren Beeren werden sollen. Auf dem Balkon oder der Terrasse ist ein regen- und windgeschützter Ort mit Ausrichtung nach Süden, Süd-Osten oder Süd-Westen optimal. Aber auch eine Hauswand in entsprechender Ausrichtung ist super geeignet und speichert zusätzlich Wärme, was unserer Heidelbeere sehr gut gefällt.

Heidelbeere im Topf pflanzen: Welche Erde ist am besten?

Wie wir bereits wissen, brauchen Heidelbeeren einen leicht sauren Boden, um gesund zu wachsen. Ein sandiger Nadelwaldboden, am besten etwas moorig und reich an Humus, ist optimal. Egal, ob du die Beere ins Freiland oder in einen Kübel pflanzen möchtest, musst du diese Besonderheit unbedingt beachten.

Mische die Garten- oder Pflanzerde dazu großzügig mit Rindenkompost aus Nadelbäumen. Alternativ kannst du auch Rhododendronerde verwenden, das ist eine spezielle Mischung, die ein waldähnliches Milieu im Boden erzeugt. Etwas Sand fördert die Durchlässigkeit des Bodens. Du findest alles in jedem gängigen Bau- oder Gartenmarkt.

Achte darauf, dass die Erde keinen Torf enthält. Unsere Moore sind ein wichtiger CO2-Speicher und sollten in Ruhe gelassen bzw. renaturiert anstatt abgebaut werden.
Heidelbeeren benötigen ein recht saures Substrat, weshalb es im Freiland schwierig ist, passende Partner zu finden. Im Kübel kannst du sie nach Herzenslust mit anderen Pflanzen kombinieren, wie z.B. hier mit einer Himbeere.

Heidelbeere im Topf pflanzen: So groß muss der Topf sein

Für die Kultivierung auf Terrasse oder Balkon ist die passende Größe und Form des Topfes wichtig. In zu kleinen Töpfen hat die Pflanze nicht genug Platz, um viele und kräftige Wurzeln zu entwickeln. Ist der Topf wiederum zu groß, hat sie zu viel Platz und steckt ihre ganze Energie ins Wurzelwachstum. Als Folge bleibt das Wachstum in die Höhe oder die Ausbildung von Früchten auf der Strecke. Wie alle Beerensträucher ist auch die Blaubeere zudem ein Flachwurzler und benötigt daher Pflanzgefäße, die eher breit als hoch sind.

Bei neu gekauften Pflanzen einer normal großen Sorte wie unserer Bloomify Blaubeere startest du am besten mit einem Gefäß, das mindestens 30 Liter Volumen hat. Auf dieser Seite findest du einen praktischen Online-Rechner, der dir für jedes Topfmaß das entsprechende Volumen in Litern anzeigt. Ein Topf mit knapp 40 cm Durchmesser bei einer Höhe von 30 cm fasst zum Beispiel 30 Liter. Hier findest du eine genaue Anleitung dazu, wie du deine Heidelbeere richtig einpflanzt.

Nach einigen Jahren sollte der Topf auf 40 bis 50 Liter Erde anwachsen, da die Pflanze ja auch größer wird und dementsprechend mehr Platz braucht. Hast du genügend Patz, kannst du natürlich auch ein noch größeres Pflanzgefäß verwenden.

Heidelbeere im Topf einpflanzen

Der Topf braucht unbedingt mindestens ein Abflussloch, damit Gieß- und Regenwasser sich nicht staut. Idealerweise legst du auch eine Drainageschicht am Topfboden an. Dafür kannst du Kies, Schotter, Tongranulat oder Blähton verwenden. Erst über diese steinige Schicht kommt dann die Pflanzerde. Hier musst du darauf achten, dass du deine Heidelbeere am Ende nicht zu hoch einpflanzt. Passt alles, dann fülle den Topf rund um den Wurzelballen mit der Erde auf und gieße die Pflanze kräftig.

Heidelbeere im Topf: Wie und wann muss ich sie umpflanzen?

Wächst deine Heidelbeere im Topf, musst du sie von Zeit zu Zeit umpflanzen. Einerseits braucht die Pflanze irgendwann einfach mehr Platz, wenn sie größer geworden ist. Zudem wird die Erde mit der Zeit ausgelaugt und enthält irgendwann nicht mehr genügend Nährstoffe. Wurzelt deine Heidelbeere unten aus dem Topf heraus oder wächst schwächer, wird es höchste Zeit, ihr einen größeren Topf und frische Erde zu gönnen. Das ist in der Regel etwa 1 Mal jährlich der Fall, bei älteren Pflanzen reichen auch alle 2-3 Jahre vollkommen aus.

 

Hebe die Pflanze samt Wurzelballen dafür aus ihrem alten Topf und schüttele vorsichtig möglichst viel von der alten Erde ab, ohne die Wurzeln dabei zu beschädigen. Alternativ kannst du den Wurzelballen über Nacht in einen Eimer mit Wasser stellen, damit sich die Wurzeln einmal ordentlich vollsaugen können. Das ist besonders empfehlenswert, wenn es draußen anhaltend trocken und sehr warm ist. Dadurch wächst die Pflanze besser und schneller in ihrem neuen Topf an. Ansonsten gehst du genauso wie beim ersten Einpflanzen vor: Drainage auf den Topfboden geben, etwas Erde auffüllen, die Pflanze hineinsetzen und die Zwischenräume auffüllen. Kräftig angießen und bei Bedarf mulchen - fertig!

 

Pflanze deine Heidelbeere in einen Topf, der groß genug, aber wiederum nicht zu groß ist. So hast du die optimale Balance zwischen genügend Raum für Wurzelwachstum und reichlicher Blütenbildung. Ein Topf mit 30 cm Durchmessern ist für den Anfang perfekt.

Heidelbeere im Topf gießen 

Am wichtigsten ist natürlich Wasser, denn ohne ausreichend Wasser ist auch der blaueste Traum schnell ausgeträumt. Blaubeeren sind recht durstig, vor allem, wenn sie damit beschäftigt sind, dicke Beeren zu produzieren. Lass deine Pflanze daher nicht für längere Zeit auf dem Trockenen sitzen. Im Topf verdunstet das Wasser schneller aus der Erde, weshalb du regelmäßiger gießen musst als im Freiland. An heißen Sommertagen kann das durchaus täglich sein. Achte ansonsten darauf, dass die Erde nie vollständig über längere Zeit austrocknet.

Hervorragend eignet sich Regenwasser zum Gießen, da Heidelbeeren empfindlich auf sehr kalkhaltiges Leitungswasser reagieren können. Hast du keine andere Wasserquelle, lass das Gießwasser im besten Fall einige Tage stehen, bevor du es verwendest. Auf diese Weise kann sich der Kalk auf dem Boden des Gefäßes absetzen. Bei sehr hartem Leitungswasser musst du ein Auge darauf haben, ob der pH-Wert des Bodens mit der Zeit ansteigt - und rechtzeitig gegensteuern.

Achtung, Staunässe!

Im Topf kann es jedoch leicht passieren, dass du deine Heidelbeere mit zu viel Wasser versorgst oder nach einem kräftigen Schauer Wasser im Topf stehen bleibt. Wenn das Wasser gut ablaufen kann, ist das kein Problem. Ein Topf ohne Abflusslöcher jedoch ist das sichere Todesurteil jeder Kübelpflanze. Für einen guten Abfluss sorgt auch eine Drainageschicht am Topfboden - damit beugst du der gefürchteten Staunässe sicher vor.

Heidelbeere im Topf düngen

Die Heidelbeere ist ein Schwachzehrer und braucht deshalb nicht viele Nährstoffe. Im Frühjahr freut sie sich trotzdem über eine leichte Düngergabe. Gut ist ein organischer Langzeitdünger, der die Nährstoffe über einen langen Zeitraum abgibt oder ein spezieller flüssiger Beerendünger.

Auch die Wunderwaffe Kompost sollte bei der Heidelbeere, wenn überhaupt, nur in Maßen verwendet werden. Er enthält sehr viele Nährstoffe und hebt zudem den pH-Wert des Bodens an. Ein guter Zeitpunkt zum Düngen ist das Frühjahr, wenn du deine Heidelbeere umtopfst und ihr neue Erde gönnst. Dabei kannst du den Dünger gleich mit unter das Substrat mischen oder auf die Erde streuen und oberflächlich einarbeiten.

Noch mehr Infos rund um das Düngen der Heidelbeerpflanze findest du hier.

Heidelbeeren mit Kaffeesatz düngen?

Kaffeesatz ist ein super Dünger für die Heidelbeere. Am besten lässt du das gebrauchte Pulver gut trocknen und arbeitest es dann in die Erde ein. Feuchter Kaffeesatz neigt hingegen zu Schimmel. Auch Reste vom schwarzen Tee kannst du zum Düngen verwenden. Kaffee und Tee enthalten Säuren, wodurch der Boden etwas saurer und die Pflanze mit Stickstoff versorgt wird.

Heidelbeere im Topf überwintern

Heidelbeeren sind grundsätzlich sehr winterharte Gewächse, die es locker mit Temperaturen im Minusbereich aufnehmen können. Im Freiland ist es meistens gar nicht nötig, dass du weitere Maßnahmen ergreifst. Im Kübel hingegen sind die Wurzeln eisigen Temperaturen schutzlos ausgeliefert, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Der Frost erreicht sie über Topf und Erde mühelos. Es ist daher unerlässlich, die Pflanzgefäße ausreichend dick einzupacken, um die Wurzeln zu schützen.

Ausnahmen gibt es natürlich immer. Vielleicht hast du bei dir zu Hause eine Ecke auf dem Balkon oder der Terrasse, die so gut geschützt ist, dass es dort nicht oder kaum friert. Eventuell wird der Winter auch besonders mild. In solchen Fällen ist es vielleicht nicht unbedingt nötig, den Topf der Heidelbeere extra einzupacken. Wir finden jedoch: Besser etwas zu viel Winterschutz als verfrorene Pflanzen.

Sehr effektiv ist es schon, wenn du den Kübel auf eine Holz- oder Styroporplatte stellst. So ist die Heidelbeere schon mal vor Bodenfrost geschützt. Darüber hinaus kannst du den gesamten Topf mit Materialien wie Jute oder speziellem Gartenvlies schützen. So ein Vlies gibt es in verschiedenen Stärken. Beachte, dass dünnes Vlies nicht so reißfest ist und ggf. nicht so oft wiederverwendet werden kann. Du kannst auch etwas Platz zwischen dem Topf und seiner Verpackung lassen und den Zwischenraum mit Laub oder Stroh auffüllen, das isoliert zusätzlich.

Von oben kannst du die Erde mit einer dicken Mulchschicht schützen, genau wie man es auch im Freiland tun würde.

 

Vaccinium corymbosum
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