Die Balkontomate

Wenn du dich an den Anbau von größeren Tomatenpflanzen noch nicht so richtig herantraust, ist unsere unkomplizierte Zwergtomate wahrscheinlich genau das Richtige für dich. Als Tomatenneuling musst du kaum etwas beachten und kannst den Pflanzen und ihren kleinen Früchtchen einfach in der Sonne beim Wachsen zusehen.

Unsere Bloomify Balkontomate ist eine sogenannte Zwergtomate, was sich auf die Größe der Früchte, vor allem aber auf den Wuchs der Pflanze selbst bezieht. Diese bleibt nämlich mit einer Höhe von 30 cm recht klein und ist daher perfekt für die Kultivierung in Kübeln oder Kästen auf kleineren Balkonen oder Terrassen geeignet. Ein Stab zum Stützen der Tomate ist aufgrund des kompakten Wuchses ebenfalls nicht erforderlich.

Unsere Balkontomate ist sehr ertragreich und hängt im Sommer voller kleiner, knackiger Tomaten. Meistens hängen 12 kleine Früchte an einer Rispe, sie werden etwa 2 - 3 cm groß.

Bei der Tomate handelt es sich um eine einjährige Pflanze, die nicht überwintert wird.

Standort und Boden

Standort: sonnig und warm
Boden: locker, humus- und nährstoffreich

Tomaten brauchen viel Sonne und Wärme, um aromatische Früchte zu tragen. Ein geeigneter Standort sollte außerdem etwas windgeschützt sein. Ein idealer Platz ist zum Beispiel dicht an einer Hauswand, die zusätzlich Wärme speichern und abgeben kann. Du kannst unsere Balkontomate aber auch an passenden Stellen im Freiland oder im Gewächshaus anpflanzen.

Wie alle Tomatenpflanzen mag auch unsere Balkontomate eines ganz und gar nicht: nasse Blätter. Daher ist ein geschützter Standort auch deswegen wichtig, um sie vor allzu starkem Regen zu bewahren. Einen extra Regenschutz musst du bei dieser Sorte aber nicht bauen. Du kannst die Pflanze zusätzlich beim Trocknen unterstützen, indem du sie nach einem Regenfall leicht schüttelst.

Neben einem guten Standort ist auch eine geeignete Pflanzerde für die Tomate wichtig. Es gibt für fast jede Pflanze eine spezielle Erde zu kaufen, so auch für Tomaten. Du kannst aber auch ein universales Pflanzsubstrat verwenden, das humus- und nährstoffreich ist.  Alternativ kannst du auch normale Gartenerde verwenden, solltest diese im Idealfall aber zur Hälfte mit Komposterde mischen, denn die Pflanze benötigt viele Nährstoffe.

Es gibt einige Pflanzen, die sich besonders gut mit der Tomate vertragen und daher im gleichen Topf oder direkt neben der Tomatenpflanze wachsen können und helfen, die Erde unkrautfrei zu halten. Wächst neben der Pflanze nämlich einiges an Unkraut, so stellen diese ungebetenen Gäste eine Konkurrenz für sie dar, was die Nährstoffversorgung angeht. Eine gute Idee ist es daher, freundliche Mitbewohner anzusiedeln. Das können zum Beispiel wunderschön blühende Kapuzinerkressen sein, die es als rankende und auch nicht rankende Sorten gibt und deren Blätter und Blüten komplett essbar sind. Andere geeignete Blumen sind unter anderem Tagetes oder Ringelblumen, du kannst aber auch Kräuter mit in die Erde setzen, zum Beispiel das besonders gut zu Tomaten passende Basilikum.

Gute Nachbarn: Kapuzinerkresse, Tagetes, Ringelblumen, Basilikum, Petersilie, Kamille, Salat, Spinat, Möhren, Sellerie, Knoblauch, Zwiebeln
Schlechte Nachbarn: Gurken, Fenchel, Dill, Kartoffeln, Auberginen

Pflanzung

Tomaten können ab Mai nach draußen gepflanzt werden, wenn kein stärkerer Bodenfrost mehr droht. Bei einer Kultivierung in Kübel oder Gewächshaus werden kühlere Temperaturen besser vertragen, möchtest du die Tomate jedoch ins Freiland pflanzen, so warte die sogenannten Eisheiligen Mitte Mai noch ab.

Bei der Pflanzung kannst du die Tomate gleich mit einem passenden Langzeitdünger versorgen.

 

Pflanzung in einen Topf

Das Pflanzgefäß deiner Wahl muss unten mindestens ein Abflussloch haben. Da unsere Bloomify Balkontomate eine Zwergtomate ist, kommt sie mit deutlich kleineren Pflanzgefäßen zurecht als andere Sorten, zu klein dürfen sie aber auch nicht sein. 10 Liter Fassungsvermögen sind eine gute Größe. Je größer, desto mehr Substrat ist vorhanden und desto besser gedeiht deine Tomate.

Unten im Topf solltest du eine Drainageschicht anlegen. Diese kann aus Kieseln, Steinen oder Blähtonkugeln bestehen und sorgt dafür, dass Wasser gut abfließen kann und die Wurzeln der Pflanze nicht dauerhaft in nasser Erde stehen.

Nun kannst du etwas Erde in den Topf füllen und die Tomate testweise einsetzen, um zu überprüfen, ob sie noch zu tief sitzt. Ein paar Zentimeter des unteren Stängels können aber eingegraben werden, da sich dort neue Wurzeln bilden. Halte die Tomate gerade und fülle den Topf rings um den Wurzelballen mit Erde auf. Drücke sie immer wieder leicht an. Zum Schluss wird die Tomate kräftig angegossen. Eventuell sinkt die Erde noch etwas ab, sodass du neue nachfüllen musst.

 

Pflanzung ins Freiland

Pflanzt du die Tomate ins Freiland oder ins Gewächshaus, hebe dazu pro Pflanze ein Loch aus, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Setze die Pflanze an ihren neuen Platz ruhig etwas tiefer. Du kannst ein paar Zentimeter des unteren Stängels eingraben, da sich dort neue Wurzeln bilden. Fülle das Loch anschließend mit der Erde deiner Wahl auf und drücke sie leicht an.

Nun gießt du deine Tomatenpflanze kräftig an. Lass das Wasser ruhig versickern und gieße noch einmal nach. Absinkende Erde ist normal, du kannst einfach noch mehr Erde rund um die Pflanze verteilen.

Wenn du mehrere Exemplare pflanzt, achte darauf, einen gewissen Abstand zur nächsten Pflanze einzuhalten, empfehlenswert sind etwa 30 - 50 cm bzw. vier bis sechs Pflanzen auf einem Quadratmeter Erde.

Aussaat

Bei der Anzucht deiner eigenen Tomatenpflanzen aus Saatgut empfehlen wir dir eine Voranzucht in Haus oder Wohnung, denn vorgezogene Pflanzen haben einen deutlichen Vorsprung im Wachstum. Sie sind dann schon recht kräftig, wenn du sie an die frische Luft pflanzt. Du kannst dir vorstellen, dass die vorgezogenen Pflanzen viel schneller blühen und Früchte tragen werden und du somit viel länger ernten kannst.

Die Voranzucht kann von Ende Februar bis Mitte April erfolgen und wenn du einige wichtige Hinweise beachtest, ist das gar nicht so kompliziert. Außerdem macht es riesigen Spaß, den Pflanzen von Anfang an beim Keimen und Wachsen zusehen zu können.

Fürs erfolgreiche Vorziehen benötigst du auf jeden Fall einen hellen Platz auf einer Fensterbank, denn die Keimlinge brauchen sehr viel Licht. Unter der Fensterbank sollte eine Heizung sein, denn eine Temperatur von 20–24° C ist ideal für die Keimung. Beachte hier: stehen die Pflänzchen nicht hell genug, wachsen sie recht schnell in die Höhe, auf der Suche nach Licht. Das nennt man Vergeilen und dünne, schwache Pflanzen sind die Folge. Das gleiche passiert, wenn es zu warm ist.

Am wichtigsten ist wohl die Anzuchterde, da sie einen großen Einfluss auf das gesamte Wachstum der Tomatenpflanze hat. Du kannst zum Beispiel spezielle Anzuchterde kaufen, die sich dadurch auszeichnet, dass sie besonders nährstoffarm ist. Zu viele Nährstoffe führen nämlich dazu, dass die Pflanze keine kräftigen Wurzeln ausbildet und außerdem zu schnell wächst.

Als Anzuchtgefäß kannst du entweder in spezielle Aussaatschalen mit Deckeln investieren, die wie kleine Gewächshäuser funktionieren, oder du verwendest normale Plastiktöpfe. Ebenfalls möglich ist eine Aussaat in Eierkartons oder ausgewaschenen Joghurtbechern. Hier kannst du kreativ sein. Idealerweise stülpst du eine Plastiktüte über die Gefäße oder deckst sie mit Folie ab, um die Erde vor Austrocknung zu schützen und den Keimlingen ein feucht-warmes Klima zu bieten. Die Gefäße benötigen keinen Abfluss, da man die Keimlinge zunächst noch kaum gießen muss und sich daher keine Staunässe entwickelt.

Du kannst die Tomatensamen vor der Saat über Nacht in Wasser einweichen, um die Keimung zu fördern. Das ist aber kein Muss.

Fülle deine Anzuchtgefäße mit Erde auf, lasse aber etwa 1–2 cm bis zum oberen Rand frei. Lege die Samen hinein und drücke sie leicht an. Sie sollten einen Abstand von ungefähr 3 cm zueinander haben. Je nach Größe kannst du also unterschiedlich viele Pflänzchen pro Gefäß aussäen. Nun kannst du Erde und Samenkörner mit Hilfe einer Sprühflasche leicht befeuchten oder auch mit den Fingern etwas Wasser darüber träufeln. Gebe nun eine weitere, aber dünne Schicht Anzuchterde über die Samen und befeuchte diese ebenfalls.

In den kommenden Tagen solltest du das Gefäß täglich kontrollieren. Falls die Erde stellenweise leicht schimmelt, kannst du diese Stellen einfach vorsichtig mit einem Löffel entfernen. Halte die Erde stets leicht feucht und gieße wirklich nur wenig.

Nach etwa 10–14 Tagen ist es so weit und die ersten Keimlinge schauen zaghaft aus der Erde. Sie sind hellgrün und bilden zunächst Keimblätter. Manchmal kannst du beobachten, dass der Samen noch an den Pflänzchen hängt, diesen musst du nicht entfernen, da er irgendwann von selbst abfällt. Die Keimlinge müssen jetzt viel Sonne abbekommen, um stabile Stängel zu entwickeln.

Wenn die Pflanze nach ein bis zwei Wochen ihre ersten richtigen Laubblätter gebildet hat, ist es Zeit für einen Umzug in einen größeren Topf, also für das sogenannte Pikieren. Der Unterschied zu den Keimblättern ist dabei ganz deutlich zu erkennen. Verwende nun Töpfe mit einer Breite von etwa 8-10 cm, fülle diese mit der nährstoffarmen Anzuchterde auf und bohre mit einem Stab ein Loch hinein.

Die Pflänzchen sind sehr empfindlich und müssen mit Sorgfalt behandelt werden, um nicht abzuknicken. Lockere die Erde in den kleineren Gefäßen auf, zum Beispiel mit speziellen Pikierstäben. Du kannst auch kleine Löffel verwenden und die Pflänzchen vorsichtig aus der Erde „hebeln“. Achte darauf, keine Wurzeln abzubrechen. Schüttele die alte Anzuchterde etwas ab, bevor du die Pflanze in ihren neuen Topf setzt. Sie kann dabei ruhig deutlich tiefer eingepflanzt werden, bis etwa 1 cm unter dem Blattansatz, da sie dann am unteren Ende des Stängels weitere Wurzeln bilden kann. Fülle das Pflanzloch mit Erde auf, drücke diese leicht an und wässere die Pflanze ein bisschen.

Deine Tomatenpflanzen müssen weiterhin hell stehen, können aber in den nächsten Wochen an kühlere Temperaturen gewöhnt werden. Stelle sie dazu zunächst an einen Ort von etwa 18 - 20° C. Der nächste Schritt ist es, die Pflanzen tagsüber, bei gutem Wetter, nach draußen in die Sonne zu stellen und abends wieder hereinzuholen. So passen sie sich nach und nach den Witterungsbedingungen im Freiland an.

Schnellüberblick

Aussaat im Haus: ab Februar
Aussaat im Freiland: nicht empfohlen
Standort: sonnig und windgeschützt
Aussaattiefe: 0,5-1cm
Pflanzabstand: 50-80cm
Dauer Keimung: 2 Wochen
Monate Ernte: Juli bis Oktober

Pflege, Gießen und Düngen

Allgemeine Pflege

Unsere Balkontomate ist nicht so starkwüchsig wie andere Sorten, doch ein regelmäßiges Entfernen von zu vielen Blättern kann auch ihr gut tun, denn eigentlich soll die Pflanze ihre Energie ja in ihre Früchte stecken und nicht in ihre Blätter. Fange zum Beispiel unten am Stamm an, denn ohne Blätter kann man sie besser gießen, ohne sie dabei nass zu machen. Aber auch weiter oben wachsen mitunter sehr viele Blätter. Es ist vorteilhaft, die Pflanze hier auszulichten, damit mehr Luft an die übrigen Blätter kommt und sie besser trocknen können. Außerdem beschatten übermäßig viele Blätter die Früchte.

Ein Ausgeizen, das man von anderen Tomatensorten kennt, ist bei den Zwergformen nicht erforderlich.

 

Gießen

Der Wasserbedarf von Tomaten ist nicht immer gleich:

Frisch gepflanzte Jungpflanzen benötigen regelmäßige, aber eher kleine Wassergaben, um gut anzuwachsen. Lasse die oberste Erdschicht ruhig etwas antrocknen und gieße erst, wenn die Blätter leicht herunterhängen. So wird die Tomate angeregt, längere und kräftigere Wurzeln zu entwickeln.

Große und blattreiche Pflanzen verdunsten bei warmen Temperaturen und Sonnenschein viel Wasser und müssen daher öfter und kräftiger gegossen werden. An bedeckten Tagen kannst du sparsamer gießen, um Staunässe zu verhindern.

Sobald die ersten Früchte reifen, musst du darauf achten, die Pflanzen tendenziell öfter, aber weniger stark zu gießen. Folgt auf ein Austrocknen der Erde eine zu kräftige Wassergabe, steigt das Risiko, dass die Früchte aufplatzen.

Um die Blätter der Pflanze möglichst nicht nass zu machen, solltest du sie so weit unten gießen wie möglich. Am besten geht das mit einer Gießkanne mit einem langen Hals ohne Aufsatz.

 

Düngen

Ein guter Wachstumsstart ist durch die Düngergabe bei der Pflanzung schon gegeben. Wenn du keinen Langzeitdünger verwendest, braucht sie regelmäßig weitere Düngergaben. Dafür kannst du auch auf speziellen Tomatendünger zurückgreifen.

Ernte und Verarbeitung

Mit der ersten Ernte kannst du im Juli rechnen. Tomaten haben eine lange Erntezeit, da sich immer wieder neue Blüten bilden können. An besonders geschützten Standorten und unter guten Wetterbedingungen kannst du bis in den Oktober hinein noch ernten.

Reife Früchte lassen sich leicht pflücken und sollten kühl gelagert werden, jedoch nicht im Kühlschrank. Dort ist es ihnen zu kalt und sie verlieren viel von ihrem Aroma. Unsere Bloomify Balkontomate ist jedoch aufgrund der Größe der Früchte perfekt zum sofortigen Snacken geeignet.

Wenn im Herbst noch grüne Früchte an der Pflanze hängen, diese aber nicht mehr ausreifen werden, kannst du sie trotzdem pflücken und drinnen nachreifen lassen, oft werden sie noch rot. Fülle sie dazu in eine verschließbare Schale oder in einen Gefrierbeutel, den du zubindest. Es entstehen Reifegase, die die Reifung beschleunigen. Achte aber darauf, dass die Tomaten trocken und unbeschädigt sind und lüfte sie alle paar Tage kurz. Sortiere gegebenenfalls jene Exemplare aus, die braune Stellen bekommen oder runzelig werden.

Sind einmal zu viele Tomaten auf einmal reif, kannst du sie auch recht einfach zu Tomatensoße verarbeiten und einkochen. So hast du immer eine gute Grundlage für Pizzen, Suppen oder Nudelsoßen auf Lager. Auch Ketchup ist ganz einfach selber hergestellt.

Krankheiten und Schädlinge

Unsere Bloomify Balkontomate wurde speziell für den Anbau auf Balkon und Terrasse gezüchtet und ist somit nicht so empfindlich wie andere Sorten. Sie ist weniger anfällig für Krankheiten, da sie auch mit etwas Wind und Regen zurechtkommt. Solltest du einmal braune oder welke Blätter entdecken, dann entferne diese.

Nährwerte

Tomaten bestehen zu über 90 % aus Wasser und sind daher sehr kalorienarm. Sie enthalten aber trotzdem viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, B1, B2, B6 und Vitamin E sowie Kalium, Magnesium und Eisen.

Viele gesunde Inhaltsstoffe sitzen übrigens in der Schale. Beim frischen Verzehr ist diese knackig und kann problemlos mitgegessen werden, gekochte Schalen können hingegen manchmal unangenehm zäh sein. Aber keine Sorge, auch gegarte Tomaten ohne Haut sind sehr gesund, denn durch das Erhitzen können zum Beispiel Carotinoide viel besser vom Körper aufgenommen werden. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben eine antioxidative, zellschützende Wirkung.

Nährwerte je 100g

Kalorien 18kcal
Fett 0,1g
Kohlenhydrate 2,8g
Eiweiß 0,8g

Fragen & Antworten zu unserer Mini Tomate

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